
Wer soll das bezahlen?
Seit rund einem Jahr kämpft sich die Welt von einem Lockdown zum nächsten. Verheerende Konjunktureinbrüche wurden vorhergesagt und haben teilweise auch stattgefunden. Für 2022 prognostizieren die meisten Volkswirte eine goldene Zukunft mit kräftigem Wirtschaftswachstum. Die Börsen bewegen sich von einem Rekordstand zum nächsten. Der Optimismus wird aus einer wesentlichen Quelle geschöpft und diese heißt „frisches Geld“.
Zum einen sind es die Notenbanken, die durch das Aufkaufen von Wertpapieren und niedrige Zinssätze das Ausborgen von Geld für Geschäftsbanken erleichtern. Die Liquidität der Geschäftsbanken soll - so der Plan - über Kredite an Unternehmen und Private die Wirtschaft ankurbeln. Zum anderen sind es die Regierungen, die ihrerseits als Kreditnehmer auftreten, und mit Förderungen, Steuerbefreiungen, Stundungen und Direktinvestitionen Geld in die Wirtschaft pumpen.
In der Volkswirtschaft besteht grundsätzlich ein Zusammenhang zwischen Geldmenge, Güternachfrage und Preisen. Wenn die Geldmenge steigt, steigt in der Regel die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. Steigende Nachfrage führt meist zu steigenden Preisen und es entsteht Inflation. Dieser Zusammenhang gilt aber nur dann, wenn das Angebot begrenzt ist. Mit Angebot sind mehrere Dinge gemeint, die man für die Erzeugung von Gütern – und zwar Dienstleistungen und Produkten – braucht. Dazu zählen vor allem Rohstoffe und Arbeitskraft.
Eine Knappheit beim Angebot ist, durch Lieferausfälle wegen Corona, in manchen Bereichen zwar temporär gegeben aber im Grunde gibt es genug Rohstoffe, genug freie Arbeitskräfte und genug Produktivitätsfortschritte, um die Produktion tendenziell zu verbilligen. Dazu herrscht bei fast allen Waren Überangebot und dadurch ein massiver Konkurrenzkampf, der die Preise weiter drückt und zu immer größeren und damit mächtigeren Unternehmen führt.
Die Ausweitung der Geldmenge durch die Notenbanken und die steigenden Staatsschulden sind somit zwar genau zu beobachten aber solange es keine Angebotsengpässe und damit keinen Inflationsdruck gibt, nicht weiter besorgniserregend. Auch wenn klar ist, dass es nach der verschwenderischen Phase auch wieder Zeiten des Sparens geben wird. Zudem stimmt es nicht ganz, wenn man meint, es gäbe derzeit keine Inflation. Diese findet laufend statt. Nämlich an den Kapital- und Immobilienmärkten und auch andere Transaktionen - wie beispielsweise Kunst, Antiquitäten oder Sportlertransfers - verzeichnen laufend Rekordergebnisse.
Welche Auswirkungen die Fiskal- und Geldpolitik in der Zukunft auch immer haben wird, eines ist jetzt schon fix. Das aktuelle Zinsniveau deckt die derzeitige Inflationsrate nicht ab. Vermögenswerte profitieren trotz aller Risiken, wie Kursschwankungen und Verluste, von der Geldpolitik der Notenbanken und den Konjunkturprogrammen der Regierungen.
Markus Hinterberger, Segmentmanager Sparkasse OÖ
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