
Image licensed by Ingram Image/adpic
Fonds-News KW 3 | 14.01.2025
Zinsen, Feuer und Kälte bewegen die Märkte
Gestiegene Zinssorgen nach einem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht haben am vergangenen Freitag die New Yorker Börsen unter Druck gesetzt. Zudem belegte das erhobene Konsumklima, dass die Inflationserwartungen der Verbraucher zugenommen haben, was den Aktienkursen einen weiteren Dämpfer versetzte.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der Index der Technologiebörse Nasdaq notierten am Freitag jeweils rund 1,6 Prozent tiefer bei 41.938 und 19.161 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 1,5 Prozent auf 5.827 Zähler.
Zinssenkungen – aber wie viele und wie weit?
Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich kurz vor dem Wechsel im Präsidentenamt in unerwartet guter Form. Im Dezember kamen 256.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzu, Ökonomen hatten lediglich mit 160.000 gerechnet. Steigen die neu geschaffenen Stellen derart, deutet das auf eine starke Konjunktur hin.
Darum schürt der Arbeitsmarktbericht nun neue Sorgen um die nächsten geldpolitischen Schritte der US-Notenbank Fed, die versucht, mit erhöhten Zinsen die hohe Inflation einzudämmen und den heiß gelaufenen Jobmarkt abzukühlen.
Die Währungshüter hatten bereits vor der Veröffentlichung des Berichts signalisiert, dass sie bei Zinssenkungen in den kommenden Monaten auf die Bremse treten dürften – auch, weil unklar ist, wie sich die handelspolitische Agenda des künftigen US-Präsidenten Trump auf die Wirtschaft und Inflation des Landes auswirkt.
Versicherer im Fokus
Im Rampenlicht bei den Einzelwerten standen die Aktien aus dem Versicherungssektor. Mit einem versicherten Schaden von rund 20 Milliarden US-Dollar könnten die Waldbrände in und um Los Angeles die teuersten in der Geschichte Kaliforniens werden. Die Aktien des kalifornischen Versicherers Mercury General brachen um mehr als 20 Prozent ein. Aktien der Branche aus anderen US-Bundesländern wie Allstate, Travelers und Chubb verloren zwischen fünf und acht Prozent.
Kaltes Wetter – heißer Ölpreis
Der höhere Bedarf an Brennstoffen zum Heizen treibt den Ölpreis an. Das US-Wetteramt erwartet in den zentralen und östlichen Teilen des Landes unterdurchschnittliche Temperaturen. Das Nordseeöl Brent steuert munter auf die Marke von 82 US-Dollar zu.
Hinzu kommt, dass die USA einem Regierungsdokument zufolge deutlich härter gegen die russische Öl-Branche vorgehen wollen. Neue Sanktionen würden demnach 180 Tanker, Dutzende Händler, zwei große Öl-Konzerne und führende Manager treffen, geht aus dem Dokument hervor, das unter Händlern in Europa und Asien zirkuliert. Getroffen würden davon auch die größten Abnehmer russischen Öls wie Indien und China.
Conclusio für Anleger:innen: Der Wind (Feuersturm) an den Börsen wird rauer. Eine Fortsetzung der Rally an den Aktienbörsen ist möglich aber nicht in Stein gemeißelt.
AH
Bei den auf unseren Webseiten angeführten Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Kennen Sie schon die Fonds der Steiermärkischen Sparkasse?
Interessiert?
Wir beraten Sie gern – einfach Gesprächstermin vereinbaren.