Finanzielle Fürsorge
für Eltern

Ein Leitfaden für Kinder und andere Angehörige

Die Pflege von Eltern gehört zum Alltag vieler Familien. In Österreich sind ganze 10 Prozent der Bevölkerung in die Betreuung ihrer Angehörigen involviert. Care-Arbeit ist ein enorm wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft. 

Neben der emotionalen und körperlichen Fürsorge für die eigenen Eltern stellt sich eine Frage, die viele Kinder oft nicht auf dem Schirm haben: Wann beginnt eigentlich die finanzielle Fürsorge für die Eltern – und was gehört alles dazu? 

Was ist finanzielle Fürsorge? 

In diesem Beitrag steht finanzielle Fürsorge für einen gemeinsamen und offenen Zugang zu elterlichen Geld-Themen. Wenn erwachsene Kinder sich an diesen Themen beteiligen, kann das Sorgen und Unsicherheiten hinsichtlich der Zukunft reduzieren. 

Sich diese Gedanken zu machen, ist für Angehörige nicht Pflicht – es ist vielmehr ein Angebot zur Unterstützung. Nicht zuletzt gehört das zur Vorsorge und ist Teil der finanziellen Gesundheit – sowohl der Eltern als auch der Kinder.

Finanzielle Fürsorge kann im Kontext von Pflege aber noch weiter gefasst werden: In Österreich gibt es ein breites Netz an umfassender finanzieller Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und auch ihre Angehörigen – vom Pflegegeld über Zuschüsse und Förderungen bis zu einer Pflegekarenz. Öffentliche Leistungen mildern die Kosten, ersetzen sie meist jedoch nicht vollständig. Sind Eltern einmal gar nicht imstande, sich selbst zu erhalten, können unter bestimmten Voraussetzungen die Kinder ihren Eltern gegenüber unterhaltspflichtig werden. 

Finanzielle Fürsorge kann im Kontext von Pflege aber noch weiter gefasst werden: In Österreich gibt es ein breites Netz an umfassender finanzieller Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und auch ihre Angehörigen – vom Pflegegeld über Zuschüsse und Förderungen bis zu einer Pflegekarenz. Öffentliche Leistungen mildern die Kosten, ersetzen sie meist jedoch nicht vollständig. Sind Eltern einmal gar nicht imstande, sich selbst zu erhalten, können unter bestimmten Voraussetzungen die Kinder ihren Eltern gegenüber unterhaltspflichtig werden. 

Finanzielle Fürsorge: Erste Schritte

Finanzielle Fürsorge für die eigenen Eltern beginnt oft im Kleinen – im aufmerksamen Wahrnehmen ihres Alltags. Ein gemeinsamer Spaziergang oder ein ruhiges Gespräch kann helfen, Bedürfnisse und mögliche Herausforderungen besser zu verstehen. Offene Fragen können dabei Orientierung geben:

  • Wie geht es dir aktuell im Alltag – auch, was deine finanzielle Situation betrifft?
  • Gibt es Dinge, die in letzter Zeit schwieriger geworden sind – etwa Rechnungen, Anträge oder organisatorische Abläufe?
  • Gibt es finanzielle Themen, die dir Sorgen machen oder unklar sind?
  • Wobei wünschst du dir gelegentlich Unterstützung ‒ etwa bei Zahlungen, Verträgen oder Budgetplanung?

Wichtig ist hier – als erwachsenes Kind oder auch als andere:r Angehörige:r –, Geduld zu haben und nicht zu drängen. Offen zu besprechen, wie oft und in welchem Umfang man helfen möchte und kann, ist ebenso ratsam und lässt auch den Eltern genügend Raum. 

Auch ein Gespräch mit der Hausbank kann entlastend sein. Viele Banken unterstützen bei der Erstellung eines Haushaltsbudgets, helfen beim Ordnen von Zahlungen oder geben Orientierung, wenn es um finanzielle Routinen geht. Ein klarer Überblick schafft Sicherheit – sowohl für die Eltern als auch für die Angehörigen.

Digitale Beratung für Angehörige 

Alles Clara bietet kostenlose und datensichere Unterstützung bei Fragen zu Pflege, Alltag und finanziellen Themen. Expert:innen aus Pflege und Psychologie beraten vertraulich – bequem auf dem Handy und österreichweit verfügbar. Zugangscode: clara1

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Die wichtigsten Fragen der finanziellen Fürsorge 

Bei der finanzielle Fürsorge kann es hilfreich sein, gemeinsam mit den Eltern eine Dokumentenmappe anzulegen. Diese wird zum Dreh- und Angelpunkt für Polizzen, Verträge und Vollmachten, kann aber auch Wünsche oder Notizen zu wichtigen Themen rund um Geld und Organisation beherbergen. Dazu gehören: 

  • Medizin: Welche Ärzt:innen werden besucht? In welcher Regelmäßigkeit? 
  • Versicherung & Vorsorge: Welche Versicherungen bestehen? Gibt es bereits eine Vorsorgevollmacht oder andere Verfügungen?
  • Wohnen: Wie ist das Wohlbefinden zuhause? Braucht es möglicherweise kleine Umbauten wie Haltegriffe oder eine Investition in eine bodengleiche Dusche?
  • Sicherheit & Einsamkeit: Besteht grundsätzlich ein Unsicherheitsgefühl allein? Wäre eine Betreuung eine Option?
  • Finanzen: Gibt es Rücklagen für eine etwaige Pflegefinanzierung oder notwendige Umbauten im Haushalt? Bestehen Ansprüche wie zum Beispiel auf Pflegegeld? 
  • Todesfall: Gibt es eine Sterbeversicherung und in weiterer Folge etwaige Wünsche für die Bestattung? Liegt ein Testament vor – wenn ja, wo? 

Über den Tod der Eltern zu sprechen, ist nicht einfach. Noch schwieriger ist es oft aber, eines Tages ihre Finanzthemen ungeklärt hinterlassen zu bekommen. Frühzeitige, offene und einfühlsame Gespräche im Familienkreis können helfen, das vermeintliche Tabu-Thema anzustoßen und Vorkehrungen hinsichtlich ihrer Wünsche zu treffen. Lies mehr dazu im Beitrag 10 Finanz-Fragen, die wir unseren Eltern vor ihrem Tod stellen sollten.

Über den Tod der Eltern zu sprechen, ist nicht einfach. Noch schwieriger ist es oft aber, eines Tages ihre Finanzthemen ungeklärt hinterlassen zu bekommen. Frühzeitige, offene und einfühlsame Gespräche im Familienkreis können helfen, das vermeintliche Tabu-Thema anzustoßen und Vorkehrungen hinsichtlich ihrer Wünsche zu treffen. Lies mehr dazu im Beitrag 10 Finanz-Fragen, die wir unseren Eltern vor ihrem Tod stellen sollten.

Unterstützung über die persönliche finanzielle Fürsorge hinaus 

Ein Unfall oder eine schwere Krankheit können die Gesundheit von einem Tag auf den anderen ins Wanken bringen und den Alltag auf den Kopf stellen. Damit ist man als betreuende:r Angehörige:r heute nicht allein. Erste Informations- und Anlaufstellen können sein:

  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Hier findet sich eine erste Übersicht zu öffentlichen sowie privaten Einrichtungen, Organisationen, Vereinen und Selbsthilfegruppen
  • Pflegeberatungsstellen der Bundesländer: Hier gibt es erste Orientierung zu Leistungen, Anträgen und regionalen Angeboten 
  • Arbeiterkammer: liefert Informationen zu Pflegegeld, Förderungen und Steuertipps für pflegende Angehörige
  • Sozialministeriumservice: kompakte Infos zu 24‑Stunden‑Betreuung, pflegenden Angehörigen, Pflegekarenz und -teilzeit
  • Wien konkret: Fonds Soziales Wien (FSW): Details zu Leistungen, Kostenbeiträgen und Ansprechstellen

Stand: Juni 2026

Hierbei handelt es sich um eine Werbe­mitteilung und nicht um eine Anlage­empfehlung. Diese Werbe­mit­teilung ersetzt somit keine Anlage­beratung und berück­sichtigt weder die Rechts­vorschriften zur Förderung der Un­ab­hängigkeit von Finanz­analysen, noch unter­liegt sie dem Verbot des Handels im An­schluss an die Ver­breitung von Finanz­analysen. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.

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