© OMV Aktiengesellschaft / Kurt Prinz

Aktien-News KW 6 | 06.02.2024

OMV im 4. Quartal über den Erwartungen

Die OMV veröffentlichte ihre vorläufigen Zahlen zum 4. Quartal 2023, welche über den Markterwartungen lagen. In Summe verzeichnete das um Lagerhaltungsgewinne und -verluste (CCS) bereinigte operative Ergebnis vor Sondereffekten 2023 jedoch einen signifikanten Rückgang im Vergleich zum außerordentlich starken Vorjahreswert (- 46 %) auf 6,02 Milliarden Euro. Ausschlaggebend für den deutlichen Ergebnisrückgang war das ungünstigere Marktumfeld (gesunkene Öl- und Gaspreise), das zu niedrigeren Gewinnbeiträgen vor allem im Segment Energy führte. Im Bereich Chemicals & Materials war die Abschwächung auf niedrigere Referenzmargen, einen geringeren Beitrag der Borealis sowie den Verkauf von Agrofert Anfang Juli zurückzuführen. Der Bereich Fuel & Feedstock verbuchte den geringsten Rückgang welcher vor allem geringeren Raffinerie-Referenzmargen geschuldet war. Insgesamt sank der bereinigte Periodenüberschuss auf 2,59 Milliarden Euro (2022: EUR 4,39 Milliarden Euro). Das bereinigte Ergebnis je Aktie verringerte sich somit auf 7,93 Euro (2022: 13,44 Euro). Der Vorstand schlägt eine zu 2022 stabile Gesamtdividende von 5,05 Euro je Aktie vor (reguläre Dividende von 2,95 Euro und eine Sonderdividende von 2,10 Euro). Weiters gab die OMV den Verkauf ihres 50-Prozent-Anteils an der malaysischen Sapura bekannt, der knapp über 900 Millionen US-Dollar bringen wird. Erste Group Research fasst zusammen: „2024 erwartet das Management einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von rund 80 US-Dollar pro Fass (2023: 83 US-Dollar), die Prognose für den durchschnittlich realisierten Gaspreis liegt bei rund 25 Euro je MWh (2023: 29 Euro). Die Erwartungen für die Referenzmargen im Chemiesektor zeigen noch keine Erholung an, auch im Segment Fuels & Feedstock werden noch keine festeren Referenzmargen erwartet. In Summe bewerten wir die Q4-Zahlen als positiv, und auch die zu 2022 stabile Dividende liegt deutlich über unseren Erwartungen.“

mhu / Zusammenfassung vom 02.02.2024 / Quelle: Erste Group Research