
Für eine Welt ohne
Gewalt an Frauen
Jede dritte Frau ist von Gewalt betroffen
In Europa bleibt einer von drei Frauen noch immer ein grundlegendes Menschenrecht verwehrt: ein Leben frei von Gewalt. Gewalt kann viele Formen haben. Dazu gehören psychische, sexuelle oder körperliche Gewalt bis hin zu Mord.
Bei der Zahl der Femizide, also Morde an Frauen, weil sie Frauen sind, ist Österreich unter den traurigen Spitzenreitern in der EU.
Frauenhass im Netz ist Alltag
Frauen erleben Gewalt in nahezu allen Bereichen des Lebens. Immer öfter passiert das auch im Internet.
Die scheinbare Anonymität des Internets und vermeintliche Straffreiheit enthemmt Täter:innen. Sie nutzen das Internet und digitale Werkzeuge, um Frauen zu belästigen, zu beleidigen und zu bedrohen.
Digitale Gewalt gegen Frauen in Zahlen
Digitale Gewalt
38 %
Frauen weltweit
Quelle: The Economist
Intelligence Unit (EIU)- Studie 2020
Online-Belästigung
58 %
Mädchen und junge Frauen weltweit
Quelle:
Umfrage Plan International 2020
Online-Gewalt
73 %
Journalistinnen weltweit
Quelle:
UNESCO-Bericht 2020
5 Tipps gegen Hass im Netz
- Melden Sie Hasskommentare: Nutzen Sie die Meldefunktion der Plattformen, um Hasskommentare zu melden. Viele soziale Netzwerke haben klare Richtlinien gegen Hassrede und reagieren auf Meldungen, indem sie die entsprechenden Inhalte entfernen oder die Nutzer:innen sperren.
- Ergreifen Sie rechtliche Schritte: Wenn Sie von Hass im Netz betroffen sind, können Sie rechtliche Schritte in Erwägung ziehen. Dokumentieren Sie die Hasskommentare und wenden Sie sich an die zuständigen Behörden oder eine:n Anwält:in, um rechtliche Maßnahmen zu prüfen.
- Zeigen Sie Hassrede auf: Machen Sie auf Hassrede aufmerksam, indem Sie sie klar benennen und ihre negativen Auswirkungen erläutern. Dies kann dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen und andere zu sensibilisieren.
- Reagieren Sie mit Gegenrede: Reagieren Sie auf Hasskommentare mit sachlichen und fundierten Argumenten. Eine ruhige und sachliche Gegenrede kann oft mehr bewirken und zeigt, dass Sie sich nicht auf das Niveau der Hater:innen herablassen. Hasskommentare im Internet können laut einer Studie wirksam eingedämmt werden, wenn man bei den Verfasser:innen Empathie für Betroffene erwirkt.
Hilfreiche Infos dazu finden Sie hier:
saferinternet.at - Wie leiste ich Gegenrede?
„Mann spricht´s an – sag was“
- Holen Sie sich Hilfe: Zögern Sie nicht, Unterstützung zu suchen, wenn Sie sich durch Online-Hass belastet fühlen. Sprechen Sie mit Freund:innen, Familie oder professionellen Berater:innen. Es gibt auch Organisationen, die Unterstützung und Ressourcen für Betroffene von Online-Hass anbieten.
Bei Hass im Netz unterstützen folgende Stellen in Österreich:
Internet Ombudsstelle
Frauen* beraten Frauen*
ZARA - Zivilcourage & Anti-Rassismus-Arbeit
Partnerin von UN Woman Austria
Die Erste Bank und Sparkasse unterstützen seit 2019 die Initiative Orange the World. Diese Initiative von UN Women Austria macht auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Auch einige Sparkassen und Tochter-Banken in der CEE-Region setzen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
Wir zeigen unsere Unterstützung, indem wir orange Fahnen aufhängen. Außerdem beleuchten wir den Eingang zum Erste Campus in Orange. Die Farbe Orange steht für die Hoffnung auf eine Zukunft ohne Gewalt.
Wir machen auch durch andere Aktionen, wie Selbstschutz- oder Sensibilisierungstrainings für Mitarbeiter:innen, Spendenaktionen für Frauenhäuser, Kunstinstallationen, usw. auf das Problem aufmerksam.
Mit diesen Aktionen zeigen wir, wie groß das Problem der Gewalt gegen Frauen ist.
Frei von Gewalt zu leben ist (k)ein Privileg
Unsere Mitarbeiter:innen haben sich in einem Sozialexperiment der Frage gestellt, wie ihr Geschlecht bzw. ihre Genderidentität ihre Erfahrungen mit Gewalt beeinflusst. Ist ein Leben frei von Gewalt tatsächlich ein universelles Menschenrecht oder ein Privileg, das einige genießen und andere nicht?
Hilfe für Betroffene von Gewalt
- Die Frauenhelpline hilft Frauen, die von Gewalt betroffen sind. (Mo–So, 0–24 Uhr, kostenlos): 0800 / 222 555
- Bei akuter Gewalt: Polizei 133 oder Euro-Notruf 112
- Die Männerinfo unterstützt Männer und Angehörige in Krisen (Mo–So, 0–24 Uhr, kostenlos): 0800 / 400 777
- Die Telefonseelsorge bietet professionelle Seelsorge am Telefon. (Mo–So, 0–24 Uhr, kostenlos): 142