Tirol einmal quer: Der WildspitzRUSH feiert eine großartige Premiere

Die Strecke des WildspitzRUSH führte die 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom tiefsten Punkt bis auf den höchsten Gipfel Nordtirols; von Ebbs im Kufsteinerland (474 m) auf die 3772 Meter hohe Wildspitze. Dazwischen: 181 Kilometer und 2000 Höhenmeter mit dem Rennrad, 1000 Höhenmeter zu Fuß und noch einmal 1300 Höhenmeter auf Tourenski.

Der WildspitzRUSH ist kein Rennen, trotzdem eine packende sportliche Herausforderung. Für jeden einzelnen geht es um persönliche Höchstleistungen. Der Clou: Beim WildspitzRUSH arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam am Erfolg, leisten im Team Großartiges. Wobei dieses Event-Format in mehrfacher Hinsicht Neuland betritt: „Normalerweise schaffen wir eine sportliche Verbindung zwischen Winter und Frühling“, erklärt RUSH-Organisator Hans-Peter Kreidl. „Jetzt starten wir im goldenen Herbst und steigen auf in den Winter“. Und auch die Herausforderung sei diesmal eine andere, so Kreidl: „Normalerweise haben wir eine sehr harte erste Etappe und dem Gipfel am zweiten Tag als Zuckerl. Hier geht es an beiden Tagen für alle Starterinnen und Starter voll zur Sache“.

Doch mit dem legendären RUSH-Feeling sind auch solche Herausforderungen zu meistern: „Alleine hätte ich mir eine solche Tour niemals zugetraut“, sagte Jutta Kaltenbrunner aus Linz. „Aber hier im Team wirst Du förmlich mitgerissen, das macht wahnsinnig Spaß“. Und auch Mountainbike-Profi Lukas Kaufmann, heuer vierter des „Race around Austria“, war sichtlich angetan von den zwei sportlichen Tagen: „Bei den Events von RUSHdieSerie erlebst du immer eine tolle Stimmung und lernst wahnsinnig viele neue Leute kennen, das macht großen Spaß.“

Zeit, dass sich was tut

Doch nicht nur aus sportlicher Sicht war der WildspitzRUSH ein Erfolg. Auch Georg Hörhager, Tourismus-Obmann des Kufsteinerland freut sich über das neue Event: „RUSHdieSerie war uns natürlich ein Begriff. Als sich die Chance ergeben hat, die Serie mit dem WildspitzRUSH ins Kufsteinerland zu holen, waren wir gleich dabei“, erklärt Georg Hörhager. Sport und alpine Herausforderungen unter Freunden, ohne zu verbissen zu sein, das passe einfach in die Region. Vor allem aber sei der WildspitzRUSH ein wichtiges Zeichen in besonderen Zeiten: „Es musste heuer so vieles abgesagt werden. Wir wollen mit dem WildspitzRUSH zeigen, dass man auch unter den derzeitigen Bedingungen das Kufsteinerland erleben, das Leben genießen kann, dass sich was tut“, so Hörhager.

Auch die Tiroler Wirtschaft nutzt die Veranstaltung für einen positiven Blick nach vorn. Unterstützt wird der WildspitzRUSH unter anderem von der Sparkasse Kufstein und von der Tiroler Supermarkt-Kette MPreis. In deren Filiale in Völs kehrten die RUSH-Starter zur Mittagsjause ein, empfangen von MPreis Geschäftsführer Peter Paul Mölk und seinem Team. „Schön, dass sich wieder was tut, das unterstützen wir natürlich gerne“, so der Geschäftsführer.

Nach rund sechseinhalb Stunden Fahrzeit erreichten die 42 Sportlerinnen und Sportler das erste Etappenziel, das Hotel Vier Jahreszeiten im Pitztal auf 1670 Meter Höhe. Das Programm des Abends: Beine locker machen, die Bilder des Tages im Kopfkino laufen lassen und Energie tanken für den langen Aufstieg auf die Wildspitze.

„Der WildspitzRUSH zeigt genau die Vielfalt des Pitztals“, sagt Gerhard Stettner, Geschäftsführer des TVB Pitztal. „Wir bieten eine eigene Karte für Trailrunner. Skifahrer und Tourengeher finden rund um den Pitztaler Gletscher schon jetzt ideale Bedingungen, dazu die gute Stimmung rund um das Event – wir freuen uns auf die zweite Auflage im April 2021“.

Frühstart ganz nach oben

Noch vor Sonnenaufgang startete der WildspitzRUSH auf die zweite Etappe: 100 Höhenmeter zu Fuß an die Talstation der Gletscherseebahn in 2688 Meter Höhe. Dort hatte das Orga-Team Wechselkleidung und Skitourenausrüstung der Teilnehmer deponiert. Es zeigte sich, dass die Sportlerinnen und Sportler gut regeneriert hatten: Bereits nach 94 Minuten waren die ersten Läufer in der Wechselzone, auch die Nachhut brauchte unter zwei Stunden. „Der frühe Start in der Kälte ist schon hart“, sagte Jonas Seybold aus München, der seinen dritten RUSH erlebte. „Wenn du dann aber in den Sonnenaufgang läufst, das ist einfach herrlich“.