Der Brexit ist erfolgt – was geschieht nun?

Das Vereinigte Königreich (UK) ist mit 31.1.2020 aus der Europäischen Union (EU) ausgetreten. Damit hat eine Übergangsphase begonnen, die vorerst bis 31.12.2020 andauern soll. 

Vorerst gelten weiterhin Unionsrecht, Binnenmarkt und Zollunion

Während der Übergangsphase sollen die künftigen Beziehungen zwischen UK und EU in einem neuen Abkommen festgelegt werden. Das Vereinigte Königreich ist seit 1.2.2020 formal ein Drittstaat. Dennoch gilt das Unionsrecht bis zum Ende der Übergangsphase weiter – auch bei Finanzdienstleistungen. Zudem verbleibt das Vereinigte Königreich im Binnenmarkt und in der Zollunion.

Verhandlungen für ein neues Abkommen bis November 2020

Die Verhandlungen für ein Abkommen für die Zeit nach der Übergangsfrist haben im März 2020 begonnen. Sie müssen bis November 2020 abgeschlossen werden, damit eine fristgerechte Abstimmung im Europäischen Parlament möglich ist.

Können sich UK und EU bis zum Ende der Übergangsphase nicht auf ein Abkommen einigen, fällt das Vereinigte Königreich aus dem europäischen Rechtsrahmen. Dann wird jeglicher Waren-, Dienstleistungs- und Personenverkehr nach den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) durchgeführt.

Infos zum Brexit finden Sie auch hier:

Bundesministerium für Finanzen
Europäische Kommission
Europäischer Rat