EVN - Außenansicht eines Wasserkraftwerks

© EVN / Daniela Matejschek

Aktien-News KW 52 | 22.12.2025

EVN: solide Ergebnisse und höhere Dividende

Die EVN veröffentlichte ihre Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024/25, die über den Erwartungen von Erste Group Research lagen. In Summe lag der Umsatz mit 2,36 Milliarden Euro um 3,0 % über dem Vorjahreswert. Das EBITDA stieg auf Jahressicht um 19,2 % auf 909,1 Millionen Euro, stark gestützt von einem besseren Ergebnis der AT-Equity-Unternehmen (EVN KG, RAG). Das Konzernergebnis lag mit 436,7 Millionen Euro um - 7,4 % unter dem Vorjahr wobei der Rückgang auf die niedrigere Verbund-Dividende (2,80 Euro pro Aktie für 2024 gegenüber 4,15 Euro pro Aktie für 2023) zurückzuführen war sowie auf Entkonsolidierungseffekte und höhere Steuern. Die Bilanz bildet mit einer Nettoverschuldung von 1,2 Milliarden Euro und einer EK-Quote von 60 % weiter eine solide Basis für das Investitionsprogramm mit jährlich einer Milliarde Euro bis 2030. Für 2025/26 erwartet der Vorstand ein Konzernergebnis in der Bandbreite von 430 bis 480 Millionen Euro. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie vor. Ab dem Geschäftsjahr 2025/26 soll die Dividende mindestens 0,90 Euro je Aktie betragen (zuvor: mindestens 0,82 Euro je Aktie) und bis zum Geschäftsjahr 2029/30 auf mindestens 1,10 Euro je Aktie so erhöht werden, sodass eine Ausschüttungsquote von rund 40 % erreicht wird. In einem Update zur Strategie 2030 strebt die EVN ein EBITDA von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro an, was einem CAGR von rund 8 % entspricht. Der ROCE soll bei durchschnittlich 6 % liegen und die Nettoverschuldung im Zuge des Investitionsprogramms um rund 200 Millionen Euro pro Jahr steigen.

Erste Group: „Bewertung bleibt weiter günstig“

Erste Group Research gibt für die weitere Entwicklung der EVN-Aktie folgenden Ausblick: „Wir stufen die vorgelegten Ergebnisse 2024/25 sowie den Ausblick für 2025/26 als stark ein. Die Bewertung der EVN-Aktie bleibt weiter günstig. Die Peer Group notiert mit KGVs von rund 15x, während die EVN-Aktie bei unter 10x notiert. Betrachtet man nur das operative Geschäft (ohne Verbund-Dividende) läge die Bewertung bei einem KGV von knapp über 6x. Nur bei der Dividendenrendite hinkt die EVN noch hinterher mit 3,2 % für 2024/25. Mit der mittelfristig angestrebten Ausschüttungsquote von 40 % erwarten wir jedoch hier eine starke Annäherung.“

mhu / Zusammenfassung vom 19.12.2025 / Quelle: Erste Group Research