
Das Zinsumfeld nützen
Egal ob am Stammtisch, in Unternehmen, Medien oder Politik – man war sich einig: Hohe Zinsen werden wir so schnell nicht wieder sehen. Doch wie wir mittlerweile wissen, kam die Zukunft mal wieder anders als gedacht.
Schwarze Schwäne
Dass die Zukunft meist anders kommt als gedacht, ist grundsätzlich nichts Neues. Diese Tatsache gehört zum Leben, zum Wirtschaften und zur Geldanlage dazu. Der Ausbruch von Covid-19 und den dazugehörigen Begleiterscheinungen für unser aller Leben lehrte uns einmal mehr, wie schnell zuvor unvorstellbare Dinge Realität werden können. Dasselbe gilt auch für den Krieg in der Ukraine samt dessen menschlichen Tragödien und komplexen wirtschaftlichen sowie politischen Verwerfungen. Darüber hinaus führten diese Ereignisse in Kombination mit der jahrelangen Null- und Negativzinspolitik der Zentralbanken zu Rekordinflation und zum dynamischsten Zinsanstieg aller Zeiten. Weshalb heute, im Oktober 2023, vieles völlig anders ist als im Oktober 2019.
Bereits zum zehnten Mal seit Juli 2022 hob die EZB im September ihre Leitzinsen an. Mit den steigenden Zinsen versucht die Notenbank, Herr bzw. Frau über die noch immer zu hohe Inflation zu werden. Das ist ihr Mandat. Bisher stellten sich zwar Teilerfolge ein, von einer Normalisierung sind wir jedoch noch deutlich entfernt. Die Inflationsrate in der Eurozone betrug im September 4,3 Prozent, was mehr als dem Doppelten des Inflationszieles von etwa 2 Prozent p.a. entspricht. Die (Kern-) Inflation erweist sich also hartnäckiger als gedacht. Mal wieder.
Aktuell erwarten die Marktteilnehmer:innen, dass sich der Zinserhöhungszyklus der Europäischen Zentralbank jedoch dem Ende neigt. Das erreichte Niveau von > 4 Prozent erscheint für viele Beobachter als restriktiv genug. Jede weitere Zinserhöhung könnte das ohnehin schon vielen Marktteilnehmer:innen bis zum Kinn stehende Wasser zum Überlaufen bringen. Dessen ist sich die Notenbank bewusst. Wie es mit den Zinsen daher weitergeht, weiß niemand, nicht einmal die Notenbank selbst. Man blickt von Sitzung zu Sitzung und entscheidet anhand der vorhandenen Wirtschaftsdaten. Die Marktteilnehmer:innen sind jedenfalls skeptisch, dass die EZB das erreichte Zinsniveau länger aufrechterhalten kann und wird. Stand Anfang Oktober erwarten die Analysten bereits ab Mitte nächsten Jahres erste Zinssenkungen. Ob es so kommen wird, ist ungewiss.
Das Zinsfenster steht offen
Letztendlich weiß niemand, wie lange das aktuell sperrangelweit geöffnete Zinsfenster offensteht. Als Anleger:in sollte man sich daher Gedanken machen, wie man das Beste aus der aktuellen Situation machen kann. Das Gute dabei ist: Es gibt endlich wieder vernünftige, attraktive Veranlagungsformen im Zinsbereich. Man kann als Anleger:in quasi aus dem Vollen schöpfen. Neben traditionellen Anleihefonds gibt es für Anleger:innen auch die Möglichkeit, in so genannte „Anleihe-Laufzeitenfonds“ zu investieren. Ein solches Produkt – der s Bond 2029 – befindet sich aktuell bis 13. November in der Zeichnungsphase.
s Bond 2029 – die Kombination aus Einzelanleihe und Fonds
Im Unterschied zu einem traditionellen Anleihefonds handelt es sich bei einem Laufzeitenfonds um einen „geschlossenen“ Investmentfonds mit fixer Laufzeit. Das bedeutet, dass man nur vor Auflage des Fonds innerhalb einer Zeichnungsphase (in diesem Fall insgesamt fünf Wochen) das Produkt erwerben kann. Im Anschluss an die Zeichnungsphase wird das eingesammelte Kapital vom Fondsmanagement in ein breit gestreutes Portfolio aus Staats- und Unternehmensanleihen investiert. Am Ende der Laufzeit erhalten die investierten Anleger:innen das eingezahlte Kapital samt erzielten Erträgen zurück. Trotz der begrenzten Laufzeit können Anteile jederzeit zum aktuellen Marktpreis verkauft werden.
Die Laufzeit des s Bond 2029 beträgt etwas mehr als fünf Jahre (31.01.2029). Das Fondsmanagement berücksichtigt bei der Auswahl der investierten Anleihen das Laufzeitende des Fonds und versucht, attraktive Anleihen mit einer ähnlichen Laufzeit ins Portfolio aufzunehmen. In Summe werden sich rund 90-100 verschiedene Anleihen im Fonds befinden, wobei der Großteil ein Investment-Grade Rating aufweist. Hochzinsanleihen werden geringfügig beigemischt.
Am Ende des Tages vereint ein Laufzeitenfonds die Merkmale einer Anleihe (fixe Laufzeit) mit jenen eines Investmentfonds (breite Streuung; Sondervermögen). Dies lässt gegenüber traditionellen Anleihefonds auch eine deutlich höhere Planbarkeit hinsichtlich der zu erwartenden Wertentwicklung zu. Somit stellt der s Bond 2029 eine interessante Möglichkeit dar, um vom aktuellen Zinsumfeld zu profitieren.
Natürlich gehen mit jeder Vernlagungsform auch gewisse Risiken einher. Gerne informiert Sie Ihr:e Sparkasse OÖ-Berater:in über die konkreten Eckdaten, Chancen und Risiken des Fonds.
Wir feiern 35 Jahre Sparkasse OÖ KAG
Vor rund 35 Jahren, im Herbst 1988, wurde die Sparkasse OÖ Kapitalanlagegesellschaft gegründet. Als eine der ältesten Fondsgesellschaften Österreichs blickt die Tochtergesellschaft der Sparkasse OÖ auf eine lange, erfolgreiche Historie zurück. Schon damals beschäftigte sich die Bank mit der finanziellen Gesundheit ihrer Kund:innen und ermöglichte es Privatanleger:innen, mit der Gründung der Fondsgesellschaft und Auflage von Investmentfonds unter professionellen Rahmenbedingungen an den internationalen Kapitalmärkten teilzunehmen. Seither hat sich vieles verändert. Die Passion für Börsen und Professionalität im Management verschiedenster Anlageformen sind jedoch geblieben. Heute verwaltet die Sparkasse OÖ KAG rund 2,5 Milliarden Euro an Kapital, welches überwiegend von Privatanleger:innen stammt und zur langfristigen Vorsorge und Vermögensaufbau angelegt wird.
Geschäftsführer Walter Lenczuk: „Wir sind stolz auf den erfolgreichen Weg, den wir vor rund 35 Jahren eingeschlagen haben. Persönlich darf ich die Geschicke unserer KAG schon seit über 30 Jahren mitbegleiten und ich freue mich vor allem über den geschaffenen Wohlstand, den wir für unsere Anleger:innen erzielen konnten. Auch weiterhin werden wir für unsere Anleger:innen unser Bestes geben und gewissenhaft das uns anvertraute Kapital anlegen.“
Stefan Gerstmayr, Sparkasse OÖ Kapitalanlagegesellschaft
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