
Skandinavisches Flair in der Kremser Altstadt
Wer durch Krems flaniert, erwartet vieles – aber keinen Ort, der sich anfühlt wie ein spontaner Abstecher nach Kopenhagen. Genau das aber bietet der Woracziczky Conceptstore. Unaufgeregt, aber mit Haltung. Am Pfarrplatz 3.
„Wenn man auf Reisen ist, denkt man sich oft: So einen Laden hätte ich gerne selbst in meiner Nähe“, sagt Johanna Pscheid, Inhaberin des Woracziczky Conceptstores. Also hat sie solch ein Geschäft geschaffen. Die Idee dahinter ist so einfach wie konsequent: ein klar kuratierter Blick auf Design, der sich nicht an Trends abarbeitet – sondern sie gezielt aufgreift.
Für Johanna Pscheid war der Schritt in die Selbstständigkeit kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung. Der Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen, war von Anfang an da – ein Ort, der ihre Handschrift trägt. Vom Sortiment über die Atmosphäre bis zum gesamten Auftritt. Das nötige Rüstzeug bringt sie mit: Erfahrung aus Vertrieb, Einzelhandel und Marketing. Der Rest? Viel Eigeninitiative, viel Lernen – und der Mut, den eigenen Weg konsequent zu gehen.
Ein Store, der inspiriert – und überrascht
Der Woracziczky Conceptstore lebt von Reduktion. Warme Holztöne, klare Linien, viel Raum. Nichts drängt sich in den Vordergrund. Alles wirkt bewusst gesetzt. Die Produkte stehen im Mittelpunkt – und genau dort sollen sie auch sein. Das Sortiment ist breit, aber nie beliebig. Wohnaccessoires, Duftkerzen, Schmuck, Papeterie, Textilien, Gewürze, Keramik, Mode. Dinge, die sich ergänzen, statt zu konkurrieren. Skandinavien ist dabei kein Trend, sondern Fundament. Schweden, Finnland, Dänemark – spürbar in Material, Farbe und Form. Ergänzt durch ausgewählte europäische Labels und Manufakturen, die sich nahtlos einfügen.
Kuratiert mit Gespür
Was hier ins Regal kommt, entscheidet kein Algorithmus – sondern Intuition. „Hauptsächlich ist es Gespür“, sagt Johanna. „Wir sehen auf der Messe, was kommt, und wählen aus, was wirklich zu uns passt.“ Der Store bleibt in Bewegung. Mittlerweile umfasst das Sortiment rund 40 Hersteller. Vielfalt, die gewollt ist. Neue Produkte kommen, Arrangements verändern sich. Besonders sichtbar wird das aktuell bei den Farben. Nach Jahren von Beige und Zurückhaltung kehrt Intensität zurück. Gelb. Grün. Kräftiges Blau. Nicht laut, sondern gezielt eingesetzt. Also so, dass die Farbe kombinierbar bleibt und im Alltag funktioniert. „Man muss nicht alle Wände neu streichen. Mit den passenden farbenfrohen Accessoires lässt sich vieles im Handumdrehen verändern.“
Der Woracziczky Conceptstore ist mehr als Verkaufsfläche. Er ist Austausch. Beratung. Ein Prozess. „Viele Kundinnen kommen mit Ideen, Bildern oder auch kleinen Fundstücken“, erzählt Johanna. Der Rest entsteht vor Ort. Im Gespräch. Ohne Druck, aber mit Klarheit. Es geht nicht darum, möglichst viel zu verkaufen – sondern das Richtige zu finden. „Man kann bei uns eigentlich nichts falsch machen“, sagt sie und lacht.
Zwei Generationen, eine Handschrift
Dass hinter dem Store zwei Generationen stehen, ist spürbar. Johanna und ihre Mutter arbeiten eng zusammen, treffen Entscheidungen gemeinsam, entwickeln das Geschäft laufend weiter. Keine künstliche Inszenierung, sondern ein gewachsenes Konzept. „Wir sind ein gutes Team“, sagt Johanna. „Und wir verbringen einfach gerne Zeit miteinander.“ Diese Verbindung ist spürbar – im Gespräch, im Raum, im Konzept.
Der Woracziczky Conceptstore bringt Großstadtgefühl nach Krems. Man kommt hinein, lässt sich treiben, bleibt länger als geplant. Und geht selten mit leeren Händen. Nicht unbedingt, weil man etwas gesucht hat. Sondern weil man etwas entdeckt hat, das bleibt. Oder, wie Johanna Pscheid sagt: „Man findet immer etwas – auch wenn man gar nicht gewusst hat, dass man es sucht.“
Woracziczky Conceptstore
Am Pfarrplatz 3
3500 Krems
Öffnungszeiten
Mo, Mi, Do, Fr 10 - 18 Uhr | Sa 9 - 14 Uhr
@instagram.com/woracziczky
@facebook.com/woracziczkykrems