Strabag-Headquarter

© Strabag / Andreas Buchberger

Aktien-News KW 22 | 26.05.2026

Erste Group hebt Empfehlung für Strabag auf Kaufen

Nach der Vorlage des Trading Statements für das erste Quartal hob Erste Group Research in einer neuen Unternehmensanalyse das Kursziel für die Strabag-Aktie leicht auf 109,50 Euro je Aktie an (zuvor: 108,90 Euro). Gleichzeitig stuften die Erste-Group-Analyst:innen nach den jüngsten Kursgewinnmitnahmen ihre Empfehlung auf Kaufen hoch (von Akkumulieren). Die Strabag meldete einen soliden Start in das Geschäftsjahr 2026 mit einem Leistungsplus von 4 % auf 3,90 Milliarden Euro, welches durch ungünstige Winterbedingungen, insbesondere in Österreich und Polen, eingeschränkt wurde. Der Auftragsbestand konnte gegenüber dem Jahresende um 5 % auf 33,06 Milliarden Euro ausgebaut werden. Der Finanzausblick 2026 bleibt unverändert mit einer Leistung von 22 Milliarden Euro (+ 8 % J/J) sowie einer EBIT-Marge von 5,0 % bis 5,5 %. Dies impliziert eine deutliche Beschleunigung der Aktivität in den kommenden Quartalen, unterstützt durch Aufholeffekte und eine sich verbessernde Bautätigkeit.

Günstigste Bauaktie in Europa

Für die weitere Entwicklung der Strabag-Aktie gibt Erste Group Research aktuell folgenden Ausblick: „Besonders der hohe Auftragsstand zu Ende des ersten Quartals überraschte positiv, was sich auch in unseren leicht angehobenen Schätzungen widerspiegelt, während wir unsere unsere Rentabilitätsannahmen (EBIT-Marge) weitgehend unverändert lassen. Im Peer Group Vergleich ist die Strabag nach wie vor die günstigste Bauaktie in Europa und wird trotz solider Fundamentaldaten und eines Rekordauftragsbestands mit einem starken Abschlag auf die EV-basierten Multiplikatoren gehandelt. Als Haupthindernis für eine weitere Neubewertung der Aktie sehen wir die 24,1-prozentige Beteiligung von Rasperia, einem sanktionierten russischen Kernaktionär, die das wahrgenommene Risiko erhöht und die Bewertungsmultiplikatoren nach oben begrenzt.“

mhu / Zusammenfassung vom 22.05.2026 / Quelle: Erste Group Research