Graz, 21. Juli 2026
KMU in der Steiermark: Optimismus kehrt zurück, Standortbedingungen bleiben große Herausforderung
- 60 % der steirischen KMU blicken optimistisch auf die nächsten Jahre
- Bürokratie, Kostensteigerungen und Fachkräftemangel bremsen Unternehmen
- Digitalisierung, KI und Innovation gelten als wichtigste Zukunftschancen
Die steirischen KMU zeigen sich trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen wieder etwas zuversichtlicher. Laut der aktuellen KMU-Studie 2026 von Erste Bank und Sparkassen sehen 60 % der Unternehmen ihrer eigenen Entwicklung in den kommenden zwei bis drei Jahren optimistisch entgegen. Gleichzeitig belasten steigende Kosten, regulatorische Anforderungen und wirtschaftliche Unsicherheiten die Betriebe weiterhin erheblich.
„Die steirischen Unternehmen agieren trotz eines herausfordernden Umfelds mit bemerkenswerter Widerstandskraft und Zukunftsorientierung. Es zeigt sich, dass gerade Unternehmen in den Bereichen Energiewende, Sicherheitstechnologie und spezialisierten Nischenmärkten Chancen nutzen und wachsen. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, müssen jedoch hohe Energie- und Personalkosten, überbordende Bürokratie sowie der Digitalisierungsdruck, insbesondere bei kleineren Betrieben, wirksam adressiert werden. Es braucht Rahmenbedingungen, die Investitionen fördern, Innovation ermöglichen und den Betrieben wieder mehr Handlungsspielraum geben. In der Steiermärkischen Sparkasse begleiten wir unsere Kund:innen gerade in diesem Umfeld aktiv und unterstützen mit unserem Financial Health Dialog Unternehmen gezielt dabei, Handlungsfelder zu identifizieren, Chancen zu nutzen und ihre Zukunft erfolgreich zu gestalten”, sagt Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse.
Optimismus steigt, Marktumfeld bleibt herausfordernd
60 % der steirischen KMU blicken „sehr“ oder „eher optimistisch“ auf die Entwicklung ihres eigenen Unternehmens in den nächsten zwei bis drei Jahren. Dennoch berichten 48 % der befragten Betriebe, dass ihr Marktumfeld heute schwieriger ist als noch vor wenigen Jahren. Als Hauptgründe werden steigende Kosten, zunehmender Wettbewerbsdruck sowie eine schwächere Nachfrage genannt. „Die steirischen Unternehmen agieren trotz eines herausfordernden Umfelds mit bemerkenswerter Widerstandskraft und Zukunftsorientierung. Es zeigt sich, dass gerade Unternehmen in den Bereichen Energiewende, Sicherheitstechnologie und spezialisierten Nischenmärkten Chancen nutzen und wachsen. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, müssen jedoch hohe Energie- und Personalkosten, überbordende Bürokratie sowie der Digitalisierungsdruck, insbesondere bei kleineren Betrieben, wirksam adressiert werden. Es braucht Rahmenbedingungen, die Investitionen fördern, Innovation ermöglichen und den Betrieben wieder mehr Handlungsspielraum geben. In der Steiermärkischen Sparkasse begleiten wir unsere Kund:innen gerade in diesem Umfeld aktiv und unterstützen mit unserem Financial Health Dialog Unternehmen gezielt dabei, Handlungsfelder zu identifizieren, Chancen zu nutzen und ihre Zukunft erfolgreich zu gestalten”, sagt Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse.
Auch die Erwartungen an den Wirtschaftsstandort bleiben kritisch: 57 % der Unternehmen bewerten die Rahmenbedingungen in Österreich schlechter als in anderen EU-Ländern. Gleichzeitig halten 74 % die bestehenden Regulierungen und Vorschriften für zu umfangreich. „Die Ergebnisse bestätigen, dass Unternehmen weiterhin bereit sind zu investieren – vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind verlässlich. Als Finanzierungspartnerin begleiten wir unsere Kund:innen bei diesen Transformations- und Wachstumsprozessen“, sagt Mario Korditsch, Leitung Corporate Banking Steiermärkische Sparkasse.
Investitionen und KI als Zukunftstreiber
Trotz der Herausforderungen wollen 55 % der steirischen KMU in den kommenden zwei bis drei Jahren investieren. Als wichtigste Zukunftschancen nennen die Unternehmen Digitalisierung und Automatisierung (63 %), Forschung und technologische Weiterentwicklung (62 %) sowie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz (57 %). Die Künstliche Intelligenz gewinnt im Unternehmensalltag zunehmend an Bedeutung. Bereits 58 % der Betriebe setzen KI im Marketing ein, rund ein Drittel nutzt sie für Administration, interne Prozesse oder die Kommunikation mit Kund:innen und Geschäftspartner:innen. „Die hohe Investitionsbereitschaft zeigt, dass viele Unternehmen aktiv an ihrer Zukunft arbeiten. Besonders die Digitalisierung und der gezielte Einsatz von KI eröffnen neue Möglichkeiten, Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz nachhaltig zu stärken“, sagt Andreas Leskosek, Leitung Firmenkunden Steiermärkische Sparkasse.
V.l.: Mario Korditsch, Leitung Corporate Banking Steiermärkische Sparkasse, Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Andreas Leskosek, Leitung Firmenkunden Steiermärkische Sparkasse
V.l.: Mario Korditsch, Leitung Corporate Banking Steiermärkische Sparkasse, Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Andreas Leskosek, Leitung Firmenkunden Steiermärkische Sparkasse