Wie Kinder den Umgang
mit Geld lernen

Kinder kommen heute immer früher mit Geld in Berührung. Meist ist es aber digital und kommt mit vermeintlich ernsthaften Influencer-Tipps auf Social Media daher. 

Daher ist es wichtig, dass Eltern frühzeitig mit Kindern über Geld, seine Formen, die Aufteilung im Haushalt und Budgets sprechen. Am besten üben lässt sich „Geld“ in der Praxis mit barem Taschengeld und digitalem Konto.

Wenn das Zahlen im Supermarkt per Smartphone funktioniert, Kryptowährung schon in jedermanns Feed ist und Shopping hauptsächlich online abgewickelt wird, fragen sich Eltern heutzutage zu Recht: Wenn wir es immer weniger mit Bargeld zu tun haben, wie kann ich meinen Kindern Geld überhaupt noch näherbringen? 

Die sogenannte Generation Alpha – also Kinder und Jugendliche, die ab etwa 2010 geboren wurden – wächst heute nämlich in einer Welt auf, in der Geld, Konsum und Technologie völlig anders funktionieren als noch vor wenigen Jahrzehnten. 

Sie trifft finanzielle Entscheidungen in einer deutlich komplexeren Welt – oft ohne ausreichende systematische Vorbereitung. Das macht Finanzbildung wichtiger denn je.

Sparschwein vs. Social Media

Während für viele Eltern ein pinkes Sparschwein aus Keramik ihre erste Berührung mit Geld war, sind Kinder heutzutage vielen anderen Varianten ausgesetzt. Diese sind meist digital. Kindern und Jugendlichen begegnet Geld heute oft durch Soziale Medien, bei Online-Shopping oder In-App-Zahlungen. Dazu kommt online der Einfluss von Menschen, die nicht immer nur seriöse Tipps verbreiten: Finfluencer auf TikTok oder YouTube locken mit Versprechen von schnellem Geld, was oft riskante Investmenttipps oder Geld-Mentalitäten mit sich bringt. 

Geld sollte zuhause zum Thema werden

Damit Kinder und Jugendliche einen bewussten Zugang zu Geld bekommen, ist es wichtig, dass es auch zuhause zum Thema wird. 

Das geht zum Beispiel ab dem ersten Geld von Oma und Opa, das die Kids zum Geburtstag bekommen, oder dem ersten selbstverdienten Geld fürs Rasenmähen. Auch ein regelmäßiges Taschengeld hilft, ein Gefühl für Münzen und Papiergeld zu bekommen. 

78 Prozent der Jugendlichen in Österreich zwischen 14 und 18 Jahren wollen sowohl in der Schule als auch im privaten Umfeld mehr über Geld sprechen – zeigt der aktuelle FLiP Jugendbericht 2026.  

Ab wann sollte man Kindern Taschengeld auszahlen? Regelmäßig oder anlassbezogen – und wie viel Taschengeld ist überhaupt angemessen? In unserem Taschengeld-Leitfaden (kostenlos als Download) erfahren Eltern Schritt für Schritt, wie sie ihren Kindern den ersten Geld-Umgang beibringen.

Ab wann sollte man Kindern Taschengeld auszahlen? Regelmäßig oder anlassbezogen – und wie viel Taschengeld ist überhaupt angemessen? In unserem Taschengeld-Leitfaden (kostenlos als Download) erfahren Eltern Schritt für Schritt, wie sie ihren Kindern den ersten Geld-Umgang beibringen.

Umgang mit Geld üben: Bar und digital

Sehen Kinder, wie das Geld im Geldbörserl mit der Zeit schließlich mehr oder weniger wird, können sie einfacher verstehen, dass ihre Entscheidungen entsprechende Konsequenzen haben. Eltern können diesem Prinzip folgend beispielsweise ihr Gehalt ins Verhältnis mit den Haushaltsausgaben setzen. 

Bei größeren Wünschen kann es für Kinder spannend sein, aktiv in die Entscheidung eingebunden zu werden. Das könnte bedeuten…

  • … gemeinsam ein Budget festzulegen 
  • … zusammen im Internet oder in Supermärkten Preise vergleichen
  • … überlegen, ob etwas den Preis wirklich wert ist
  • … gemeinsam den Kauf im Geschäft tätigen und sehen, wie das Geld online abgebucht oder in bar übergeben wird

So lernen Kinder im Alltag ganz intuitiv und automatisch mit, was ein Budget ist, dass es nicht unbegrenzt verfügbar ist und gut aufgeteilt werden muss. Im Großen, wie etwa dem Familienhaushalt, wie im Kleinen, wie etwa dem Geldbörserl.  

Mit einem eigenen Sparkonto oder einem Sparziel können Eltern ihren Kindern auch den Umgang mit digitalem Geld zeigen. Anhand eines Kontostands haben sie ihr Geld und Erspartes immer im Blick: Es wird weniger, wenn etwas gekauft wird, und mehr, wenn gespart wird. 

Mit George Junior tauchen Kinder zwischen 8 und 14 Jahren altersgerecht in die Welt des Geldes ein. Sie erhalten Einblicke und bauen Schritt für Schritt verantwortungsbewusste Finanzgewohnheiten auf. Dabei begleiten Eltern ihre Kinder: Sie behalten immer die Kontrolle in ihrer eigenen George-App; sehen, wie ihr Kind sein Geld verwaltet; können Karten- oder Überweisungslimits festlegen und Benachrichtigungen für Kontobewegungen einrichten. Weitere Informationen zu George Junior lesen Eltern hier.

Mit George Junior tauchen Kinder zwischen 8 und 14 Jahren altersgerecht in die Welt des Geldes ein. Sie erhalten Einblicke und bauen Schritt für Schritt verantwortungsbewusste Finanzgewohnheiten auf. Dabei begleiten Eltern ihr Kinder: Sie behalten immer die Kontrolle in ihrer eigenen George-App; sehen, wie ihre Kind sein Geld verwaltet; können Karten- oder Überweisungslimits festlegen und Benachrichtigungen für Kontobewegungen einrichten. Weitere Informationen zu George Junior lesen Eltern hier.

Mit Kindern auch über Risiken sprechen

Kinder sollten auch für die heutige Online-Geld-Welt und ihre Risiken sensibilisiert werden. Lukrative Krypto-Coins in ihrem Social Media Feed oder „Jetzt kaufen, später bezahlen“-Modelle für die neuen Sneaker klingen schließlich sehr verlockend. Nicht immer sind Kindern und Jugendlichen die Konsequenzen für ihr eigenes Geld aber bewusst. Dass man sein Geld auch verlieren oder Schulden machen kann, wird aus den Angeboten auf den ersten Blick nicht klar. 

Der Jugendbericht 2026, erstellt gemeinsam mit dem Sozialunternehmen YEPworks und dem Financial Life Park (FLiP), zeigt das deutlich: 71 Prozent der 1.800 befragten Jugendlichen in Österreich sehen eine hohe Gefahr, sich durch Online-Bezahldienste zu verschulden. Gleichzeitig sind digitale Betrugsformen wie Fake-Shops, Phishing, SMS- und WhatsApp-Betrug, Fake-Gewinnspiele oder betrügerische Werbung auf Social Media längst Teil ihrer Realität. 

Viele Jugendliche kennen diese Risiken, verlassen sich aber oft auf „Hausverstand“ oder einzelne Erfahrungen aus dem Umfeld. Der Bedarf an fundierter Aufklärung ist entsprechend hoch: 70 Prozent möchten mehr über Online-Betrug, Scams und digitale Finanzfallen lernen. 

Für Eltern empfiehlt sich deshalb, offen über diese Risiken zu sprechen und ihre Kinder zu sensibilisieren. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern ehrlich und mit Neugier. Dabei helfen etwa Fragen, wie:

FAZIT

Trotz aller Digitalisierung sind die Eltern sowie das familiäre Umfeld die wichtigsten "Finanz-Coaches". Mit Kindern über Geld zu sprechen muss dabei nicht schwierig sein: Viele kleine Gespräche im Alltag helfen Kindern und Jugendlichen dabei, ein erstes gesundes Gefühl für Geld zu entwickeln. Erste Berührungspunkte können Kinder beim Shoppen mit Bargeld oder unter Aufsicht der Eltern mit einem eigenen Konto bekommen. 

Stand: Juni 2026

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