An alle Frauen: Es ist nie zu
spät für die Altersvorsorge

Viele Frauen haben im Laufe ihres Lebens weniger Geld zur Verfügung als Männer. Das zeigt sich besonders deutlich in der Pension. Gründe dafür sind unter anderem Teilzeit, unbezahlte Care-Arbeit und geringere Einkommen. Dieser Beitrag zeigt, wie diese Unterschiede entstehen – und welche Schritte Frauen frühzeitig setzen können, um ihre finanzielle Zukunft zu stärken. Dazu gibt es einfache Tipps zu Geld-Vorsorge, guter Planung und dem Aufbau eigener Ersparnisse.

 

Viele wissen es. Viele verdrängen es: Frauen verdienen in Österreich im Laufe ihres Erwerbslebens meist weniger Geld als Männer. Nicht aus einem einzelnen Grund – sondern aus mehreren, die sich über Jahre hinweg summieren.
Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit – oft nicht aus freier Entscheidung, sondern weil Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen anders kaum zu bewältigen sind. Gleichzeitig übernehmen sie den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit in der Familie. Diese Zeiten fehlen später im Erwerbsverlauf.

Hinzu kommt der Gender Pay Gap: Frauen verdienen in Österreich – je nach Berechnung – deutlich weniger als Männer. Gründe dafür sind unter anderem geringere Bezahlung in typischen Frauenberufen, weniger Frauen in Führungspositionen und unterschiedliche Verhandlungsverhalten.
All das wirkt sich nicht nur auf das monatliche Einkommen aus. Es entscheidet darüber, wie viel Geld Frauen später im Leben tatsächlich zur Verfügung haben.

Die Rechnung kommt oft erst im Ruhestand

Im Berufsalltag fällt der Unterschied oft noch nicht stark auf. Spätestens in der Pension aber wird er sichtbar. 

Frauen in Österreich erhalten laut Statistik Austria im Schnitt eine Alterspension von 1.563 Euro im Monat. Männer kommen durchschnittlich auf 2.620 Euro (2024). Besonders gefährdet, später einmal zu wenig Geld zu haben, sind alleinlebende Pensionistinnen: Ein Drittel von ihnen gilt heute als armutsgefährdet.

Warum bringen Teilzeit und Job-Pausen weniger Pension?

Die staatliche Pension in Österreich hängt vor allem davon ab,

  • wie viele Versicherungsmonate gesammelt wurden

  • und wie hoch das Einkommen während dieser Zeit war

Versicherungsmonate entstehen zwar nicht nur durch Erwerbsarbeit – auch Kindererziehungszeiten zählen dazu. Trotzdem gilt: Wer lange in Teilzeit arbeitet oder über längere Zeit weniger verdient, zahlt weniger in das Pensionssystem ein. Und bekommt später weniger heraus.

Die Geringfügigkeitsgrenze liegt 2026 bei 551,10 Euro pro Monat. Wer dauerhaft darunter bleibt, sammelt keine Pflichtversicherungsmonate. Das wirkt sich direkt auf die spätere Pension aus.

Was ist die Pensionslücke?

Als Pensionslücke bezeichnet man den Unterschied zwischen dem letzten Einkommen vor dem Ruhestand und der staatlichen Pension.

Im Idealfall liegt die Pension bei rund 80 Prozent des früheren Einkommens. In der Realität ist die Lücke oft deutlich größer – aktuell im Schnitt rund 50 Prozent. Das bedeutet: Von einem Monat auf den anderen steht nur noch die Hälfte des bisherigen Geldes zur Verfügung.

 

Wie hoch wird meine eigene Pensionslücke eines Tages sein? Jetzt mit dem Pensionsrechner kostenlos berechnen.

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Wann sollte ich vorsorgen?

Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, sich mit Altersvorsorge zu beschäftigen. Viele Österreicher:innen geben an, dass der beste Zeitpunkt dafür der erste Job ist. Das zeigt eine Umfrage von IMAS International, im Auftrag von Erste Bank, Sparkassen und Wiener Städtische. 

Je früher man beginnt, desto größer ist der Spielraum – und desto kleiner die Lücke, die später geschlossen werden muss.

Frühe Vorsorge kann mehrere Vorteile haben: Wer früh mit einer privaten Vorsorge beginnt, profitiert oft von geringeren Beiträgen. Beim langfristigen Ansparen oder Investieren kann zudem der Zinseszinseffekt wirken. Regelmäßige Einzahlungen über viele Jahre können helfen, Schwankungen auszugleichen. Wichtig ist dabei immer: Investitionen bieten Chancen, bergen aber auch Risiken.

Was ist der Cost-Average-Effect? 

Der Durchschnittskosteneffekt („Cost-Average-Effect“) entsteht bei der regelmäßigen Anlage gleichbleibender Beträge in Wertpapieren, z. B. in Form von Sparplänen. Durch regelmäßige Einzahlungen kauft man bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei höheren weniger. Je nachdem, wie sich die Kurse im Lauf der Zeit entwickeln, kann sich dieser Effekt vorteilhaft oder nachteilig für das Veranlagungsergebnis erweisen. Der Effekt ist insbesondere in jenen Phasen positiv, in denen Anteile unterhalb des Durchschnittskurses zugekauft werden können – sofern die Kurse bis ans Ende der Ansparphase wieder steigen. Der Durchschnittskosteneffekt nimmt mit zunehmender Laufzeit des Sparplans ab, da sich das angesparte Vermögen immer mehr so verhält, als hätte man einmalig den Gesamtbetrag angelegt. Je nach Marktentwicklung kann sich eine Einmalveranlagung auch als günstiger erweisen. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.

Was ist der Cost-Average-Effect? 

Der Durchschnittskosteneffekt („Cost-Average-Effect“) entsteht bei der regelmäßigen Anlage gleichbleibender Beträge in Wertpapieren, z. B. in Form von Sparplänen. Durch regelmäßige Einzahlungen kauft man bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei höheren weniger. Je nachdem, wie sich die Kurse im Lauf der Zeit entwickeln, kann sich dieser Effekt vorteilhaft oder nachteilig für das Veranlagungsergebnis erweisen. Der Effekt ist insbesondere in jenen Phasen positiv, in denen Anteile unterhalb des Durchschnittskurses zugekauft werden können – sofern die Kurse bis ans Ende der Ansparphase wieder steigen. Der Durchschnittskosteneffekt nimmt mit zunehmender Laufzeit des Sparplans ab, da sich das angesparte Vermögen immer mehr so verhält, als hätte man einmalig den Gesamtbetrag angelegt. Je nach Marktentwicklung kann sich eine Einmalveranlagung auch als günstiger erweisen. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.

Was kann ich konkret tun, um meine Pensionslücke zu schließen?

Ein erster Schritt ist, die eigenen Finanzen realistisch zu betrachten: Wie hoch sind Einnahmen und Ausgaben heute – und wie könnten sie im Ruhestand aussehen? Haushaltspläne für die aktuelle Lebensphase und für die Pension helfen, den späteren Bedarf besser einzuschätzen. 


Unser Tipp: Beide kostenlosen Haushaltspläne ausdrucken und gemeinsam mit der Partner:in oder den Kindern ausfüllen: Haushaltsplan für „jetzt“ sowie Haushaltsplan für die Pension Das schafft Klarheit und zeigt den wahren Spar-Bedarf an. 

Unser Tipp: Beide kostenlosen Haushaltspläne ausdrucken und gemeinsam mit der Partner:in oder den Kindern ausfüllen: Haushaltsplan für „jetzt“ sowie Haushaltsplan für die Pension Das schafft Klarheit und zeigt den wahren Spar-Bedarf an. 

Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten:

  • Rücklagen aufbauen, etwa einen Notgroschen von 3 bis 5 Monatsgehältern

  • Weiterarbeiten, wenn es gesundheitlich möglich ist – auch über das Regelpensionsalter hinaus

  • Pensionssplitting innerhalb der Partnerschaft offen besprechen

  • Freiwillige Höherversicherung prüfen

  • Regelmäßig Geld für später ansparen oder investieren, auch in kleinen Beträgen

Wichtig ist nicht die perfekte Lösung, sondern dass man beginnt. Investieren Frauen ihr Geld, haben sie die Möglichkeit, es vor der Inflation zu schützen, mehr daraus zu machen und finanziell unabhängig zu werden. Bevor frau investiert, sollte sie sich gut informieren und seriös beraten lassen. Denn: Ein Investment, das komplett sicher ist, garantiert Gewinne bringt und jederzeit verfügbar ist, gibt es leider nicht.

Was sind die häufigsten Fehler und Mythen beim Investieren?

Ein guter Start beim Investieren muss weder perfekt noch kompliziert sein. Viele Menschen warten zu lange, weil sie Angst haben, zu wenig zu wissen, oder versuchen, den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Es kann einfacher sein, klein zu beginnen, regelmäßig zu investieren und auf mehrere Anlagen zu setzen, statt alles auf eine Karte zu legen. Investieren ist übrigens kein Thema nur für Reiche – richtig aufgesetzt läuft es mit wenig Zeitaufwand und kann langfristig helfen, Vermögen aufzubauen. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag Investieren für Anfänger:innen

FAZIT

Dass Frauen in Österreich im Alter oft weniger Geld als Männer zur Verfügung haben, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen sowie struktureller Rahmenbedingungen über ein ganzes Erwerbsleben hinweg. Das Gute ist aber: Wer diese Zusammenhänge kennt, kann bewusster handeln und entgegensteuern. Finanzielle Vorsorge bedeutet nicht, alles allein lösen zu müssen – sondern informiert zu entscheiden und Schritt für Schritt Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen. 

Das Finanzbildungsprogramm für Frauen she invests hat das Ziel, Frauen zu inspirieren und zu befähigen, sich mit den eigenen Finanzen zu beschäftigen. Jetzt informieren!

she invests ist kostenlos für alle Frauen zugänglich, unabhängig davon, ob sie Kundinnen sind oder nicht. Es ist für alle etwas dabei: Die Online-Events sind zeitlich flexibel, da alle Aufzeichnungen jederzeit auf unserer Website verfügbar sind. Die Live-Events wiederum stärken die Community und das Empowerment. Zusätzlich gibt es auch Video-Kurse, die besonders von jungen Frauen genutzt werden, da sie kürzer sind als die Webinare. Und zu guter Letzt gibt es den monatlichen Newsletter, der inspirierende Geschichten von Frauen erzählt und über aktuelle Trends und Themen informiert.

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Stand: März 2026

Hierbei handelt es sich um eine Werbe­mitteilung und nicht um eine Anlage­empfehlung. Diese Werbe­mit­teilung ersetzt somit keine Anlage­beratung und berück­sichtigt weder die Rechts­vorschriften zur Förderung der Un­ab­hängigkeit von Finanz­analysen, noch unter­liegt sie dem Verbot des Handels im An­schluss an die Ver­breitung von Finanz­analysen. 

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