Österreicher beim Banking mit Internetgiganten skeptisch
Studienpräsentation
97 Prozent aller Vorarlbergerinnen und Vorarlberger sind höchste Sicherheitsstandards und Datensicherheit im Zusammenhang mit Geldgeschäften im Internet sehr wichtig. Eher zurückhaltend zeigen sie sich, wenn Online-Bankgeschäfte von Internet-Giganten wie Amazon, Google und Facebook angeboten werden: Im Zusammenhang mit Amazon geben 86 Prozent an, keine Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen zu wollen. Bei Google sind es 92 Prozent. Facebook hat mit 96 Prozent die höchste Ablehnungsrate. Das ergab eine repräsentative Integral-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen. „Trotz der für uns ermutigenden Umfrageergebnisse verlieren wir nicht den Respekt vor
den neuen Mitbewerbern am Markt. Wir wissen, wie schnell sich die Stimmung
ändern kann, wenn entsprechende Angebote erst einmal in den Alltag der Menschen
integriert sind“, betont Mag. Martin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bregenz: „Letztendlich könnte aber die Tatsache, dass man vor allem in Vorarlberg viel Wert auf Datenschutz, persönliche Beziehung und Vertrauen legt, den Ausschlag fürs traditionelle Bankgeschäft geben.“
100 Prozent sicher
Man weiß im Ländle, was man am Online Banking hat: 100 Prozent der Befragten halten Online Banking für vertrauenswürdig, aber nur 39 Prozent Facebook. Auch in Punkto Datensicherheit sind alle Befragten überzeugt, dass Online Banking ihren Ansprüchen gerecht wird – bei Google allerdings nur 32 Prozent. „Schon aus unserer Geschichte heraus sind wir beim Thema Daten viel glaubwürdiger als die großen Tech-Konzerne“, so Jäger: „Bei uns können Kunden sicher sein, dass wir ihre Daten nicht weiterverkaufen.“ Auf der Suche nach einem Ansprechpartner werden 98 Prozent der Befragten im Online Banking fündig. An wem man sich aber bei Amazon im Falle von Problemen richtet, wissen nur 73 Prozent. Auch bei der Frage der Übersichtlichkeit kann Online Banking bei fast allen Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern punkten (95 %). Auf Facebook finden sich im Vergleich nur 68 Prozent gut zurecht.
Allein was den Spaß bei der Nutzung anbelangt, liegen die Dienste von Amazon (46 %), Google (28 %) und Facebook (22 %) vorne. Doch der Spaßfaktor nimmt auch im Online-Banking tendenziell zu. „Besonders George konnte sich hier mit 22 Prozent im Österreichschnitt besonders positiv abheben. Neue Produkte und Funktionen lassen unsere Digital Banking Plattform immer mehr zum Erlebnis werden. Aber bei allem Spaß steht für uns immer der konkrete Mehrwert für die Nutzer im Vordergrund“, sagt Jäger: „So können Inhaber einer Sparkassen-Kreditkarte in George einen Wunsch-PIN wählen. Das mögen manche als Spielerei abtun. Ist man dann allerdings im Urlaub unterwegs und erinnert sich nicht mehr an seinen PIN-Code, reicht ein Blick in die George Go App und das Problem ist gelöst.“
60 Prozent in Österreich nutzen bereits regelmäßig Online-Banking. Im Jahr 2005 lag der Wert bei rund der Hälfte. Einer der Gründe für den Online-Banking-Boom der letzten Jahre ist der auf 72%[1] gestiegene Smartphone-Besitz im Lande und die dadurch starke Verbreitung von mobilem Internet. Aber nicht nur die Hardware hat sich verändert, sondern auch die Software beziehungsweise die Apps. Das spiegelt sich auch bei den Log-in Zahlen wider: „Mehr als drei Viertel der George-User loggen sich bereits übers Smartphone ein. Das ist für die Sparkassengruppe ein Auftrag, stark auf die Optimierung mobiler Services mit der Banking App ‚George Go‘ zu setzen“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bregenz.
George wächst weiter
Die Payment Services Directive 2 (PSD2) hat Bewegung und neue Möglichkeiten in den Markt gebracht. Diese EU-Regelung sieht vor, dass Banken eine Schnittstelle (API) zur Verfügung stellen müssen, über die Drittanbieter Kontoinformationen auslesen und Zahlungen initiieren können. Dies passiert allerdings nur, wenn Kundinnen und Kunden ausdrücklich ihre Zustimmung dazu geben. „Erste Bank und Sparkassen haben diese Schnittstellen bei der Entwicklung von George von Beginn an mitbedacht und damit unserer Digital Banking Plattform einen erheblichen Startvorteil verschafft. Woran andere jetzt arbeiten müssen, haben wir bereits vor dem Start von George im Jahr 2015 erledigt“, unterstreicht Martin Jäger.
Außerdem machen neue Technologien wie Fingerabdruck-Scanner oder Gesichtserkennung am Smartphone auch den Zugang zu Finanzservices immer einfacher und schneller – die Log-in-Zeiten verkürzen sich dramatisch. Dauerte früher ein Login mit Username und Passwort im Schnitt 23 Sekunden, so sind es nun beim Easy Access der George Go App jetzt nur mehr 7 Sekunden. „Bis Mai ergibt das in Summe eine Zeitersparnis für alle George Go-User von 21 Jahren“, rechnet Jäger eindrucksvoll vor. Selbstverständlich wurden die strengen Vorgaben von PSD2 in Bezug auf die starke Kundenidentifizierung beim neuen Authentifizierungsverfahren voll berücksichtigt.
Download Studie: https://www.sparkasse.at/vorarlberg/home/presseaussendungen/DigitalBanking