Innsbruck, 12. Februar 2025
Umfrage zum Valentinstag:
Österreichs Paare reden
offen über Geld
- Mehrheit der Österreicher:innen spricht in Beziehungen über Einkommen und Vermögen
- Finanzen im Alltag: Gemeinsame Verantwortung, getrennte Konten
- Sparverhalten zeigt Tendenzen zum Individualismus
Der Valentinstag steht weltweit im Zeichen von Liebe und Romantik. Aber auch die finanzielle Gesundheit sollte in Partnerschaften eine wichtige Rolle spielen. Wie das Geldleben der Österreicher:innen in Beziehungen funktioniert, untersuchte eine Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen. Die Umfrage zeigt, dass ein Großteil der Paare über Geld spricht und klare Grenzen zwischen Liebe und Finanzen zieht.
Eine Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen zeigt, wie das Geldleben der Österreicher:innen in Beziehungen funktioniert.
Foto: Erste Bank und Sparkasse, Abdruck honorarfrei
In Sachen Finanzen sind die österreichischen Pärchen transparent: Eine große Mehrheit der Befragten gibt an (94 %), über die Einkommensverhältnisse der Partner:in ganz genau (55 %) oder ungefähr (39 %) Bescheid zu wissen. Unterschiede zeigen sich in den Altersgruppen: Während 30- bis 49-Jährige in Beziehungen am häufigsten über das Einkommen sprechen (98 %), sind 18- bis 29-Jährige weniger mitteilungsfreudig (87 %). 50- bis 75-Jährige liegen dazwischen (93 %).
Karin Svoboda, Vorständin der Tiroler Sparkasse, sagt dazu: „Liebe hört bei Geld nicht auf. Ganz im Gegenteil: Über die Finanzen zu reden, gehört zu einer gesunden Beziehung dazu und darf kein Tabuthema sein. Denn: Eine gute Partnerschaft oder Ehe allein ist noch keine Vorsorge.“
Die Österreicher:innen vertrauen ihren Herzblättern auch bei der Frage nach Vermögenswerten. Die überwiegende Mehrheit (92 %) gibt an, zumindest ungefähr über das Vermögen der Partner:in informiert zu sein, davon 52 % genau und 40 % ungefähr. Eine mögliche Erklärung sind die Bedürfnisse nach Information und Transparenz in Partnerschaften: 87 % sind froh, den Überblick über alle Finanzangelegenheiten im Haushalt zu haben und 85 % geben an, dass in einem Haushalt alle gemeinsam für die Finanzen zuständig sein sollten.
Wenig Romantik bei Konten und Sparen
Obwohl in Beziehungen transparent über Geld gesprochen wird, bleibt der finanzielle Alltag für viele Österreicher:innen doch auch Privatsache. Acht von zehn geben an, ein persönliches Girokonto zu besitzen, auf das nur sie alleine Zugriff haben. Deshalb überrascht es nicht, dass die Mehrheit der Österreicher:innen (56 %) ausschließlich getrennte Konten bevorzugt. Gemeinsame Konten finden hingegen 21 % gut, 23 % bevorzugen eine Kombination aus eigenen und gemeinsamen Konten. Insbesondere die junge Generation (18 bis 29 Jahre) kann dieser Konstellation etwas abgewinnen (33 %). Geht es um die Wahl der Finanzdienstleister:in, kennt die Liebe der Österreicher:innen sehr wohl Grenzen: Mehr als die Hälfte (58 %) hat das eigene Girokonto nicht bei der gleichen Bank wie die Partner:in.
Unromantisch zeigen sich die Österreicher:innen auch beim Sparen und Anlegen: Knapp die Hälfte (49 %) ist der Meinung, jede:r sollte eigene Spar- und Anlageprodukte besitzen. 21 % wollen nur gemeinsame Produkte, während 29 % eine Mischform aus eigenen und gemeinsamen präferieren. Unter den gemeinsamen Bankprodukten in einer Beziehung sind Versicherungen auf Platz 1 (60 %), gefolgt von Girokonten (44 %), Sparkonten (32 %) und Finanzierungen beziehungsweise Kredite (30 %).
Finanzielle Klarheit bei Trennung im Fokus
Die überwiegende Mehrheit der Österreicher:innen (87 %) ist der Ansicht, es sollte in Beziehungen Vorsorge für eine mögliche Trennung oder Auflösung des gemeinsamen Haushalts getroffen werden. Dieser Wunsch ist bei jenen, die aktuell in keiner Beziehung sind, deutlich stärker ausgeprägt (98 %) als bei jenen in einer Beziehung (81 %). Das ist wenig überraschend, denn fast jede:r Zweite (47 %) hat in einer Beziehung schon einmal einen Konflikt aufgrund von Geld erlebt.
„Ehrliche Gespräche sind der Grundstein jeder Beziehung, auch beim Thema Geld. Ich rate, Geldfragen frühzeitig und konstruktiv zu klären. Das schafft Vertrauen und verhindert später mögliche Konflikte. Auch individuell vorzusorgen ist in jeder Lebenssituation sehr empfehlenswert”, betont Karin Svoboda, Vorständin der Tiroler Sparkasse.
Zur Studie
Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut INTEGRAL mit einer Online-Befragung rund um das Thema Geld in einer Partnerschaft. Im Jänner 2025 beantworteten 500 Personen den Fragebogen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung im Alter von 18 bis 75 Jahren.
Über die Tiroler Sparkasse
Seit über 200 Jahren hat es sich die Tiroler Sparkasse zur Aufgabe gemacht, Wohlstand in der Region zu schaffen. Als klassische Universalbank bietet das Bankinstitut eine umfassende Palette an Finanzprodukten an und stellt die persönliche Beratung in den Mittelpunkt. An 34 Standorten sowie rund um die Uhr über George und George Business werden rund 150.000 Privat- und Unternehmenskund:innen in allen Fragen des Geldlebens betreut. Mit über 420 Mitarbeiter:innen gehört die Tiroler Sparkasse zu den größten Arbeitgeber:innen in der Region.
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