Mehr Möglichkeiten
für Ihr Geld

InvestStory 29. Oktober 2026, Bernd Mayer

Tanken, Heizen, Wohnen, Einkaufen: Alles ist teurer geworden. Viele Haushalte müssen daher genauer planen. Umso wichtiger werden finanzielle Reserven. Zum Glück gibt es heute weit mehr Möglichkeiten als früher, Geld für unerwartete Ausgaben, größere Anschaffungen oder den langfristigen Kapitalaufbau zur Seite zu legen. Vom Sparbuch über Anleihen bis hin zu Aktien, Fonds, ETFs, Gold und strukturierten Anlageprodukten: Die Auswahl ist größer denn je. Und weil die Zinsen deutlich gestiegen sind, haben sich auch die Rahmenbedingungen für viele Spar- und Anlageformen spürbar verbessert.

Die aktuelle Sparstudie von Erste Bank und Sparkasse bestätigt diesen Trend. „Die Menschen in Österreich wollen sparen, und zwar mehr als in den vergangenen Jahren“, fasst Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank Oesterreich, die Ergebnisse zusammen und ergänzt: „Das zeigt, wie groß das Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit ist. Ein eigenes Polster gibt Halt und die Freiheit, selbst zu entscheiden.“ Die Studie zeigt aber noch etwas anderes: Die Menschen sparen heute vielfältiger als noch vor einigen Jahren. Das Sparbuch als Inbegriff von Sicherheit und Flexibilität bleibt zwar die beliebteste Sparform des Landes. Immer mehr Österreicher:innen ergänzen diese Basis jedoch um weitere Anlageformen, um kurzfristige Rücklagen und langfristige finanzielle Ziele miteinander zu verbinden.

Warum die Österreicher:innen heute breiter sparen

Der Erhebung zufolge werden Wertpapiere mittlerweile häufiger genutzt als der klassische Bausparer. Das bedeutet nicht, dass traditionelle Sparformen an Bedeutung verlieren. Vielmehr verteilen viele Menschen ihr Erspartes heute auf unterschiedliche Töpfe. Die Frage lautet daher immer seltener: Sparen oder Veranlagen? Stattdessen geht es darum, unterschiedliche finanzielle Ziele mit den jeweils passenden Lösungen zu verfolgen. Während das Sparbuch kurzfristige Liquidität bietet, können andere Anlageformen wie Anleihen, Aktien, Fonds, ETFs oder strukturierte Produkte dabei helfen, Kapital mittel- und langfristig aufzubauen.

Quelle: Erste Bank und Sparkasse: Ergebnisse Sparstudie 2026

Vom Kaufkraftverlust zur Zinswende

Ein wichtiger Grund für diesen Wandel sind die Erfahrungen aus der langjährigen Niedrigzinsphase nach der Finanzkrise 2008. Für viele Sparer:innen war es in dieser Zeit schwierig, mit klassischen Sparformen die Inflation auszugleichen. Lag die Teuerung über den erzielten Erträgen, verlor das angesparte Kapital real an Kaufkraft. Entsprechend ist das Bewusstsein dafür gewachsen, Geld nicht nur sicher aufzubewahren, sondern auch langfristig möglichst werterhaltend anzulegen. Seit 2022 hat sich die Lage jedoch deutlich verändert. Als die Inflation infolge des Ukraine-Kriegs und stark steigender Energiepreise deutlich anzog, reagierte die Europäische Zentralbank mit mehreren Zinserhöhungen. Dadurch haben sich die Rahmenbedingungen für viele Spar- und Anlageformen spürbar verbessert. Nach Jahren extrem niedriger Zinsen bieten zahlreiche Produkte wieder interessante Ertragschancen.1

Anleihen und strukturierte Anlageprodukte im aktuellen Zinsumfeld

Von den verbesserten Rahmenbedingungen profitieren unterschiedliche Anlageklassen. Besonders deutlich zeigt sich das bei Anleihen und strukturierten Anlageprodukten, die durch gestiegene Zinsen an Attraktivität gewinnen. Höhere Zinsen eröffnen bei der Produktgestaltung neue Möglichkeiten und schaffen damit die Grundlage für Konzepte, die Ertragschancen mit bestimmten Sicherheitsmechanismen verbinden können. Je nach Ausgestaltung können solche Produkte damit eine interessante Ergänzung zwischen Sparbuch und Aktienanlage darstellen. Ein Beispiel dafür ist eine Fix Kupon Express Anleihe von Erste Bank auf den EURO STOXX 50®, die einen festen Kupon mit einem 35-prozentigen Risikopuffer kombiniert. Entwickelt sich der EURO STOXX 50® negativ und wird dieser Puffer unterschritten, können Anleger:innen einen Kapitalverlust erleiden.

Ähnliches gilt für Anleihen. Das höhere Zinsniveau sorgt dafür, dass viele festverzinsliche Wertpapiere wie Fixzins-Anleihen wieder interessante Renditen bieten und damit stärker in den Fokus von Anleger:innen rücken. Auch Wohnbauanleihen profitieren von dieser Entwicklung. Zusätzlich verfügen sie über einen steuerlichen Vorteil: Jährliche Zinserträge sind bis zu vier Prozent des Nennbetrags für in Österreich unbeschränkt steuerpflichtige Privatanleger:innen von der Kapitalertragsteuer (KESt) befreit. Das macht die Anlageklasse insbesondere für Anleger:innen interessant, die Wert auf laufende Erträge und eine hohe Planbarkeit legen. Wie bei anderen Anleihen bestehen jedoch auch hier Risiken, insbesondere das Bonitätsrisiko der Emittentin. Verschlechtert sich die Kreditwürdigkeit der Emittentin oder kommt es zu einer Zahlungsunfähigkeit, können Verluste bis hin zum Verlust des eingesetzten Kapitals entstehen.

Die Ergebnisse der Sparstudie zeigen deshalb vor allem eines: Sicherheit bleibt das wichtigste Motiv, die Wege dorthin werden jedoch vielfältiger. Neben dem Sparbuch kommen heute häufiger Wertpapiere, Anleihen, Gold, ETFs oder strukturierte Anlageprodukte zum Einsatz. Für Sparer:innen bedeutet das mehr Flexibilität und mehr Spielraum, individuelle Ziele zu verfolgen.

Langfristig denken, früher anfangen

Besonders spannend ist dabei der Blick auf die jüngeren Generationen. Hohe Wohnkosten und der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit sorgen dafür, dass langfristige Sparziele schon früh in den Fokus rücken. Die Generation Z misst dem Sparen daher einen besonders hohen Stellenwert bei und spart überdurchschnittlich häufig für eine spätere Immobilienfinanzierung. Gleichzeitig endet die finanzielle Vorsorge heute oft nicht bei den eigenen Zielen. Viele Menschen möchten auch für die nächste Generation vorsorgen. Bereits 43 Prozent der Sparenden legen Geld für ihre eigenen Kinder zurück, weitere 20 Prozent für Enkelkinder, Patenkinder oder andere nahestehende junge Menschen. Immer häufiger wird Sparen damit nicht nur für die eigene Zukunft, sondern auch für die nächste Generation gedacht.

Wer früh mit dem Kapitalaufbau beginnt, profitiert dabei von einem entscheidenden Faktor: Zeit. Schon regelmäßige kleine Beträge können durch den Zinseszinseffekt über viele Jahre hinweg einen spürbaren Kapitalzuwachs ermöglichen. Genau deshalb gewinnt das generationenübergreifende Sparen an Bedeutung. Das Generationendepot von Erste Bank und Sparkasse ermöglicht beispielsweise den langfristigen Kapitalaufbau für Kinder, Enkelkinder oder andere nahestehende Personen. Bereits bei der Eröffnung kann festgelegt werden, wer das angesparte Kapital später erhalten soll. Das passt zu einem weiteren Ergebnis der Sparstudie: Finanzielle Vorsorge wird zunehmend als langfristiges Projekt verstanden. Statt ausschließlich für sich selbst vorzusorgen, möchten viele Menschen auch der nächsten Generation einen finanziellen Startvorteil mitgeben.

Mehr Möglichkeiten für den Kapitalaufbau

Dabei können Sparer:innen heute aus einer breiten Palette unterschiedlicher Lösungen wählen. Erste Bank und Sparkasse bieten dafür sowohl klassische Sparformen als auch moderne Veranlagungsmöglichkeiten an. Neben Bausparen, Kapitalsparen und dem Generationendepot stehen beispielsweise Wertpapier-Sparpläne für Aktien, Fonds, ETFs, Zertifikate oder Krypto-ETPs zur Verfügung. Mit dem Gold-Sparplan lässt sich zudem schrittweise Kapital in Edelmetallen aufbauen. Viele dieser Lösungen ermöglichen bereits mit kleinen regelmäßigen Beträgen den Einstieg in den langfristigen Kapitalaufbau. Wie bei jeder Veranlagung sollten neben den Chancen jedoch stets auch die damit verbundenen Risiken berücksichtigt werden.

Die große Auswahl an Spar- und Veranlagungsmöglichkeiten spiegelt letztlich einen Trend wider, den auch die Sparstudie bestätigt: Sparen hat in Österreich nichts von seiner Bedeutung verloren. Im Gegenteil. Finanzielle Vorsorge genießt heute einen höheren Stellenwert als seit mehr als zehn Jahren. Gleichzeitig werden die Wege dorthin vielfältiger. Das Sparbuch bleibt ein wichtiges Fundament, während zusätzliche Anlageformen neue Möglichkeiten eröffnen. Die Frage lautet daher immer seltener: „Sparen oder Veranlagen?“. Für viele Menschen liegt die beste Lösung nicht im Entweder-oder, sondern in der richtigen Mischung aus Sparen und Veranlagen.

Eine große Vielfalt an Produktlösungen finden Sie im Investment Center von Erste Bank und Sparkasse. Wer zudem über neue Produktlösungen auf dem Laufenden bleiben möchte, findet in unserem regelmäßig erscheinenden Produktkatalog aktuelle Angebote und Informationen im Überblick.

Hinweis: Investitionen bergen neben Chancen auch Risiken. 

Beispiele für Fixzins-Anleihen

1Quelle: Europäische Zentralbank; Stand: 22. Oktober 2026

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Stand: Oktober 2026

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