Das Weiße Haus in Washington, davor parkt ein Polizeiwagen

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Fonds-News KW 04 | 20.01.2026

Unruhe mit System: die US‑Politik unter Trump

Donald Trumps zweite Amtszeit endet am 20. Jänner 2029. Politische Unsicherheit bleibt ein prägendes Merkmal seiner Präsidentschaft und dürfte auch weiterhin zu kurzfristigen Marktschwankungen führen, ausgelöst durch spontane Aussagen oder politische Vorschläge des Präsidenten.

Was ist 2026 sicher?

Trotz aller Unsicherheiten werden zwei Ereignisse 2026 die Märkte mit Sicherheit beschäftigen: die Ernennung eines neuen Notenbank-Chefs und die Parlamentswahlen im Herbst 2026 (Midterms).

Neue Führung bei der Fed

Die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell endet im Mai 2026, bis dahin muss Donald Trump einen Nachfolger benennen. Als Favoriten gelten mehrere erfahrene Ökonom:innen und Finanzexperten mit politischem Hintergrund, darunter Kevin Hassett, Chris Waller, Michelle Bowman, Kevin Warsh sowie Wall-Street-Profi Rick Rieder. Alle stehen grundsätzlich für eine traditionelle Geldpolitik, haben sich zuletzt jedoch auffallend Trump-nah positioniert.

Droht damit das Ende der Fed-Unabhängigkeit?

Das Ende der Unabhängigkeit der US‑Notenbank Fed ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Grund dafür sind starke institutionelle Schutzmechanismen, fachlich qualifizierte Kandidat:innen für Führungspositionen und Markterwartungen, die ohnehin von sinkenden Zinsen ausgehen. Zwar wird die Debatte über die Fed‑Unabhängigkeit weitergeführt, ein tatsächlicher Verlust dieser Unabhängigkeit ist jedoch nicht absehbar.

Parlamentswahlen am 3. November 2026

Die Midterm-Wahlen sind entscheidend für Donald Trumps politischen Handlungsspielraum. Da die Präsidentenpartei dabei meist Mandate verliert, ist der Druck hoch, die eigenen Chancen durch legale Maßnahmen wie Wahlkreiszuschnitte oder strengere Registrierungsregeln zu verbessern. Das verstärkt Sorgen über eine zunehmende politische Spaltung und extremere politische Ergebnisse. Unabhängig vom Wahlausgang bleiben die innenpolitischen Spannungen hoch und werden die Finanzmärkte weiterhin beschäftigen.

Was bedeutet das für Investor:innen?

2026 bringt politische Risiken und nervenaufreibende Ereignisse. Ruhe zu bewahren ist entscheidend.

Die Unsicherheit bleibt hoch und belastet die Wirtschaft und das Vertrauen in die USA. Das spricht für breite und globale Diversifikation.

JH

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