
Flughafen Wien AG / Roman Boensch
Aktien-News KW 05 | 27.01.2026
Flughafen Wien erzielte 2025 Passagierrekorde
Der Flughafen Wien veröffentlichte seine Verkehrsergebnisse 2025 sowie seinen Ausblick samt Finanzzielen für 2026. 2025 wurden sowohl auf Gruppenebene (43,4 Millionen Passagiere bzw. + 4,9 % J/J) als auch auf Ebene des Standorts Wien (32,6 Millionen bzw. + 2,6 % J/J) neue Rekordwerte erreicht. 2026 erwartet der Vorstand einen leichten Passagierrückgang auf 41,5 Millionen Fluggäste in der Gruppe und auf rund 30 Millionen am Standort Wien. Angebotserweiterungen von Austrian Airlines und anderen Fluglinien können dabei die geplanten Kapazitätskürzungen von Ryanair bzw. die Schließung der Basis in Wien durch Wizz Air (Mitte März 2026) nicht vollständig kompensieren. Der Flughafen Wien strebt 2026 trotz des leichten Passagierminus und Tarifsenkung (- 4,6 % J/J) am Standort Wien ein zu 2025 stabiles Nettoergebnis vor Minderheiten an. In Summe wird 2026 ein Umsatz von rund 1,050 Milliarden Euro, ein EBITDA von rund 415 Millionen Euro, ein Nettoergebnis vor Minderheiten von rund 210 Millionen Euro und ein Nettoergebnis nach Minderheiten von rund 185 Millionen Euro erwartet. Die Investitionen sollen sich auf rund 330 Millionen Euro belaufen (davon 260 Millionen Euro am Standort Wien, finanziert aus Eigenmitteln). Neben dem Großvorhaben der Terminal 3-Süderweiterung startet 2026 der Bau des Office Park 4 NEXT mit 17.000 m² Bürofläche. Der Flughafen Wien veröffentlicht am 2. März 2026 seine vorläufigen Ergebnisse 2025. Erste Group Research fasst zusammen: „Obwohl der Flughafen Wien dem erwarteten Passagierrückgang mit Kosteneinsparungen gegensteuert, werden die Ergebnisse 2026 auf EBITDA Ebene (EBITDA-Guidance 2026: 415 Millionen Euro gegenüber Guidance von 440 Millionen Euro für 2025) nicht ganz gehalten werden können. Nach wie vor sehen wir 2026 daher als Jahr mit etlichen Herausforderungen für den Flughafen Wien. Wir bleiben weiter bei unserer Halten-Einschätzung der Flughafen-Wien-Aktie.“
mhu / Zusammenfassung vom 23.01.2026 / Quelle: Erste Group Research