Die Falcon Heavy von SpaceX ist vom Dach des Vehicle Assembly Building der NASA aus zu sehen, wie sie das Raumschiff „Europa Clipper“ ins All befördert

© iStock.com / Brandon Moser

Fonds-News KW 23 | 02.06.2026

Erde war gestern – die Börse entdeckt das All

Während wir hier auf der Erde noch über Inflation, Zinsen und die nächste Tankrechnung diskutieren, passiert die vielleicht spannendste wirtschaftliche Entwicklung aller Zeiten ganz woanders – nämlich im All.

Der neue Wettlauf – diesmal mit Businessplan

Noch vor wenigen Jahren klang die Rückkehr zum Mond wie reine Science-Fiction – irgendwo zwischen Hollywood und Raumfahrtmuseum. Heute ist sie erstaunlich konkret:

  • Die NASA will mit dem Artemis-Programm wieder Menschen auf den Mond bringen
  • China arbeitet an einer eigenen Mondbasis
  • Private Unternehmen treiben die Entwicklung massiv voran

Während der Mond bereits greifbar wirkt, steht das nächste große Ziel bereits fest: der Mars. Noch weiter weg, noch komplexer – aber längst kein Hirngespinst mehr, sondern Teil langfristiger Strategien.

Der entscheidende Unterschied zur Apollo-Ära:
Früher ging es darum, wer als Erster die Flagge aufstellt. Heute geht es darum, wer danach die Infrastruktur baut – und daraus ein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt. Eines wird immer deutlicher: Der Weltraum entwickelt sich gerade zur nächsten großen Industriezone – vom erdnahen Orbit über den Mond bis perspektivisch hinaus zum Mars.

Und wie bei jeder neuen Industrie stellt sich für Anleger:innen früher oder später nicht die Frage, ob Geld verdient wird, sondern wer es verdient und vor allem wer am meisten verdient.

Wer verdient eigentlich am Mond – und am Mars?

Während einzelne Visionäre die Schlagzeilen dominieren, läuft das eigentliche Geschäft weitgehend im Hintergrund. Denn egal ob Mondmissionen oder zukünftige Marsprojekte: Nicht diejenigen, die fliegen, verdienen das meiste Geld, sondern jene, die im Hintergrund die Grundlagen schaffen.

Raumfahrt & Infrastruktur

Die Basis jeder Mission ist klassische Ingenieurskunst – allerdings auf einem völlig neuen Niveau. Hier geht es um:

  • Raketen und Trägersysteme
  • Raumkapseln und Landefähren
  • Module für zukünftige Stationen auf dem Mond

Ohne diese Infrastruktur hebt weder ein Astronaut ab noch entsteht eine nachhaltige Nutzung des Weltraums.

Satelliten, Daten & Sicherheit

Weniger spektakulär, aber wirtschaftlich enorm bedeutend ist der Bereich rund um Satelliten:

  • Kommunikation
  • Navigation
  • Erdbeobachtung
  • militärische Anwendungen

Der Weltraum ist längst keine Spielwiese mehr, sondern ein strategischer Bereich. Wer Daten aus dem All kontrolliert, kontrolliert einen Teil der Realität auf der Erde.

Technologie & Rechenpower – die heimlichen Gewinner

Hinter jeder Mission steckt ein riesiger Bedarf an:

  • Rechenleistung
  • KI-Systemen
  • Simulationen
  • Hochleistungschips

Die eigentliche Wertschöpfung entsteht oft nicht im All selbst, sondern in der Technologie, die diese Missionen überhaupt erst möglich macht.

Fazit: Der nächste große Markt liegt über uns

Der Wettlauf ins All ist längst kein Zukunftstraum mehr – er ist bereits Realität. Wie bei jeder großen technologischen Revolution zeigt sich auch hier: Die größten Gewinne entstehen nicht unbedingt dort, wo die Schlagzeilen sind, sondern dort, wo die Infrastruktur entsteht.

Vom erdnahen Orbit über den Mond bis perspektivisch zum Mars entwickelt sich ein völlig neuer Wirtschaftsraum – getragen von Technologie, Daten und globalen Interessen.

Für Anleger:innen bedeutet das: Man muss nicht selbst abheben, um davon zu profitieren. Aber man sollte rechtzeitig entscheiden, ob man nur zuschaut – oder bereits ein Teil dieser Entwicklung ist.

AH

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