Fonds-News KW 27 | 02.07.2024

Welches Land gewinnt die Börsen EM 2024?

Wirtschaftsexperten haben ausgerechnet, welches Land den EM-Pokal holen würde, wenn er nicht auf dem heiligen Rasen, sondern an den Börsen vergeben würde. Das Ergebnis wäre der Sieg eines rigorosen Außenseiters, während Deutschland mit Platz zwölf eine herbe Enttäuschung hinnehmen müsste.
Für das Ranking wurde die Aktien-Performance der teilnehmenden Länder im Zeitraum von der letzten EM bis heute verglichen (31. August 2021 bis 31. Mai 2024)*.

Börsen-EM 2024 – Platz eins: Türkei

Der erste Platz dürfte alle überraschen, im Fußballstadion würde man von einem klaren Außenseitersieg sprechen: Börsen-Europameister ist die Türkei. Seit dem Ende der vorherigen EM im Juli 2021 ist der türkische Aktienmarkt um 113 Prozent gestiegen. Experten warnen allerdings: „Die Türkei ist ein Börsen-Europameister auf wackeligen Beinen. Wer auf weiterhin stark steigende Kurse dort setzt, muss sich des hohen Risikos bewusst sein.“ Das Land kämpft seit langer Zeit mit einer hohen Inflation. Im Mai lag die Teuerungsrate im Jahresvergleich bei 75,5 Prozent. Gleichzeitig steht die türkische Landeswährung Lira unter immensem Druck. Die türkische Börse profitiert allerdings von dieser Entwicklung den Anleger versuchen, sich über den Aktienmarkt vor der Inflation zu schützen. Starke und gute Unternehmen mit Preissetzungsmacht können die höheren Einkaufspreise weitergeben und dadurch ihre Gewinne stabil halten oder sogar steigern.

Börsen-EM 2024 – Platz zwei: Dänemark

Beim zweitplatzierten Dänemark bewerten Experten die Situation völlig anders: „Dänemark hat eine robuste Wirtschaft mit niedriger Arbeitslosigkeit und hohen Haushaltseinkommen. Viele dänische Unternehmen sind in globalen Wachstumssektoren tätig, wie zum Beispiel erneuerbare Energien, Biotechnologie und Pharmazeutika.“ Seit der EM 2021 ist der dänische Aktienmarkt um 59 Prozent gestiegen. Großen Anteil daran hat der Pharmakonzern Novo Nordisk, dessen Aktie in dem Zeitraum um mehr als 260 Prozent gestiegen ist. Mit einem Börsenwert von umgerechnet 442 Milliarden Euro ist Novo Nordisk das wertvollste Unternehmen Europas und in seinem Heimatland allen anderen Unternehmen vorausgeeilt.

Börsen-EM 2024 – Platz drei: Italien

Auf Rang drei im Börsenranking kommt der Fußball-Europameister von 2021, Italien. Dessen Aktienmarkt stieg seither um 34 Prozent. „Blickt man auf die Einzelwerte, so fällt vor allem die gute Wertentwicklung von Bankaktien auf“, sagen Experten. Die Institute profitierten zum einen von den höheren Zinsen, wodurch die Einnahmen aus dem Kreditgeschäft steigen. Zum anderen blieb die italienische Wirtschaft so stark, dass nur wenige Kredite ausfielen. Allerdings verweisen Experten auf die hohen Staatsschulden Italiens. Die Verschuldung von rund 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ist die zweithöchste in der Euro-Zone.

Börsen-EM 2024 – die weiteren Plätze

Den Top drei folgen Tschechien (+32,9 %) und die Fußball-Nationen Spanien (+29,1 %), sowie Frankreich (+19,8 %) und Großbritannien (+18,7 %). Österreich liegt auf Platz 8 (+17,2 %) und Deutschland rangiert erst auf Platz zwölf (-1,2 %). Der letzte Platz geht an Portugal (-12,4 %).

Unser Fazit lautet daher: Es zeigt sich, dass manche Börsen sehr abhängig von einzelnen Werten und Branchen sind. Die beste Börsenstrategie ist und bleibt, Anlagen breit über verschiedene Länder und Branchen zu streuen. Letztlich sind die Börsengewinner von morgen genauso schwer vorherzusehen wie der Fußball-Europameister 2024.

JH

* Basis der Auswertung ist der „Bloomberg Large & Mid Cap Price Return Indizes“ (US-Dollar) der einzelnen Länder. Das stellt eine große Marktabdeckung sicher. Für Deutschland beispielsweise werden durch den Index 85 Prozent der Marktkapitalisierung der börsennotierten Länder abgedeckt. 

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