
Sparen für Kinder: So kannst du finanziell für dein Kind vorsorgen
Führerschein, Ausbildung, Auslandssemester oder eine eigene Wohnung: Werden Kinder groß, wachsen auch die Kosten für sie mit. Du kannst dafür schon früh Geld zur Seite legen. Auch kleine Beträge können über viele Jahre wachsen. Doch welche Sparform passt zu deinem Ziel? Sparkonto, Bausparen, Fonds, ETFs und Generationendepot haben unterschiedliche Chancen und Risiken.
Wie viel sollte ich für mein Kind sparen?
Du musst nicht jeden Monat große Beträge ansparen. Vielmehr geht es darum, deine Kinder oder Enkelkinder bei der Planung deiner Finanzen einzubeziehen und im Laufe der Jahre zu begleiten. Wie hoch der Betrag sein sollte? Das lässt sich nicht pauschal sagen. Das entscheiden du und deine Familie selbst.
Bevor du das tust, solltest du zuerst deine eigenen Budget-Möglichkeiten betrachten: Laufende Kosten, ein Notgroschen und eine finanzielle Absicherung für die Erwachsenen zeigen dir deinen Spar-Spielraum an.
Überlege auch, wann dein Kind das Geld, das du ansparst, braucht. Für den Führerschein in zwei Jahren bleibt nur mehr wenig Zeit. Für eine Ausbildung in 15 Jahren hast du deutlich länger Zeit. Je nach Zeitraum kommen nämlich andere Spar- und Anlageformen infrage.
Kläre vorab mit deiner Hausbank, auf wessen Namen du sparst. Davon kann abhängen, wem das Geld gehört. Auch der Zugriff auf das Geld kann davon abhängen. Bei manchen Produkten kannst du eine begünstigte Person festlegen.
Kläre vorab mit deiner Hausbank, auf wessen Namen du sparst. Davon kann abhängen, wem das Geld gehört. Auch der Zugriff auf das Geld kann davon abhängen. Bei manchen Produkten kannst du eine begünstigte Person festlegen.
Zahlt sich ein Sparkonto für Kinder noch aus?
Auf einem Sparkonto kannst du Geld sicher aufbewahren. Dein Guthaben ist je nach Produkt rasch verfügbar. Einlagen sind in Österreich grundsätzlich bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt, dafür sorgt die gesetzliche Einlagensicherung.
Ein Sparkonto bietet aber meist nur begrenzte Ertragschancen. Sind die Zinsen niedriger als die Inflation, verliert dein Geld zudem an Kaufkraft. Das bedeutet: Du kannst später weniger dafür kaufen als heute. Alle Fragen rund ums Sparkonto beantworten wir in unserem Beitrag Geld auf dem Sparbuch – was bringt’s?
Bausparen für Kinder: Wie funktioniert es?
Mit einem Bausparvertrag kannst du regelmäßig Geld für dein Kind sparen. Ein solcher Vertrag läuft über mehrere Jahre. Je nach Produkt gibt es feste oder veränderliche (sogenannte variable) Zinsen. In Österreich fördert auch der Staat das Bausparen.
Nach der vereinbarten Laufzeit steht das angesparte Geld zur Verfügung. Du kannst es deinem Kind geben oder das Geld kann auch die Grundlage für ein späteres Bauspardarlehen sein. Mehr dazu in unserem Beitrag Das Bauspardarlehen – der heimliche Alleskönner. Mit so einem Darlehen kann dein Kind beispielsweise…
… ein Haus/eine Wohnung/ein Grundstück kaufen, sanieren oder renovieren.
… eine Ausbildung finanzieren.
… sich einen Wunsch finanzieren.
Wie funktioniert ein Generationendepot?
Mit einem Generationendepot kannst du Wertpapiere für ein Kind anlegen. Du legst dabei fest, für wen du das Geld investierst. Diese Person heißt „begünstigte Person“. Du bestimmst auch, wann du das Depot übergeben möchtest. Frühestens ist das ab dem 18. Geburtstag der begünstigten Person möglich. Bis zur Übergabe entscheidest du über das Depot. Wichtig: Im Generationendepot liegt das Geld in Wertpapieren. Ihr Wert kann steigen oder fallen. Deshalb sind auch Verluste möglich.
Fonds und ETFs: Langfristig für Kinder investieren
Wenn du viele Jahre Zeit hast, können auch Fonds oder ETFs infrage kommen. Damit kannst du dein Geld in verschiedene Wertpapiere investieren. Dazu gehören zum Beispiel Aktien. Manche Fonds und ETFs verteilen das Geld auf viele Unternehmen, Branchen oder Länder. Das nennt man Streuung oder Diversifikation.
Eine breite Streuung kann das Risiko senken. Sie kann Verluste aber nicht ausschließen. Wertpapiere können im Wert steigen und fallen, deshalb kannst du auch Geld verlieren.
Mehr Grundlagen findest du in unserem Beitrag Was sind Investmentfonds – einfach erklärt, zusammengefasst. Mehr Einsteiger-Wissen über Aktien und Fonds findest du im Beitrag Investieren für Anfänger und Anfängerinnen.
Investierst du regelmäßig in Wertpapier-Sparpläne, ist es übrigens möglich, vom Durchschnitts-Effekt (Cost-Average-Effect) zu profitieren und Markt-Schwankungen auszugleichen.
Der Durchschnittskosteneffekt („Cost-Average-Effect“) entsteht bei der regelmäßigen Anlage gleichbleibender Beträge in Wertpapiere, z. B. in Form von Sparplänen. Durch regelmäßige Einzahlungen erwirbt man bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei höheren weniger. Je nachdem, wie sich die Kurse im Lauf der Zeit entwickeln, kann sich dieser Effekt vorteilhaft oder nachteilig für das Veranlagungsergebnis erweisen. Der Effekt ist insbesondere in jenen Phasen positiv, in denen Anteile unterhalb des Durchschnittskurses zugekauft werden können, sofern die Kurse bis ans Ende der Ansparphase wieder steigen. Beachtet werden muss: Der Durchschnittskosteneffekt nimmt mit zunehmender Laufzeit des Sparplans ab, da sich das angesparte Vermögen immer mehr so verhält, als hätte man einmalig den Gesamtbetrag angelegt. Je nach Marktentwicklung kann sich eine Einmalveranlagung auch als günstiger erweisen. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.
Du möchtest für dein Kind sparen, weißt aber noch nicht, wie? Unsere Betreuer:innen unterstützen dich dabei. Gemeinsam könnt ihr deine Sparziele und finanziellen Möglichkeiten besprechen.
Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Anlageempfehlung. Diese Werbemitteilung ersetzt somit keine Anlageberatung und berücksichtigt weder die Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen, noch unterliegt sie dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.
Aktualisiert: Oktober 2026