SEPA – Single Euro Payments Area

Was ist SEPA?

Mit SEPA bezeichnet man den einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum. 

Innerhalb von SEPA können Sie bargeldlose Euro-Zahlungen tätigen – national und international. Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen erledigen Sie einfach und rasch.

 

Wie nehmen Sie an SEPA teil?

Sie benötigen nur eine einzige Bankverbindung im Euro-Raum – Sie sparen Kosten für Konten in mehreren EU-Ländern. 

Unternehmen und Privatpersonen können diese SEPA-Instrumente nützen:

  • SEPA-Überweisung (SEPA Credit Transfer)
  • SEPA-Lastschrift (SEPA Direct Debit CORE)
  • SEPA-Firmenlastschrift (SEPA Direct Debit B2B)
  • SEPA-Kontoauszug und -Retourdatenträger

Welche SEPA-Länder gibt es?

  • alle 28 EU-Mitgliedsländer
  • die französischen Übersee-Départements Guadeloupe, Französisch-Guayana, Martinique, Réunion, Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon
  • die spanischen Kanarischen Inseln sowie die Exklaven Ceuta und Melilla 
  • die portugiesischen Inseln Azoren und Madeira 
  • Gibraltar, Saint-Pierre und Miquelon
  • Schweiz, Monaco und San Marino, sowie die 3 übrigen EWR-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen 

Seit 1. Mai 2016 zählen auch die britischen Kanalinseln Jersey, Guernsey und die Isle of Man zum SEPA-Raum.

  • die dänischen Färöer-Inseln und Grönland 
  • Kosovo und Montenegro
  • Andorra und Vatikanstadt (obwohl sie den Euro verwenden)

Die Nicht-EWR-Länder Schweiz, Monaco und San Marino sind zwar an SEPA-Regeln gebunden, nicht aber an EU-Verordnungen und -Richtlinien.

 

Für grenzüberschreitende und Inlands-Zahlungen in der EU werden die gleichen Gebühren verrechnet (gemäß Verordnung 924/2009 des Europäischen Parlaments und des Rats). Dies betrifft alle EU-Länder sowie Norwegen, Island und Liechtenstein.

Gesonderte Gebühren für Schweiz, Monaco und San Marino 

Die Nicht-EU-Länder Schweiz, Monaco und San Marino haben die Verordnung nicht angenommen. Zahlungen in diese und aus diesen Ländern sind Sonderfälle – auch bei SEPA-Zahlungen: Diese werden nicht wie Inlandszahlungen verrechnet. Die gesonderten Gebühren entnehmen Sie bitte unserem Filial-Aushang.

SEPA-Überweisung (SEPA Credit Transfer)

Jede Euro-Überweisung innerhalb der SEPA-Länder ist ein SEPA Credit Transfer. Folgende Kriterien müssen dafür eingehalten werden:

  • Angabe der IBAN des Empfängers
  • Spesenteilung
  • Verwenden des Nachrichtenformats „XML“ bzw. der Zahlungsanweisung
  • Normale Durchführung („Dringend" ist hier nicht möglich)

Die Vorteile der SEPA-Überweisung 

Die Überweisung erfolgt binnen einem Bankwerktag ab dem Durchführungstag. 

Durch die separate Abrechnung der Entgelte wird der Überweisungsbetrag dem Empfänger zur Gänze gutgeschrieben.

 

SEPA-Lastschrift

Was ist eine SEPA-Lastschrift?

Dies ist ein genormtes Lastschriftverfahren für Euro-Einzüge. Unternehmen vereinbaren mit ihren Kunden einen Fälligkeitstag (Duedate). Am Duedate erfolgt die Gutschrift auf dem Konto des Einziehers (Creditors) – und zugleich die Kontobelastung beim Zahlungspflichtigen (Debtor). Dem Debtor ist der Tag der Belastung bekannt, er kann für die Kontodeckung sorgen.

 

Mit der SEPA-Lastschrift können Sie als Unternehmer Euro-Beträge auch grenzüberschreitend vom Konto Ihrer Kunden einziehen – einfach mit einem Mandat (Einzugsauftrag), das der Zahlungspflichtige dem Empfänger erteilt.

  • Angabe der IBAN des Zahlungspflichtigen
  • Jeder Kunde, der einzieht, benötigt eine Creditor ID
  • Für jeden Einzug muss der Zahlungsempfänger (Einzieher, Creditor) ein Mandat (Einzugsauftrag) vom Zahlungspflichtigen (Debtor) einholen und dafür eine eindeutige Mandatsreferenz vergeben (die Banken sind in diesen Prozess nicht involviert)
  • Einheitliches europaweites Lastschriftverfahren mit einheitlichem Format und Rechtsrahmen für nationale und internationale Einzüge
  • Keine Auslandskonten für die Abwicklung erforderlich
  • Bei strittigen Einzügen kann vom Debtor innerhalb von 8 Wochen ab Einzugsdatum ohne Angabe von Gründen Einspruch eingelegt werden – bei nicht autorisierten Einzügen 13 Monate
  • Unternehmen vereinbaren mit ihren Kunden einen Fälligkeitstag (Duedate) für eine Lastschrift. Dem Zahlungspflichtigen ist der Tag der Kontobelastung bekannt, er kann für die Kontodeckung sorgen.
  • Der Einzieher verpflichtet sich, spätestens 14 Tage bevor die SEPA-Lastschrift fällig ist, den Zahlungspflichtigen in geeigneter Form über Einzugshöhe und -termin zu informieren – außer zwischen Zahlungspflichtigem und Empfänger wurde eine andere Frist vereinbart.

Das SEPA-Lastschriftverfahren erfordert die verpflichtende Identifizierung (Creditor Identifier, CID) des Lastschrifteinreichers im SEPA-Datensatz (XML). Zusammen mit der vom Lastschrifteinreicher vergebenen Mandatsreferenznummer ergibt sich die Identifizierbarkeit eines Mandats. So kann der Debtor eine Mandatsprüfung vornehmen oder die Debtor-Bank ihm die Prüfung anbieten.

Die CID erhält er bei seiner Creditor-Bank (Hausbank). Die zentrale Vergabe und Verwaltung der Creditor ID obliegt der Österreichischen Nationalbank (OeNB).

Creditoren, die ihren Wohn-/Firmensitz in Österreich haben, bekommen eine österreichische CID. Die Nutzung einer österreichischen CID ist jedoch keine Voraussetzung.

Das Mandat ist die Autorisierungsvereinbarung zwischen Debtor und Creditor – entweder in Papierform oder elektronisch mit e-mandat service. Schrift und Farbe sind nicht standardisiert. Das Mandat wird in der Landessprache des Debtors oder in Englisch erstellt und muss folgende Punkte enthalten:

  • Bezeichnung „SEPA Direct Debit Mandat“
 
  • Name des Debtors
  • Adresse des Debtors (Straße, Nr., PLZ, Land)
  • IBAN des Debtors
  • BIC des Debtors

 

  • Name des Creditors
  • Creditor ID
  • Adresse des Creditors (Straße, Nr., PLZ, Land)
 
  • Art der Zahlung (einmalig oder wiederkehrend)
  • Ort und Datum der Unterschrift
  • Unterschriftsfeld des Debtors
Der Debtor muss das Mandat ordnungsgemäß ausfüllen. Das Original bleibt beim Creditor und wird aufbewahrt. Die Gestaltung des Formulars obliegt dem Creditor und erfolgt in der jeweiligen Landessprache. Alle Mandats-Informationen sind vom Creditor zu elektronifizieren und bei jedem Einzug mitzuschicken.

SEPA-Firmenlastschrift (SEPA Direct Debit B2B)

Was ist eine SEPA-Firmenlastschrift?

Dies ist ein genormtes Lastschriftverfahren für Euro-Einzüge zwischen Kommerzkunden. Unternehmen vereinbaren mit ihren Kunden einen Fälligkeitstag (Duedate). Am Duedate erfolgt die Gutschrift auf dem Konto des Einziehers (Creditors) – und zugleich die Kontobelastung beim Zahlungspflichtigen (Debtor). Dem Debtor ist der  Tag der Belastung bekannt, er kann für die Kontodeckung sorgen.

Der Deptor muss nach Unterfertigen des Mandats zu seiner Hausbank gehen und das Mandat erfassen lassen. Achtung: Ist zum Duedate bei der Deptor-Bank kein Mandat gespeichert, wird der Einzug automatisch abgelehnt und retourniert.

Bei der SEPA-Firmenlastschrift hat der Debtor kein Rückrechnungs- und Einspruchsrecht. Nur seine Bank kann aus bestimmten Gründen eine Rückrechnung vornehmen, etwa mangels Deckung.

SEPA-Kontoauszug und -Retourdatenträger

Auch für Kontoauszüge und Retourdatenträger gibt es im SEPA-Format entsprechende Nachrichtentypen: camt-Nachrichten ermöglichen das durchgängige Verarbeiten von XML-basierten Zahlungsaufträgen. Zugleich können damit Kontoinfos strukturiert dargestellt werden.

UNIFI*)-/XML-Nachricht

Anwendung

ersetzt

camt.052

Saldenreport
Intraday-Auszug (Vormerkposten)

MT 941
MT 942

camt.053

Tagesauszug

MT 940

camt.054

Retourdatenträger

CREMUL/DEBMUL

*) UNIversal Financial Industry message scheme

SEPA-Datenformat „XML“

Was ist XML?

XML steht für „Extensible Markup Language“. Das ist ein universelles Datenträgerformat für den Austausch von Zahlungsinformationen im Web – gültig für strukturierte Dokumente und Daten gemäß W3C. Die Finanz-XML-Nachrichten unterliegen der ISO-Norm 20022.

  • Kunde-Bank-Nachricht: Payments Initiation – pain.XXX
  • Zahlungsverkehrs-Statusnachricht: Cash Management – camt.XXX
  • Interbanken-Nachricht: Payments Clearing and Settlement – pacs.XXX

Nachricht

Beschreibung

pain.001

Überweisungsauftrag (SCT)

pain.001.NON-SEPA

Überweisungsauftrag AZV und dringend

pain.008

Lastschrift Auftrag (SDD)

camt.052

Intraday-Kontoauszug

camt.053

Kontoauszug (auf Wunsch mit Retour-Datenträger)

camt.054

Retourdatenträger

pain.001

Finanzamtszahlung

pain.001

Postbar

Nähere Infos zu XML lesen Sie bitte auf www.stuzza.at unter „Download“.

SEPA-Zeichensatz

a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
/ - ? : ( ) . , ' +
Space

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