
Mitten im Leben und finanziell selbstbestimmt
Die wichtigsten Erkenntnisse vom she invests Live-Event 2026
Der erste Schritt ist oft der schwierigste, egal, ob beim Investieren, bei der Karriere oder auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Unter dem Motto „Mitten im Leben – finanziell selbstbestimmt“ zeigte das vierte she invests Live-Event, wie Frauen ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen können.
Finanzielle Selbstbestimmung beginnt nicht mit dem perfekten Zeitpunkt, sondern mit einer Entscheidung. Diese Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch das vierte she invests Live-Event, das erstmals gemeinsam mit der Kampagne #frausorgtvor der Wiener Städtischen stattfindet.
Moderatorin und she invests-Urgestein Olga Miler eröffnete den Abend mit einer persönlichen Geschichte. Mit 50 habe sie gemerkt, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Einer, in dem viele Frauen noch einmal bewusst neue Wege einschlagen möchten. Finanzielle Selbstbestimmung sei dabei eine wichtige Voraussetzung, um das eigene Leben frei gestalten zu können.
Einfach anfangen ist das Motto
Auch Max Clary und Aldringen, Retail-Vorstand der Erste Bank, machte deutlich: Der größte Fehler sei nicht das falsche Investment, sondern gar nicht erst zu investieren. Sein Rat: möglichst früh beginnen, langfristig denken und regelmäßig investieren. Schon kleine monatliche Beträge können über viele Jahre einen großen Unterschied machen. Wer breit diversifiziert investiert und langfristig denkt, muss sich nicht täglich mit Kursschwankungen beschäftigen.
Einen der emotionalen Höhepunkte des Abends lieferte Keynote-Speakerin Claudia Reiterer. Die ehemalige ORF-Moderatorin sprach offen über ihre Entscheidung, sich nach vielen Jahren in einem sicheren Angestelltenverhältnis selbstständig zu machen. Dabei machte sie deutlich, dass Menschen häufig nicht am fehlenden Wissen scheitern, sondern daran, ins Handeln zu kommen.
Sie sprach vom sogenannten „Knowing-Doing-Gap“: Viele Menschen wissen genau, was sie tun sollten, schieben den ersten Schritt aber immer wieder auf. Ihr Rat: nicht auf den perfekten Moment warten, sondern einfach beginnen.
Perfekt vorbereitet? Nicht nötig.
Die Expertinnen des Panels betonten, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen. Besonders Frauen würden die eigene finanzielle Vorsorge oft auf später verschieben. Dabei geht es nicht nur um Vermögensaufbau. Ein finanzieller Polster schafft Wahlfreiheit. Er ermöglicht, berufliche Chancen wahrzunehmen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen oder persönliche Veränderungen selbstbestimmt zu gestalten.
Mehrmals wurde deutlich, dass Perfektion oft der größte Gegner guter Entscheidungen ist. Wer glaubt, zuerst alles über Geld und Investments wissen zu müssen, wartet häufig zu lange. Stattdessen empfehlen die Expertinnen, sich beraten zu lassen und Schritt für Schritt Wissen aufzubauen.
Neben Zahlen und Anlagestrategien geht es aber auch um Selbstvertrauen. Viele Frauen unterschätzen ihre finanziellen Möglichkeiten oder trauen sich wichtige Entscheidungen nicht zu. Umso wichtiger sei es, Verantwortung für die eigene finanzielle Zukunft zu übernehmen.
Beratung als Unterstützung
Niemand muss diesen Weg allein gehen. Eine gute Beratung hilft dabei, die passende Anlagestrategie zu finden und Unsicherheiten abzubauen. Entscheidend ist nicht, jede Börsenbewegung zu verstehen, sondern eine Lösung zu finden, die zu den eigenen Zielen und zum persönlichen Sicherheitsbedürfnis passt.
Das Wichtigste in Kürze
- Warten Sie nicht auf den perfekten Zeitpunkt.
- Schon kleine regelmäßige Beträge können langfristig viel bewirken.
- Langfristiges Denken ist wichtiger als kurzfristige Kursschwankungen.
- Finanzielle Unabhängigkeit schafft persönliche Freiheit.
- Gute Beratung hilft dabei, die passende Strategie zu finden.
Finanzielle Selbstbestimmung beginnt nicht irgendwann, sondern in dem Moment, in dem wir Verantwortung für unsere Zukunft übernehmen.