Dauerauftrag und Abschöpfungsauftrag:
Was ist der Unterschied?

Wenn du von deinem Girokonto regelmäßig Geld überweist oder sparen möchtest, gibt es vor allem zwei praktische Möglichkeiten: den Dauerauftrag und den Abschöpfungsauftrag. Beides sind automatische Überweisungen – aber sie funktionieren unterschiedlich. In diesem Beitrag erfährst du, was sie gemeinsam haben und wo es Unterschiede gibt – einfach, verständlich und mit Beispielen.

Viele Menschen in Österreich kennen den Dauerauftrag. Der Abschöpfungsauftrag ist weniger bekannt, kann aber sehr hilfreich sein, wenn du automatisch sparen oder dein Haushaltsbudget besser organisieren möchtest.

Was ist ein Dauerauftrag? 

Ein Dauerauftrag ist eine fixe, regelmäßige Überweisung, die du nur einmalig einrichtest. Danach läuft alles automatisch. Das bedeutet: Du bestimmst einen Geldbetrag, eine Empfänger:in und ein Datum. Und jede Woche, jeden Monat oder beispielsweise jedes Jahr geht dieser Betrag automatisch von deinem Konto weg.

Wie funktioniert ein Dauerauftrag?

  • Du legst den Betrag, Empfänger:in, Rhythmus und Startdatum fest

  • Die Bank überweist dann immer automatisch

  • Du kannst den Auftrag jederzeit ändern, pausieren oder löschen

Typische Beispiele für Daueraufträge

  • Miete oder Betriebskosten

  • Mitgliedsbeiträge (z. B. Fitness-Studio)

  • Spar-Überweisung auf ein zweites Konto

  • Monatliche Unterstützung für Kinder oder Eltern 

Vorteile eines Dauerauftrags

  • Du musst dich um fixe und wiederkehrende Zahlungen nicht mehr kümmern
  • Keine vergessenen Rechnungen
  • Fixkosten werden immer pünktlich bezahlt, du gerätst nicht in Zahlungsverzug

Was ist ein Abschöpfungsauftrag? 

Ein Abschöpfungsauftrag ist praktisch, wenn du automatisch sparen oder immer einen Konto-Puffer haben möchtest. Bei dieser Sparform legst du fest, welcher Mindestbetrag auf deinem Konto bleiben soll. Heißt: Alles, was darüber liegt – also das „überschüssige“ Geld –, wird automatisch zum Beispiel monatlich oder quartalsweise auf ein anderes Konto überwiesen.

Du bestimmst dabei

  • Wie viel Geld auf dem Konto bleiben soll

  • Auf welches Konto der Rest geht (meistens ein Sparkonto)

  • Wann und wie oft abgeschöpft wird – zum Beispiel monatlich, alle 3 Monate oder jährlich

Typische Beispiele für Abschöpfungsaufträge

  • Sparen für den Urlaub, Notgroschen oder größere Anschaffungen

  • Automatisch Geld aufs Sparkonto überweisen, nachdem dein Lohn bzw. dein Gehalt eingegangen ist

Vorteile eines Abschöpfungsauftrags

  • Du sparst automatisch – ohne darüber nachzudenken
  • Du behältst immer einen Puffer auf dem Konto
  • Du vermeidest unnötige Ausgaben, weil dein „Extra-Geld“ sofort gespart wird

Die wichtigsten Unterschiede – schnell erklärt 

Wie nutzt du beide für dein Haushaltsbudget?

Ein Haushaltsbudget ist die Übersicht deiner monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Viele Menschen kombinieren beide Aufträge und machen damit ihre Finanzplanung einfacher und übersichtlicher.

Tipp 1: Fixkosten mit Daueraufträgen abdecken

Damit weißt du genau: Die wichtigsten Rechnungen werden immer bezahlt – pünktlich und automatisch. Das gibt dir Sicherheit bei deiner finanziellen Planung.

Tipp 2: Mit Abschöpfung automatisch sparen

Mit dem Abschöpfungsauftrag sparst du ganz automatisch – ohne Stress, ohne Aufwand. Dein Geld wandert regelmäßig auf dein Sparkonto, während du dich um nichts kümmern musst. So baust du Stück für Stück einen finanziellen Polster auf, perfekt geeignet für vieles, das dir wichtig ist, wie den Notgroschen oder Sparziele aller Art. Das Ansparen passiert dabei komplett im Hintergrund, du profitierst einfach von deiner wachsenden Reserve. 

Tipp 3: Lass genug Geld auf deinem Konto

Wenn du einen Abschöpfungsauftrag nutzt, bleibt jeden Monat nur ein bestimmter Betrag auf deinem Konto. Darum ist wichtig: Überlege gut, wie viel Geld du im Alltag wirklich brauchst. Denke auch an Ausgaben, die nicht jeden Monat gleich sind, wie zum Beispiel Arztkosten, Reparaturen oder Geschenke.

Daher: Stelle den Betrag, der auf deinem Konto bleiben soll, lieber etwas höher ein. Es kann sonst passieren, dass dein Konto ins Minus rutscht und Rechnungen dann nicht bezahlt werden. Wenn du weißt, wie viel Geld du im Monat brauchst, kannst du mit einem Abschöpfungsauftrag sehr gut sparen.

Ins Minus zu rutschen, kann schnell passieren. Wichtig ist, dass es nicht zum Dauerzustand wird. Denn die Zinsen fürs „Minus“ sind meist relativ hoch. In der Story „Was mache ich, wenn ich im Minus bin“ findest du wertvolle Tipps, wieder ins „Plus“ zu gelangen und schwarze Zahlen zu schreiben.

Ins Minus zu rutschen, kann schnell passieren. Wichtig ist, dass es nicht zum Dauerzustand wird. Denn die Zinsen fürs „Minus“ sind meist relativ hoch. In der Story „Was mache ich, wenn ich im Minus bin“ findest du wertvolle Tipps, wieder ins „Plus“ zu gelangen und schwarze Zahlen zu schreiben.

Was ist besser: Dauerauftrag oder Abschöpfungsauftrag?

Was besser ist, hängt ganz davon ab, was du erreichen möchtest: Fürs rechtzeitige Bezahlen der Fixkosten ist der Dauerauftrag ideal. Für automatisches Sparen und mehr finanziellen Überblick ist die Abschöpfung gut. Viele Menschen in Österreich nutzen beide Aufträge, um ihr Geld stabiler, entspannter und planbarer zu machen.

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Stand: April 2026

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