MEDIENINFORMATION
25. März 2021

Bilanz 2020:
Salzburger Sparkasse trifft umfangreiche Risikovorsorge für die Zukunft

·         Über 900 Millionen Euro an Neufinanzierungen und Überbrückungskrediten bereitgestellt

·         Bilanzsumme um nahezu 10 Prozent auf 6,79 Milliarden Euro gewachsen

·         Betriebsergebnis um 9 Prozent auf 54,5 Millionen Euro gesteigert und 36,7 Millionen an Risikovorsorgen gebildet.

Die Salzburger Sparkasse konnte das Corona-Jahr 2020 mit einem überdurchschnittlichen, knapp zweistelligen Geschäftswachstum und einem im gleichen Ausmaß gewachsenen Betriebsergebnis in Höhe von 54,5 Millionen Euro 
(+ 9,2 % im Jahresvergleich) abschließen. Für drohende Kreditausfälle durch die Folgen der Pandemie wurden fast
37 Millionen Euro an Risikovorsorgen gebildet, was in etwa dem Zehnfachen der Vorjahre entspricht. Gleichzeitig konnten die Kapitalquoten des Unternehmens auf unverändert hohem Niveau gehalten werden.

Generaldirektor Christoph Paulweber dazu: „In einem außergewöhnlich herausfordernden Jahr waren unsere Filialen – trotz des Schichtbetriebs in den harten Lockdown-Phasen – immer geöffnet und es gab keinerlei Einschränkungen der Öffnungszeiten. Uns war sehr wichtig zu signalisieren, dass wir für unsere Kunden in jeder Situation da sind, selbst bei Quarantäne-Verordnung über einzelne Orte. Das kontinuierliche Kundenwachstum in allen Geschäftsbereichen, das solide Bilanzergebnis 2020 und die hohe Zufriedenheit unserer bereits über 230.000 Kunden belegen, dass wir ein sicherer Partner in ungewissen Zeiten sind.“
 

Deutliches Wachstum bei Krediten und Einlagen

Die Bilanzsumme der Salzburger Sparkasse erhöhte sich im Jahr 2020 um 9,7 % auf 6,79 Milliarden Euro. Auf der Aktivseite stiegen die Kundenkredite um 7 % auf 5,36 Milliarden Euro, was einer Fortsetzung der Steigerungsraten der Vorjahre entspricht. Passivseitig gab es durch die krisenbedingte Verdoppelung der Sparquote im Jahr 2020 ein Wachstum der Kundeneinlagen von 10,1 % auf 4,91 Milliarden Euro.

Mit rund 3.500 Konsumkrediten, 2.127 Wohnkrediten sowie 1.340 Investitionskrediten an Unternehmen wurde im Jahr 2020 ein Finanzierungsvolumen von insgesamt 907 Millionen Euro vergeben (nach 902 Millionen im Vorjahr). Hievon wurden
350 Millionen Euro von Privatkunden und 557 Millionen Euro von Firmenkunden in Anspruch genommen. Das aufgrund der COVID-19 Pandemie wirtschaftlich schwierige Jahr 2020 unterstützte die Salzburger Sparkasse mit 250 Millionen Euro an Überbrückungskrediten sowie insgesamt 3.800 Stundungen und Moratorien in Höhe von insgesamt 42 Millionen Euro.

Das Wachstum bei den Finanzierungen wurde von einem Einlagenplus in Höhe von 10,1 % noch übertroffen. „Die in Krisenzeiten steigende Sparquote zeigte sich auch bei uns mit einem Wachstum der Spareinlagen in Höhe von 7,7 %. Die Kundeneinlagen der Salzburger Sparkasse konnten weiterhin zu 100 Prozent im regionalen Markt als Kredite an Private und Firmenkunden vergeben werden“, bekräftigt Paulweber. „Die ungebrochene Nachfrage nach privater Wohnraumschaffung und -sanierung war der maßgebliche Faktor für die gute Entwicklung bei den Kundenkrediten. Um nachhaltige Energiesparmaßnahmen noch weiter anzukurbeln, haben Sparkasse und Energieberatung Salzburg eine Initiative für Nachhaltigkeit im Privaten Wohnen gestartet. Bei einem optimalen Zusammenspiel von nachhaltigen Energiesparmaßnahmen und Inanspruchnahme der vielfältigen Fördertöpfe finanziert sich die Rückzahlungsrate durch die Betriebskosteneinsparung von selbst“, so Paulweber.
 

Betriebsergebnis hielt mit Geschäftswachstum Schritt

Bei den Betriebserträgen konnte der Nettozinsertrag um 2,8 % und die Provisionserträge in einem Ausmaß von 3,8 % gesteigert werden. Die gesamten Betriebserträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 mit einem Plus von 2,6 % auf
146,2 Millionen Euro.

Der Betriebsaufwand reduzierte sich 2020 geringfügig um 1 % und beträgt in Summe 91,7 Millionen Euro. Der Personalaufwand konnte praktisch gleichgehalten werden und der Sachaufwand reduzierte sich um 2,2 %. Die coronabedingten Zusatzaufwendungen wurden durch Einsparungen bei Dienstreisen, nicht durchführbaren Ausbildungsmaßnahmen und geringeren Marketingkosten mehr als kompensiert.

Damit konnte 2020 ein gegenüber dem Vorjahr um 9,2 % höheres Betriebsergebnis im Ausmaß von 54,5 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Die Kernkapitalquote nach Basel III mit 14,8 % und die Eigenmittelquote nach Basel III mit
15,5 % Prozent hielten das Niveau des Vorjahres, welches deutlich über den strengen bankrechtlichen Vorgaben liegt.

„Wir sind von unseren Eigenmittelquoten her sehr gut gerüstet und wollen zur finanziellen Gesundheit der Menschen und Betriebe in unserer schönen Region einen wesentlichen Beitrag leisten. Um für mögliche zukünftige Kreditausfälle als Folge der Pandemie gut vorbereitet zu sein, haben wir eine Risikovorsorge im Ausmaß von 36,68 Millionen Euro gebildet. Dies entspricht in etwa dem Zehnfachen der Kreditrückstellungen der letzten Jahre. Wir wollen beweisen, dass wir auch in stürmischen Zeiten für unsere
Privat- und Firmenkunden da sind und glauben fest daran, dass wir gemeinsam diese Krise gut bewältigen können“
, spricht Paulweber auch den von den aktuellen Lockdown-Maßnahmen finanziell besonders betroffenen Kunden Mut zu.

COVID-19 als Turbo für Digital Banking

„Im Krisenjahr kam uns sehr zugute, dass wir in der Sparkassengruppe bereits seit Jahren den Online-Verkauf unserer Produkte – insbesondere über unsere Banking-Plattform George – forcieren. Das außergewöhnliche Jahr 2020 hat nochmal eine deutliche Steigerung bewirkt. Online können mittlerweile nahezu alle Bankprodukte abgeschlossen werden. Die meisten digitalen Abschlüsse gibt es bei Konsumkrediten (50 %) und Wertpapier-Fondsplänen (57 %)“, freut sich Markus Sattel, für den Vertrieb verantwortlicher Vorstandsdirektor der Salzburger Sparkasse.

„Nicht nur im Privatkundengeschäft schreitet die Digitalisierung rapide voran, auch von Firmenkunden können betriebliche Sofortfinanzierungen bis zu 100.000 Euro im Rahmen der Kreditlinie des Kunden online in Anspruch genommen werden. Neben dem sogenannten Firmen Klick Kredit wird mit dem neuen Telebanking Pro ein Business-Internetbanking angeboten, das eine Multibankingfähigkeit und zahlreiche zusätzliche Serviceleistungen beinhaltet, um einen finanziellen Rundumblick für das Unternehmen zu ermöglichen“, erklärt Sattel.

„Nicht nur digital, auch beim Kundenerlebnis in unseren 54 Filialen und 14 SB-Standorten stellen wir die Kunden in den Mittelpunkt unserer Bemühungen und bieten einheitliche Standards hinsichtlich Servicequalität, Flexibilität und dem Kundenerlebnis an“, berichtet Vertriebsvorstand Sattel.
 

Diversity ein Erfolgsfaktor bei konstanten Personalbudgets

Die Salzburger Sparkasse ist eine der größten und modernsten Arbeitgeberinnen im Bundesland Salzburg und hält die Personalbudgets seit Jahren konstant. Stichtagsbezogen waren Ende vergangenen Jahres 626 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (minus 2 gegenüber 2019). Verstärkt wurde das Sparkassen-Team im vergangenen Jahr mit 37 jungen Kolleginnen und Kollegen, davon starteten sieben ihre berufliche Karriere als Lehrling. Mit 63 Prozent Frauenanteil ist die Belegschaft der Salzburger Sparkasse weiblich dominiert. Die Teilzeitquote stieg um einen Prozentpunkt auf 38 Prozent. Derzeit sind 57 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer in Teilzeit beschäftigt.

Im Rahmen eines vor vier Jahren gestarteten Diversity-Programmes verfolgt die Salzburger Sparkasse das strategische Ziel, ‚Die beste Arbeitgeberin‘ zu sein. Das erfolgreiche Modell von Top-Sharing-Führungsduos wurde 2020 auf die doppelte Anzahl ausgebaut. Mittlerweile gibt es bereits acht Führungsduos – sowohl in den Filialen als auch im Betrieb und in allen Geschlechter-Kombinationen. Der Anteil weiblicher Führungskräfte steigt kontinuierlich an und beträgt aktuell 26 Prozent. Im Filialbereich wird ein Drittel der Leitungsfunktionen von Frauen wahrgenommen“, berichtet Generaldirektor Paulweber. 

Eckdaten Jahresergebnisse 2020 im 3-Jahres-Vergleich

Christoph Paulweber, Generaldirektor der Salzburger Sparkasse

Die Salzburger Sparkasse Bank AG betreut mit rund 630 Mitarbeitern an 54 Filial- und 14 SB-Standorten sowie neun regionalen Beratungszentren für Firmenkunden, Freie Berufe oder Wohnbau & Kommunen über 230.000 Kunden. Sie ist Teil der Erste Bank-Gruppe, einem der führenden Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa.