Graz, 16.02.2022
Studie: Vorsorgeboom durch Corona-Krise
• Österreicher:innen sorgen so viel vor wie noch nie – 226 Euro pro Monat
• 89 Prozent der Steirer:innen sagen: Finanzielle Vorsorge für mich wichtig
• 57 Prozent klar für nachhaltige Veranlagung
• Jeder Zweite befürchtet Verschlechterung der Wirtschaft und Lebensqualität
Die Corona Pandemie hat Österreich auch nach zwei Jahren noch fest im Griff und neben gesundheitlichen Folgen auch Auswirkungen auf die finanzielle Situation vieler Menschen. Dennoch wollen viele mehr fürs Alter vorsorgen. Das ergab eine Umfrage von IMAS International, im Auftrag von Erste Bank, Sparkassen und Wiener Städtische.
Befragt man die Steirer:innen wie ihre generellen Erwartungen für die kommenden zwölf Monate aussehen, zeigen sich 42 Prozent skeptisch, ein knappes Drittel zuversichtlich und 23 Prozent besorgt. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklungen und einer möglichen Veränderung der persönlichen Lebensqualität erwarten 48 Prozent eine Verschlechterung, 35 Prozent ein Gleichbleiben und lediglich 16 Prozent eine Verbesserung. „Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass die Bedeutung der privaten finanziellen Vorsorge mit 89 Prozent ein All-time-high erreicht hat und mit durchschnittlich 226 Euro pro Monat für Pensions- und Gesundheitsvorsorge österreichweit noch nie höher war. Persönlich glaube ich, dass hier die Pandemie – neben all den negativen Aspekten – einen positiven Einfluss auf das Vorsorgebewusstsein vieler Menschen hat. Jetzt kommt es darauf an, Taten folgen zu lassen“, sagt Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen und verantwortlich für den Bankenvertrieb Marke s Versicherung.
Corona zeigt Einfluss auf Vorsorgeverhalten
Der durchschnittliche Betrag für private Pensions- und Gesundheitsvorsorge ist auf 226 Euro gestiegen (2020: 161 Euro). 26 Prozent der Befragten in der Steiermark geben zudem an, dass sich ihre Vorsorgestrategie durch Corona verändert hat: Der Großteil von ihnen (79 %) möchte in Zukunft noch mehr für die Vorsorge ausgeben. „Auf die Frage nach den Top-Vorsorgethemen der Steirer:innen, also jenen Lebensbereichen, für die man jedenfalls gerne bereit ist, privat ergänzend vorzusorgen, fällt das Ergebnis eindeutig aus: Auf Platz 1 mit 73 Prozent wird dabei die finanzielle Reserve für Notfälle genannt. Unmittelbar dahinter mit 72 Prozent folgt die Gesundheit und danach mit 65 Prozent die Familie“, so Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse, zum Status quo im Land.
Ansparprozess soll für 51 Prozent so früh wie möglich beginnen
Ein zentraler Aspekt jeder finanziellen Vorsorgemaßnahme ist der Zeitpunkt, zu dem man mit dem Ansparprozess beginnt. „Fragt man die Steirerinnen und Steirer, wann sie sich zum ersten Mal mit dem Thema auseinandergesetzt haben, nennen zwei Drittel das Lebensalter zwischen 16 und 35 Jahren. Im Rückspiegel betrachtet sagen sogar 79 Prozent, dass dies das richtige Lebensalter ist, sich über Vorsorge zu informieren und dann aber auch tatsächlich ein Produkt abzuschließen“, meint Bartalszky. Der Anstoß, sich mit der Vorsorgethematik auseinanderzusetzen, sollte nach Meinung von 63 Prozent der Befragten in der Steiermark aus der eigenen Familie, für knapp jeden Zweiten von der Schule, der Ausbildungsstätte bzw. der Universität und für 35 Prozent von Seiten der Bank bzw. der Versicherung kommen. Spontan befragt, was sie unter finanzieller Vorsorge verstehen, sagen 95 Prozent der Menschen im Bundesland, es ist ihnen wichtig, ausreichend finanzielle Mittel zu haben bzw. 94 Prozent den finanziellen Polster, 92 Prozent nennen hier die Sicherheit für Notfälle und 86 Prozent sehen die finanzielle Absicherung im Alter als zentrales Motiv für private Vorsorge.
Anlage-Klassiker weiterhin gefragt
In der vorliegenden Umfrage wurden die Steirer:innen auch gefragt, welche Produkte sie im Rahmen ihrer privaten Vorsorge bevorzugen. Dabei zeigt sich, dass die wichtigsten Kriterien in der Veranlagung – neben einer möglichst hohen Flexibilität der Produkte – zwar immer noch die Sicherheit beziehungsweise ein geringes Risiko sind, aber mittlerweile auch das Thema Rendite und Zinsen wieder stärker in den Fokus rücken. „Und das ist auch gut so, denn ohne die Beimischung von Wertpapieren und Fonds sind heute – Stichwort Niedrigzins bei steigender Inflation – keine Erträge mehr zu erzielen“, so Fabisch. Die große Konstanz der Klassiker ist jedoch immer noch unübersehbar, auch wenn einige etwas an Attraktivität eingebüßt haben: Die Top 3 Vorsorgeprodukte der Steirer:innen sind das Sparbuch (59%) , gefolgt von der Lebensversicherung (41%) und dem Bausparvertrag (38%). Danach punkten aber bereits Fondssparpläne (35%), Wertpapiere (25%) sowie Immobilien (22%) und Gold/Edelmetalle mit 11 Prozent.
Bemerkenswert: Auch das Thema der nachhaltigen Veranlagung gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. So gibt bereits mehr als jeder zweite Befragte in der Steiermark (57%) an, dass Nachhaltigkeit bei der persönlichen Vorsorge bzw. Veranlagung wichtig ist. Auf die Frage, ob nachhaltige Finanzprodukte in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden, gehen gar 68 Prozent der Befragten ganz klar davon aus – lediglich 3 Prozent glauben das nicht.
Zur Studie: s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut IMAS mit einer Online-Befragung rund um das Thema der privaten Altersvorsorge. Ende 2021 beantworteten 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren Fragen zum Einfluss der Corona Krise auf das Spar- und Vorsorgeverhalten der ÖsterreicherInnen sowie deren Zukunftserwartungen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung im Alter von 16 bis 65 Jahren.
Rückfragen an:
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WIENER STÄDTISCHE Versicherung – Pressekontakt | Team s Versicherung
Thomas Steiner, Tel. +43 (0)5 0350 DW 22101, E-Mail: thomas.steiner@wienerstaedtische.at
Schottenring 30, 1010 Wien

Fotocredit: Luef light
V. l.: Manfred Bartalszky, Vorstand Wiener Städtische Versicherung, Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse
V. l.: Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse, Manfred Bartalszky, Vorstand Wiener Städtische Versicherung,