Innsbruck, 22. Jänner 2019
Tiroler wollen 89 Jahre alt werden –
aber gesund und ohne finanzielle Sorgen!
Repräsentative IMAS-Studie zum Pensions- und Gesundheitssystem
- Gesundheit und Pension als die wesentlichsten Themen des Alters
- Für 78 Prozent wird die private Krankenversicherung immer wichtiger
- Nur jeder zweite Tiroler glaubt noch an eigene staatliche Pension
Die Erkenntnis über die voranschreitende demografische Entwicklung, also der Umstand immer älter zu werden bei gleichzeitig rückgängiger Geburtenrate, ist mittlerweile bei 81 Prozent der Menschen in Tirol fest im Bewusstsein verankert. Auf die Frage, wie hoch die eigene Lebenserwartung eingeschätzt wird, geben gut ein Viertel der Befragte (27 Prozent) ein Alter zwischen 80 und 89 Jahren an, weitere 23 Prozent schätzen sogar 90 Jahr und darüber. Fragt man nach dem Wunschalter, so liegt dieses – laut vorliegender IMAS-Studie im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen – im Durchschnitt bei beachtlichen 89 Jahren. „Unsere Aufgabe wird es sein, gemeinsam mit unseren Kunden dafür Sorge zu tragen, dass dieser Wunsch nach einem langen Leben auch die dafür notwendige finanzielle Basis in Form einer ergänzenden privaten Vorsorge erhält“, so Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen und verantwortlich für den Bankenvertrieb Marke s Versicherung. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass gut ein Fünftel (22 Prozent) der Befragten mit dem demografischen Wandel die Sorge um die eigene staatliche Pension verbindet. Denn schließlich werden dadurch in Zukunft immer weniger Berufstätige immer mehr Pensionisten erhalten müssen. Folglich empfinden mehr als die Hälfte der Tirolerinnen und Tiroler (52 Prozent) die demografische Entwicklung sogar als etwas Negatives.

Hans Unterdorfer (Vorstandsvorsitzender Tiroler Sparkasse), Manfred Bartalszky (Vorstand Wiener Städtische, Bankvertrieb Team sVersicherung) und Paul Eiselsberg (Studienleiter IMAS Institut)
Fotonachweis: Thomas Steinlechner, Abdruck honorarfrei.
Gesundheit, soziale Kontakte und Finanzen
Der mit Abstand größte Wunsch der befragten Menschen in Tirol, wenn sie an ihre eigene Pension denken, ist es, keine gesundheitlichen Probleme zu haben (80 Prozent). Gleich danach folgt das Bedürfnis regelmäßig Kontakt zu anderen Menschen zu haben (68 Prozent) und damit die Hoffnung, im Alter nicht zu vereinsamen. An dritter Stellte steht der Wunsch, frei von finanziellen Sorgen zu sein (67 Prozent) und demzufolge eine ausreichend hohe Pension zu beziehen (62 Prozent).
Bedarf nach ergänzender Gesundheitsvorsorge steigt stetig
Sieht man sich nun das Top-Thema Gesundheit etwas genauer an, dann gehen knapp die Hälfte der Befragten in Tirol (46 Prozent) davon aus, dass sie aktuell – aber auch in Zukunft – bei einem Krankheitsfall durch das öffentliche Gesundheitssystem nicht so gut behandelt und versorgt werden, wie sie sich das eigentlich wünschen würden.
Hans Unterdorfer, Vorstandsvorsitzender der Tiroler Sparkasse: „Wir sehen bei uns in der Tiroler Sparkasse seit geraumer Zeit eine deutlich steigende Kundennachfrage nach Produkten der privaten Gesundheitsvorsorge. Auffallend dabei ist das altersunabhängige Interesse für diese Vorsorgeform“.
Eine deutliche Mehrheit der Tirolerinnen und Tiroler (84 Prozent) glaubt auch, dass aufgrund des Ärztemangels die Zeit, die sich der Arzt in Zukunft für seine Patienten nehmen kann, immer knapper werden wird. Hingegen sind 77 Prozent der Überzeugung, dass sich Wahl- und Privatärzte deutlich mehr Zeit für ihre Patienten nehmen. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Tiroler eine private Zusatzversicherung trotz des derzeitigen guten Gesundheitssystems als notwendig erachten. In die Zukunft blickend wird eine private Zusatzversicherung sogar für beinahe acht von zehn Befragten (78 Prozent) immer wichtiger.
Hohe Bedeutung privater finanzieller Vorsorge
Die Bedeutung der finanziellen Vorsorge ist für die Mehrheit der Befragten in Tirol demzufolge weiter hoch (84 Prozent eher wichtig, 42 Prozent sehr wichtig), was sich auch im Trendvergleich der letzten Jahre zeigt. Im Schnitt werden österreichweit 136 Euro im Monat für die private Pensions- und Gesundheitsvorsorge investiert. Unter den Top-Vorsorgethemen in Tirol, also rund um jene Lebensbereiche, für die man jedenfalls gerne bereit ist privat ergänzend vorzusorgen, stehen zwei Themen ganz klar im Fokus: Die Gesundheit (69 Prozent) und die eigene Pension (67 Prozent). Überraschend: Erst an dritter Stelle, und damit bereits etwas abgeschlagen, kommt die Familie (60 Prozent).
Staatliche Pension alleine wird nicht ausreichen
Apropos Pension: Wenn Menschen in Tirol an die staatliche Pension denken, glauben lediglich die Hälfte (51 Prozent) daran, dass es diese in der heutigen Form bis zu ihrem eigenen Pensionsantritt noch geben wird.
„Die Menschen sind daher der Überzeugung, dass sie hinkünftig tendenziell mehr private ergänzende Vorsorge für den Lebensabend treffen werden müssen, was durchaus realistisch scheint“, so Bartalszky.
Eine überwiegend pessimistische Einschätzung wird in punkto gleichbleibendem Lebensstandard – alleine durch die staatlichen Pension – abgegeben: Knapp Sieben von zehn Befragte in Tirol (67 Prozent) glauben nicht, dass das funktionieren wird. Weiters schätzen österreichweit neun von zehn Menschen, auf die Frage wie es ihrer Einschätzung nach überhaupt mit der staatlichen Pension weiter gehen wird, dass sie in Zukunft mehr private Vorsorge für ihren Lebensabend werden treffen müssen (93 Prozent), sich das Pensionsantrittsalter deutlich erhöhen wird (90 Prozent), die staatliche Pension weiter gekürzt (85 Prozent) und die Pensionsbeitragszahlungen (69 Prozent) während des Berufslebens angehoben werden wird.
Kein Risiko bei der Veranlagung und Kapitalgarantie
Höchste Priorität bei der Veranlagung von Geld für Vorsorgezwecke hat bei gut jedem zweiten Befragten in Tirol (52 Prozent) das Thema Sicherheit. Kapitalgarantie (46 Prozent) sowie Flexibilität in der Ein- und Auszahlungsphase und die Transparenz/Verständlichkeit der Produktangebote (44 Prozent) folgen gleich danach. Gute Beratung seitens des Anbieters (33 Prozent) ist für viele Menschen in Tirol ebenfalls von besonderer Bedeutung. Möglichst hohe Zinsen bzw. Renditen sind hingegen lediglich für 29 Prozent wichtig.
„Wir erfüllen neben größter Verlässlichkeit (83 Prozent) und Flexibilität (je 80 Prozent) vor allem den Kundenwunsch nach umfassender Aufklärung bzw. Information rund um die private Gesundheits- und Pensionsvorsorge (79 Prozent) als zentrales Anliegen“, zitiert Unterdorfer aus der Studie erfreut.
Zur Studie: s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut IMAS mit einer Online-Befragung zum Thema „Lebensqualität & Lebensstandard – Heute für morgen“. Im Jahr Ende 2018 beantworteten 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren Fragen zu finanziellen Vorsorgethemen und -produkten sowie zum Thema demografische Entwicklung und deren Auswirkungen auf das Vorsorgeverhalten. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16.