
Laufen ist meine Me-Time
Noch bevor die Sonne über Krems aufgeht, zieht KREMSER BANK Private-Banking-Betreuer Jörg Fischer seine Laufschuhe an. Die Stadt schläft, nur er ist bereits unterwegs zu seiner Laufeinheit. Das dumpfe Trommeln seiner Laufschuhe auf dem Asphalt und die kleine Wolke seines Atems in der kühlen Luft begleiten ihn in dieser Jahreszeit. 45 Minuten, manchmal eine ganze Stunde – Zeit, in der die Welt stillsteht und nur der Rhythmus seiner Schritte zählt. Kilometer für Kilometer entlang der Donau klärt sich sein Kopf, die Gedanken fliegen frei. So beginnt sein Tag. „Ich laufe immer ohne Musik oder Podcast“, sagt er. „Das ist meine Me-Time – eine knappe Stunde nur für mich, in der ich alles ordnen und über vieles nachdenken kann. Es ist mein persönlicher Luxus.“
Mit jedem Schritt fitter
Vor eineinhalb Jahren sah alles noch anders aus. Bei einer Vorsorgeuntersuchung bekam Fischer die Wahl: Tabletten oder Sport. Er entschied sich für Letzteres. „Ich wollte die Kontrolle zurückgewinnen – über meinen Körper, über meine Gesundheit“, erzählt er. „Zum Laufen bin ich über meine Kinder gekommen. Ich habe sie zu einem Hobbylauf begleitet und gemerkt, dass das allen Spaß macht – da dachte ich: Das will ich auch ausprobieren. Und das Laufen hat auch mir schnell gefallen.“
Die ersten Kilometer waren hart, doch je mehr Körpergewicht er verlor, desto besser lief das Training. Erst fünf Kilometer, dann zehn, schließlich ein Halbmarathon. Heute ist der Morgenlauf fest in seinem Alltag verankert: viermal unter der Woche und einmal am Wochenende. „Wenn ich sehe, dass ich Fortschritte mache und meine Ziele erreiche, motiviert mich das, weiterzumachen.“ Sein nächstes Ziel: die Halbmarathon-Zeit unter 1:40 Stunden zu bringen. Noch liegt seine aktuelle Bestzeit bei 1:48 Stunden. Der Wien-Marathon im Frühjahr 2026 wird es zeigen.
Körper und Geist in Einklang
Laufen hat Jörg Fischers Fitness deutlich verbessert. 15 Kilogramm hat er abgenommen, er fühlt sich gesünder als je zuvor. „Man denkt, man läuft einfach nur, aber eigentlich läuft man sich frei – vom Kopf, vom Alltagsstress, vom Ballast, von allem.“ Nach jedem Lauf kehrt er energiegeladen nach Hause zurück, bereit für Arbeit und Familie.
Für den Private-Banking-Betreuer ist Laufen nicht nur Sport, sondern ein Weg, sich selbst zu messen und zu verbessern. „Man läuft nicht gegen andere, sondern gegen sich selbst. Jeder Lauf ist ein kleiner Wettkampf mit mir. Es geht darum, besser zu werden, schneller zu werden, weiterzukommen.“
Gerade diese Herausforderung macht die gelaufenen Kilometer zu einem festen Bestandteil seines Lebens. Morgens vor der Arbeit, im Urlaub oder beim Entdecken neuer Landschaften – Laufen bedeutet Ruhe, Klarheit und Freiheit inmitten des hektischen Alltags. Die Donau-Strecke ist für ihn ein tägliches Abenteuer. Im Winter schillert unberührter Schnee unter seinen Füßen, im Frühling begrüßt ihn der Sonnenaufgang, die Luft riecht nach Tau und frischem Gras. Selbst bei Regen oder Nebel ist er draußen. „Man ist allein, die Welt ist noch still. Jeder Lauf ist ein kleines Erlebnis, das Körper und Geist stärkt.“
Dabei sein ist alles
Seit Laufbeginn hat Jörg Fischer über 1.500 Kilometer zurückgelegt und sich eine beachtliche Sammlung an Laufschuhen zugelegt. „Jede Art von Training, jede Distanz hat ihren Schuh. Ich habe bestimmt schon zehn Paar durchgelaufen“, sagt er lachend. Kleine Rückschläge nimmt er ebenso mit Humor. Beim diesjährigen Wachau-Halbmarathon verfehlte er sein persönliches Ziel. „Beim nächsten Mal hole ich es wieder auf“, sagt er mit Bestimmtheit in der Stimme.
Seine Familie ist involviert: „Die Kinder laufen selbst, nehmen an Hobbyläufen teil und machen alles gerne mit, was wir Eltern vorleben. Das macht Spaß, verbindet uns und motiviert mich zusätzlich.“