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Aktien-News KW 44 | 28.10.2025
US-Zölle belasten Palfinger-Ergebnis
Der Salzburger Kranhersteller Palfinger verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2025 einen Umsatz von 1,684 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Konzernergebnis sank um 20,3 Prozent auf 72,4 Millionen Euro. Belastend wirkten sich insbesondere die im Sommer eingeführten US-Zölle aus, die die Nachfrage und Profitabilität in Nordamerika deutlich beeinträchtigten. In Europa blieb der Auftragseingang stabil, während Lateinamerika und Asien-Pazifik positive Impulse lieferten. Indien entwickelte sich dabei zunehmend zum Wachstumstreiber.
Der Free Cashflow stieg auf 54 Millionen Euro und liegt damit im Rahmen der Zielsetzung von über 100 Millionen Euro für das Gesamtjahr. Die Eigenkapitalquote wurde auf über 41 Prozent erhöht, das Eigenkapital stieg um 138 Millionen Euro. Durch die Platzierung eigener Aktien zu 35,40 Euro je Stück wurde ein Emissionserlös von über 100 Millionen Euro erzielt. Der Streubesitz erhöhte sich auf 43,5 Prozent. Die Mittel fließen in strategische Wachstumsprojekte und stärken die Kapitalmarktpräsenz.
Strategie bis 2030 und Ausblick
Im Oktober präsentierte Palfinger die neue Unternehmensstrategie „Reach Higher“, die auf profitables Wachstum und den Ausbau der Marktposition in Nordamerika und Asien-Pazifik abzielt. Bis 2030 sollen über 3 Milliarden Euro Umsatz, eine EBIT-Marge von 12 Prozent und ein ROCE von 15 Prozent erreicht werden. Der Fokus liegt auf dem Ausbau des margenstarken Servicegeschäfts sowie der Optimierung von Produktions- und Servicenetzwerken.
Für das Gesamtjahr 2025 erwartet Palfinger, dass die Outputsteigerung in Europa den Ergebnisrückgang der ersten neun Monate weitgehend kompensieren kann. Trotz der Belastungen durch die US-Zölle rechnet das Unternehmen mit einem stabilen Jahresabschluss.
mhu / Zusammenfassung vom 27.10.2025 / Quelle: Palfinger