MEDIENINFORMATION
Salzburg, 23. Mai 2022
Finanzielle Situation der Frauen in Salzburg: Unabhängigkeit besonders wichtig
· Für 74 Prozent der Salzburgerinnen ist finanzielle Unabhängigkeit „sehr wichtig“
· Nur 32 Prozent befinden Finanzthemen für „spannend“
· Beide Geschlechter befürchten sinkenden Lebensstandard in der Pension
18,9 Prozent - soviel weniger verdienen Frauen im Vergleich zu Männern laut Gender Pay Gap. Trotz Verbesserung in den letzten Jahren erscheint die Finanzrealität des weiblichen Geschlechtes dennoch trist. Im Vergleich zu Männern verdienen Frauen weniger, sind öfter in Teilzeit und werden älter.
Da sich an dieser Ausgangslage auch in den nächsten Jahren nichts abrupt ändern wird, gilt es, das Bewusstsein und den Fokus vermehrt auf finanzielle Selbstverantwortung und Unabhängigkeit zu legen. Als besonders drastisches Beispiel dienen hier die Unterschiede bei der Pensionshöhe. Obwohl Frauen eine durchschnittlich höhere Lebenserwartung als Männer haben (84 vs. 79 Jahre), und somit auch länger mit ihrer Pension auskommen müssen, erhalten sie im Durchschnitt rund 42 Prozent weniger Geld im Alter. „Für Frauen sind die Themen Finanzen und Vorsorge enorm wichtig. Lücken im Versicherungsverlauf bedingt durch Kinderbetreuungszeiten und niedrige Erwerbseinkommen führen bei Frauen zu einer größeren Altersarmut als bei Männern“, so Markus Sattel, Vorstandsdirektor der Salzburger Sparkasse. Trotz der Unterschiede beim Pensionseinkommen befürchten sowohl Salzburger Frauen (31%) als auch Männer (28%) gleichermaßen, dass ihre Pension nicht ausreichen wird, um sich ihren im Alter angestrebten Lebensstandard leisten zu können.
74 Prozent der Salzburginnen wollen finanzielle Unabhängigkeit
Finanzielle Unabhängigkeit ist insbesondere für Frauen ein essenzielles Anliegen. In einer repräsentativen IMAS Studie im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen geben 74 Prozent der befragten Salzburgerinnen an, dass ihnen diese in ihrem engen familiären Umfeld „sehr wichtig“ ist. Im Gegensatz dazu messen lediglich 63 Prozent der Männer diesem Thema dieselbe Bedeutung bei. Sattel ergänzt: „Leider sind doppelt so viele Frauen wie Männer auf finanzielle Unterstützung innerhalb der engen Familie angewiesen. Umso wichtiger ist es für Frauen sich möglichst selbständig um die eigenen Finanzen zu kümmern, insbesondere angesichts einer Scheidungsrate von 37 Prozent in Österreich“.
Informiertheit als Grundlage für finanzielle Gesundheit
Wenn es darum geht, wer bei einer „typisch österreichischen“ Familie für die Finanzen zuständig ist, sehen beide Geschlechter diese Aufgabe jeweils bei sich selbst. So geben 33 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen an, dass das Thema Männersache ist, während 31 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer sagen, dass die Finanzen der Familie bei Frauen verortet sind.
Eine Diskrepanz zeigt sich allerdings bei der Informiertheit: 52 Prozent der Salzburger geben an, „gut“ oder „sehr gut“ zum Thema Finanzen informiert zu sein, lediglich 32 Prozent der Salzburgerinnen behaupten das wiederum von sich. Die Differenz zwischen den Geschlechtern lässt sich auch daraus begründen, dass nur 32 Prozent der Frauen Finanzen für ein spannendes Thema halten, während es bei den Männern jeder Zweite ist. Dabei gilt Informiertheit als einer der wichtigsten Tipps für ein gesundes Finanzleben: „Besonders wichtig ist es für Frauen, Verantwortung für die eigenen Finanzen zu übernehmen. Dazu gehören unter anderem ein langfristiger Vermögensaufbau, finanzielle Weiterbildung und auch regelmäßige „Gesundheitschecks“ der eigenen Finanzen gemeinsam mit einer Kundenberaterin oder einem Kundenberater. Als Salzburger Sparkasse unterstützen wir Frauen gerne bei der individuellen Vorsorgeplanung“, so Sattel abschließend.
Zum Studiendesign: In einer in der Zeit von 09. bis 22. Dezember 2021 und 10. bis 18. Jänner 2022 durchgeführten Telefon-Befragung wurden die geschlechtsspezifischen Unterschiede rund um Finanzthemen erhoben. Insgesamt wurden 1.350 Interviews in ganz Österreich durchgeführt. Pro Bundesland wurden 150 Personen befragt.
Zum Aktionstag für Frauengesundheit: Am 28. Mai findet der internationale Aktionstag für Frauengesundheit statt. Dieser macht unter anderem auf die Bedeutung der psychischen und physischen Gesundheit aufmerksam. Was dabei aber ebenso beachtet werden sollte, ist die finanzielle Gesundheit, auf die Erste Bank und Sparkassen aufmerksam machen wollen.
Rückfragen an:
Salzburger Sparkasse Bank AG, Pressesprecher
MA BA Laura Zehetner, Tel: 05 0100 DW 48147,
E-Mail: laura.zehetner@salzburg.sparkasse.at

Markus Sattel, Vorstandsdirektor der Salzburger Sparkasse Bank AG, Fotonachweis: wildbild.at, Abdruck honorarfrei
Die Salzburger Sparkasse Bank AG betreut mit rund 600 Mitarbeitern an 54 Filial- und 16 SB-Standorten sowie neun regionalen Beratungszentren für Firmenkunden, Freie Berufe oder Wohnbau & Kommunen über 236.000 Kunden. Sie ist Teil der Erste Bank-Gruppe, einem der führenden Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa.