20.03.2026
Business Frühstück mit WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr im Sparkassensaal
Am Foto (v.l.n.r.): WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr, Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiterin Andrea List-Margreiter, Leiter Corporate Banking Jürgen Posch, Präsidentin des Sparkassenvereins Andrea Klemm, Head of Group Research Erste Group Friedrich Mostböck, Leiterin Retail-Kommerz Marion Rehberger-Horvath, Vorstandsdirektor Klaus Lehner, Vorstandsdirektor Christian Spitzer und Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann Christian Oberger beim Business Frühstück im Sparkassensaal.
Fotocredit: Wiener Neustädter Sparkasse
„Stabilität in dynamischen Zeiten“ – unter diesem Motto lud die Wiener Neustädter Sparkasse in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich am Dienstag zum Business Frühstück in den Sparkassensaal. Im Fokus standen geopolitische Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Die Relevanz des Themas wurde durch das enorme Interesse an der Veranstaltung unterstrichen: Rund 220 Unternehmer:innen aus der Region wollten sich die Ausführungen von WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr und Friedrich Mostböck, Chef-Analyst der Erste Bank, nicht entgehen lassen.
Gabriel Felbermayr plädierte in seiner Keynote für ein „Ende des Silodenkens“, denn: „Handelspolitik und Sicherheitspolitik sind nicht mehr trennbar“, ist der renommierte Wirtschaftsforscher überzeugt. So wurde an diesem Vormittag vor allem ein Thema besonders häufig genannt: Die Eskalation im Nahen Osten.
„Das Ausmaß der Schwankungen an den Märkten hängt aktuell besonders vom Krieg im Iran ab, vor allem von seiner Dauer und den Auswirkungen auf den Ölpreis“, hielt Friedrich Mostböck im Podiumsgespräch mit Jürgen Posch, Leiter Corporate Banking der Wiener Neustädter Sparkasse, und Marion Rehberger-Horvath, Leiterin Retail-Kommerz, fest. „Aus aktueller Sicht glauben wir, dass es nach wie vor Sinn macht, in Aktienmärkte zu investieren, auch wenn diese gerade gefallen sind“, so Mostböck.
Prognosen der wirtschaftlichen Entwicklung seien „immer schwierig, aktuell sind sie verheerend schwierig“, räumte Felbermayr ein: „Wir können nicht sagen, ob der Konflikt im Iran noch ein paar Wochen dauern wird oder doch viel länger. Wenn der Krieg schnell wieder vorbei ist, könnten wir mit einem blauen Auge davonkommen.“
Mit Blick auf Österreichs Doppel-Budget 2027/28 betonte Felbermayr, dass mit dem steigenden Konsolidierungsdruck die Zeit für Reformen gekommen sei: „Wir müssen jetzt dahin kommen, dass man in den Bereichen Gesundheit, Föderalismus und Förderungen wirklich vorankommt und strukturelle Verbesserungen angeht. Das wird die Regierung auch sicher mitbedenken. Es braucht aber sicher Unterstützung aus der Öffentlichkeit, damit die Regierung den Mut hat, diese Dinge anzugehen.“
Was rät der WIFO-Direktor Unternehmer:innen in dynamischen Zeiten wie diesen? „In Zeiten massiver Unsicherheit wird Handelsintelligenz belohnt“, sagte Felbermayr: „Das heißt: Chancen nutzen – und Gefahren frühzeitig erkennen. Wer sich beispielsweise genau mit Zöllen beschäftigt und sieht, welche Bereiche im Detail betroffen sind und wo es Spielräume für Verhandlungen gibt, wird dafür belohnt werden.“
„Eines ist klar: Die Lage bleibt dynamisch – und gerade deshalb sind fundierte Einschätzungen besonders wertvoll“, betont Marion Rehberger-Horvath, Leiterin Retail-Kommerz der Wiener Neustädter Sparkasse: „Für uns als regionale Bank bedeutet das: Aufmerksam bleiben, Entwicklungen eng verfolgen und unsere Kund:innen bestmöglich begleiten.“
WNTV-Beitrag
Hier finden Sie die Präsentationsunterlagen
vom Business Frühstück
Univ.-Prof. MMag. Gabriel Felbermayr, PhD
Direktor WIFO & Universitätsprofessor WU Wien
Weltpolitik und Wirtschaft - Perspektiven für Unternehmer:innen
Mag. Friedrich Mostböck, CEFA®, CESGA®
Head of Group Research, Erste Group
Wirtschaft & Finanzmärkte im Spannungsfeld der Geopolitik
Bildergalerie
Ihr Kontakt für alle unternehmerischen Fragen:
Marion Rehberger-Horvath, MA
Leiterin Retail-Kommerz
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Jürgen Posch, MSc
Leiter Corporate Banking, Immobilien & Projektfinanzierungen
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