MEDIENINFORMATION
Salzburg, 21. Oktober 2022
 

Sparverhalten der Salzburger:innen in Zeiten hoher Inflation

Nachdem die Pandemie sowie die darauffolgenden Maßnahmen das Sparverhalten der Bevölkerung in den letzten beiden Jahren massiv beeinflusst haben, ist in diesem Jahr eine Trendwende erkennbar. An den hohen Sparbetrag der Coronajahre haben sich viele gewohnt, sodass mit seinem aktuellen Rückgang eine deutlich niedrigere Zufriedenheit einhergeht. Das zeigt die jährliche, repräsentative IMAS-Sparstudie anlässlich des Weltspartages im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen.

„Sparen ist und bleibt den Salzburger:innen ein wichtiges Anliegen. Natürlich fällt das in Zeiten hoher Inflation schwerer, doch für die finanzielle Absicherung ist es essenziell, regelmäßig Geld zur Seite zu legen. Auch kleine Beträge helfen da schon. Es freut uns zu sehen, dass für drei von vier Salzburger:innen die Bankberater:innen die Informationsquelle Nummer eins sind. Wir stehen in allen Spar- und Veranlagungsfragen mit unserem Knowhow und Beratung gerne zur Seite - egal, ob in der Filiale, remote oder via Telefon”, sagt Markus Sattel, für den gesamten Vertrieb verantwortlicher Vorstandsdirektor der Salzburger Sparkasse.

Nach der Bedeutung des Sparens gefragt, geben in Salzburg 78% an, dass es für sie „sehr“ oder „ziemlich“ wichtig sei. Das bedeutet im Vergleich zu 2021 einen leichten Anstieg um zwei Prozentpunkte und ein sehr stabil hohes Niveau seit 2018. Nachdem der Sparbetrag in den letzten beiden Pandemiejahren durch den eingeschränkten Konsum überdurchschnittlich stark auf 341 Euro angestiegen war, geht er heuer auf 306 Euro zurück und liegt damit wieder im konstanten Wachstum der letzten zehn Jahre. Damit einher geht aber ein deutlicher Rückgang der Zufriedenheit mit ebenjenem Sparbetrag. Waren zuletzt noch 70% „sehr“ oder „ziemlich“ zufrieden mit der auf die Seite gelegten Summe, sind dies heuer nur noch 56% der Salzburger:innen.

 

Inflation fordert Einschränkungen beim Konsum

55% der Befragten fühlen sich von der aktuell hohen Inflation „stark“ oder „ziemlich“ betroffen. Erweitert man diese Zahl noch um jene, die sie „etwas“ spüren, sind dies schon 79%. Die Auswirkungen der Teuerung zeigen sich auch beim Spar- und Investitionsverhalten: 28% geben an, sie würden weniger sparen als noch vor drei bis vier Jahren, 13% hingegen mehr. Mit 59% legt die Mehrheit der Salzburger Bevölkerung jedoch noch immer gleich viel Geld zur Seite. Gerade im Energiebereich, aber auch beim täglichen Einkauf ist die Teuerung bereits persönlich spürbar: „Benzin und Diesel“ (85%), „Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs“ (84%), „Strom“ (66%) und „Brennstoffe wie Öl und Gas“ (50%) werden hier am häufigsten genannt.

Den Auswirkungen der Inflation und dem geringeren finanziellen Spielraum geschuldet, müssen sich 56% der Salzburger:innen bereits bei ihren Ausgaben einschränken. 45% sehen beim „Essen gehen“ und 44% bei der „geringeren Nutzung des Autos“ Einsparungspotenzial. 42% wollen beim Urlaub und 27% beim Einkauf von Kleidung kürzertreten. Rund ein Viertel der Befragten schränkt sich auch beim „Sparen“ ein und legt weniger Geld zur Seite.

 

Salzburger:innen bleiben Wertpapieren treu

Wenn es um Investitionen und Veranlagungen geht, scheuen Salzburgs Sparer:innen weiterhin das Risiko. 83% sehen sich selbst grundsätzlich als sehr oder eher sicherheitsorientiert, nur 7% als sehr oder eher risikobereit. Dem entgegen steht, dass die Zahl jener, die das Sparbuch als Anlage- und Investitionsform nutzen, weiter auf 65% zurückgegangen ist. Auch das Bausparen (47%) und Versicherungen (37%) sinken deutlich in der Gunst der Salzburger:innen. Unverändert zum Vorjahr veranlagt nach wie vor jede:r Dritte in Wertpapieren (34%), trotz der jüngsten Abwärtstendenz an den Börsenmärkten.
Richard Payr, Private Banking-Chef der Salzburger Sparkasse: „Dass die Salzburger:innen weiterhin auf Wertpapiere setzen, ist erfreulich. Das Sparbuch wird als Liquiditätsreserve immer seinen Platz haben, bei der aktuellen Inflationsrate geht es aber auch darum, den Kaufkraftverlust mit alternativen Veranlagungsformen zu begrenzen. Das schrittweise Einsteigen in den Markt, zum Beispiel mit einem monatlichen Fondssparplan, ist im gegenwärtigen Marktumfeld attraktiv, weil Wertpapiere aktuell günstiger zu erwerben sind als noch vor einem Jahr. Dadurch kommt der Durchschnittskosten-Effekt voll zum Tragen, der für den langfristigen Vermögensaufbau vorteilhaft ist.“

 

Rückfragen an:

Salzburger Sparkasse Bank AG, Pressesprecher
Stefan Soriat, Tel: 05 0100 DW 48135,
E-Mail: stefan.soriat@salzburg.sparkasse.at

 

Die Salzburger Sparkasse Bank AG betreut mit rund 600 Mitarbeiter:innen an 48 Filial- und 19 SB-Standorten sowie neun regionalen Beratungszentren für Firmenkunden, Freie Berufe oder Wohnbau & Kommunen über 230.000 Kund:innen. In der Zentrale in der Salzburger Altstadt bietet sie Private Banking mit dem persönlichen Service einer Privatbank und der Stärke der modernsten Bank Österreichs an. Die Salzburger Sparkasse Bank AG ist Teil der Erste Bank-Gruppe, einem der führenden Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa.