Viele parkenden Autos

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Fonds-News KW 14 | 01.04.2025

Trumps Autozölle mit Effekt für Europa

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat letzten Mittwoch Zölle von 25 % auf Autoimporte verkündet. „Dies ist der Anfang des Tags der Befreiung in Amerika“, sagte er. „Wenn Sie Ihre Autos in den Vereinigten Staaten bauen, gibt es keine Zölle.“ Laut Trump werden die USA die Zölle ab 2. April in Kraft setzen.

Kommt die Maßnahme tatsächlich wie geplant, wäre das ein herber Schlag für die europäische Autoindustrie, insbesondere für die deutschen Premiumhersteller. Die Aktienkurse von VW und Co. spiegelten diese Sorge prompt wider.

Bei amerikanischen Autoaktien kam es bereits am Mittwochabend im nachbörslichen Handel zu deutlicheren Kursausschlägen, da auch US-Autobauer Teile ihre Produktion im Ausland haben bzw. halbfertige Erzeugnisse importieren. General Motors sank um circa 6 %, Ford um rund 5 %. Tesla tendierte nur 1 % schwächer, hatten aber bereits im regulären Handel knapp 6 % nachgegeben.

Die neuen Importzölle werden nicht nur auf im Ausland hergestellte Autos erhoben, sondern auch auf Autoteile, inklusive Motoren und Getriebe. Die Importgebühren bei Autoteilen sollen „spätestens am 3. Mai“ wirksam werden, so der Text der Proklamation. Expert:innen der britischen Großbank Barclays haben in einer jüngsten Studie gezeigt, wie hoch der Anteil der US-Exporte für einzelne europäische Automobilhersteller ist. Zölle auf Autoimporte in die USA hätten demzufolge eine erhebliche Auswirkung auf den Autobauer Porsche, warnte Barclays. Der Konzern importiert alle Fahrzeuge zur Gänze, die dann in den USA verkauft werden. Auch BMW und Mercedes-Benz werden die Zölle deutlich spüren. Beide importieren einen Großteil ihrer Modelle in die USA. In den Vereinigten Staaten selbst werden insbesondere nur SUVs hergestellt, so die Erkenntnis von Barclays.

Des Weiteren wurde analysiert, wie sich ein 25-Prozen-US-Zoll auf Autoimporte auf den operativen Gewinn (EBIT) der Autohersteller im Jahr 2025 auswirken würde. Auch hier ist Porsche am schwersten betroffen. Ein Gewinnrückgang von 16 % des EBIT wäre möglich, warnen die Analyst:innen. Ebenso ist Stellantis wegen der beträchtlichen Produktion in Mexiko stark betroffen. Hingegen müssten Mercedes-Benz, der Volkswagen-Konzern und Ferrari „nur“ Gewinnminderungen im mittleren einstelligen Prozentbereich hinnehmen. Für die Berechnung haben Analyst:innen angenommen, dass die Hersteller die Zölle komplett auf ihre US-Verkaufspreise aufschlagen.

Die daraus resultierenden höheren Verkaufspreise dürften erhebliche negative Effekte auf den US-Absatz haben. Es werden Verkaufsvolumenrückgänge von rund 50 % für die am stärksten betroffenen Modelle erwarten. Insbesondere, wenn Alternativen vorhanden sind, die in den USA produziert werden.

In Anbetracht der Wichtigkeit der deutschen Autoindustrie könnten die Zölle auch die Wirtschaftsentwicklung belasten. In Deutschland seien rund 5,5 Millionen Menschen direkt oder indirekt in der Automotive-Branche oder verwandten Sektoren beschäftigt, warnt der bekannte deutsche Vermögensverwalter Dr. Jens Ehrhardt. „Deutschland ist ein Automobilland im Hinblick auf seinen Erfolg bei den Verbrennungsmotoren “, betont der Gründer von DJE Kapital. Dies ändere sich rapide. Hinzu kämen nun Trumps drastische Zölle. „Der wichtigste deutsche Konjunkturzweig steht also unter einer erheblichen Doppelbelastung.“

Mit breiter Streuung zum Anlageerfolg

Für langfristige Investor:innen ist es ratsam, sich nicht nur auf einzelne Aktien oder Branchen zu fokussieren, sondern auf ein breit gestreutes Portfolio zu setzen, das von unterschiedlichsten Branchen- und Länderentwicklungen profitieren kann. Für etwas risikoaversere Kund:innen ist auch die Beimischung von Anleihen ratsam. Auch hier sollte im Idealfall auf eine globale Strategie gesetzt werden. Um den Risikofaktor Timing zu umgehen, also den richtigen Zeitpunkt für das Investment auszusuchen, kann ein monatlicher Sparplan angelegt werden. Lassen Sie sich von unseren Betreuer:innen sehr gerne dazu beraten.

FI

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