
Hilfe, mein Kind hat Schulden – was kann ich tun?
Die Welt des Geldes ist komplex geworden. Früher hatte man als Kind seine paar Münzen oder Scheine im Sparschwein. Heute begegnet Geld Kindern und Jugendlichen in vielen Formen: als klassisches Bargeld, digital auf der Smartwatch, auf dem Smartphone, als Cashback, bei E-Sports und Tauschgeld in Online-Spielen.
Viele Services gibt es heutzutage sogar nur mehr digital. Das heißt: Um Geld auszugeben, muss man es physisch nicht mal mehr besitzen. Das kann ganz schön verwirrend sein. Hier den Überblick zu bewahren? Nicht immer einfach. Das ist auch der Grund, warum sich zu viele Jugendliche heute verschulden.
Zu viele Schuldner:innen sind Jugendliche
Laut aktuellem FLiP-Jugendbericht der Erste Bank und YEP – Stimme der Jugend sagen rund 39 Prozent der 1.800 befragten Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, sie kennen sich beim Thema Geld und Finanzen „eher nicht“ oder „gar nicht aus“. Laut Schuldenreport 2026 ist mangelnde Finanzbildung tatsächlich der zweithäufigste Grund für eine Überschuldung bei jungen Klient:innen der Schuldnerberatung bis 30 Jahre.
Welche Geld-Sorgen hat mein Kind?
Der FLiP-Jugendbericht 2026 zeigt, welche Gedanken sich Jugendliche rund ums Geld machen. Zu ihren Sorgen zählen:
- Geldfragen stressen generell (45 %).
- 28 % der Jugendlichen fehlt Geld für ihre Freizeitgestaltung.
- 43 % der Mädchen und jungen Frauen fühlen sich nicht auf ihre finanzielle Zukunft vorbereitet. Bei den männlichen Jugendlichen sind es 28 %.
- 20 % haben Sorge, geliehenes Geld nicht zurückzahlen zu können.
- 71 % sehen eine hohe Gefahr, sich bei Online-Bezahldiensten zu verschulden.

Mit Geld-Erziehung Schuldenfallen vermeiden
Als Eltern hat man in vielen Lebenslagen Einfluss darauf, wie Kinder über Geld denken oder wie sie mit Geld umgehen:
1. Über Geld sprechen
Familie ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche unterbewusst Verhaltensmuster und Rollenbilder aufnehmen. Das Zuhause ist essenziell für die Finanzbildung des Nachwuchses. Über Geld wertfrei und ohne Schuldgefühle zu sprechen, hilft Jugendlichen, achtsam mit den eigenen Finanzen zu sein. Gleichzeitig wird in Familien in Bezug auf Geld häufig über Knappheit gesprochen, was Jugendliche wiederum stresst.
Mit George Junior tauchen Kinder zwischen 8 und 14 Jahren altersgerecht in die Welt des Geldes ein. Sie erhalten Einblicke und bauen Schritt für Schritt verantwortungsbewusste Finanzgewohnheiten auf. Dabei begleiten Eltern ihre Kinder: Sie behalten immer die Kontrolle in ihrer eigenen George-App; sehen, wie ihr Kind sein Geld verwaltet; können Karten- oder Überweisungslimits festlegen und Benachrichtigungen für Kontobewegungen einrichten. Weitere Informationen zu George Junior lesen Eltern hier.
Mit George Junior tauchen Kinder zwischen 8 und 14 Jahren altersgerecht in die Welt des Geldes ein. Sie erhalten Einblicke und bauen Schritt für Schritt verantwortungsbewusste Finanzgewohnheiten auf. Dabei begleiten Eltern ihre Kinder: Sie behalten immer die Kontrolle in ihrer eigenen George-App; sehen, wie ihr Kind sein Geld verwaltet; können Karten- oder Überweisungslimits festlegen und Benachrichtigungen für Kontobewegungen einrichten. Weitere Informationen zu George Junior lesen Eltern hier.
2. Haushaltsbudget machen
Zu sehen, wie hoch einerseits die eigenen Einnahmen (etwa durch Taschengeld, Ferialjobs oder Praktika) sind und andererseits, wofür das Geld ausgegeben wird (beispielsweise Online-Shopping), zeigt schwarz auf weiß, wohin Geld „geht“. Gemeinsam mit dem Nachwuchs das erste persönliche Haushaltsbudget zu erstellen, hilft Jugendlichen, ein besseres Gefühl für ihr Geld-Verhalten zu bekommen.
3. Einsicht nehmen
Eltern können bei Genehmigung einer Kontoeröffnung mit den Jugendlichen vereinbaren, wie weit sie Einsicht in die Geldgeschäfte ihrer Kinder nehmen können. Im Rahmen der Obsorge der Eltern ist eine dem Alter angemessene Einsicht erlaubt. Bei einem gemeinsamen Beratungsgespräch mit der Bank kann man auch individuelle Behebungslimits vereinbaren.
4. Für Informationen sensibilisieren
Social Media ist voll von Influencern und vermeintlich gut gemeinten Geld-Ratschlägen. Leider führen diese nicht selten dazu, dass Jugendliche noch mehr Geld ausgeben – um sich in teuren Webinaren vermeintlich übers Sparen zu informieren. Eltern können hier aufklären und versuchen, unseriöse Inhalte gemeinsam zu entdecken.
5. Konsum-Fallen erklären
Jugendliche geben ihr Geld heute vor allem für schnellen Konsum aus. Die neuesten Sneaker, Online-Spiele mit In-App-Käufen, Kosmetik. Online shoppt es sich ja auch leicht – zu leicht. Buy-now-pay-later-Angebote sind verlockend und bringen viele in die Lage, die Übersicht über ihre Finanzen zu verlieren. Denn durch den schnellen Klick geht man einen Vertrag ein. Monatlich hohe Ratenzahlungen oft verbunden mit Zinsen, die man beim Kauf übersehen hat, sind die Folge. Es ist wichtig, solche Anfänge von „Schuldenkarrieren“ zu verdeutlichen.
Kinder und Jugendliche können mit ihrem spark7-Konto nur ausgeben, was als Guthaben vorhanden ist. Diese Einschränkung hilft den jungen Kontoinhaber:innen, sorgsam mit ihrem Geld umzugehen. Kreditkarten werden bei Jugendkonten übrigens nicht ausgegeben, denn Kinder und Jugendliche sind laut Gesetz noch nicht kreditfähig. So können sie sich nicht durch unüberlegte Ausgaben verschulden. Glücksspiel (Lotterien, Casinos) & staatliche Lotterien sowie Dating & Escort Services werden auf Basis der Merchant-ID geblockt. Die Merchant-ID ist die Händler-Identifikationsnummer, mit der Kredit- und Debitkartenzahlungen für Unternehmen vereinfacht werden.
Kinder und Jugendliche können mit ihrem spark7-Konto nur ausgeben, was als Guthaben vorhanden ist. Diese Einschränkung hilft den jungen Kontoinhaber:innen, sorgsam mit ihrem Geld umzugehen. Kreditkarten werden bei Jugendkonten übrigens nicht ausgegeben, denn Kinder und Jugendliche sind laut Gesetz noch nicht kreditfähig. So können sie sich nicht durch unüberlegte Ausgaben verschulden. Glücksspiel (Lotterien, Casinos) & staatliche Lotterien sowie Dating & Escort Services werden auf Basis der Merchant-ID geblockt. Die Merchant-ID ist die Händler-Identifikationsnummer, mit der Kredit- und Debitkartenzahlungen für Unternehmen vereinfacht werden.
6. Chancen aufzeigen
Geld ist vielfältig – und auch vielfältig einsetzbar. Laut FLiP-Jugendstudie interessieren sich Jugendliche vor allem dafür, was man mit Geld alles machen kann, damit es gut angelegt ist. Das Thema Investments und Geldanlage kann also ein möglicher Weg sein, Jugendliche für Finanzen zu begeistern.
7. Angebote suchen und finden
Kostenlose Museums-Besuche, freie Eintritte zu Sportveranstaltungen oder Freizeitaktivitäten, die nicht unbedingt das Taschengeld schrumpfen lassen: Man kann seinen Kindern mit Ideen zur Freizeitgestaltung auf die Sprünge helfen und ihnen so vermitteln, dass man für Spaß nicht immer Geld ausgeben muss.
8. Finanzbildung aktiv fördern
Broschüren und Informationen über Geld gemeinsam durchsehen, Ausstellungen oder Führungen rund ums Thema Finanzen besuchen, gemeinsam Zeitung lesen und versuchen, Zusammenhänge zu erkennen und zu erklären. Bildung ist der Schlüssel zu einem besseren Umgang mit Geld.
Können Kinder und Jugendliche ein Konto eröffnen?
Vor dem 14. Geburtstag des Kindes ist die Eröffnung eines Jugendkontos nur mit einer gesetzlichen Vertreter:in möglich. Diese ist auch verfügungsberechtigt und kann zum Beispiel ein individuelles Limit für Bargeldbehebungen festlegen. Ab dem 14. Geburtstag kann das Konto allein eröffnet werden – ein passender Anlass ist beispielsweise das erste eigene Einkommen. Wenn eine Debitkarte ausgegeben werden soll, muss bis zur Volljährigkeit die gesetzliche Vertretung zustimmen. Mit dem 18. Geburtstag wird das Jugendkonto von der Bank oft automatisch in ein Girokonto umgewandelt und die gesetzliche Vertreter:in gelöscht. Diesen Stichtag sollten Eltern stets im Hinterkopf behalten.
Haften Eltern für die Schulden ihrer Kinder?
Grundsätzlich haften die Eltern nicht für die Schulden ihrer Kinder – außer, sie haben sich ausdrücklich dazu verpflichtet. Sie müssten eine Aufsichtspflicht grob verletzt haben, um hier schadenersatzpflichtig zu werden. Auch die Genehmigung eines “hinkenden” Rechtsgeschäfts durch die Eltern bedeutet nicht, dass sie eine Verpflichtung zur Erfüllung des Rechtsgeschäfts übernehmen. Das gilt auch bei Online-Geschäften Jugendlicher. Die Monatsrate, zu der sich Jugendliche verpflichten können, entspricht dem Überschuss des Monatseinkommens über ihren Lebenshaltungskosten. Ein darüber hinausgehender Betrag kann nicht geltend gemacht werden. Gerichtlich haben sich ca. 30 % des Monatseinkommens herausgebildet.
(Quelle: Recht für Sozialberufe, Loderbauer, Brigitte; 5. Auflage; S. 279.)
Aktualisiert im Juli 2026
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