Innsbruck, 30. September 2025
 

Tirol und Deutschland im wirtschaftlichen Dialog: Tiroler Sparkasse lud zum Business Breakfast

  • Globale Unsicherheiten fordern neue Perspektiven
  • Deutschland bleibt zentraler Wirtschaftspartner Tirols
  • Business Breakfast als Plattform für Orientierung

Das Business Breakfast brachte am 18. September 2025 Vertreter:innen der Tiroler Wirtschaft mit Expert:innen aus Berlin, Wien und Tirol zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland auf Tiroler Unternehmen auswirken und welche strategischen Schlüsse daraus gezogen werden können. Die Veranstaltung bot Raum für Information, Diskussion und Austausch – mit dem Ziel, konkrete Impulse für unternehmerische Entscheidungen zu geben.

Business Breakfast Panel - Tiroler Sparkasse

Von links: CFA® Gerald Walek, Senior Economist Erste Group Research; Carolin Schrettl-Liebetruth MA, kaufmännische Leitung Montavit GmbH (Dermapharm Gruppe); Dr. Michael Scherz, österreichischer Wirtschaftsdelegierte in Berlin (WKO); Mag. Patrick Götz, Vorstandsmitglied Tiroler Sparkasse; Bildnachweis: Thomas Steinlechner

Wie steht es um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Tirol und Deutschland und was bedeutet das für heimische Unternehmen?

Beim Business Breakfast „Deutschland – der Wirtschaftsmotor Europas“ trafen sich Expert:innen und Vertreter:innen der Tiroler Wirtschaft, um aktuelle Entwicklungen zu analysieren, Herausforderungen zu diskutieren und neue Chancen auszuloten. Der Austausch zeigte: Orientierung und Vernetzung sind entscheidend, um den Wandel aktiv zu gestalten. 

Drei Perspektiven, ein Ziel: Orientierung für Tiroler Unternehmen

Den Auftakt gestaltete Dr. Michael Scherz, der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Berlin (WKO), mit einem fundierten Überblick über die wirtschaftspolitischen Entwicklungen in Deutschland. Seine Einschätzungen aus der deutschen Hauptstadt gaben wertvolle Impulse für die strategische Ausrichtung Tiroler Unternehmen.

Gerald Walek, CFA®, Senior Economist bei Erste Group Research, analysierte im Anschluss die makroökonomischen Rahmenbedingungen und betonte, dass globale Entwicklungen den Druck auf Deutschland erhöhen. Das deutsche Wirtschaftswachstum sei seit Jahren unterdurchschnittlich, während Unsicherheiten – etwa durch politische Entwicklungen wie unter Präsident Trump – die Lage zusätzlich erschweren. Besonders betroffen seien Industriebranchen wie Maschinenbau und Automobilproduktion, die einen hohen Anteil am deutschen BIP ausmachen. Die Konkurrenz durch China, steigende Energiepreise und eine zu geringe Produktivität im Verhältnis zum Lohnniveau stellen weitere Herausforderungen dar.

Gleichzeitig zeigte Walek auf, dass Deutschland über ausreichend finanziellen Spielraum für Wachstumsimpulse verfügt. Programme wie „Bereitschaft 2030“ und das Infrastrukturpaket stärken den Ausblick. Trotz multipler Krisen hält sich die Konjunktur stabil, und die Finanzmärkte wirken unterstützend. Europa müsse sich anpassen und die vorhandenen Chancen, etwa durch die weltweit höchste Anzahl an Handelsabkommen, die die EU bietet, nutzen.

Den praxisnahen Abschluss bildete Carolin Schrettl-Liebetruth, kaufmännische Leitung bei Montavit GmbH (Dermapharm Gruppe). Sie schilderte, wie ein international tätiges Tiroler Unternehmen mit den aktuellen Herausforderungen umgeht und welche Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit gesetzt werden.

Die Einblicke aus der Unternehmenspraxis zeigten eindrucksvoll, wie entscheidend es ist, wirtschaftliche Veränderungen nicht nur zu beobachten, sondern aktiv darauf zu reagieren.

Raum für Austausch und Vernetzung

Nach den Impulsvorträgen und einer offenen Q&A-Runde nutzten die Teilnehmer:innen die Gelegenheit zum persönlichen Austausch beim gemeinsamen Frühstück. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung von fundierter Information und direktem Dialog, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.

Die Tiroler Sparkasse bedankt sich bei allen Mitwirkenden und Gästen für das große Interesse und den wertvollen Austausch.

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Über die Tiroler Sparkasse

Seit über 200 Jahren hat es sich die Tiroler Sparkasse zur Aufgabe gemacht, Wohlstand in der Region zu schaffen. Als klassische Universalbank bietet das Bankinstitut eine umfassende Palette an Finanzprodukten an und stellt die persönliche Beratung in den Mittelpunkt. An 32 Standorten sowie rund um die Uhr über George und George Business werden über 155.000 Privat- und Unternehmenskund:innen in allen Fragen des Geldlebens betreut. Mit rund 400 Mitarbeiter:innen gehört die Tiroler Sparkasse zu den größten Arbeitgeber:innen in der Region. 

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