Hilfe, mein Kind hat Schulden – was kann ich tun? 

Die Welt des Geldes ist komplex geworden. Früher hatte man als Kind seine paar Münzen oder Scheine im Sparschwein. Heute begegnet Geld Kindern und Jugendlichen in vielen Formen: als klassisches Bargeld, digital auf der Smartwatch, auf dem Smartphone, als Cashback, bei E-Sports und Tauschgeld in Online-Spielen.

Viele Services gibt es heutzutage sogar nur mehr digital. Das heißt: Um Geld auszugeben, muss man es physisch nicht mal mehr besitzen. Das kann ganz schön verwirrend sein. Hier den Überblick zu bewahren? Nicht immer einfach. Das ist auch der Grund, warum sich zu viele Jugendliche heute verschulden. 

Zu viele Schuldner:innen sind Jugendliche

Laut dem aktuellen FLiP-Jugendbericht der Erste Bank und YEP - Stimme der Jugend hat jede 5. Person zwischen 14 und 20 Jahren in Österreich keinen Überblick darüber, wie viel Geld sie in einem Monat ausgibt. Gleichzeitig gibt die Hälfte der befragten Jugendlichen an, sich nicht mit Geld auszukennen. Diese Ergebnisse bestätigen vorangegangene Untersuchungen: 2023 ist die Zahl der jungen Menschen unter 24 Jahren, die sogar eine Privatinsolvenz eröffnen mussten, um 22 % zum Vorjahr gestiegen. 

Welche Geld-Sorgen hat mein Kind? 

Der FLiP-Jugendbericht zeigt, welche Gedanken sich Jugendliche rund ums Geld machen. Zu ihren Sorgen zählen: 

  • Sparen klappt nicht. 

  • Die Angst, geliehenes Geld nicht zurückzahlen zu können.  

  • Viele Jugendliche stresst generell der Umgang mit Geld. 

  • Man kauft unnötige (Marken-)Dinge für sein Image und gibt Gruppendruck nach.

Welche Geld-Sorgen hat mein Kind? 

Der FLiP-Jugendbericht zeigt, welche Gedanken sich Jugendliche rund ums Geld machen. Zu ihren Sorgen zählen: 

  • Sparen klappt nicht. 

  • Die Angst, geliehenes Geld nicht zurückzahlen zu können.  

  • Viele Jugendliche stresst generell der Umgang mit Geld. 

  • Man kauft unnötige (Marken-)Dinge für sein Image und gibt Gruppendruck nach.

Mit Geld-Erziehung Schuldenfallen vermeiden

Als Eltern hat man in vielen Lebenslagen Einfluss darauf, wie Kinder über Geld denken oder wie sie mit Geld umgehen: 

1. Über Geld sprechen

Familie ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche unterbewusst Verhaltensmuster und Rollenbilder aufnehmen. Das Zuhause ist essenziell für die Finanzbildung des Nachwuchses. Über Geld wertfrei und ohne Schuldgefühle zu sprechen, hilft Jugendlichen, achtsam mit den eigenen Finanzen zu sein. Gleichzeitig wird in Familien in Bezug auf Geld häufig über Knappheit gesprochen, was Jugendliche wiederum stresst.

2. Haushaltsbudget machen

Zu sehen, wie hoch einerseits die eigenen Einnahmen (etwa durch Taschengeld, Ferialjobs oder Praktika) sind und andererseits, wofür das Geld ausgegeben wird (beispielsweise Online-Shopping), zeigt schwarz auf weiß, wohin Geld „geht“. Gemeinsam mit dem Nachwuchs das erste persönliche Haushaltsbudget zu erstellen, hilft Jugendlichen, ein besseres Gefühl für ihr Geld-Verhalten zu bekommen. 

3. Einsicht nehmen

Eltern können bei Genehmigung einer Kontoeröffnung mit den Jugendlichen vereinbaren, wie weit sie Einsicht in die Geldgeschäfte ihrer Kinder nehmen können. Im Rahmen der Obsorge der Eltern ist eine dem Alter angemessene Einsicht erlaubt. Bei einem gemeinsamen Beratungsgespräch mit der Bank kann man auch individuelle Behebungslimits vereinbaren. 

4. Für Informationen sensibilisieren

Social Media ist voll von Influencern und vermeintlich gut gemeinten Geld-Ratschlägen. Leider führen diese nicht selten dazu, dass Jugendliche noch mehr Geld ausgeben – um sich in teuren Webinaren vermeintlich übers Sparen zu informieren. Eltern können hier aufklären und versuchen, unseriöse Inhalte gemeinsam zu entdecken. 

5. Konsum-Fallen erklären

Jugendliche geben ihr Geld heute vor allem für schnellen Konsum aus. Die neuesten Sneaker, Online-Spiele mit In-App-Käufen, Kosmetik. Online shoppt es sich ja auch leicht – zu leicht. Buy-Now-Pay-Later-Angebote sind verlockend und bringen viele in die Lage, die Übersicht über ihre Finanzen zu verlieren. Denn durch den schnellen Klick geht man einen Vertrag ein. Monatlich hohe Ratenzahlungen oft verbunden mit Zinsen, die man beim Kauf übersehen hat, sind die Folge. Es ist wichtig, solche Anfänge von „Schuldenkarrieren“ zu verdeutlichen.  

Kinder und Jugendliche können mit ihrem spark7-Konto nur ausgeben, was als Guthaben vorhanden ist. Diese Einschränkung hilft den jungen Kontoinhaber:innen, sorgsam mit ihrem Geld umzugehen. Kreditkarten werden bei Jugendkonten übrigens nicht ausgegeben, denn Kinder und Jugendliche sind laut Gesetz noch nicht kreditfähig. So können sie sich nicht durch unüberlegte Ausgaben verschulden. Glückspiel (Lotterien, Casinos) & Staatliche Lotterien sowie Dating & Escort Services werden auf Basis der Merchant-ID geblockt. Die Merchant-ID ist die Händler-Identifikationsnummer, mit der Kredit- und Debitkartenzahlungen für Unternehmen vereinfacht werden.

Kinder und Jugendliche können mit ihrem spark7-Konto nur ausgeben, was als Guthaben vorhanden ist. Diese Einschränkung hilft den jungen Kontoinhaber:innen, sorgsam mit ihrem Geld umzugehen. Kreditkarten werden bei Jugendkonten übrigens nicht ausgegeben, denn Kinder und Jugendliche sind laut Gesetz noch nicht kreditfähig. So können sie sich nicht durch unüberlegte Ausgaben verschulden. Glückspiel (Lotterien, Casinos) & Staatliche Lotterien sowie Dating & Escort Services werden auf Basis der Merchant-ID geblockt. Die Merchant-ID ist die Händler-Identifikationsnummer, mit der Kredit- und Debitkartenzahlungen für Unternehmen vereinfacht werden.

6. Chancen aufzeigen

Geld ist vielfältig – und auch vielfältig einsetzbar. Laut FLiP-Jugendstudie interessieren sich Jugendliche vor allem dafür, was man mit Geld alles machen kann, damit es gut angelegt ist. Das Thema Investments und Geldanlage kann also ein möglicher Weg sein, Jugendliche für Finanzen zu begeistern. 

7. Angebote suchen und finden

Kostenlose Museums-Besuche, freie Eintritte zu Sportveranstaltungen oder Freizeitaktivitäten, die nicht unbedingt das Taschengeld schrumpfen lassen: Man kann seinen Kindern mit Ideen zur Freizeitgestaltung auf die Sprünge helfen und ihnen so vermitteln, dass man für Spaß nicht immer Geld ausgeben muss. 

8. Finanzbildung aktiv fördern

Broschüren und Informationen über Geld gemeinsam durchsehen, Ausstellungen oder Führungen rund um´s Thema Finanzen besuchen, gemeinsam Zeitung lesen und versuchen, Zusammenhänge zu erkennen und zu erklären. Bildung ist der Schlüssel zu einem besseren Umgang mit Geld. 

Können Kinder und Jugendliche ein Konto eröffnen? 

Vor dem 14. Geburtstag des Kindes ist die Eröffnung eines Jugendkontos nur mit einer gesetzlichen Vertreter:in möglich. Diese ist auch verfügungsberechtigt und kann zum Beispiel ein individuelles Limit für Bargeldbehebungen festlegen. Ab dem 14. Geburtstag kann das Konto allein eröffnet werden – ein passender Anlass ist beispielsweise das erste eigene Einkommen. Wenn eine Debitkarte ausgegeben werden soll, muss bis zur Volljährigkeit die gesetzliche Vertretung zustimmen. Mit dem 18. Geburtstag wird das Jugendkonto von der Bank oft automatisch in ein Girokonto umgewandelt und die gesetzliche Vertreter:in gelöscht. Diesen Stichtag sollten Eltern stets im Hinterkopf behalten.

Können Kinder und Jugendliche ein Konto eröffnen? 

Vor dem 14. Geburtstag des Kindes ist die Eröffnung eines Jugendkontos nur mit einer gesetzlichen Vertreter:in möglich. Diese ist auch verfügungsberechtigt und kann zum Beispiel ein individuelles Limit für Bargeldbehebungen festlegen. Ab dem 14. Geburtstag kann das Konto allein eröffnet werden – ein passender Anlass ist beispielsweise das erste eigene Einkommen. Wenn eine Debitkarte ausgegeben werden soll, muss bis zur Volljährigkeit die gesetzliche Vertretung zustimmen. Mit dem 18. Geburtstag wird das Jugendkonto von der Bank oft automatisch in ein Girokonto umgewandelt und die gesetzliche Vertreter:in gelöscht. Diesen Stichtag sollten Eltern stets im Hinterkopf behalten.

Eltern haften grundsätzlich nicht für die Schulden ihrer Kinder

Grundsätzlich haften die Eltern nicht für die Schulden ihrer Kinder – außer, sie haben sich ausdrücklich dazu ver­pflichtet. Sie müssten eine Aufsichts­pflicht grob verletzt haben, um hier schaden­ersatz­pflichtig zu werden. Auch die Ge­nehmi­gung eines “hinkenden” Rechts­geschäfts durch die Eltern bedeutet nicht, dass sie eine Ver­pflich­tung zur Erfüllung des Rechts­geschäfts übernehmen. Das gilt auch bei Online­-Geschäften Jugendlicher. Die Monats­rate, zu der sich Jugend­liche ver­pflichten können, entspricht dem Über­schuss des Monats­ein­kommens über ihren Lebens­haltungs­kosten. Ein darüber­ hinaus­gehender Betrag kann nicht geltend ge­macht werden. Gerichtlich haben sich ca. 30 % des Monats­ein­kommens heraus­gebildet.
(Quelle: Recht für Sozialberufe, Loderbauer, Brigitte; 5. Auflage; S. 279.)

Eltern haften grundsätzlich nicht für die Schulden ihrer Kinder

Grundsätzlich haften die Eltern nicht für die Schulden ihrer Kinder – außer, sie haben sich ausdrücklich dazu ver­pflichtet. Sie müssten eine Aufsichts­pflicht grob verletzt haben, um hier schaden­ersatz­pflichtig zu werden. Auch die Ge­nehmi­gung eines “hinkenden” Rechts­geschäfts durch die Eltern bedeutet nicht, dass sie eine Ver­pflich­tung zur Erfüllung des Rechts­geschäfts übernehmen. Das gilt auch bei Online­-Geschäften Jugendlicher. Die Monats­rate, zu der sich Jugend­liche ver­pflichten können, entspricht dem Über­schuss des Monats­ein­kommens über ihren Lebens­haltungs­kosten. Ein darüber­ hinaus­gehender Betrag kann nicht geltend ge­macht werden. Gerichtlich haben sich ca. 30 % des Monats­ein­kommens heraus­gebildet.
(Quelle: Recht für Sozialberufe, Loderbauer, Brigitte; 5. Auflage; S. 279.)

Bitte beachten Sie:

Hierbei handelt es sich um eine Werbe­mitteilung und nicht um eine Anlage­empfehlung. Diese Werbe­mit­teilung ersetzt somit keine Anlage­beratung und berück­sichtigt weder die Rechts­vorschriften zur Förderung der Un­ab­hängigkeit von Finanz­analysen, noch unter­liegt sie dem Verbot des Handels im An­schluss an die Ver­breitung von Finanz­analysen. 

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