MEDIENINFORMATION
Salzburg, 29. August 2018
Sparkasse finanziert die wachsende Investitionsfreude und bietet StartUp-Runway für Unternehmengründer
- Umfrage: Jedes dritte Salzburger KMU will mit StartUps kooperieren
- NEU: Sparkasse bietet StartUp-Runway für Unternehmensgründer
- Telebanking Pro entwickelt sich zur Serviceplattform für Unternehmen
Die überwältigende Mehrheit (85%) der Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) bemerkt in den letzten zehn Jahren eine steigende Innovationsgeschwindigkeit und sieht die Notwendigkeit zur Digitalisierung. Mit wachsendem Innovationsdruck, sieht jedes dritte KMU eine Konkurrenz in StartUps und hält eine Zusammenarbeit in den nächsten zwei bis drei Jahren für wahrscheinlich. Das ergab eine repräsentative IMAS-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen. „Um dem steigenden Innovationsdruck gerecht zu werden, sind jetzt Investitionen wichtig und wir wollen diese finanzieren“, betont Markus Sattel, Vorstandsdirektor der Salzburger Sparkasse.
Mitarbeiter Erfolgsfaktor Nummer eins für KMU
Jedes dritte Unternehmen kann sich eine Zusammenarbeit mit StartUps vorstellen. Besonders im Bereich Neue Technologien, Software und Internet (62%). Gerade in jenen Bereichen wird den StartUps viel Know-how zugeschrieben, an dem sich immer mehr KMU beteiligen wollen. „Trotz steigender Digitalisierung bleibt der Faktor Mensch für Unternehmer weiterhin das Wichtigste: 99% sehen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Haupterfolgsfaktor. Ein gutes Signal und eine Einschätzung, die ich voll teile“, so Sattel. Weit mehr als die Hälfte (59%) der KMU halten die Zusammenarbeit mit StartUps in der Ausbildung ihrer Mitarbeiter für besonders sinnvoll. Verbesserungspotential mithilfe von StartUps sieht jedes zweite Unternehmen auch bei der Optimierung von Arbeitsprozessen (54%) und dem kosteneffizienten Arbeiten (49%).
Besseres Marktumfeld für KMU
„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wollen KMU in Digitalisierung und Innovationen investieren“, berichtet Johann Flasch, Bereichsleiter Geschäftskunden der Salzburger Sparkasse. „Wir haben allein im vergangenen Jahr 700 Investitionsvorhaben mit einem Volumen von 265 Millionen Euro an Neukrediten an Salzburger Unternehmen vergeben“, ergänzt Flasch. Salzburger Unternehmen bewerten das Marktumfeld heuer besser, als noch letztes Jahr: 2017 haben 71% das Umfeld als zunehmend schwieriger wahrgenommen, 2018 sind es hingegen nur noch 55% aller befragten Unternehmen. Dies macht sich auch in der Investitionsfreude der Unternehmen bemerkbar. Rund jedes vierte Unternehmen im Bundesland Salzburg (23%) plant eine Finanzierung. Beinahe neun von zehn Unternehmen (87%) konnten in der Vergangenheit problemlos ihre Innovationsvorhaben verwirklichen, lediglich 13% gaben an, diese nicht umsetzen zu können. Bei Kreditvergaben spielen viele Faktoren eine Rolle. Die Projektqualität und der Businessplan sind entscheidende Kriterien. „Man muss aber auch sagen, dass manchmal limitierende Auflagen oder regulatorische Hürden hinzukommen. Unser Kerngeschäft sind Finanzierungen und wir realisieren mit unseren Kundinnen und Kunden so viele Projekte wie möglich“, betont Flasch.
NEU: StartUp-Runway für Unternehmensgründer
„Wir wollen die wachsende Investitionsfreude der heimischen Unternehmen finanzieren“, unterstreicht Flasch. „Speziell Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer unterstützt die Salzburger Sparkasse nicht nur bei Konto und Finanzierungsprodukten, sondern auch beim Bekanntwerden ihrer Geschäftsidee. Beim neugeschaffenen StartUp-Runway wird mit dem Marktplatz Sparkassenfiliale dem Unternehmensgründer eine Plattform zum Testen, Bekanntmachen und zur Verkaufsanbahnung geboten“, erläutert Flasch. Die Salzburger Sparkasse betreut derzeit rund 900 Unternehmensgründer mit einem Finanzierungsvolumen von 35 Millionen Euro. Rund 40 Prozent waren vorher bereits Privatkunde der Sparkasse.
Neues Finanz-Cockpit für Unternehmen: Telebanking Pro
Da Unternehmen mit steigender Innovation auch immer mehr Anforderungen an ihr Banking stellen, arbeiten Erste
Bank und Sparkassen bereits an der Weiterentwicklung eines neuen Online Bankings für Unternehmen. „Eine perfekte Steuerung der Finanzen ist essentiell für den Erfolg eines Unternehmens. Mit Telebanking Pro wollen wir mehr als reines Banking für Unternehmen bieten“, erklärt Vorstandsdirektor Sattel. Auf der
Plattform können künftig auch andere Dienstleistungen, wie etwa Bonitätsprüfungen schnell und unkompliziert abgewickelt werden. Telebanking Pro ist schon jetzt verfügbar und im Laufe des Jahres werden weitere Funktionen und Dienste auf der Plattform eingebunden. Die Nutzung ist anders als bei bisherigen Zahlungsverkehrsdiensten im Firmenkundengeschäft auch mobil möglich.
Banken erste Anlaufstelle bei Investitionsvorhaben
80% aller befragten Salzburger KMU ziehen einen klassischen Bankkredit, anderen Finanzierungsformen vor. Damit sind Banken noch immer die erste Anlaufstelle bei Investitionsvorhaben. Gut die Hälfte aller KMU interessiert
sich für geförderte Kredite, eine Eigenkapitalerhöhung oder Leasing. Crowdfunding ist laut Umfrage eine Finanzierungsform, die nur in ausgewählten Fällen in Betracht gezogen wird (10%).
Research Report Österreich:
Die Österreichische Wirtschaft zeigte während des ersten Quartals 2018 ein stärkeres Wachstum als zuvor erwartet, unterstützt
durch alle Komponenten, insbesondere dem Verbrauch. Das Österreichische BIP wuchs im ersten Quartal um 3,4% (4Q17: + 3,2%, 3Q17: + 3,1%) und um + 0,8% gegenüber dem Vorquartal (4Q17: + 0,9%, 3Q17: + 0,9%), das wiederum deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum in der Eurozone lag (1Q18: + 2,5% j/j und + 0,4% q/q). Der größte Wachstumsimpuls kommt seit Anfang 2016 aus der Binnennachfrage, als die Steuerreform zusammen mit ihren wirtschaftsfördernden Maßnahmen Anreize für eine stärkere private Konsum- und Investitionstätigkeit geschaffen hat. Die Nettoexporte trugen im zweiten und dritten Quartal 2017 negativ zum BIP bei, was auf zwei Faktoren zurückzuführen war: Politische Unsicherheit und ein zunehmend starker Euro belasteten die Exporte, während gleichzeitig die boomenden Investitionen die Nachfrage nach importierten Waren erhöhten. Für das Jahr 2018 erwarten die Analysten der Erste Group für den Export insgesamt eine Wachstumsrate von + 5,4% j/j und eine leichte Abschwächung auf + 5,0% für 2019, entsprechend einer Abkühlung im weltweiten Konjunkturaufschwung. Obwohl die Steuerreform in Österreich die Einkommenssteuer senkte, ist sie im Vergleich zur Eurozone sehr hoch. Laut den Analysten der Erste Group hemmt dies das Wachstum des privaten Konsums auch in Zeiten positiver Konjunkturzyklen. Die Analysten prognostizieren für 2018 ein Wachstum des privaten Konsums von 1,6%. Für das Gesamtjahr 2018 erwarten wir nun ein BIP-Wachstum von + 2,9% j/j, das sich 2019 auf + 2,2% j/j beruhigen wird.
KMUs in Zahlen laut Statistik Austria:
99,7 Prozent der Unternehmen in Salzburg sind Klein- und Mittelständische Unternehmen - in genauen Zahlen sind das im Bundesland Salzburg 26.756. Rund 160.000 Menschen sind in einem solchen Unternehmen beschäftigt - davon 135.000 in einem unselbstständigen Beschäftigungsverhältnis. KMU erwirtschaften 56 Prozent der Umsatzerlöse der marktorientierten Wirtschaft und haben einen jährlichen Umsatz von 35 Milliarden Euro im Bundesland Salzburg.
Zur Umfrage: Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Meinungsforschungsinstitut IMAS für eine KMU-Umfrage. In der Zeit vom 5.3.
bis 23.3.2018 wurden Klein- und Mittelbetriebe zum wirtschaftlichem Umfeld, Innovation und StartUps befragt. Insgesamt wurden 900 Interviews mit KMUs (2 bis 50 Mio. Euro Jahresumsatz) in ganz Österreich durchgeführt. Befragt wurden in erster Linie die Geschäftsführer (ansonsten kaufmännische Direktoren oder Finanzchefs). Pro Bundesland wurden 100 Firmen befragt, um eine getrennte Auswertung zu ermöglichen. Für die Insgesamt-Betrachtung erfolgte eine Gewichtung der Bundesländer auf ihr repräsentatives Niveau.
Geschäftskunden-Bereichsleiter Johann Flasch und Vorstandsdirektor Markus Sattel präsentieren den StartUp-Runway, mit dem die Salzburger Sparkasse Jungunternehmer nicht nur bei Konto und Finanzierungsprodukten unterstützen will, sondern auch beim Bekanntwerden ihrer Geschäftsidee.
Foto stefanzauner.at, Abdruck honorarfrei.
Die Salzburger Sparkasse Bank AG betreut mit rund 620 Mitarbeitern an 60 Standorten im Bundesland Salzburg und angrenzenden Oberösterreich mehr als 220.000 Kunden. Sie ist Teil der Erste Bank-Gruppe.
