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Fonds-News KW 5 | 28.01.2025

Europäische Aktien auf der Überholspur?

Die Mehrheit der Fondsmanager setzt weiterhin auf Aktien und einen stärkeren US-Dollar. Aber kürzlich haben sie jedoch auch stark in europäische Werte umgeschichtet, wie eine Erkenntnis aus der jüngsten Fondsmanagerumfrage (Fund Manager Survey, FMS) von der Bank of America (BofA) zeigt. Auch performancemäßig hat der EURO STOXX 50 auf Jahressicht die Nase gegenüber seinen US-Pendants vorne. Und das, obwohl der neue, alte US-Präsident Donald Trump ein goldenes Zeitalter für die USA versprach. Bereits sein Wahlsieg belebte die „Animal Spirits“ der Anleger:innen, was dazu führte, dass sie im November und Dezember kräftig in US-Aktien investierten. In der allgemeinen Euphorie wurden (und werden) mögliche Risiken unter Trump großteils ausgeblendet.

Starker Zufluss in europäische Aktien

Das Team der BofA befragte vom 10. bis 16. Jänner mehr als 200 professionelle Investor:innen weltweit zu ihren Investmentpräferenzen und ihrer Sicht auf die Weltwirtschaft und die Kapitalmärkte. Die Befragten verwalten insgesamt knapp 580 Milliarden US-Dollar an Anlagevermögen. Das Sentiment unter den Portfoliomanagern ist anhaltend gut, wie ein Risikobarometer der BofA zeigt, das auf konjunkturellen Wachstumserwartungen, der Cashquote und der Aktienallokation basiert. Im Vergleich zum Vormonat hat es sich zwar leicht abgeschwächt, deutet aber immer noch auf einen verstärkten Risikoappetit hin.

Wie stellt sich das Ganze in den Portfolios der Fondsmanager dar? Während der Dezember noch ganz im Zeichen von US-Aktien stand, haben Expert:innen zuletzt stark in europäische Titel umgeschichtet. Laut der BofA flossen im vergangenen Monat die zweithöchsten je gemessenen Volumina in Werte aus dem Euroraum. Es scheint so, als setzen die Profis auf Nachzügler und glauben, dass Donald Trump die europäische Wirtschaft nicht so stark belasten wird.

Innerhalb der Branchen erfreuten sich die Bereiche Gesundheit und Basiskonsum großer Nachfrage. Auch Rohstoffe waren jüngst gefragt. Dafür verringerten sie ihre Positionen in den USA, in Banken und Versicherern bereits wieder deutlich. Sie zählen aber nach wie vor zu den Favoriten, gleich wie der Bereich Technologie. Insgesamt bleibt das deutliche Übergewicht in Aktien im Vergleich zu Anleihen bestehen. Die Bargeldquote bleibt auf einem sehr niedrigen Niveau von 3,9 %, was dem geringsten Wert seit Juni 2021 entspricht.

Niedrige Cashquote als Warnsignal – aber keine Rezession in Sicht

Sieht man die niedrige Cashquote als Kontraindikator, so ist das ein warnendes Signal, wie eine Analyse der BofA zeigt: unterschreitet die Geldquote die Schwelle von 4 %, wies dies in der Vergangenheit auf einen guten Verkaufszeitpunkt hin. Seit dem Jahr 2011 wurde bereits zwölf Mal dieses Signal ausgelöst. Im Folgemonat gab der globale Aktienindex im Schnitt um jeweils 2,4 % nach, konnte sich aber in der Regel nach wenigen Monaten wieder erholen. Ein wenig gedämpfter sehen die aktuellen Wachstumserwartungen aus: Das Gros der Befragten geht von einer sich leicht abschwächenden Konjunktur aus, was sowohl für die USA als auch für China gilt. Negativ könnten sich auch ein chaotischer Anstieg der US-Anleiherenditen, Leitzinserhöhungen der Federal Reserve und/oder ein globaler Handelskrieg auswirken.

Fondsmanager schätzen die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession im Jahr 2025 für nur 5 % ein. 50 % der Befragten gehen anhaltend von einer sanften Landung aus. Das Szenario einer abermaligen Beschleunigung der Konjunktur hat seit September stetig zugenommen und liegt aktuell bei soliden 38 %. 79 % der Proband:innen erwarten von der US-Notenbank Fed in diesem Jahr Leitzinssenkungen, obwohl die Inflationserwartungen wieder nach oben zeigen.

Deutschland sticht positiv hervor

Spannend sind auch die Erkenntnisse, welche Länder im Moment von den Profis favorisiert werden. Auf Platz eins rücken deutsche Aktien vor und lösen Spanien ab, das nunmehr Zweiter ist, gefolgt von Italien. Schlusslichter sind Frankreich und Großbritannien. Vergangenes Jahr waren – ähnlich wie in den USA beim S&P 500 – sieben Unternehmen vorrangig an der starken DAX-Entwicklung beteiligt, die für 98 % der Jahresperformance verantwortlich waren. Dabei handelt es sich um SAP, Telekom, Allianz, Siemens, Siemens Energy, Münchener Rück und Rheinmetall.

Langfristig mit breiter Streuung zum Erfolg

Für langfristige Investor:innen ist es ratsam, sich nicht nur auf einzelne Länder oder Aktien zu fokussieren, sondern auf ein breit gestreutes Portfolio zu setzen, das von unterschiedlichsten Länder- und Branchenentwicklungen profitieren kann. Für etwas risikoaversere Kund:innen ist auch die Beimischung von Anleihen empfehlenswert. Auch hier sollte im Idealfall auf eine globale Strategie gesetzt werden. Um den Risikofaktor Timing zu umgehen, also den richtigen Zeitpunkt für das Investment auszusuchen, kann ein monatlicher Sparplan angelegt werden. Lassen Sie sich von unseren Betreuer:innen sehr gerne dazu beraten.

FI

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