Graz, 9. September 2025
Steiermärkische Sparkasse verzeichnet ein erfreuliches Halbjahresergebnis 2025
- Periodenergebnis nach Steuern von 227,5 Millionen Euro
- Deutliche Zuwächse im Provisionsüberschuss insbesondere im Wertpapiergeschäft (+10,8 %)
- Deutlich gestiegene Nachfrage nach Wohnraumfinanzierungen
- Erfreuliche Ergebnisbeiträge der Tochterbanken
- Stabile Risikosituation
Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt nach zwei Jahren der Rezession und aufgrund des für 2025 prognostizierten, schwachen Wirtschaftswachstums weiter angespannt. Die Prognose ist zwar etwas besser als der Status quo, sorgt aber dennoch nicht für einen sorgenfreien Blick in die Zukunft. Die Inflation in Österreich liegt per Juli bei 3,6 % (Kerninflation 3,3 %), was deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt – im Euroraum wurde dagegen mit Juli exakt dieser Zielwert von 2,0 % erreicht. Unter diesen Rahmenbedingungen setzt der Steiermärkische Sparkasse-Konzern seine gute Performance auch im ersten Halbjahr 2025 fort und erzielt ein erfreuliches Ergebnis.
„Unsere guten Ergebnisse sind eine Bestätigung für unsere Strategie. Aus heutiger Sicht erwarte ich mir für das Jahr 2025 ein gutes Jahresergebnis und sehe dem weiteren Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2025 zuversichtlich entgegen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt weiterhin auf dem Wertpapiergeschäft und hier insbesondere im Private Banking. Im Bereich der Unternehmensfinanzierungen fokussieren wir uns besonders auf die aktive Unterstützung von Transformationsprozessen und Investitionen hin zu mehr Nachhaltigkeit und der bestmöglichen Begleitung unserer Kund:innen auf diesem Weg. Ziel ist es, mit unserer langjährigen Expertise und unserer starken Kapitalposition unsere Kund:innen bestmöglich durch diese herausfordernde Zeit zu begleiten und ihnen weiterhin als verlässliche Finanzpartnerin in der Steiermark und über die Landesgrenzen hinweg zur Seite zu stehen”, sagt Georg Bucher, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse.
Erfolgs- und Geschäftsentwicklung
Das Periodenergebnis nach Steuern des Steiermärkische Sparkasse-Konzerns betrug im 1. Halbjahr 2025 227,5 Millionen Euro. Dieses liegt vor allem aufgrund des niedrigeren Zinsergebnisses um 6,8 % unter dem Wert des 1. Halbjahres 2024 (244,2 Millionen Euro). Die größten Einflussfaktoren auf das Ergebnis waren der leicht gesunkene Zinsüberschuss, die Steigerung des Provisionsergebnisses, die stabile Risikosituation sowie ein erfreulicher Ergebnisbeitrag aller Tochterbanken in Südosteuropa.
Die Bilanzsumme im Konzern ist im Vergleich zum 31. Dezember 2024 um rund 3,4 % bzw. 0,8 Milliarden Euro auf 23,3 Milliarden Euro gestiegen.
Die Betriebserträge sanken vor allem bedingt durch das niedrigere Zinsergebnis um 2,4 % von 470,3 Millionen Euro auf 458,9 Millionen Euro.
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 6,3 Millionen Euro auf 105,1 Millionen Euro (98,8 Millionen Euro). Das positive Momentum im Wertpapierkundengeschäft hielt trotz turbulenter Finanz- und Aktienmärkte an. Die Fortsetzung des Wachstumspfades mit markanten Zuwächsen im Umsatzvolumen, bei Kundendepots und betreutem Depotvolumen prägten das erste Halbjahr. Auch bei den Zahlungsverkehrsdienstleistungen konnten mit einem Plus von 3,9 Millionen Euro (+ 7,7 %) erfreuliche Zuwächse erzielt werden.
Die Risikovorsorgen im Konzern erhöhten sich im ersten Halbjahr 2025 um insgesamt 15,7 Millionen Euro. Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes stellt dies einen moderaten Wert dar. Die Risikovorsorge-Zuführungen wurden einerseits durch Kundenausfälle beeinflusst, die jedoch deutlich niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren, während andererseits Anpassungen auf Grund von veränderten Konjunkturaussichten zu zusätzliche Risikovorsorgen geführt haben. Ein aktives Portfoliomanagement und konsequente Workout-Aktivitäten tragen wesentlich zur stabilen Entwicklung in diesem schwierigen Umfeld bei.
Die Kundenkredite bleiben im Vergleich zum Vorjahr mit 15,5 Milliarden Euro nahezu unverändert. Im 1. Halbjahr 2025 wurden rund 275 Millionen Euro an Privatkrediten vergeben. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem 1. Halbjahr 2024 von + 33 %. Blieben die privaten Konsumfinanzierungen im 1. Halbjahr noch annähernd auf dem Niveau von 2024, konnten die Wohnbaufinanzierungen doch deutlich zulegen.
Bei Firmenkrediten liegt die Neuvergabe von Investitionskrediten per 30. Juni bei 529 Millionen Euro, während das Kreditwachstum bei Unternehmen mit - 0,1 % unter den Erwartungen bleibt. Grund dafür ist, die weiterhin spürbare Investitionszurückhaltung der Unternehmen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Im Immobilienbereich sind erste Erholungstendenzen erkennbar – insbesondere im gewerblichen Segment. Immobilienprojektentwickler:innen gelingt es zunehmend, ihre Wohnungen wieder erfolgreich am Markt zu platzieren.
Dies führt derzeit zu verstärkten Rückführungen bestehender Projektfinanzierungen, die durch das Neugeschäft jedoch nicht vollständig kompensiert werden können.
Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kund:innen gestiegen und betrugen insgesamt 17 Milliarden Euro. Darin enthalten sind Spareinlagen mit 9,6 Milliarden Euro.
Das Eigenkapital stieg um 7,0 % und liegt mit 3,6 Milliarden Euro deutlich über allen regulatorischen Anforderungen. Auch sämtliche Liquidätskennzahlen werden durch die Steiermärkische Sparkasse übererfüllt.
Auf einen Blick
in Mio. EUR
Ausblick
Ökonomen erwarten für die Kernmärkte des Steiermärkische Sparkasse-Konzerns ein moderat verbessertes reales BIP-Wachstum. Der Inflationsdruck sollte 2025 weiter nachlassen. Die anhaltend robusten Arbeitsmärkte sollten die wirtschaftliche Entwicklung in allen Märkten der Steiermärkischen Sparkasse unterstützen. Der Steiermärkische Sparkasse-Konzern verfügt über eine sehr gute wirtschaftliche Ausgangsposition und ein Kreditportfolio mit guter Qualität, um die zukünftigen Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen und seine Kund:innen bei zukünftigen Herausforderungen optimal zu unterstützen. Dem Ausbau der Marktposition des Steiermärkische Sparkasse-Konzerns als Universalbank in der Region, sowohl in der Steiermark als auch in Südosteuropa, wird daher weiterhin höchste Priorität eingeräumt. Die auf Kundenakquisition abzielenden Aktivitäten im gesamten Konzern werden auch im restlichen Geschäftsjahr 2025 mit unveränderter Intensität verfolgt werden, um die erfreuliche Entwicklung im Bereich der Neukundengewinnung weiter fortzusetzen.
V.l.: Sigmund Loibner, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Walburga Seidl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Georg Bucher, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse, Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse