Presseinformationen

der Sparkasse Oberösterreich

„Innovationskraft und Zukunftsorientierung – dafür steht die Sparkasse OÖ. Auf dieser Plattform, unserem Pressecorner, erfahren Sie mehr über die vielfältigen Aktivitäten unseres Institutes. Wir informieren Sie hier über unser tägliches Geschäft, Branchen-News, unser Engagement im Bereich Soziales, Kultur und Sport und vieles mehr.“

– Mag. Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ

Presseinformationen 2021

Wirtschaft & Ethik: Eine Pandemie verändert die Welt

Chancen und Herausforderungen für unsere Gesellschaft

Mag. Stefanie Christina Huber
Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ

Miteinander gelingen Veränderungen


Der wichtigste Faktor hinsichtlich Erholung der Konjunktur ist der weitere Verlauf der Covid-19-Pandemie. Damit verbunden ist die Aussicht auf eine rasche und flächendeckende Impfung sowie die Eindämmung der Ausbreitung ausländischer Virus-Mutationen. Die Pandemie stellt sowohl eine medizinische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ausnahmesituation dar, bietet aber gleichzeitig auch Chancen – vor allem in den Bereichen Ökologie und Digitalisierung. Diese Chancen gilt es für die Zukunft zu nutzen. Die Sparkasse OÖ stellt sich in diesen herausfordernden Zeiten ganz besonders als starker Partner an die Seite ihrer Kund*innen. Inmitten des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels schaffen wir es gemeinsam mit unseren Kund*innen und Mitarbeiter*innen, unsere Zukunft zu gestalten.

Bedeutung von Regionalität steigt. Die Corona-Pandemie führte zu einer höheren Wertschätzung der Gesellschaft für lokale Geschäfte. Trends wie beispielsweise der Kauf regionaler Produkte beim Direktvermarkter zeichnen sich ab und haben dem regionalen Handel einen positiven Aufschwung verschafft. Unternehmen ziehen es in Betracht, ihre Produktion aus dem Ausland zurückzuholen, um ihre Lieferketten abzusichern. Damit geht einher, dass die Betriebe regionale Rohstoffe für ihre Produktion verwenden und so den Transportweg minimieren. Dies stärkt die heimische Wirtschaft.

Beschleunigung der Digitalisierung. Neben einer neuen digitalen Arbeitskultur haben sich auch die Kundenbedürfnisse in Bezug auf das Bezahlen und Erledigen von Bankgeschäften spürbar gewandelt. Die Nutzung bargeldloser Bezahlmöglichkeiten liegt klar im Trend und die Kund*innen der Sparkasse OÖ schätzen die Vorteile der digitalen Möglichkeiten. Das modernste Internetbanking George für Privatkund*innen und Telebanking Pro für Unternehmenskund*innen ermöglichen eine orts- und zeitunabhängige Abwicklung der Bankgeschäfte. Zudem haben aufgrund der Pandemie zahlreiche Betriebe innerhalb kürzester Zeit mittels Online-Bezahllösungen oder Online-Shops ihr Geschäftsmodell digitalisiert.

Neues Wohnen. Durch die Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen bekam das Thema Bauen und Wohnen einen neuen Stellenwert. Durch Homeoffice und Homeschooling wird der Wohnbereich auch zum Arbeitsplatz und Klassenzimmer, und muss dadurch anderen Ansprüchen gerecht werden. Zusätzlich haben die veränderten Wünsche ans Wohnen – wie ein Haus im Grünen oder eine Wohnung mit Garten – Auswirkungen auf künftige Bauprojekte sowie Grundstückspreise.

„Die kommenden Monate werden für einige Branchen und Unternehmer herausfordernd bleiben. Jedoch bringt die Covid-19-Pandemie auch Chancen mit sich, die für die nächsten Jahre zukunftsweisend sind. Die Sparkasse OÖ ist bei diesen Veränderungen stets an der Seite ihrer Kunden und stellt deren Bedürfnisse in den Fokus,“ so Mag. Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ.

DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch
Geschäftsführer Industriellenvereinigung OÖ

„Mit Lernen und Leistung die Krise bewältigen“

Die Corona-Pandemie hat die Welt in die tiefste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt und zugleich ungeahnte Veränderungen des sozialen Lebens ausgelöst. Wenige Wochen nach Ausbruch der Corona-Krise stieg die Zahl der Arbeitslosen auf rund 570.000 und somit auf den höchsten Wert der 2. Republik, mehr als eine Million Menschen waren zwischenzeitlich zur Kurzarbeit gemeldet, wobei der produzierende Sektor sich in der Krise als der entscheidende Faktor erwies, damit die Wirtschaft Österreichs nicht ins Bodenlose stürzte.

„Die Corona-Pandemie sorgt für einen nachhaltig beschleunigten Strukturwandel in diesem Jahrzehnt“, betont Dr. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ). „Kernelemente dieses Wandels werden die Flexibilisierung und Digitalisierung von Wertschöpfungsprozessen und der Arbeitswelt sein.“

Steigende Anforderungen an das Schul- und Hochschulsystem

Für die OÖ. Industrie steht fest, dass in den nächsten Jahren jene Betriebe erfolgreich sein werden, die mit hoher Flexibilität auf die neuen Anforderungen am Markt reagieren können. Automatisierung und Digitalisierung erhalten eine noch höhere Bedeutung und werden weitere Produktivitätssprünge auslösen. Was sich bedingt durch die Digitalisierung allerdings ändern wird, sind die Qualifikationsanforderungen an die Arbeitskräfte – sie werden weiter steigen und erhöhen damit auch die Anforderungen an das Schul- und Hochschulsystem. Auch der Bedarf an kontinuierlicher Aus- und Weiterbildung nimmt zu.

„Während die Arbeitslosigkeit im Dienstleistungssektor noch längere Zeit hoch sein wird, bleibt in der OÖ. Industrie der Fachkräftemangel ein Kernproblem beim Aufbau von zusätzlichen Beschäftigten“, so Haindl-Grutsch.

Umschulungen, Neuqualifizierungen und mehr Mobilität am Arbeitsmarkt rücken damit kurz- wie auch längerfristig in den Mittelpunkt eines flexiblen Arbeitsmarktmanagements.

Die von manchen Akteuren vorgeschlagene Arbeitszeitverkürzung „zur besseren Verteilung von Arbeit“ sei hingegen völlig kontraproduktiv, wie Haindl-Grutsch erklärt: „In der modernen Arbeitswelt ist die Arbeit nicht beliebig teilbar. Eine Verkürzung der Arbeitszeit würde nur zur Verteuerung von Arbeit, zur Verfestigung von Arbeitslosigkeit und zur Verschärfung des Fachkräftemangels führen. Das würde die Krise der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt weiter vertiefen.“

Für Oberösterreichs Wettbewerbsfähigkeit bleibt der Fachkräftemangel das dominierende Thema, trotz pandemiebedingt stark gestiegener Arbeitslosenzahlen bleiben viele ausgeschriebene Stellen aufgrund einer ausgeprägten Nichtübereinstimmung der Qualifikationen unbesetzt.

Der Fachkräftemangel nimmt weltweit zu

Generelle Ursachen für den Fachkräftemangel sind das sich kontinuierlich verändernde technologische Arbeitsumfeld, die Globalisierung und der demografische Wandel, die sich auf die Qualifikationsanforderungen an qualifizierte Arbeitskräfte auswirken. „Es wird erwartet, dass die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bis 2050 weltweit um mehr als 40 Millionen Menschen zurückgehen wird“, so Joachim Haindl-Grutsch. Die Bevölkerungsprognose der OECD zeige, dass die meisten westlichen Industriestaaten sowie China und Russland in den nächsten Jahrzehnten mit einem Rückgang der Erwerbsbevölkerung rechnen, während in zahlreichen Schwellenländern das Arbeitskräftepotenzial um bis zu 40 Prozent ansteigen wird.

„Klar ist, dass Fachkräfte mit MINT-Ausbildungen aller Qualifikationsstufen die wichtigste Ressource für die wirtschaftlich-technologische Entwicklung in Oberösterreich sind“, so der IV OÖ-Geschäftsführer. „Ihre Verfügbarkeit stellt den zentralen Engpass für die Entwicklung der OÖ. Industrie dar.“

Österreich verfüge von der Lehre über die HTLs bis hin zu den Hochschulen über eine hervorragende MINT-Ausbildungsinfrastruktur, das Technikinteresse der Jugendlichen – insbesondere der Mädchen – stagniere jedoch bzw. gehe sogar zurück.

Beispielsweise schätzt Microsoft, dass bis 2025 weltweit rund 149 Millionen neue, technologieorientierte Arbeitsplätze, insbesondere im Bereich der Softwareentwicklung, entstehen werden. Aber auch Arbeitsmöglichkeiten in verwandten Bereichen wie etwa Datenanalyse, Cyber Security und Datenschutz werden Prognosen zufolge deutlich zunehmen.

Der Trumpf der Knappheit der jungen Generation

Da die Arbeitswelt im Allgemeinen einem starken Wandel unterliegt, gilt es, ein verstärktes Augenmerk auf jene Generationen zu legen, die zuletzt ins Arbeitsleben eingestiegen sind oder wo dieser Einstieg in den nächsten Jahren bevorsteht.

„In jedem Fall haben die Generationen Y und Z die besseren Karten, weil sie den Trumpf der Knappheit – die demographische Entwicklung – in den Händen halten. Gesellschaft und Unternehmen müssen sich daher mit dem veränderten Werteverhalten der Jungen intensiv auseinandersetzen. Entscheidend ist, dass die bei der Jugend stark im Vordergrund stehende Sinnfrage und der drängende Wunsch der Lösung von globalen Problemen auch zu einer entsprechenden Bildungskarriere führen“, erklärt Haindl-Grutsch, der beispielsweise auf die zuletzt sinkenden Inskriptionszahlen beim Kunststoffstudium infolge der Plastikmülldiskussion verweist. „Die Frage lautet: Wie gelingt es, die jungen Generationen mit ihrem spezifischen Werteverhalten bestmöglich im Unternehmen zu integrieren?“, so der IV OÖ-Geschäftsführer. „Die Vertreter der Generation Y und Z besitzen in besonderem Maße die Fähigkeit, Wissen zu teilen und sich zu vernetzen. Das sind auch jene Fähigkeiten, denen im 21. Jahrhundert besonders hohe Bedeutung zukommt“, betont Haindl-Grutsch. „Eines steht jedenfalls fest: Die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise können wir nur mit hoher Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft, Innovation und Zusammenhalt aller Generationen bewältigen – und keinesfalls mit lethargischem Warten auf die Unterstützung des Staates.“

Mag. Christine Haberlander
Frauen-, Bildungs- und Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin

Die Krise als Chance nutzen

„Das Coronavirus hat weltweit, in Europa, in Österreich und auch in Oberösterreich zu Veränderungen in nahezu all unseren Lebensbereichen geführt – egal ob mit dem Distance-Learning bei den Kindern und Jugendlichen, dem Homeoffice in vielen Branchen oder den enormen Belastungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Neben den großen Herausforderungen hat die Krise aber auch einen Digitalisierungsschub ausgelöst, der nachhaltige Konsequenzen für unsere Arbeits- und Lebensformen haben wird. In erster Linie arbeiten wir aber weiterhin mit ganzer Kraft daran, unser aller Gesundheit zu schützen und möglichst viele Arbeitsplätze im Land zu erhalten. Gerade in schwierigen Zeiten brauchen die Menschen Sicherheit und Zuversicht. Eines ist ganz klar: Wer die Gesundheit schützt, sichert Arbeitsplätze!“, betont Frauen-, Bildungs- und Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Gesundheit
Corona hat die Wichtigkeit eines intakten Gesundheitssystems aufgezeigt. Das Ziel, die beste Gesundheitsversorgung für die Menschen im Land, wurde einmal mehr bestätigt. Daher wird es umso wichtiger sein, dass wir nach der Rückkehr zu einer „Normalität“, etwa die Investitionen des OÖ-Plans umsetzen – den Neubau des Kinderbettentrakts im Kepler Uniklinikum oder den Masterplan Orden. Zudem geht es darum, wie in vielen anderen Bereichen den Digitalisierungsboost zu nutzen und Telemedizin sowie auch die Digitalisierung des Gesundheitsbereichs weiter voranzutreiben.

Schule
Auch die Schülerinnen und Schüler wurden von Corona nicht verschont. Die lange Dauer des Distance-Learnings wirkte sich unter anderem auf die Psyche der jungen Menschen aus. Ich bin eine große Verfechterin offener Schulen. Wir brauchen das Lernen durch soziale Interaktion. Vor allem die psychische Betreuung, etwa online durch die Schulpsychologinnen und -psychologen, war und ist momentan sehr wichtig. Es ist aber kein verlorenes Schuljahr. Und auch im Schulwesen, werden die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Distance-Learning für eine zunehmende Digitalisierung an den Schulen selbst beitragen.

Frauen
Gerade in der Corona-Pandemie zeigt sich, dass Frauen überall einen wesentlichen Beitrag leisten, ohne den eine derartige Herausforderung nicht bewältigt werden kann. Frauen halten das System am Laufen. Das wird hoffentlich auch nach Corona nicht in Vergessenheit geraten.

Dipl.-Volksw. Simon Schnetzer MSc
Jugendforscher

Die junge Generation in Zeiten von Corona

Wie ticken die jungen Österreicher*innen?
Die Studie „Junge Österreicher 2021“ zeigt, dass die größten Einflüsse auf die aktuelle Lebenssituation der Zusammenhalt in der Familie, die Smartphone-Nutzung und gesunde Ernährung sind. Die beiden wichtigsten Werte der jungen Generation sind Gesundheit und Vertrauen.

Was hat sich durch Covid-19 für junge Menschen verändert?
Durch die Corona-Pandemie haben sich für über 30 % (Stand 12/2020) der jungen Österreicher*innen die finanzielle Lage, die beruflichen Perspektiven und die psychische Gesundheit verschlechtert. Besonders hart trifft es Schüler*innen, Auszubildende und Studierende: Sie scheitern bei dem Übergang ins Berufsleben, weil es keine Stelle und Perspektive für sie gibt. Für die Gesellschaft ist das ein tickende Zeitbombe, weil genau diese jungen Menschen für die Renten der älteren Generation aufkommen und die Staatsschulden zur Pandemie-Bewältigung abbezahlen sollen. Von der Politik fühlt sich die junge Generation im Stich gelassen, obwohl die überwiegende Mehrheit sich solidarisch verhält, nicht feiert und die AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen) einhält.

„Es ist alarmierend, in welchem Ausmaß sich die psychische Gesundheit und beruflichen Perspektiven junger Österreicher*innen verschlechtern. Aus meiner Sicht ist akutes und entschiedenes Handeln geboten, weil ein Scheitern in der Phase der beruflichen Übergänge lebenslange soziale Narben und finanzielle Einbußen bedeutet.“

Was bringt die Zukunft?
Welche Geschichte wird ein heute junger Mensch in 10 Jahren über die Corona-Pandemie erzählen? Wird es die traurige Geschichte vom Ende des Wohlstands sein? Oder wird es eine berührende Erfolgsgeschichte sein, von Zusammenhalt, einer starken Vision und der Weichenstellung für eine bessere Zukunft? Bislang kritisieren junge Österreicher*innen ihre Politiker*innen dafür, dass sie in der Krise weder befragt noch beteiligt werden.

“Ich fordere ein Corona-Stipendium für die Jugend, damit sie mit Engagement und Kreativität die Bewältigung der Krise und eine lebenswerte Zukunft mitgestalten kann”.

Ein Corona-Stipendium ist eine Förderung für junge Leute im Alter zwischen 16 bis 26 Jahre für jeweils sechs Monate im Umfang von etwa 1.000 € pro Monat, um im Rahmen eines Projekts zu den drei zentralen gesellschaftlichen Zielen beizutragen: sozialen Zusammenhalt fördern, Auswirkungen der Corona-Pandemie bewältigen und Zukunftsfähigkeit gestalten. Das Stipendium folgt der Idee der freiwilligen sozialen Dienste. Jugendliche können sich mit eigenen Ideen auf die Stipendien bewerben, aber es können auch private und gemeinnützige Unternehmen oder soziale Einrichtungen Stipendiaten-Projekte vorschlagen.

Es gibt viele Herausforderungen in den Städten und Gemeinden Oberösterreichs. Junge Menschen brauchen jetzt eine Perspektive und ein politisches Signal: Die Zukunft ist kein Schicksal, sondern was wir gemeinsam daraus machen.

Mag. Barbara Guwak
Geschäftsführerin GUPA organisationsberatung Gmbh

Die Covid-19-Krise wird uns verändern, als Menschen und als Gesellschaft. Das steht wohl außer Zweifel. Der Mensch und seine sozialen Systeme passen sich ständig den Veränderungen im Umfeld an. Die Auseinandersetzung mit unserem Kontext, den Rahmenbedingungen unseres Daseins sozusagen, macht uns erst zu lernenden Wesen und Organisationen.

Covid-19 macht einige Anpassungsleistungen notwendig – ob die nachhaltig sind, ob sie wünschenswert sind, das ist eine Frage der Gestaltung. Es hängt eben davon ab, welche Entwicklungen wir stärken, welche wir fördern. Aus meiner Sicht gibt es einiges, was es absolut wert ist, erhalten zu werden. So ist in der Covid-19-Krise einiges an Flexibilität vorstellbar geworden, was davor nicht möglich war, wie z. B. Home-Working. Auch eine andere Form von Rücksichtnahme und Zusammenhalt, aber auch Verständnis für Unterschiede konnte ich immer wieder in Unternehmen und Organisationen beobachten. Die so oft wichtige Unterscheidung aus Kernaufgaben und Zusatzaufgaben hat vielerorts stattgefunden und es ist gelungen, Prioritäten zu setzen, wo es bis vor kurzem noch unmöglich erschien.

Neben allen Schwierigkeiten, die die Covid-19-Krise selbstverständlich auch mit sich bringt und die man sicher nicht verharmlosen sollte, ist die gute Nachricht, dass Menschen und Unternehmen hoch anpassungsfähig sind. Wir können das! Die allermeisten werden die Krise gut verkraften, viel lernen und oft höchst sinnvolle Veränderungen vornehmen. Es werden mehr Unternehmen einen Gewinn aus der Krise ziehen, als sich bereits jetzt schon abzeichnet.

Wichtig dafür ist aber, dass Mut wahrgenommen und honoriert wird. Es geht nicht nur darum, Altes zu bewahren, sondern auch darum, Neues zu ermöglichen und Initiative zu unterstützen. Das unkomplizierte Zurverfügungstellen von Investitionsgeldern geht schon in die richtige Richtung. Mindestens so wichtig ist es auch, Möglichkeiten aufzuzeigen, die Zuversicht geben. Das Entdecken des Remote-Arbeitens als attraktive Alternative zu so manchem aufwendigen Meeting öffnet einen gewaltigen Markt für eine Fülle an Lösungen für Probleme, die sich im Alltag erweisen. Ein gewaltiger Markt entsteht. Ich getraue mir auch zu prognostizieren, dass ein Mehr an virtuellen Räumen zu mehr Wertschätzung für reale Räume mit sich bringt. Auch da entstehen für Gastronomie, Tourismus aber auch Stadtentwicklung etc. ganz neue Chancen.

Ob die Krise Probleme oder Chancen mit sich bringt, ist keine Frage von Entweder-oder, sondern eine von Sowohl-als-auch. Es gibt ernstzunehmende Probleme durch die Covid-19-Krise – wie z. B. eine weitere soziale Polarisierung der Gesellschaft – die jedenfalls ernst genommen werden müssen und denen man entschieden entgegentreten muss. Aber es gibt auch große Chancen, die Stimme brauchen und genährt werden wollen.

Ass.-Prof. Dr. Katja Winkler
Katholische Privatuniversität Linz

Sozioökonomische Ungleichheit. Vor dem Virus sind nicht alle gleich. Im Gegenteil: Die sozioökonomische Ungleichheit verschärft sich in der Corona-Krise massiv: „In fast allen Ländern haben die finanziell am schlechtesten gestellten Menschen aufgrund der Pandemie noch weniger Einkünfte“ (Oxfam), worunter vor allem Kinder und Jugendliche leiden. Das Problem ist also nicht so sehr die Zugehörigkeit zu einer Generation, sondern dass diejenigen, die schon vor der Krise benachteiligt gewesen sind, nun noch größere Benachteiligungen erfahren, d. h. Bezieher*innen geringerer Einkommen und geringerer formaler Bildung sind am härtesten betroffen. Beispielsweise verschärft sich die Bildungsungleichheit, die Arbeitslosigkeit von sogenannten „geringqualifizierten“ Jugendlichen steigt massiv an, arbeitssuchende Menschen haben erhebliche Einkommenseinbußen, aber auch kleine Unternehmen und Solo-Selbständige sowie die Geschlechterungleichheit verschärft sich wegen der Überbelastung durch Erwerbs- und Sorgearbeit von Frauen.

Solidarität. Um die Krise zu bewältigen, wird beinahe inflationär Solidarität beschworen und tatsächlich sind es die Solidarsysteme, die das wirkungsvollste Mittel gegen die negativen Auswirkungen der Pandemie darstellen. Das in der katholischen Tradition entwickelte gesamtgesellschaftliche bzw. globale Verständnis von Solidarität über die Grenzen von Klassen, sozialen Milieus, Interessenvertretungen und letztlich auch Nationalstaaten hinweg wird relevant: Aus „Gemeinverstrickung“ folgt „Gemeinhaftung“ (Nell-Breuning). So bewährt sich das katholisch geprägte österreichische Sozialmodell als krisenfest und soziale Transferleistungen übernehmen eine stabilisierende Rolle, gerade auch für Unternehmen. Unternehmen erhalten nämlich hohe steuerfinanzierte Unterstützungen und sind somit von den Leistungen des Wohlfahrtsstaats abhängig. Während wir im Zusammenhang mit sozialen Transferleistungen üblicherweise an bedürftige Personen – wie Arbeitssuchende oder von Armut Betroffene – denken, sind es nun Unternehmen, die in den Genuss steuerfinanzierter Umverteilung kommen. Steuerzahlende tragen also erhebliche Solidaritätslasten zugunsten von Unternehmen. Das ist Ausdruck der Sozialen Marktwirtschaft, eines umfassenden Verständnisses von Sozialpartnerschaft und letztlich eines ausgeprägten Solidaritätsverständnisses.

In dieser Krise profitieren viele Menschen, aber eben auch viele Unternehmen von einem gut ausgebauten Wohlfahrtsstaat. Wenn dies zur Kenntnis genommen wird, werden die zustimmenden Positionen zur Sozialpartnerschaft, zum Sozialversicherungssystem und zur Freien Wohlfahrtspflege stabilisiert und die ablehnenden oder kritischen Positionen überdacht und revidiert. Dann kann die Krise zu einer "Schule der Solidarität" (Spieß) werden. Eine Gefahr hingegen stellen kontraproduktive Formen von Solidarität dar, wie z. B. Impfpatriotismus, Konsumpatriotismus oder Abschottung nationaler Märkte, weil sie den globalen Charakter von Solidarität nicht berücksichtigen. Zu beachten bleibt, dass selbst bei einer schnellen wirtschaftlichen Erholung ohne entsprechende solidarpolitische Gegenmaßnahmen die Pandemie weiter zu einer Zunahme der Ungleichheit führt. Im Namen der Solidarität ist deshalb nicht an eine Kürzung der Sozialleistungen zu denken, sondern an eine Besteuerung der Gewinne der Krise.

v. l. Mag. Stefanie Christina Huber (Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ), Dipl.-Volksw. Simon Schnetzer MSc (Jugendforscher), Mag. Barbara Guwak (Geschäftsführerin GUPA organisationsberatung Gmbh), Ass.-Prof. Dr. Katja Winkler (Katholische Privatuniversität Linz), Mag. Christine Haberlander (LH-Stellvertreterin Land Oberösterreich) und DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch (Geschäftsführer Industriellenvereinigung OÖ)

Corona bremst nicht den Willen zur Vorsorge

  • 78 Prozent haben geplante Vorsorgemaßnahmen nicht verschoben
  • Rund zwei Drittel in OÖ nicht von finanziellen Einbußen durch Corona betroffen
  • Für 61 Prozent spielt Nachhaltigkeit in der Vorsorge eine wichtige Rolle

Die Corona-Pandemie beeinflusst aktuell viele Bereiche unserer Gesellschaft. Die vorliegende Umfrage von IMAS Austria, im Auftrag von Erste Bank, Sparkassen und Wiener Städtische, untersuchte die Auswirkungen auf das Leben und die Vorsorgestimmung der Bevölkerung in Oberösterreich.

Knapp zwei Drittel der Oberösterreicher*innen (64 %) sind davon überzeugt, dass sich unser Alltag – also die Art wie wir denken, leben, einkaufen oder arbeiten – nach der Corona-Pandemie stark verändern wird. Die Hälfte der Befragten in Oberösterreich (50 %) haben bereits darüber nachgedacht, ihren Lebensstandard zu ändern und Einsparungen im Bereich des täglichen Lebens vorzunehmen.

„Zeitlich begrenzte Einsparungen bei Konsum, Kino- oder Restaurantbesuchen ist die eine Sache. Die finanzielle Vorsorge jedoch ist ein Langzeitprojekt, vergleichbar mit einem Marathon. Manche Kilometer fallen einem leicht, andere echt schwer. In Zeiten einer Krise heißt es daher durchhalten und sich vor Augen führen, dass sich das am Ende bezahlt macht. Denjenigen, die noch über eine private Vorsorge nachdenken, darf ich eines sagen – je früher Sie damit starten, umso vorteilhafter und ertragreicher ist es für Sie", erklärt Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen und verantwortlich für den Bankenvertrieb Marke s Versicherung.

Corona kaum Einfluss auf Vorsorgeverhalten
Der Großteil der Befragten in Oberösterreich (63 %) gibt an, kaum oder gar nicht von finanziellen Einbußen durch beispielsweise Kurzarbeit, Jobverlust oder Umsatzrückgänge ausgelöst durch Corona betroffen zu sein. Zudem geben 78 Prozent der Oberösterreicher*innen an, vor der Krise geplante Vorsorgemaßnahmen auch tatsächlich getätigt zu haben. 15 Prozent haben dieses Vorhaben auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

„Das Vorsorgeverhalten der Menschen in Oberösterreich hat sich im Allgemeinen nicht stark verändert. 58 Prozent der Befragten haben gleich viel Geld in ihre private Pensions- und Gesundheitsvorsorge investiert“, berichtet Herbert Walzhofer, Vorstandsdirektor der Sparkasse OÖ und ergänzt: „Die finanzielle Vorsorge sollte keinesfalls aus den Augen verloren werden.“

Mit staatlicher Pension alleine wird es knapp
Wenn die Menschen in Oberösterreich an die eigene staatliche Pension denken, glauben lediglich 41 Prozent daran, dass es diese in der heutigen Form bis zu ihrem eigenen Pensionsantritt noch geben kann.

„Viele sind daher der Überzeugung, dass sie hinkünftig tendenziell mehr private ergänzende Vorsorge für den Lebensabend treffen werden müssen. Eine durchaus realistische Einschätzung bedenkt man, dass neben den demographischen Veränderungen nun auch noch die steigende Staatsverschuldung aufgrund der Corona Krise das Budget zusätzlich belastet“, meint dazu Bartalszky.

Sieben von zehn der Befragten in Oberösterreich (73 %) glauben nicht, dass sie allein durch die staatliche Pension ihrenaktuellen Lebensstandard halten werden können. Dies erklärt auch die hohe Bedeutung der privaten finanziellen Vorsorge.

Top-Vorsorgethemen: Gesundheit und Pension
Die Bedeutung der finanziellen Vorsorge ist für acht von zehn Umfrageteilnehmer*innen in Oberösterreich (80 %) gerade in Krisenzeiten hoch, was sich auch im Trendvergleich zeigt. Österreichweit werden demzufolge im Schnitt 161 Euro im Monat für die private Pensions- und Gesundheitsvorsorge investiert. Männer legen dabei durchschnittlich 204 Euro und Frauen 110 Euro monatlich zur Seite. Unter den Top-Vorsorgethemen in Oberösterreich, also jenen Lebensbereichen, für die man jedenfalls gerne bereit ist, privat ergänzend vorzusorgen, stehen zwei Themen ganz klar im Fokus: Das Thema Gesundheit (66 %) und die eigene Pension (60 %). Auf Platz drei folgt der Aufbau kurzfristig verfügbarer finanzieller Reserven (52 %) gefolgt von der Vorsorge für die Familie mit 51 Prozent auf Platz vier.Wenn Oberösterreicher*innen an finanzielle Vorsorge denken, nennt ein Viertel das Sparen bzw. die Schaffung finanzieller Rücklagen. Auf Platz zwei mit 19 Prozent der spontanen Nennungen liegt die Pensions- und Altersvorsorge, dicht gefolgt vom Sparbuch bzw. der Sparkarte (18 %) sowie von Kapitalmarktinstrumenten wie Fonds, Wertpapiere, Anleihen oder Aktien mit 15 Prozent.

Anlage-Klassiker auch in der Krise gefragt
Die Top 3-Vorsorgeprodukte der Menschen in Oberösterreich sind Sparbücher bzw. Sparkarten (60 %), gefolgt von der Lebensversicherung (46 %) und dem Bausparvertrag (39 %). Aber auch Investitionen am Kapitalmarkt sind attraktiv: Bereits 19 Prozent setzen auf Fondssparpläne und 14 Prozent auf Wertpapiere.

„Eine vernünftige Vorsorgestrategie beruht immer auf einem gut diversifizierten Portfolio. Auch wenn Sicherheit beziehungsweise ein geringes Risiko in Oberösterreich noch immer im Vordergrund stehen, rückt mittlerweile das Thema Rendite wieder stärker in den Fokus unserer Kunden“, so Walzhofer.

Nachhaltige Geldanlage gewinnt immer mehr an Bedeutung
Sechs von zehn Befragten (61 %) geben an, dass ihnen Nachhaltigkeit bei der persönlichen Vorsorge bzw. Veranlagung sehr bzw. eher wichtig ist. 41 Prozent sind darüber hinaus überzeugt, dass der Nachhaltigkeitsgedanke im Finanzbereich in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen wird – eine durchaus positive Entwicklung im Anlageverhalten der Oberösterreicher*innen.

01.06.2018, Sparkasse Linz, AUT, Pressekonferenz Sparkasse OOE, Wohnstudie 2018, im Bild Herbert Walzhofer (Vorstandsdirektor Sparkasse Oberoesterreich)

Herbert Walzhofer, Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ

Manfred Bartalszky, Vorstandsdirektor Wiener Städtische, zuständig für den Bankenvertrieb Marke s Versicherung

Sparkasse OÖ unterstützt Teach for Austria

Der gemeinnützige Verein Teach for Austria setzt sich für die Schaffung von Chancengleichheit bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher ein. Denn Bildung ist der Grundstein, um jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu bieten und soziale Benachteiligungen auszugleichen. Gerade in den aktuell herausfordernden Zeiten mit eingeschränktem Schulbetrieb und Distance Learning ist die Unterstützung von Schüler*innen aus einem sozioökonomisch benachteiligten Umfeld besonders wichtig. Das Fellowprogramm von Teach for Austria zielt genau darauf ab. Innerhalb dieses Programms werden engagierte Quereinsteiger*innen zu Bildungsbotschaftern ausgebildet. Sogenannte Fellows begleiten nach ihrer abgeschlossenen zweijährigen Ausbildung benachteiligte Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft.

Die Sparkasse OÖ unterstützt diese Initiative erneut und leistet so einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft.

„Wir engagieren uns für eine lebenswerte Zukunft und wissen um unsere Verantwortung für die Gesellschaft. Besonders in herausfordernden Zeiten wie diesen ist es für junge Menschen wichtig, einen Partner an der Seite zu haben. Daher unterstützen wir gerne die Initiative Teach for Austria“, so Maximilian Pointner, Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ.

v.l. Elke Genc (Regionalleitung OÖ Teach for Austria), Maximilian Pointner (Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ)

Einzigartiges Shopping- und Genusserlebnis unter einem Dach

Ab dem Frühjahr 2021 präsentiert sich das von der Sparkasse OÖ als Eigentümerin umgebaute Shoppingcenter Linzerie (ehemals Arkade) im modernen Design. In Linz entsteht mit der Linzerie ein neuer Lieblingsplatz zum Verweilen und Flanieren für alle Sinne. Und da Liebe durch den Magen geht, ist kulinarische Genusskultur auch ein Schwerpunkt-Thema der Linzerie. Der Mix aus bestehenden Mieter*innen und neuen Marken macht den Erfolg der Neupositionierung aus.

„In der Linzerie treffen künftig einzigartige Shoppingerlebnisse und vielfältige Gaumenfreuden aufeinander, und das alles vereint unter einem Dach. Damit wollen wir neue Standards in der Linzer Innenstadt setzen“, so Mag. Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ.

Mit allen Sinnen genießen. Sowohl traditionelle österreichische Spezialitäten als auch internationale kulinarische Überraschungen warten auf die Besucher*innen der Linzerie. Neu einziehen wird das asiatische Restaurant Taste Kitchen, welches neben den beliebten Klassikern seinen Fokus auf Dim Sum und Sushi richtet. Das ebenfalls neue Ichi go ichi e verwöhnt künftig seine Gäste mit Ramen-Spezialitäten – den beliebten Nudelsuppen, die in der japanischen Kulinarik kaum mehr wegzudenken sind.

Ein weiteres gastronomisches Highlight wird im Innen- und Außenbereich des ersten Obergeschosses der Linzerie ihren Platz finden: der Food Market Linz by Sigi Goufas. Der erste dauerhafte Food Market präsentiert kreative Gerichte, ohne ein klassisches Restaurant zu sein. Mit sechs Schiffscontainern im modernen Design wird die kulinarische Vielfalt der Welt auf einem Markt zusammengeführt. Die Container enthalten eine voll ausgestattete Küche und bieten so auch kreativen Köch*innen, die erst kürzlich in die Gastroszene eingestiegen sind, die Chance, ihre kulinarischen Ideen zu verwirklichen. Die Sparkasse OÖ glaubt an Jungunternehmer*innen und unterstützt sie in herausfordernden Zeiten wie diesen. Interessierte Gastronom*innen können sich auf www.foodmarket-linz.at für einen Container bewerben.

Mit dem Dinnerclub Le Jardin, geführt von Gastronom Peter Schörgendorfer, öffnet in der Linzerie ein weiteres einzigartiges Gastro-Konzept seine Türen: unter der Woche ein gehobenes Restaurant mit Bar-Flair, am Wochenende dann mit Club-Atmosphäre. Neben Top-DJs aus aller Welt werden auch österreichische Star-Winzer den Dinnerclub beehren. Bereits bekannte Gastronomiebetriebe wie die Burgerei, die mit regionalen Speisen punktet, und das Victor’s, das künftig neben Mittags-Menüs auch Frühstücks- und After-Work-Angebote serviert, runden das Gastronomieangebot des neuen Shoppingcenters ab.

Rendering des Food Market Linz (Fotocredit: Nopp Innenarchitektur GmbH)

Dr. Johann Kastl ergänzt seit 1. Jänner 2021 das Vorstandsteam der Anteilsverwaltung Allgemeine Sparkasse (AV). Kastl war Vorstand der Sparkasse Perg und leitete später den Personalbereich der Sparkasse OÖ. Zuletzt war der gebürtige Perger Leiter des Bereiches Vorstandsbüro & Compliance in der Sparkasse OÖ.

Der Vorstand der Anteilsverwaltung Allgemeine Sparkasse setzt sich somit seit 1. Jänner 2021 aus Gerald Gutmayer, als Vorstandsvorsitzender sowie Mag. Lothar Musel und Dr. Johann Kastl als Vorstandsmitglieder zusammen. Die Anteilsverwaltung ist mit 57,28 % die größte Eigentümerin der Allgemeine Sparkasse Oberösterreich Bank AG.

Dr. Johann Kastl

Umfassende Produkt- und Förderberatung aus einer Hand

Die Sparkasse Oberösterreich ist fest in der Region verwurzelt und kennt die regionalen Gegebenheiten. Mit dem neuen Center für Geschäftskunden Agrar erhalten Kund*innen aus dem Agrarsektor umfassende Betreuung vor Ort am Hof oder im nächstgelegenen Center für Geschäftskunden. Damit berücksichtigt die Sparkasse OÖ die spezifischen Rahmenbedingungen im Agrarbereich und setzt ihren Weg der Betreuungsoptimierung konsequent fort.

„Regionalität, Nachhaltigkeit und Innovation sind zentrale Anliegen der Sparkasse OÖ und werden auch in der Gesellschaft zunehmend wichtiger. Die Nachfrage nach regionalen Erzeugnissen steigt, damit übernimmt die Agrarwirtschaft eine tragende Rolle. Jeder erfolgreiche Agrarbetrieb braucht einen starken Finanzpartner an seiner Seite. Der wollen wir in Zukunft auch für die Agrarwirtschaft sein“, erklärt Herbert Walzhofer, Vorstandsdirektor der Sparkasse OÖ.

Die Sparkasse OÖ will durch eine fachlich fundierte Beratung, faire Angebote und eine nachhaltige Kundenpartnerschaft einen Beitrag zum oberösterreichischen Agrarsektor leisten.

„Wir kennen die Bedürfnisse unserer Agrarkunden und unterstützen mit einem auf den Betrieb abgestimmten Gesamtpaket aus Produkt- und Förderberatung. Wir wissen um die Bedeutung des Agrarsektors für unsere Lebensmittelsicherheit, die Wirtschaft und den Wohlstand unserer Region. Unsere Kunden profitieren von gebündeltem Agrar-Know-how, fundiertem Finanz- und Branchenwissen sowie unserem Netzwerk im Agrarbereich“, so Hans-Jürgen Achleitner, Regionaldirektor Geschäftskunden Agrar und ergänzt: „Bereits vor Projektbeginn wissen unsere Kunden exakt über Finanzierung, Konditionen und Rahmenbedingungen Bescheid. Es gibt keine Überraschungen“.

Achleitner ist selbst Facharbeiter der Landwirtschaft und weiß daher genau worauf es ankommt.

Neue Technologien, moderne Arbeitsweisen und effizientes Handeln führen zu einem Wandel in der Agrarwirtschaft. Zudem wird der Agrarsektor zunehmend weiblicher und jünger, denn die nächste Generation folgt, und mit ihr auch die sich verändernden Ansprüche und Anforderungen an eine Bank. Die Sparkasse OÖ kann diesen Anforderungen entsprechen und wird einmal mehr ihrer Vorreiterrolle gerecht: Neben der persönlichen Beratung durch Spezialist*innen ermöglichen die modernsten online Business Banking-Lösungen der Sparkasse OÖ eine orts- und zeitunabhängige Abwicklung der Bankgeschäfte, die den Puls der Zeit treffen.

Das Leistungsspektrum reicht von der Abwicklung der täglichen Bankgeschäfte bis hin zur Unterstützung bei Finanzierungsprojekten und Absicherungen sowie bei der Beantragung und Abwicklung von Förderansuchen. Aufgrund unserer guten und langjährigen Zusammenarbeit mit den Förderstellen sind wir immer auf dem neuesten Stand.

Hans-Jürgen Achleitner, Regionaldirektor Geschäftskunden Agrar Sparkasse OÖ

Presseinformationen 2020

Neues Format zum einjährigen Jubiläum der Startrampe

Nach einem Jahr Startrampe oder anders ausgedrückt, nach mehr als 530 Beratungsstunden für die Betreuung von Gründer*innen und über 2.200 Raumbuchungen lassen sich bereits einige Erfolgsgeschichten erzählen. Eine davon ist die von Afreshed: Mit der Idee, Lebensmittel zu retten, sind die drei Gründer an die Startrampe herangetreten. Mittlerweile sind sie mit ihren Produkten, die aus der Weiterverarbeitung von Nahrungsmittel-Überschüssen entstehen, in mehreren Lebensmittelgeschäften gelistet und haben einen eigenen Online-Shop. Vom Business Case und den Terminen mit Vertriebspartnern bis hin zum Aufbau einer nachhaltigen und langfristigen Infrastruktur – die Startrampe powered by Sparkasse OÖ begleitet die Gründer*innen von Anfang an auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

„Als ein Unternehmen des Fortschritts ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, innovative Start-ups mit Know-how, finanzieller Beratung und einer umfassenden Infrastruktur zu fördern und zu unterstützen“, erklärt Maximilian Pointner, Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ.

Der 600 m2 große Working- & Creative-Space der Startrampe in der Tabakfabrik Linz bietet Raum für langfristige Kooperationen und kreative Zusammenarbeit.

Im Zuge des einjährigen Jubiläums holte die Startrampe zwei ihrer Erfolgsgeschichten vor den Vorhang und startete mit dem ersten PitchClash Österreichs ein völlig neues Format. Die beiden Start-ups Afreshed und Fit Up, das online Kurse für das ganzheitliche Wohlbefinden anbietet, traten in drei Kategorien gegeneinander an.

„Wir tun es zuerst und geben unseren jungen Gründern die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Vielleicht findet der ein oder andere Zuseher durch dieses virtuelle Event den Mut, selbst diesen Schritt zu gehen“, so Mag. Johannes Pracher, Leiter der Startrampe.

Welches Start-up den ersten #glaubandich PitchClash für sich entschieden und einen Gutschein für die Linzer Gastronomie sowie ein Stipendium für den neuen Startup & Entrepreneurship Lehrgang der FH OÖ gewonnen hat, ist ab 17. Dezember 2020 sowohl auf dem Facebook-Account der Startrampe als auch auf dem YouTube-Channel der Sparkasse OÖ zu sehen.

v.l. Maximilian Welzenbach, Lukas Forsthuber, Bernhard Bocksrucker (Afreshed) und Shahab Daban (Fit Up)

Ein Konto als zweite Chance und Beratung, die Mut macht

Seit mittlerweile 10 Jahren bietet die Zweite Sparkasse in Oberösterreich Menschen in schwierigen finanziellen Lebenssituationen die Chance, ihr Geldleben dauerhaft in den Griff zu bekommen. Dazu gehört neben einem Konto auch Beratung, die Mut macht und Sicherheit gibt. Aktuell betreuen mehr als 30 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen knapp 1000 Kund*innen auf ihrem Weg in geordnete finanzielle Verhältnisse. Seit der Gründung der Zweite Sparkasse haben mehr als 1500 Menschen die Betreuung in Anspruch genommen.

„Die Sparkasse OÖ bekennt sich seit ihrer Gründung zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und engagiert sich mit der Zweite Sparkasse seit bereits 10 Jahren für eine lebenswerte Zukunft. Wir sind eine Bank für alle Menschen und unterstützen daher auch jene, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind“, so Mag. Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ.

Mehr als die Bereitstellung einer Bankverbindung

Ein Bankkonto ist mehr als ein Mittel zum bargeldlosen Zahlungsverkehr, es ist Teil der gesellschaftlichen Infrastruktur und notwendig, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dennoch ist die Begleitung und Betreuung durch ausgebildete Berater*innen nötig, um die Kund*innen im verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu unterstützen. Genau dieses Gesamtpaket bietet die Zweite Sparkasse gemeinsam mit Wohlfahrtsorganisationen wie Schuldnerberatung, Schuldner-Hilfe, Caritas oder Neustart.

Die Betroffenen – zwei Drittel davon sind Männer – erhalten neben einem kostenlosen Habenkonto mit einem integrierten Versicherungspaket, eine Bankomatkarte sowie die Möglichkeit zur Nutzung des Internetbankings George. Das Betreute Konto, das die Zweite Sparkasse in Kooperation mit der Schuldner-Hilfe OÖ anbietet, richtet sich an Menschen, denen es schwerfällt, Zahlungsprioritäten zu setzen und einzuhalten. Dabei werden vom Einkommen des Kunden alle Fixkosten bezahlt. Der Rest kommt auf ein separates Konto, über das der Kunde frei verfügen kann.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wenn die Schulden beglichen sind und das Kontoverhalten der Kund*innen der Zweite Sparkasse in geregelten Bahnen verläuft, werden sie – wenn der Kunde dies wünscht - an die Sparkasse OÖ übergeben.

„Es freut uns, wenn wir Kunden ‚verlieren‘, denn das bedeutet, dass sie es geschafft und ihre zweite Chance erfolgreich genutzt haben“, so Andrea Musileck, ehrenamtliche Leiterin der Zweite Sparkasse in Linz und ergänzt: „Sollte es länger dauern, bleiben wir dennoch an ihrer Seite. Solange die Kunden uns brauchen, sind wir für sie da“.

„Für mich ist es großartig, mein jahrzehntelang aufgebautes Wissen auch weiterhin einsetzen zu dürfen. Es ist ein gutes Gefühl, jemanden auf dem Weg zurück in ein geregeltes Finanzleben zu begleiten“, so die pensionierte Sparkasse OÖ-Mitarbeiterin Christa Hödl über ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Zweite Sparkasse.

Das karitative Engagement mit der Zweite Sparkasse als größtes Sozialprojekt der Bank bekam in den letzten Jahren national sowie international Aufmerksamkeit durch die Verleihung diverser Auszeichnungen. Unter anderem wurde die Zweite Sparkasse im Jahr 2012 in die Gruppe der „Best Practice“ beim "Dubai International Award" der UNO aufgenommen.

Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 wurden zum Schutz der Kund*innen und Ehrenamtlichen Kundenanliegen ausschließlich via E-Mail und Telefon abgewickelt. Seit Ende Mai können unter den geltenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wieder Beratungsgespräche in Anspruch genommen werden, jedoch nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Die Gesundheit der Kund*innen und Mitarbeiter*innen steht an oberster Stelle. Die Zweite Sparkasse ist bestens für die Zukunft vorbereitet und kann sich umfassend um die finanzielle Gesundheit ihrer Kund*innen kümmern.

Andrea Musileck, ehrenamtliche Leiterin der Zweite Sparkasse in Linz

Innovationen digital erleben in der Sparkasse OÖ

Die Sparkasse Oberösterreich ist seit jeher ein Unternehmen des Fortschritts. Mit neuesten Technologien werden Impulse in der Region gesetzt, die den Alltag der Kund*innen erleichtern. Dies bewies das Bankinstitut kürzlich bei der dritten Auflage des IT Innovation Day, der dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie virtuell für Kund*innen und Mitarbeiter*innen stattfand.

Den Zusehenden wurden unter dem Motto „Innovationen digital erleben“ in acht spannenden Vorträgen die neuesten Entwicklungen der Bereiche Cyber Security, Robotics und Artificial Intelligence nähergebracht. Expert*innen der Sparkasse Oberösterreich und externe Spezialist*innen gaben in ihrem jeweiligen Fachgebiet einen Einblick in die faszinierende Welt des digitalen und technologischen Fortschritts.

In den Live-Vorträgen wurden Innovationen wie die erste sofort einsatzfähige Karte Österreichs, die „Debitkarte to go“, sowie „SwatchPay“ präsentiert. Zudem wurden die Grundprinzipien der IT-Sicherheit und die damit verbundenen Herausforderungen im Home Office thematisiert. Im Vortrag „Kunden(wissen) mehr…“ erfuhren die Zusehenden wie man Kundenwissen nutzt, um einen Mehrwert für Kund*innen und die Sparkasse OÖ zu erzielen. Ein weiterer Vortrag behandelte das Thema Robotic Process Automation und klärte dabei den Nutzen eines Softwareroboters für Kund*innen und Mitarbeiter*innen der Sparkasse OÖ.

Beim IT Innovation Day 2020 blickten Kunden und Mitarbeiter der Sparkasse OÖ gemeinsam in die Zukunft des Banking. Der Fokus bei allen Innovationen liegt hier klar beim Nutzen für unsere Kunden“, sagt Maximilian Pointner, Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ und setzt fort: „Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik wird immer wichtiger, jedoch sind wir davon überzeugt, dass die modernen Technologien nur eine Ergänzung zum zwischenmenschlichen Austausch darstellen.

Text

v.l.: Maximilian Pointner (Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ),
Mag. Manfred Stadlinger (Bereichsleiter Strategisches Risikomanagement & Org IT)

Text

Virtuelle Wissensvermittlung in der Sparkasse Oberösterreich

Heuer wäre der Weltspartag am 30. Oktober. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie wird es aber nicht nur einen Weltspartag geben, sondern das Fest des Sparens und Geldanlegens wird auf einen Zeitraum von zwei Wochen ausgedehnt. Die Weltsparwochen von Erste Bank und Sparkassen finden heuer österreichweit von 19. bis 30. Oktober statt.

Gesundheit hat oberste Priorität
Da die Gesundheit der Menschen das Allerwichtigste ist und große Menschenansammlungen auch weiterhin vermieden werden sollen, haben sich Erste Bank und Sparkassen dazu entschieden, diesen traditionellen Tag auf zwei Wochen auszudehnen.

„Damit möchten wir Menschenansammlungen vermeiden und einen sicheren Bankbesuch für unsere Kund*innen gewährleisten“, so Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ.

Es wird an alle Kund*innen appelliert, das zeitlich erweiterte Angebot wahrzunehmen und in der Filiale auf ausreichenden Abstand zu achten. Risikogruppen wie ältere Menschen ab 65 Jahren oder Personen mit Vorerkrankungen sollten weiterhin besondere Vorsicht walten lassen und die Stoßzeiten meiden. Somit soll für alle Kund*innen, die die aktuellen Angebote nicht verpassen wollen, ein sicherer Besuch gewährleistet sein. Es wird auch heuer die traditionellen Weltspartagsgeschenke geben, die innerhalb dieser zwei Wochen beim Betreuer abgeholt werden können. In der Sparkassengruppe gibt es außerdem wieder das 3%-Sparefroh Sparen. Kinder bis zum zehnten Lebensjahr bekommen damit eine garantierte Verzinsung von 3% pro Jahr für die ersten 500 Euro, die sie ansparen.

Auf das vielerorts beliebte Rahmenprogramm mit kleinen Snacks, Getränken oder Kinderaktivitäten muss in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen leider verzichtet werden.

Bargeldloses Bezahlen hat deutlich an Bedeutung gewonnen

Das Jahr 2020 ist geprägt von Veränderungen bedingt durch Covid-19. Die aktuellen Geschehnisse haben auch Auswirkungen auf das Spar- und Konsumverhalten der Menschen. Eine aktuelle Studie der IMAS International im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen, durchgeführt im Juni 2020, beleuchtete das Banking-Verhalten der Oberösterreicher*innen in Zeiten von Corona.

Finanzielle Absicherung als oberstes Sparziel
Für drei Viertel (75%) der Oberösterreicher*innen hat das Thema Sparen eine hohe Bedeutung. Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag liegt in Oberösterreich bei 268 Euro und ist damit nur leicht höher als im Vorjahr (262 Euro). Knapp neun von zehn der Befragten (87%) sparen vor allem dafür, um sich und ihre Familie finanziell abzusichern bzw. legen das Ersparte als Notgroschen zur Seite. Jede*r zweite in Oberösterreich spart auf größere Anschaffungen wie ein Haus, eine Wohnung oder ein Auto. Für beinahe genauso viele (47%) ist die Alters- und Pflegevorsorge ein wichtiges Sparziel. 45% der Umfrageteilnehmer*innen schaffen Rücklagen für Renovierungen.

Sparbuch bzw. Sparkarte beliebteste Sparform
Hinsichtlich Spar- und Investitionsformen wird das Sparbuch bzw. die Sparkarte (76%) am häufigsten in Oberösterreich genutzt. Mit Abstand folgt das Bausparen (56%), das Sparen am Girokonto (49%) und die Lebens- bzw. Kapitalversicherung (40%). Ein Drittel investiert in Wertpapiere, 21% veranlagen in Gold und Edelmetalle.Gleichzeitig sind zwei Drittel der Befragten (67%) der Ansicht, dass das Sparbuch aktuell kein zeitgemäßes Sparprodukt mehr ist. Als Alternativen zum Sparbuch zählen aus Sicht der Oberösterreicher*innen neben Kapitalmarktinstrumenten (54%) wie Fonds, Anleihen und Aktien auch Immobilien (71%), Bausparen (62%), Pensionsvorsorge und Gold (jeweils 56%). Während der Corona-Krise haben 8% der Umfrageteilnehmer*innen ihr Geld in Aktien, Anleihen oder Fonds investiert, 3% haben ihr Geld in Gold veranlagt.

„Es ist uns ein Anliegen, ein Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen, dass es alternative Möglichkeiten zum Sparbuch gibt, um sein Geld anzulegen. Ein fundiertes Finanzwissen gibt dabei Sicherheit und führt zu einem größeren Interesse aktiv am Kapitalmarkt teilzunehmen“, erklärt Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ.

Auch auf das Einkaufs- und Konsumverhalten hat die Corona-Krise einen Einfluss: 4% der Befragten in Oberösterreich geben mehr Geld aus als vor der Corona-Krise, 37% geben weniger aus. Beim Online-Shopping hält es sich die Waage: 16% nutzen Online-Shopping seit Beginn der Corona-Krise häufiger, ebenso viele nutzen es weniger. Der Rest gibt in etwa gleich viel Geld aus bzw. nutzt Online-Shopping in etwa gleich stark wie vor der Corona-Krise. Die Investition in größere Anschaffungen – wieAuto, Möbel oder Haushaltsgeräte – haben 15% der Oberösterreicher*innen trotz Corona-Krise umgesetzt, 6% haben geplante Anschaffungen vorerst zurückgestellt, 4% haben diese verworfen. Den geplanten Bau oder Kauf einer Immobilie haben 6% der oberösterreichischen Bevölkerung dennoch realisiert, 1% haben ihr Vorhaben vorerst zurückgestellt und 2% haben den geplanten Bau oder Kauf verworfen.

Bankgeschäfte werden vermehrt digital erledigt
Mit dem Beginn der Corona-Krise haben sich auch die Gewohnheiten der Menschen in Bezug auf das Bezahlen und Erledigen von Bankgeschäften deutlich verändert. Während 37% der Befragten in Oberösterreich häufiger kontaktlos bezahlen als vor der Corona-Krise, bezahlen 34% weniger häufig mit Bargeld. Ein Viertel der Umfrageteilnehmer*innen gibt an, ihre Bankgeschäfte vermehrt digital zu erledigen. Rund ein Drittel der Oberösterreicher*innen (32%) nutzt den Kontakt in einer Bankfiliale seltener als vor der Corona-Pandemie.

„Es ist spürbar, dass die Kundenbedürfnisse einen Wandel durchleben. Die Nutzung des digitalen Bankings hat vor allem in den letzten Monaten klar an Bedeutung gewonnen. Unsere Kunden schätzen die Vorteile der digitalen Möglichkeiten“, so Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ.

Halbjahresergebnis zeigt guten Zuwachs im Kundengeschäft

Die Sparkasse OÖ ist gut ins Jahr 2020 gestartet. Im ersten Halbjahr 2020 wurde eine stabile Entwicklung des Kundengeschäftes verzeichnet.

Das Auftreten der Covid-19-Pandemie hat uns alle vor große Herausforderungen gestellt. Es ist nicht nur ein Gesundheitsthema, sondern auch eine wirtschaftliche Ausnahmesituation, die weiter anhält. Die Sparkasse OÖ war und ist hier starker finanzieller Partner an der Seite ihrer Kund*innen. Im ersten Halbjahr konnten Unternehmen mit Überbrückungsfinanzierungen im Volumen von rund 275 Mio. Euro und mit Kreditstundungen in Höhe von insgesamt 35 Mio. Euro unterstützt werden. Damit wurde, aufgesetzt auf die Hilfs- und Förderprogramme der Regierung, schnelle finanzielle Linderung für unsere Kund*innen erreicht. Kreditstundungen für rund 2.900 Retailkund*innen erfolgten im Ausmaß von 15 Mio. Euro.

Trotz anhaltenden Niedrigzinsumfeldes verzeichnet die Sparkasse OÖ bei den Spareinlagen eine Steigerung von knapp 5 % auf 4,8 Mrd. Euro. Die betreuten Kundengelder kletterten um rund 5 % auf 18,7 Mrd. Euro. Die Bilanzsumme stieg auf 14,5 Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote liegt stabil bei rund 17 %, die Summe der Eigenmittel liegt stabil bei 1,1 Mrd. Euro, bei einer Eigenmittelquote von knapp 21 %. Beim Provisionsergebnis erzielte die Sparkasse OÖ eine deutliche Steigerung von rund 7 % auf 59 Mio. Euro, hier konnte vor allem im Wertpapiergeschäft ein deutlicher Zuwachs erreicht werden. Das Zinsergebnis lag im ersten Halbjahr stabil bei 90 Mio. Euro. Das Halbjahresergebnis ist geprägt durch eine gute Vorsorge im Bereich der Risikokosten, um damit für potenzielle, sich aus Covid-19 ergebende Risiken vorbereitet zu sein. Gleichzeitig entwickelte sich das Volumen der Einzelwertberichtigungen positiv, bei einer NPL-Ratio von 2,3 %. Zudem blieb die Sparkasse OÖ auch von nachteiligen Entwicklungen an den Finanzmärkten nicht gänzlich unberührt. In Summe erreichte die Sparkasse OÖ mit 18 Mio. Euro ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern.

„Wir sind an der Seite unserer Kund*innen und konnten aufgrund der hervorragenden Leistungen unserer Mitarbeiter*innen schon mit Beginn von Covid-19 im März unseren Beitrag dazu leisten, dass die regionale Wirtschaft in OÖ wieder anspringt und auch positiv in die Zukunft blicken kann. Es ist unsere unternehmerische Verantwortung, Vorsorge zu treffen, um unserer Rolle als finanzieller Partner auch in Zukunft gerecht zu werden. Das ist in unserem Halbjahresergebnis spürbar“, so Vorstandsvorsitzende Stefanie Christina Huber.

Die aktuelle Entwicklung der Covid-Pandemie und die damit einhergehenden konjunkturellen Aussichten können noch nicht final abgeschätzt werden. Eine Aussage zum Gesamtjahr zu treffen, ist daher nicht möglich.

Mag. Stefanie Christina Huber (Kommerzkunden & Finanzen) Stefanie Christina Huber studierte nach der Matura am Stiftsgymnasium Wilhering angewandte Statistik an der JKU Linz. Nach dem Studium trat sie in die Abteilung Treasury der Sparkasse Oà ein. Danach folgten Leitungspositionen in den Abteilungen Zins- und Devisenhandel sowie Bilanzstruktur- und Liquiditätsmanagement. Ab Mai 2015 hatte sie die Leitung des Bereiches Treasury inne. Seit 1. Jänner 2019 ist sie Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Oà .

Zahl der Renovierungsprojekte und Nachfrage nach Immobilien im Grünen steigen

Die eigenen vier Wände waren schon immer und sind ein wichtiger Rückzugsort. Durch Covid-19 und den damit verbundenen Ausgangs- und Reisebeschränkungen bekam das Thema Bauen und Wohnen einen neuen Stellenwert. Eine aktuelle IMAS-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen beschäftigte sich mit den veränderten Wohnbedürfnissen der Oberösterreicher*innen.

Die Mehrheit (62%) der Befragten in Oberösterreich ist auch während der Corona-Krise mit ihrer aktuellen Wohnsituation sehr zufrieden, vor der Krise waren es 68%. Nur 12% geben an, eher bis wenig zufrieden zu sein.

„Der coronabedingte Lockdown im Frühjahr führte dazu, dass die Menschen ihre Immobilie einem Stresstest unterzogen. Denn Home Office und Home Schooling benötigen ausreichend Platz, um sich nicht gegenseitig zu stören“, erklärt Ernst Mittermair, Geschäftsführer s Real.

Das gute Ergebnis in punkto Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation ist auch darauf zurückzuführen, dass 66% der Oberösterreicher*innen ein eigenes Haus oder Wohnung besitzen und nur 34% in Miete leben.

Hinsichtlich Wohnträume äußern knapp die Hälfte (49%) der Oberösterreicher*innen keine Veränderungswünsche an ihrem Wohnobjekt. 10% möchten gerne Veränderungen im Außenbereich vornehmen und denken dabei an die Umgestaltung ihres Gartens, Balkons oder ihrer Terrasse in Wohlfühloasen. Weitere Veränderungswünsche beziehen sich auf den Erwerb eines Eigenheims (10%), ein Leben auf dem Land (9%) und mehr Platz (8%).

„Unsere Kunden investieren vermehrt in ihre eigenen vier Wände und in die Umgestaltung ihres Außenbereiches. Zudem werden Immobilien im Grünen noch stärker nachgefragt als bisher“, so Herbert Walzhofer, Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ.

Finanzierungen unterstützen dabei, diese Träume zu realisieren. Im Allgemeinen sehen 71% der Bevölkerung in Oberösterreich die Absicherung und Sicherheit bei Finanzierungen als sehr wichtig. Auch vor Corona schätzten 69% die Wichtigkeit als hoch ein. Aus der Umfrage geht zudem hervor, dass 30% der Umfrageteilnehmer die Möglichkeit einer flexiblen Rückzahlung in Zeiten von Corona als sehr viel wichtiger einstufen als noch vor Ausbruch der Pandemie. Für 61% hat die Relevanz der flexiblen Rückzahlung etwas zugenommen bzw. ist in etwa gleichgeblieben.

Sparkasse OÖ startet neue Lehrlingsausbildung

Der digitale Wandel ist in der Sparkasse Oberösterreich deutlich spürbar. Neben der digitalen Banking-Plattform George, den neuen Filialen mit modernster technologischer Ausstattung und zahlreichen weiteren Umsetzungen im Bereich Banking der Zukunft startete die Sparkasse OÖ im August 2020 die Ausbildung von Lehrlingen mit Schwerpunkt Digitalisierung. Die Sparkasse OÖ ist damit Vorreiter in der Sparkassen-Gruppe.

„Als zukunftsorientiertes Unternehmen setzen wir auf Innovation und Fortschritt. Dazu gehört auch, in der Lehrlingsausbildung neue Wege zu gehen. Denn die Investition in Mitarbeiter und junge Menschen ist eine Investition in die Zukunft“, erklärt Maximilian Pointner, Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ.

Die neue Lehrlingsausbildung mit Schwerpunkt Digitalisierung ergänzt das herkömmliche Lehrangebot der Sparkasse OÖ. Die Lehrinhalte decken ein breites Spektrum des Bankgeschäftes ab: von der praxisnahen Ausbildung in den internen Abteilungen bis hin zu Einblicken in die Filialen. So lernen die jungen Menschen das Bankgeschäft in all ihren Facetten kennen und erweitern ihr Wissen im Bereich der Digitalisierung.

In diesem Jahr bekamen drei Lehrlinge die Chance ihre Banklehre mit Schwerpunkt Digitalisierung zu absolvieren, 16 neue Lehrlinge traten ihre Ausbildung in den Filialen an. Aktuell bildet die Sparkasse OÖ insgesamt 47 Lehrlinge aus.

„Ich habe mich schon immer für das Bankwesen interessiert und der IT-Bereich zählt zu meinen Leidenschaften. Deshalb war für mich klar, dass ich meine Lehre in diesem Feld machen möchte. Als ich sah, dass die Sparkasse OÖ eine Lehre mit Schwerpunkt Digitalisierung anbietet, habe ich die Chance ergriffen und mich gleich beworben. So kann ich meine beiden Interessensgebiete gut verbinden“, erzählt Luca Seidlmann, Sparkasse OÖ-Lehrling mit Schwerpunkt Digitalisierung.

Lehrausbildung mit SP Digitalisierung
Lehrausbildung mit SP Digitalisierung

Sparkasse OÖ schreibt Wettbewerb um Mietfläche im neuen Shoppingcenter aus

Alles neu, macht der März 2021 – rundum in neuem Stil und mit dem neuen Namen Linzerie schafft die Sparkasse OÖ mit der Renovierung der Arkade ein modernes Shoppingerlebnis in einem pulsierenden, modernen Einkaufscenter in der Linzer Innenstadt. Heimatverbundene Tradition und weltoffenes Flair treffen im Projekt, das vom Architekturbüro Atelier Plötzl Plötzl Arch+Ing in Linz in Zusammenarbeit mit der Berliner dan pearlman Group mit ihrer Kreativ-Agentur spring umgesetzt wird, aufeinander. Handverlesene Produkte aus der Region und eigentümergeführte Boutiquen laden zum Shoppen, Genießen und Verweilen ein.

„Wir haben uns bewusst für den Namen Linzerie entschieden, weil wir DER neue Lieblingsplatz für die Linzer*innen sein wollen. Wir sind am besten Platz von Linz und wollen mit unserer Linzerie das Herz des Grätzls Spittelwiese/Herrenstraße sein. In der Linzerie soll man sich wohlfühlen – es soll ein Treffpunkt für alle sein“, so Sparkasse OÖ-Vorstandsvorsitzende Stefanie Christina Huber.

Manufaktur, Kultur und Genuss. Sowohl architektonisch, als auch in der Belebung des neuen Einkaufscenters soll die neue Atmosphäre sicht- und spürbar werden. Die vier Eingänge in die Linzerie über die Landstraße, die Spittelwiese, Herrenstraße und die Promenade sowie der Zentralbereich, werden individuell gestaltet und die Ausrichtung des Centers mit den Schwerpunkten Manufaktur, Kultur und Genuss abbilden. Hohe Aufenthaltsqualität durch attraktive Gastronomie und einen modernen Branchenmix – das ist in der Linzerie ab 2021 garantiert. Bestehende Mieter*innen und neue Marken – dieser Mix macht den Erfolg der Neupositionierung aus. Aktuell laufen die Umbauarbeiten des Zentralbereiches und der Äste Landstraße und Promenade. Zudem wird derzeit auch noch mit weiteren potenziellen Mieter*innen verhandelt, die in die Linzerie einziehen könnten. Neben Shopping- und Gastronomieangeboten wird die Sparkasse OÖ im Bereich der Landstraße einen völlig neugestalteten SB-Bereich einrichten und Rund-um-die-Uhr-Bargeldservice anbieten.

Noch heuer startet die Neugestaltung des Sparkassen-Platzes als innerstädtischer Hof mit Verbindung zur Herrenstraße, der eine attraktive Fläche für Gastronomieangebote bieten wird. In gemütlicher Atmosphäre die warmen Jahreszeiten genießen, das soll ab Frühling 2021 möglich sein.

Wettbewerb für neue Mieter*innen. Unterschiedliche Branchen sollen die Linzerie beleben. Daher wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich Jungunternehmer*innen, wie bereits bestehende Shop- beziehungsweise Gastro-Besitzer*innen beteiligen können. Der/Dem erfolgreichen Bewerber*in wird abhängig vom Konzept eine mietfreie Shop- bzw. Gastro-Fläche in der Linzerie (nur Nebenkosten sind zu bezahlen) für das Jahr 2021 zur Verfügung gestellt. Bewerbungen sind ab sofort unter www.linzerie.at/mieter-werden möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2020.

Gerald Gutmayer wurde vom Sparkassenrat mit 1. Juli 2020 zum Vorstandsvorsitzenden der Anteilsverwaltung Allgemeine Sparkasse (AV) berufen.
Er übernimmt damit die Agenden von Dr. Markus Limberger, der mit 30.6.2020 von der Funktion des Vorstandsvorsitzenden zurückgetreten ist.
Der Wilheringer Gutmayer war zuvor bereits seit 1975 in verschiedenen Funktionen in der Sparkasse OÖ tätig.

Zudem wurde Mag. Lothar Musel ebenfalls mit 1. Juli 2020 ins Vorstandsteam der AV berufen. Der ehemalige Vorstand der Sparkasse Schärding war über viele Jahre in der Region Innviertel tätig.
Die Anteilsverwaltung ist mit 57,28% die größte Eigentümerin der Sparkasse OÖ.

Im Sparkassenrat wechselte der Vorsitz von Johann Neunteufel auf Mag. Rudolf Kraus.

Banking der Zukunft wird rasch Realität.

Oberösterreich und die Welt erleben durch die Entwicklungen rund um Corona noch nie dagewesene Zeiten, nicht nur aus Sicht der Gesundheit. Auch das Wirtschaftssystem leidet unter den Folgen des Shut down. Unternehmen haben mit massiven Ausfällen zu rechnen, einige kämpfen um ihre Existenz. Für viele Menschen sind Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit Realität geworden, auch wenn sich durch die schrittweise Rücknahme der Corona-Maßnahmen der Regierung ein leichtes Aufatmen einstellt.

Die Sparkasse OÖ hat sich in diesen herausfordernden Zeiten ganz besonders als starker Partner an die Seite ihrer Kunden gestellt. Unseren Kunden konnte bis jetzt mit Überbrückungsfinanzierungen im Volumen von 213 Mio. Euro beziehungsweise Stundungen von Krediten im Ausmaß von 35 Mio. Euro Linderung der finanziellen Belastungen verschafft werden. Zusätzlich profitieren unsere Kunden von unseren umfassenden Services im Förderungsbereich. Unseren Kunden in schwierigen Zeiten unter die Arme greifen zu können, ist nur möglich, weil die Sparkasse OÖ solide wirtschaftet, eine gute Eigenkapitalausstattung aufweist und somit die notwendige Liquidität für Unterstützungsmaßnahmen für Privat- und Unternehmenskunden gegeben ist.

Das zeigt auch ein Blick auf die erfolgreichen Geschäftszahlen 2019:
Die Bilanzsumme legte im Jahr 2019 um 4,2% auf 13,3 Mrd. € zu. Die Primärmittel stiegen um 5,1% (+502 Mio. €) auf 10,4 Mrd. €, das Volumen der Spareinlagen legte um 219 Mio. € auf 4,75 Mrd. € zu. Die Kundenkredite verzeichneten eine Erhöhung auf knapp 8,7 Mrd. € (+3,4% oder +287 Mio. €). Das betreute Finanzierungsvolumen (Kundenkredite, Haftungen, Leasing und Bauspardarlehen) kletterte um 4,03% auf 10,5 Mrd. €, die betreuten Kundengelder lagen bei 18,4 Mrd. € (+1,3 Mrd. € bzw. +8,06%). Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich 2019 um 2,7% auf knapp 84 Mio. Euro. Die Kernkapitalquote erhöhte sich von 15,64% auf 17,48%. Die Eigenmittelquote kletterte von 20,0% deutlich auf 21,91% im Jahr 2019. Die Summe der Eigenmittel lag stabil bei 1,1 Mrd. Euro.

Diese finanzielle Ausstattung macht es möglich, die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen für unsere Kunden in der Covid-19-Phase und darüber hinaus in vollem Ausmaß tragen zu können. Die unerwarteten Herausforderungen machen notwendig, höchstes Augenmerk auf einen funktionierenden Kreislauf von optimalem Service angepasst an die Bedürfnisse unserer Kunden bei gleichzeitigem Fokus auf Wirtschaftlichkeit für unser Institut selbst zu legen. Nur so ist gesichert, dass wir auch in Zukunft Stütze in Krisenzeiten sein können.

Kundenbedürfnisse im Wandel. Digitalisierung ist in der Breite der Gesellschaft angekommen. Die Sparkasse OÖ hat in den 170 Jahren ihres Bestehens stets ihre gute Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten bewiesen. Damals wie heute ist spürbar, dass sich Kundenbedürfnisse und -gewohnheiten stetig verändern: So bemerkbar an der deutlich erhöhten Zahl an George-Zugriffen auf einen Höchststand von 1,7 Mio. täglich in der Corona-Phase. Mit unserer dualen Strategie haben wir uns gut vorbereitet, dieser Weg erfährt nun Beschleunigung. Auch in unseren Arbeitsprozessen sind Modelle wie Home Office beinahe zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

Wir sind da, wo unsere Kunden uns brauchen. Angepasst an den verstärkten Wunsch unserer Kunden, jederzeit und von allerorts aus ihre Bankgeschäfte erledigen zu können, setzen wir bei unserer Filialstrategie für die Zukunft auf Fokussierung, Optimierung und Investition und weiten gleichzeitig unsere Online- und Selbstbedienungsservices aus. Die aktuelle Zeit hat deutlich gemacht, dass unsere Filialen weniger frequentiert sind, dass unsere Kunden ihre Geschäfte sehr gerne online oder telefonisch erledigen. Daher werden wir Kleinstandorte zu Kompetenzzentren zusammenfassen, um dort umfassenden Service für unsere Kunden in den Bereichen Finanzierung, Veranlagung und Vorsorge anbieten zu können. Denn wir wissen, für finanzielle Lebensentscheidungen sind unsere Kundenbetreuer die richtigen Ansprechpartner und wichtige Ratgeber. Wir planen mittelfristig 137 Standorte in unserem Marktgebiet in OÖ und im westlichen Mostviertel zu haben, 34 davon als Selbstbedienungsstandorte. In diesem Jahr und 2021 werden wir an insgesamt 23 Standorten Veränderungen vornehmen. Damit kommen wir unserem Ziel entscheidend näher.

„Unsere Filialen, die sich an den geänderten Bedürfnissen und Ansprüchen unserer Kunden orientieren, werden schrittweise optimiert. Mit unserer ‚Filiale der Zukunft‘ haben wir 2018 den Grundstein dafür gelegt, was wir unter Banking der Zukunft verstehen“, so Vorstandsvorsitzende Stefanie Christina Huber.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender. Ing. Johann Neunteufel stand seit dem Jahr 2009 an der Spitze des Aufsichtsrates des Sparkasse OÖ. Er steht für eine weitere Funktionsperiode nicht zur Verfügung und hat sein Amt kürzlich an seinen Nachfolger, den Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Mag. Rudolf Kraus, übergeben.

Corona-Krise bietet Chance zum Investieren

Laut einer Integral-Studie im Auftrag der Erste Bank sehen 34% der österreichischen Anleger durch die Corona-Pandemie eine vielversprechende Gelegenheit, um an den Aktienmärkten mitzumischen.

„Ja“ zu Wertpapieren in der Corona-Krise
44% der Männer sehen gute Chancen, mit Geldanlagen an den Aktienmärkten, Gewinne erzielen zu können. Im Gegensatz zu den Anlegerinnen, wo nur jede Vierte (24%) die aktuelle Börsenlage als Potenzial für gute Investments einschätzen würde.

„Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Orientierung der Sparer in Richtung Wertpapierveranlagung deutlich spürbar. Denn eine Auswirkung der Corona-Pandemie ist auch, dass uns das niedrige Zinsniveau noch länger erhalten bleiben wird“, erklärt Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse Oberösterreich.

Um den Betrag, der Monat für Monat investiert wird, erhalten die Anleger bei niedrigeren Kursen mehr Anteile am Fonds und profitieren umso mehr von einer Erholung, die von den Experten allgemein erwartet wird. Kurzfristig wird die Realwirtschaft durch die Eindämmungsmaßnahmen aufgrund der Pandemie weiterhin leiden. Mittel- bis langfristig werden die Nachholeffekte die Volkswirtschaft und damit die Börsen positiv beeinflussen. Der Weg zur Normalisierung wird zudem durch massive Fiskalpakete und geldpolitische Maßnahmen begleitet.

Spar- und Anlageformen im Überblick
Während Sparklassiker, wie das Sparbuch mit 58% (-4PP), der Bausparvertrag mit 41% (-9PP) oder die Pensionsvorsorge mit 27% (-5PP) in der Attraktivität im Vergleich zum Vorjahr zurück fallen, legen Wertpapiere (Fonds, Aktien und Anleihen) um 3 Prozentpunkte auf 30% zu. Anlageformen wie Gold (14%, -8PP) und Immobilien (13%, -3PP) müssen aber ebenfalls einen Dämpfer erfahren. Mit 81% (-2PP) wollen heuer nahezu gleich viele Befragte generell Geld in den nächsten zwölf Monaten veranlagen. Die durchschnittlich geplante Veranlagungssumme liegt dabei gleichermaßen im Trend des letzten Jahres und beläuft sich auf 4.400 Euro (+200 Euro).

„Allgemein ist es ratsam, nicht alles auf einmal zu investieren und auf eine Karte zu setzen, sondern fallende Kurse zum Einstieg beziehungsweise Nachkauf zu nutzen, am besten mit einem Fondsplan“, so Huber.

Sichtbare Zunahme der Kredithöhe
Die Zahl derjenigen, welche eine größere Anschaffung planen, ist im 12-Monats-Trend um 10 Prozentpunkte gesunken. Nur mehr 31% geben an, ein geldintensives Vorhaben zu planen. Über einen Bankkredit oder ein Bauspardarlehen wollen das Vorhaben aber 14% (+3 PP) finanzieren und planen offensichtlich eine höhere Summe dafür aufzunehmen: Die geplante Kredithöhe steigt um 57% von im Schnitt 59.600 Euro vor einem Jahr, auf nun 93.800 Euro. Aufgrund der aktuell zugespitzten Situationin der Corona-Krise wird sich zeigen, inwieweit an diesen Plänen festgehalten werden kann.

Bei Zustellung schnelle Zahlung via Mail oder SMS

Der Blumenladen ums Eck, das Gasthaus in der Nähe – viele Betriebe mussten wegen des Coronavirus ihre Geschäfte schließen oder schnell über alternative Geschäftsmodelle nachdenken. Viele davon haben aber weder einen Online-Shop noch eine digitale Bezahlmöglichkeit.

„Das können wir jetzt ganz rasch ändern. Gemeinsam mit Global Payments haben wir dafür eine neue, einfache Lösung. Wir stellen dafür Online-Bezahllösungen zur Verfügung, die Unternehmer, die z.B. jetzt plötzlich Hauszustellungen machen, sehr schnell einsetzen können“, erklärt Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse OÖ, die Vorteile aus der Kooperation von Erste Bank und Sparkasse mit dem Unternehmen Global Payments.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die man nutzen kann: Entweder man verwendet eine reine Weblösung, mittels derer der stationäre Händler an Kunden einen Bezahllink für bestellte Ware verschickt. Oder man nimmt sich ein kompaktes, mobiles und leicht zu desinfizierendes Bezahlterminal, das man bei der Hauszustellung mitbringt.

Schnelle Onlinezahlung ohne Online-Shop
Bei der Weblösung meldet sich der Unternehmer via Web-App in seinem Browser an und erstellt dort einen Bezahl-Link für den Kunden. Dieser wird dem Kunden per E-Mail, SMS oder WhatsApp übermittelt. Dahinter wird von Global Payments eine Bezahloberfläche zur Verfügung gestellt, wie man sie aus Webshops kennt. Darin findet man den Namen des Händlers und die Bezeichnung der bestellten Waren und bezahlt mit Debit- oder Kreditkarte. Sobald der Kunde bezahlt hat, wird geliefert.Das Zahlungsportal „GP webpay“ kann auch vom Händler mittels Plug-in in einen bestehenden Webshop integriert werden. Besonders vorteilhaft ist das für Händler mit verderblicher Ware, weil in Echtzeit geliefert werden kann.

Kontaktlos mobil bezahlen mit POS-Terminals
Die andere Möglichkeit ist ein mobiles Bezahlterminal, das man bei Lieferung mitbringt. Damit können Bezahlungen hygienisch und sicher auch vor Ort durchgeführt werden, denn sie ermöglichen kontaktlose Zahlungen mit Kredit- und Debitkarte. Die Geräte sind aufgrund ihrer kompakten Bauart auch leicht zu desinfizieren. Die Lieferung des mobilen Gerätes für Händler erfolgt innerhalb von zwei bis fünf Werktagen nach Vertragsunterzeichnung. 

Huber: „In der Sparkassengruppe wollen wir als regional verwurzelte Bank regionale Händler die kurzfristig ihr Geschäftsmodell ändern mussten, bestmöglich unterstützen. So können sie ihre Zahlungen sicher und rasch erhalten und dadurch auch prompt liefern.“

Die monatliche Grundgebühr von 19,90 Euro für diese Services entfällt aufgrund der aktuellen Corona-Krise für die ersten drei Monate.


Weitere Informationen finden Sie hier.

Frauen gründen später, aber nachhaltiger

Eine aktuelle IMAS-Studie im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen beleuchtet die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Unternehmensgründungen. Der Trend zur Selbständigkeit in Österreich ist keinesfalls einem Geschlecht zuzuschreiben, denn es gründen beinahe gleichviele Frauen wie Männer ein Unternehmen. Charakteristisch für Gründerinnen ist, dass die Unternehmen längeren Bestand haben, sie später, weniger riskant und ertragreicher gründen.

„Wir sind überzeugt davon, dass Vielfalt ein zentraler Erfolgsfaktor ist, der sowohl in der Sparkasse Oberösterreich erkennbar ist, als auch ein großes Thema in der Zukunft unserer Gesellschaft darstellt. Es ist daher erfreulich, dass der Frauenanteil bei Unternehmensgründungen in Österreich aktuell 45 Prozent ausmacht“, erklärt Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ.

Familie vs. höherer Verdienst

Die größten geschlechtsspezifischen Unterschiede bestehen bei den Gründungsmotiven. 23 Prozent der Gründerinnen in Österreich streben eine höhere Flexibilität an, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, für nur 13 Prozent der Männer war dies bei der Gründung ausschlaggebend. Ein Großteil der Männer (45%) legt ihren Fokus auf höheren Verdienst und Selbstbestimmung, so war das nur für 31 Prozent der Unternehmerinnen eine Ursache für die Gründung. Auch in Bezug auf den Anlass der Unternehmensgründungen zeigen sich Unterschiede: 45 Prozent der männlichen Befragten geben an, dass sie aufgrund einer prekären Arbeitssituation, wie Kündigung oder Konkurs des Arbeitgebers, ein Unternehmen gründeten, für nur 31 Prozent der Frauen war dies das Motiv für die Selbständigkeit.

„Die Studie zeigt, dass das Thema Familie vorherrschend noch bei den Frauen angesiedelt ist, denn sie denken bei der Unternehmensgründung die familiären Faktoren – neben Selbstbestimmung und höherem Verdienst - gleich mit“, erklärt Karin Kiedler Leiterin der Marktforschung der Erste Bank.

Herausforderung & Risiko

Beide Geschlechter geben an, dass sie die behördlichen Hürden bei der Gründung als Herausforderung empfinden, wobei Männer die finanziellen Voraussetzungen (31%) wesentlich problematischer einschätzen als Frauen(21%). Jedoch geben 15% der Frauen das fachliche Know-how als Hemmnis an, nur neun Prozent der Männer erachten dies als Schwierigkeit.Zum Zeitpunkt der Gründung empfanden 78 Prozent der Gründerinnen und 73 Prozent der Gründer das Risiko als eher gering. Jedoch gibt es klare Unterschiede der Geschlechter in Bezug auf die Herangehensweise: Frauen bereiten sich sehr detailliert auf die Gründung vor, während Männer die Erstellung des Businessplans oftmals auslagern und somit über ein geringeres Detailwissen verfügen.

Frauen bei Finanzierung zurückhaltender

Laut der Umfrage geben etwa halb (16%) so viele Frauen wie Männer (35%) an, in Zukunft für die Unternehmensgründung eine Finanzierung zu benötigen. Meist auch deshalb, weil sie kleinere Unternehmen gründen. Männer tendieren eher dazu mit einer mutigeren Einstellung in die Selbständigkeit zu gehen und planen gleich mehr Finanzierungsvolumen ein.

„Aus unseren Erfahrungen in der Gründerbetreuung ist ersichtlich, dass letztendlich 29 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen eine Finanzierung in Anspruch nehmen. Daran ist erkennbar, dass es beim Thema Finanzierung im Endeffekt kaum einen geschlechtsspezifischen Unterschied gibt“, so Huber.

Ein deutlicher Unterschied ist bei der Finanzierungshöhe erkennbar. Frauen finanzieren durchschnittlich ein Volumen von knapp 30.000 Euro, während es beim männlichen Pendant 53.000 Euro sind. Dieser Unterschied resultiert zum Großteil aus den verschiedenen Branchenschwerpunkten der Geschlechter. Die Sparte Gewerbe und Handel wird deutlich stärker von Frauen abgedeckt, Männer sind überwiegend im kostenintensiven IT-Sektor aktiv.

Wirtschaft & Ethik: Die Zukunft der Arbeit

Mag. Stefanie Christina Huber
Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotik sind nur drei Schlagworte im Zusammenhang mit dem rasanten Fortschritt in der heutigen Zeit, die durch steten Wandel quer durch alle Branchen geprägt ist. Neue Technologien verändern die Arbeitswelt. Veränderte Jobbilder sind nur ein untrügliches Zeichen, dass neue Zeiten angebrochen sind. Damit eröffnen sich neue Chancen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Denn es ist das Zusammenspiel zwischen Mensch und digitalen Lösungen, das zum Erfolg führt.

Kundennutzen im Fokus

Die Sparkasse Oberösterreich nutzt Innovationen um einerseits flexibel auf die Bedürfnisse der Kunden zu reagieren und andererseits effizienter, schneller und smarter in der Abwicklung unserer Kundenservices zu werden. Die Zugänge zum Management des eigenen Geldlebens sind vielfältiger geworden. Mit dem Internetbanking „George“ geben wir die Richtung vor und gewährleisten die Verfügbarkeit von Bankdienstleistungen jederzeit, einfach und smart.

Innovation in der Arbeitsorganisation

Die Sparkassen waren schon immer Innovationstreiber, nicht nur im Produktbereich, sondern auch in der Organisation der Arbeitswelt. Jüngstes Beispiel ist die neu initiierte Lehrausbildung mit Schwerpunkt Digitalisierung. Die ersten Lehrlinge starten im Herbst dieses Jahres in der neuen Ausbildungsschiene. Bestärkt durch die Auszeichnung als familienfreundlicher Arbeitgeber mit dem Audit „berufundfamilie“ laufen aktuell Entwicklungen in Richtung flexibler Arbeitsmodelle, gesunde Ernährung, Ferienangebote im Hinblick auf Kinderbetreuung und vieles mehr, um den neuen Anforderungen in der Arbeitswelt gerecht zu werden. Jetzt und in Zukunft ist die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter die Voraussetzung für Erfolg. Daher ist die Prävention essenzieller Bestandteil der Mitarbeiterförderung in der Sparkasse OÖ. Die Zukunft der Arbeit erfordert lokale sowie zeitliche Flexibilität. Dafür braucht es ein dies befruchtendes Arbeitsumfeld.

„Unsere Mitarbeiter sind unser Erfolgsfaktor. Sie sind die Botschafter der Sparkasse OÖ in Richtung unserer Kunden. Sie sind es, die mit ihrer Arbeit tagtäglich das Vertrauen unserer Kunden in unser Haus bestärken“,

- Sparkasse OÖ-Vorstandsvorsitzende Mag. Stefanie Christina Huber.

Dr. Christa Sedlatschek
Direktorin der europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA)

Arbeit und Arbeitsplätze verändern sich ständig durch die Einführung neuer Technologien, Substanzen und Arbeitsprozesse, durch den strukturellen Wandel der Beschäftigten und des Arbeitsmarkts, und neue Formen der Beschäftigung und der Arbeitsorganisation. Dies birgt neue Risiken aber auch Chancen für die Prävention und die Gesundheitsförderung von Beschäftigten.Zu den wichtigsten Zielen der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (EU-OSHA) gehört die Ermittlung und Bereitstellung zuverlässiger, qualitativ hochwertiger Daten zu diesen neuen und aufkommenden Risiken in der Arbeitswelt, die den Bedürfnissen politischer Entscheidungsträger und Wissenschaftler Rechnung tragen und ihnen ein zeitnahes, effektives Handeln ermöglichen.

Oberstes Ziel ist dabei, bewusst zu machen, wie Veränderungen aller Art, sowohl technologische, gesellschaftliche, politische als auch wirtschaftliche, die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer in Europa beeinflussen können, und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um gesunde Arbeitsplätze von morgen zu gewährleisten.

Die EU-OSHA hat eine Reihe von Prognoseprojekten durchgeführt, um die möglichen Auswirkungen neuer Technologien, neuer Arbeitsformen und gesellschaftlicher Veränderungen zu untersuchen. Die Prognoseprojekte der EU-OSHA bedienen sich ganz unterschiedlicher Methoden, wie Literaturrecherche, Konsultationen mit Experten und die Entwicklung von möglichen Szenarien, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen von Experten im jeweiligen Politikbereich.

Nachdem bereits zwei Prognoseprojekte zu den Themen „Grüne Jobs“ und „Nanotechnologie“ abgeschlossen wurden, ist seit drei Jahren das Thema „Digitalisierung/Industrie 4.0“ in Arbeit und Ergebnisse liegen seit 2018 vor.Die derzeitigen Entwicklungen werden auch als „4. Industrielle Revolution“ (4.IR) bezeichnet, da sich diese maßgeblich von der 3. IR unterscheidet:

  1. Allgegenwärtiges Internet
  2. Immer schnellere Entwicklung leistungsfähiger Technologien
  3. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen
  4. Die rasche Ausbreitung immer leistungsfähiger Technologien
  5. Die Systeme werden immer komplexer und integrierter.

Die Forschungsarbeit der EU-OSHA hat sich in den letzten drei Jahren mit folgenden Fragestellungen beschäftigt:

  • Welche Trends und Einflussfaktoren bedingen den Wandel der Arbeitswelt?
  • Welches Potential bietet die Digitalisierung?
  • Wie beeinflusst die Digitalisierung das (Arbeits-)Leben und Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit?
  • Welche Herausforderungen stellen sich für die Arbeitswelt und wie kann man die Chancen der Digitalisierung zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen nutzen?

Im Fokus dieses Projektes standen Bereiche wie Online Arbeitsvermittlung und Crowdworking, Künstliche Intelligenz, Einsatz von Robotern und die Möglichkeiten von sozialer Innovation.

Dr. Christa Sedlatschek, studierte Medizin an der Universität Wien und ist Fachärztin für Arbeitsmedizin sowie Expertin für EU-Maßnahmen in diesem Bereich. 2011 wurde sie zur Direktorin ernannt und ist seitdem für das Management und den täglichen Betrieb der EU-OSHA verantwortlich.

DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch
Geschäftsführer Industriellenvereinigung OÖ

Gesünder - sicherer - hochwertiger - erfüllender

Die heutige Arbeitswelt ist von einem stetigen Wandel geprägt, der kontinuierlich an Tempo zulegt. Maßgeblich verantwortlich dafür sind neue Technologien, die unser tägliches Leben – und in besonderem Maße die Arbeitswelt – beeinflussen und verändern. „Vor allem in der Industrie hat sich das Arbeitsumfeld durch Automatisierung und Digitalisierung stark verändert“, erklärt dazu Dr. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ): „sowohl was die Gesundheit der Mitarbeiter und deren Sicherheit am Arbeitsplatz anlangt, als auch die Anforderungen an deren Qualifizierung oder die Möglichkeit einer flexiblen Gestaltung des Arbeitslebens. Dadurch konnte auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich verbessert werden.“ Insgesamt liege es an den hohen Investitionen der Betriebe in die ständige Qualifizierung der Mitarbeiter, in umfassende Sicherheitsvorkehrungen oder auch in die ergonomische Ausgestaltung der Arbeitsplätze, dass sich Arbeitsunfälle und Krankenstandsquoten in der Industrie während der letzten drei Jahrzehnte kontinuierlich reduziert haben.

Kaum Arbeitsunfälle, überwiegend Freizeitunfälle

In diesem Zusammenhang weist der IV OÖ-Geschäftsführer noch auf einen weiteren Umstand hin: „Heutzutage ist es für die Mitarbeiter wesentlich wahrscheinlicher, dass sie sich in der Freizeit verletzen, als dass sie einen Arbeitsunfall erleiden.“ Laut Unfalldatenbank des Kuratoriums für Verkehrssicherheit sind mehr als drei Viertel aller Unfälle in Österreich auf Heim-, Freizeit- und Sportunfälle zurückzuführen. Das Verhältnis von Freizeit- versus Arbeitsunfällen liegt statistisch bei ca. 6 zu 1; oder anders ausgedrückt: auf einen Arbeitsunfall kommen 6 Freizeitunfälle. Durch die umfassenden Investitionen der Unternehmen in die Sicherheit am Arbeitsplatz haben dazu geführt, dass die Arbeitsunfälle in den letzten 20 Jahren bei wachsender Erwerbsbevölkerung um 32,4 Prozent und damit um fast ein Drittel gesunken sind. „Dies zeigt, dass Prävention und Arbeitssicherheit im betrieblichen Umfeld auf höchstem Niveau funktionieren“, so Haindl-Grutsch, der darüber hinaus auf unzählige freiwillige Initiativen in der Industrie verweist: „Viele Industrieunternehmen bieten ihren Mitarbeitern Fitness-Studios, kostenlose Gesundheitschecks, vielfältige Betriebssport-Aktivitäten bis hin zu Coachings und einem umfassenden kulturellen Freizeitangebot sowie innerbetriebliche Krabbelstuben und Kindergartenplätze.“

Die neue Rolle des Menschen in der Produktion

Mit ein Grund für das umfassende Engagement der Unternehmen liege in den aktuellen Bedingungen am Arbeitsmarkt: „Wir bewegen uns heute in sogenannten Arbeitnehmermärkten – sofern jemand über eine gefragte Qualifikation verfügt, kann er oder sie sich den Arbeitgeber aussuchen.“ Mit „gefragter Qualifikation“ meint Haindl-Grutsch vor allem MINT-Ausbildungen von der Lehre über die HTL bis hin zu den Hochschulen, die – wiederum aufgrund der Digitalisierung – besonders gefragt sind: „In der Debatte über die Digitalisierung wird oft nur die Gefahr thematisiert, dass Arbeitsplätze und Berufsbilder verloren gehen könnten. Nur selten werden aber die Chancen gesehen, die die Digitalisierung unter den richtigen Rahmenbedingungen zu bieten hat – etwa die Entstehung neuer, hochwertiger Berufsbilder oder die Aufwertung bestehender Berufe.“ Digitalisierung und Industrie 4.0 würden die Tätigkeitsprofile und Beschäftigungsstruktur tiefgreifend verändern und Arbeitsplätze mit anderen – höheren – Qualifikationen generieren. So prognostiziert auch die Boston Consulting Group, dass bis 2025 in der industriellen Produktion zahlreiche neue Tätigkeitsprofile entstehen, bei denen besonders IT-Kompetenz und interdisziplinäres Wissen gefragt sind, während Routinetätigkeiten zunehmend von Robotern übernommen werden. „Im Bereich der Produktion ändert sich die Rolle des Menschen vermehrt hin zum ‚Koordinator‘ und ‚Dirigenten‘. Die Menschen in der modernen Fabrik koordinieren, während Maschinen weiter die ‚Muskelkraft‘ und ‚Rechenleistung‘ übernehmen“, erklärt Haindl-Grutsch. Durch die Digitalisierung würden bestehende Berufe in der Regel nicht obsolet, vielmehr komme es zu einer Verschiebung der Arbeitsinhalte von Routine- zu Nicht-Routine-Tätigkeiten.

Digitalisierung erfordert Qualifizierung

Seit der 1. industriellen Revolution hat die Industrie immer wieder rasante Technologieschübe mitgemacht, stets begleitet von der Diskussion, Maschinen würden Menschen ihre Jobs wegnehmen. Diese Befürchtungen haben sich aber nie bewahrheitet – im Gegenteil, langfristig wurden immer mehr Arbeitsplätze geschaffen. So hat sich z.B. die Anzahl an Arbeitsplätzen in Österreich seit 1950 von ca. 2 auf fast 3,5 Mio. Arbeitsplätze nahezu verdoppelt, während im selben Zeitraum ein rasanter technologischer Wandel, begleitet von exponentiellem Wachstum der Datenmenge, stattfand. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen enormen Digitalisierungsschub erlebt und dennoch arbeiten heute mehr Menschen denn je“, betont Haindl-Grutsch: „Auch nach rund 70 Jahren Digitalisierung werden immer mehr Jobs geschaffen.“ Die größten Veränderungen würden sich bei den Anforderungen an die Mitarbeiter sowie an deren Aus- und Weiterbildung ergeben, wie folgende Daten und Fakten zeigten:

  • Knapp 9 von 10 Unternehmen sowie jeder Betrieb mit mehr als 250 Beschäftigten in Österreich finanzieren Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ihrer Mitarbeiter.
  • Jeder dritte Beschäftigte nimmt an Weiterbildungskursen teil, deren Gesamtkosten entsprechen einem Anteil von 1,5 Prozent an den Personalaufwendungen aller Unternehmen.
  • Innerhalb der EU-27 liegt Österreich mit einer Teilnahmequote bei Weiterbildung mit 48,2 Prozent über dem Schnitt von 40,3 Prozent, im OECD-Vergleich liegt Österreich nur geringfügig unter dem Durchschnitt.
  • Digitales Lernen gewinnt an Bedeutung – zunehmend auch im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung. „Blended Learning“, eine Kombination aus Präsenzveranstaltungen und E-Learning, zählt zur wichtigsten Lernform, aber auch „Virtual Classrooms“ und Webinare sind zunehmend in der betrieblichen Weiterbildung verankert.
  • Megatrends wie die fortschreitende Globalisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0 führen zu einer Beschäftigungsausweitung in technischen Ausbildungs- und Berufsfeldern. Erhöhte Kompetenzanforderungen sind die Folge. So sehen die Unternehmen insbesondere in der Technik und Produktion sowie in Logistik und Wartung/Kundenservice den größten Aufholbedarf bei der Qualifizierung von Mitarbeitern.

Insgesamt besteht also kein Zweifel – neue Technologien werden zur weiteren Attraktivierung der Arbeitswelt führen, wie IV OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch abschließend betont: „Maschinen ersetzen nicht den Menschen, sondern entlasten und unterstützen ihn, damit er sich auf höherwertige Aufgaben konzentrieren kann. So wie es schon bei der 2. und 3. industriellen Revolution der Fall war.“

Ass.-Prof. Dr. Lukas Kaelin
Assistenz-Professor am Institut für Praktische Philosophie/Ethik an der Katholischen Privatuniversität Linz

Arbeit, Gesundheit, Leben – Einige Anmerkungen zur Veränderung der Arbeit

Was Gesundheit ist, wird uns erst durch ihre Abwesenheit bewusst. Erst in der Krankheit bekommen wir ein Gefühl für den Wert der Gesundheit. Der Begriff der Gesundheit beinhaltet sowohl einen biologisch-funktionalen als auch eine kulturell-sozialen Aspekt: Gesundheit kann einerseits objektiv-naturalistisch als speziestypisches normales Funktionieren verstanden werden, andererseits kann sie subjektiv-kulturalistisch als ein Wohlbefinden, das es ermöglicht, den selbstgewählten Lebensplan zu verfolgen. Ein Beinbruch, beispielsweise, erfüllt (in aller Regel) beide Aspekte einer Beeinträchtigung der Gesundheit: er ist eine biologisch-funktionale Einschränkung und behindert auch die Möglichkeit der Verfolgung des gewählten Lebensplanes. Bei Unfruchtbarkeit, um ein anderes Beispiel zu nehmen, kann es sein, dass beide Aspekte von Gesundheit nicht übereinstimmen.

Wie der Begriff der Gesundheit, ist auch jener der Arbeit notorisch schwer zu bestimmen: Arbeit ist die mühevolle Tätigkeit im Gegensatz zu Freizeit; sie ist der Lebensbereich, der den Lebensunterhalt sicherstellt, und schließlich ist sie eine Tätigkeit, die ein „Werk“ herstellt. Die Bandbreite der Arbeit reicht von einem notwendigen Übel zum Überleben bis zur Art und Weise, wie wir als Menschen unsere Fähigkeiten entwickeln. Arbeit ist Entfremdung und Selbstverwirklichung. Und selbst in der Engführung des Arbeitsbegriffes hin zur „Erwerbsarbeit“ finden sich noch diese unterschiedlichen Aspekte, da sie nicht nur zur Bestreitung des Lebensunterhaltes notwendig ist, sondern auch zur Selbstverwirklichung und gesellschaftlicher Teilhabe beiträgt.

Was heißt dies nun für die Frage der Zukunft der Arbeit? Zuerst einmal stehen mit der Veränderung der Arbeit – die Stichworte hier sind: Prekarisierung, flexibilisierte und dynamisierte Erwerbsarbeit, Automatisierung, Digitalisierung und Informationstechnologien, etc. – die unterschiedlichen Aspekte der Arbeit auf dem Spiel. Nicht nur geht es hier um den Lebensunterhalt, sondern auch um gesellschaftliche Teilhabe. Damit verändern sich auch die Herausforderungen für die Gesundheit. Verstärkt rücken Aspekte der psychischen Gesundheit im Kontext der Anforderungen der veränderten Arbeitswelt in den Fokus der Aufmerksamkeit. Gesundheit verstanden nicht nur unter dem Aspekt eines biologischen Funktionierens, sondern auch (und vor allem) als Fähigkeit den eigenen Lebensplan zu verfolgen.

Aschermittwochsgespräch Sparkasse Oberösterreich im Palais Kaufmännischer Verein Linz
Aschermittwochsgespräch Sparkasse Oberösterreich im Palais Kaufmännischer Verein Linz

#glaubandich-Challenge macht am 28. April in OÖ Station

Ab sofort läuft die Bewerbungsfrist für den größten Startup Wettbewerb Österreichs. Erste Bank und Sparkassen suchen gemeinsam mit Trending Topics das Startup des Jahres 2020. Die #glaubandich-Challenge wird ab 14. April in allen Bundesländern Station machen und die zehn besten Startups aus den Regionen am 12. Mai nach Wien einladen und dort den Sieger küren. Auf den Gewinner der #glaubandich-Challenge wartet ein Preisgeld von 10.000 Euro, ein Startplatz beim Casting für die Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ sowie ein PR-Paket in der Höhe von 10.000 Euro bei Trending Topics.

Bewerbungsphase gestartet

Ab sofort können sich Startups aus ganz Österreich bis zum 16.3.2020 für die #glaubandich-Challenge bewerben. Die Startup Pitches finden ab 14. April in jedem Bundesland statt – am 28. April ist Tour-Stop in der Startrampe der Sparkasse OÖ in der Linzer Tabakfabrik. Teilnehmen kann jedes Startup das folgende Kriterien erfüllt:

  • Die Startup-Idee muss ausgereift sein und es muss zumindest ein funktionierender Prototyp existieren. Bei einer Dienstleistung muss der Prozess der Dienstleistungserstellung bereits vorhanden sein.
  • Mit dem Produkt muss ein relevantes Problem gelöst werden bzw. muss es eine Innovation darstellen.
  • Das Startup darf nicht älter als fünf Jahre, bzw. das Produkt darf nicht länger als fünf Jahre am Markt sein und es muss ein plausibler Businessplan vorliegen.

Gepitcht wird in zehn verschiedenen Kategorien: Food & Beverage and Cosmetics & Bodycare | Tourism | Energy & Sustainability | AI & Robotics | MedTech & BioTech | Industry & Mobility | Fitness & Lifestyle | Social Project | Climate & Environment Protection | FinTech & InsureTech

„Wir suchen coole Ideen, kreative Problemlöser und besonders innovative Geschäftsideen für gesellschaftlich
relevante Themen“,

- Sparkasse OÖ-Vorstandsdirektor Maximilian Pointner.

Die Sparkasse OÖ engagiert sich seit vielen Jahren für Gründer und Startups. Neben zahlreichen Services rund um die Unternehmensgründung bietet die Sparkassengruppe in ihren Gründercentern in jedem Bundesland Beratung zu Förderungen, Businessplänen, Finanzierungen usw. an.

„In unserer Startrampe sind wir seit Ende 2019 mitten in der Linzer Gründer- und Startup-Szene aktiv. Mit der Idee eines Gründercenters, die in der Sparkasse OÖ vor mehr als 20 Jahren ihren Anfang genommen und sich seither in ganz Österreich etabliert hat, haben wir unsere Vordenkerrolle schon unter Beweis gestellt. Darauf sind wir stolz“,

- Maximilian Pointner.

Unter allen Startups die sich bewerben, trifft eine hochrangige Jury aus Business Angels, Venture Capitals, Gründern und Startup-Organisationen die Vorauswahl jener Startups, die sich für die Pitches in den Bundesländern qualifizieren. Die Tour durch ganz Österreich wird am 12. Mai beim großen Finale in Wien entschieden, wo die Sieger aus den zehn City-Pitches gegeneinander antreten und das „Startup des Jahres 2020“ gewählt wird.

Anmeldung und weitere Informationen:

www.glaubandich-challenge.at 

Neues Veranlagungs-Tool in George: Invest Manager

Linz. George ist das modernste Banking Österreichs und gibt die Marschrichtung im Bereich Internetbanking vor.

Kürzlich konnte die Sparkasse OÖ ihren 200.000ten George-Kunden begrüßen. Die intuitive Menüführung, individuelle Einstellungen sowie zahlreiche intelligente Zusatzfunktionen erleichtern die Übersicht über die eigenen Finanzen maßgeblich. Dies überzeugt auch unsere George-Kunden.