Über uns

Kärntner Sparkasse

Wer wir sind

Der Konzern Kärntner Sparkasse AG ist ein regionaler Finanzdienstleister im Heimmarkt Kärnten sowie im Near-to-home-Markt Slowenien. Als Mitglied im Netzwerk der österreichischen Sparkassengruppe verfügt die Kärntner Sparkasse AG über wertvolle Kontakte zu den Märkten in Mittel- und Osteuropa.

Von anderen Finanzinstituten unterscheidet sich die Kärntner Sparkasse AG durch ihre feste Verankerung in der regionalen Wirtschaft sowie ihre Gemeinwohlorientierung. Durch konsequente Konzentration auf das Kerngeschäft konnte die Marktposition bei Privatkunden und in der mittelständischen Wirtschaft kontinuierlich ausgebaut werden.

Eigentümerstruktur:

Der Konzern Kärntner Sparkasse ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft. Aktionäre sind die Privatstiftung Kärntner Sparkasse (~75%) sowie die Erste Bank AG (~25%).

Was wir leisten

Der Konzern Kärntner Sparkasse AG hat sich sowohl bei Privatkunden als auch bei vielen Unternehmen als ausgezeichnete regionale Bank positionieren können und ist mit insgesamt 58 Filialen, davon 49 in Kärnten und neun in Slowenien gut aufgestellt.

Den italienischen Kunden der Kärntner Sparkasse AG steht als Beratungsstandort die Filiale in Villach Moritschstraße zur Verfügung.

Durch die Vernetzung innerhalb der Sparkassengruppe unter dem Dach der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG können Kunden der Kärntner Sparkasse AG in über 1.000 Filialen mit mehr als 13.700 Mitarbeitern ihre Geldgeschäfte innerhalb Österreichs erledigen.

Durch die zahlreichen Tochterunternehmen können sämtliche Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen kompetent angeboten werden. Außerdem gibt es SB-Automaten in über 180 österreichischen OMV-Tankstellen mit VIVA-Shop, bei denen die Kunden rund um die Uhr Bargeld „tanken“ sowie Einzahlungen und Überweisungen abwickeln können.

Unser Vorstand

Vorstandsdirektorin

Gabriele Semmelrock-Werzer

Sprecherin des Vorstandes
der Kärntner Sparkasse AG

Vorstandsdirektor

Mag. Siegfried Huber

Mitglied des Vorstandes der Kärntner Sparkasse AG

Geschäftsberichte

Der Geschäftsbericht der Kärntner Sparkasse wird in der ersten Jahreshälfte des Folgejahres produziert und nach der ordentlichen Hauptversammlung zirka Ende Mai bis Anfang Juni ausgeliefert bzw. zum Download bereitgestellt. Ab dem Jahr 2015 ist der Leistungsbericht der Privatstiftung Kärntner Sparkasse im Geschäftsbericht integriert.

Bestellungen von Druckexemplaren des jeweils aktuellen Geschäftsberichts richten Sie bitte an Frau Mag. Nina Kalt (KaltN@Kspk.at). 

Woher wir kommen

Am 12. Feber 1835 fand die feierliche Eröffnung der „Kärntnerischen Sparcassa“ im Wappensaal des Landhauses zu Klagenfurt statt.

Bereits in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg parallel zum wirtschaftlichen Erfolg des Hauses auch die Bedeutung der Kärntner Sparkasse für das wissenschaftliche, soziale und kulturelle Leben des Landes: Großprojekte wie beispielsweise die Errichtung des Landesmuseums oder des Konzerthauses wurden fast zur Gänze von der Kärntner Sparkasse gestiftet.

Mit der Errichtung einer Alterssparkasse wurde das Angebot besonders für die unteren Schichten ausgeweitet: Zur Aufbesserung der „Notgroschen“, die man als Vorsorge für Alter und Altersunfähigkeit ansparte, vergab die Sparkasse einen Zinszuschuss.

Die Kärntner Sparkasse vergibt zum ersten Mal den „Kärntner Sparkasse Förderungspreis für Musik und Bildende Kunst“.

Die Kärntner Sparkasse schließt sich mit der Sparkasse St. Veit/Glan, der Sparkasse in Wolfsberg, der Sparkasse Friesach und der Gurktaler Sparkasse zusammen.

Auslagerung des operativen Geschäfts in die „Kärntner Sparkasse Aktiengesellschaft“. Als Aktionär tritt der bisherige „Verein Kärntner Sparkasse“ auf.

In Ljubljana (Slowenien) wird die erste Auslandsrepräsentanz der Kärntner Sparkasse AG eröffnet.

Mit 11.01.1999 wird die „Kärntner Sparkasse Verwaltungssparkasse“ in die weltweit erste Sparkassenstiftung umgewandelt. Damit wurde der Fördergedanke in den Statuten verankert. Im November 1999 wird in Ljubljana die erste Geschäftsstelle der Kärntner Sparkasse AG in Slowenien eröffnet.

Erfolgreicher Start in Slowenien mit Erteilung der Vollbanklizenz für die „Banka Sparkasse d.d.“ in Ljubljana. Sie ist somit selbstständig, bleibt aber im „Konzern Kärntner Sparkasse“ verankert.

Aktuelle Beteiligungsverhältnisse:

70 % Kärntner Sparkasse AG

26 %  Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

4 % Erste Bank AG 

Im Jahr 2008 in Klagenfurt eröffnet, hilft die „Zweite Sparkasse“ Menschen nach Empfehlung der Schuldnerberatung Kärnten, der Caritas oder der ARGE Sozial Villach: Die Kunden erhalten ein kostenloses Girokonto auf Habenbasis, wobei eine Bankomatkarte, die elektronische Abwicklung des Zahlungsverkehrs und der Zugang zum Online-Banking inkludiert sind.

Im Jubiläumsjahr „175 Jahre Kärntner Sparkasse“ lädt das Institut zu mehr als 175 Veranstaltungen, an denen rund 12.000 Kunden teilnehmen. So verbindet die Kärntner Sparkasse AG ihre vielen Kontakte im Sponsorbereich mit erfolgreichen CRM-Aktivitäten (Kundenbindungsprogramm).

In ihrer 180 jährigen Geschichte hat sich die Kärntner Sparkasse ihrem Gründungsauftrag entsprechend immer der gesellschaftlichen Entwicklung angepasst, in ihrem Kern ist sie aber geblieben, was sie seit je her war: Ein Institut, das sich in unvergleichlicher Weise für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Landes Kärnten einsetzt und dabei immer auch großes Augenmerk auf die Unterstützung der in Notlage geratenen Menschen legt. Engagement für die Gemeinschaft und Mut, völlig neue Wege zu beschreiten sind nach wie vor wesentliche Handlungsprinzipien. Selbst in schwierigen Zeiten hält die Kärntner Sparkasse ihren Gründungsauftrag aufrecht. Das macht die Sparkassenidee so einzigartig. Neben der Bereitstellung hoch professioneller Bankdienstleistungen im Dienste der wirtschaftlichen Entwicklung ist und bleibt die Kärntner Sparkasse der mit Abstand größte Förderer von Bildungs-, Kultur-, und Sozialeinrichtungen des Landes

Das Sparkassen-Regulativ gibt den Sparkassen für die nächsten 130 Jahre den geschäftlichen Rahmen und ermöglicht auch Gemeinden, Sparkassen zu gründen. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden in der Monarchie bis 1914 fast 700 Sparkassen gegründet, davon im heutigen Österreich rund 200. Der Großteil davon sind Gemeindesparkassen.

In diesem Jahr werden die Sparkassen von reinen Humanitätsanstalten zu Geldanstalten humanitären Charakters umgewandelt, die mit allen Bevölkerungsschichten Geschäfte abschließen können. Sie konzentrieren ihr Geschäft auch auf die Klein- und Mittelbetriebe, den Wohnbau und die Gemeindefinanzierung.

Der Erste Weltkrieg war die erste Zäsur der bis dahin kontinuierlich erfolgreichen Entwicklung. Es gab zahlreiche staatliche Eingriffe in die Sparkassenpolitik, vor allem bei der Rückzahlung im Darlehensgeschäft. Gleichzeitig erleichterte die steigende Geldentwertung die Rückzahlung von Darlehen, zahlreiche Grundstücke wurden so schuldenfrei. Viele Sparkassenbeamte mussten Kriegsdienst leisten, der Betrieb konnte nur mit Schwierigkeiten aufrechterhalten werden. 

Kaum hatten die Sparkassen den Zusammenbruch der Centralbank überwunden, kollabierte nach dem Crash der Creditanstalt die Wirtschaft der jungen Republik. In dieser Zeit musste keine Sparkasse schließen und kein Kunde verlor seine Ersparnisse. 

Nach den schwierigen Nachkriegsjahren zeigte sich 1952 ein erster Hoffnungsschimmer am Firmament: die Wiedereinführung des Weltspartages und ein neues Aufkeimen der Spartätigkeit. Dies unterstützten die Sparkassen mit den ersten Plakataktionen und ersten systematischen Werbekonzepten. 

Das Jahr 1955 war für die Sparkassen ein Festjahr. Das Rekonstruktionsgesetz ermöglichte ihnen erstmals seit dem Krieg wieder eine echte Bilanzierung und der Sparkassentag zum 50. Bestandsjubiläum des Sparkassenverbandes wurde mit dem Weltspartagsmotto „Sparen – frei sein“ gefeiert.

Mitte der 50er Jahre beginnt nicht nur die Blütezeit der Weltspartage, sondern auch das Leben einer der bekanntesten österreichischen Kultfiguren, die vor allem die Spargesinnung der 1960er und 1970er Jahre ausdrückte: der Sparefroh.

Im Schulorganisationsgesetz bekamen die Sparkassen einen konkreten Auftrag zur Mitarbeit an der Wirtschaftserziehung und mit dem Prämiensparen war es ihnen gelungen eine Sparform zu schaffen, die erstmals höhere Zinsen und staatliche Prämien für längere Laufzeiten vorsah.  

Diese beiden Gesetze veränderten die Sparkassenlandschaft grundlegend. Sparkassen wurden zu Universalbanken, ein hauptamtlicher Vorstand löste die ehrenamtlichen Funktionäre ab. Viele kleine Sparkassen waren damit aber gezwungen, sich größeren anzuschließen: der Beginn einer Fusionswelle, die die Sparkassenlandschaft um mehr als zwei Drittel ihrer  einstmals 180 Instituten reduzierte. 

Die größte Innovation der Sparkassen im 20. Jahrhundert fand im Bereich der Automation statt. Zu Beginn der 1980er-Jahre wurden Bankomate aufgestellt, Selbstbedienungszonen errichtet, die Abwicklung der Bankgeschäfte durch die EDV beschleunigt und erleichtert. Der bargeldlose Zahlungsverkehr war eine Erfindung der Sparkassen. 

Die Sparkassen waren für den Weg in die EU bestens gerüstet. Erleichtert hat dies vor allem die Öffnung der Rechtsform, die eine Auslagerung des Bankgeschäfts in Aktiengesellschaften erlaubte. 

Nach jahrelangen Diskussionen bekam die Sparkassengruppe 1997 eine weitgehend neue Struktur.  Die Erste oesterreichische Sparcasse fusionierte mit der GiroCredit und wurde das neue Spitzeninstitut. Direkte Folgen waren der gemeinsame Marktauftritt, ein einheitliches Erscheinungsbild und der Haftungsverbund. 

2008 kam es zur Spaltung der Erste Group und der Erste Bank Oesterreich, wobei die Erste Group als Holding der Tochterbanken in Österreich und sieben weiteren zentral- und osteuropäischen Ländern mit etwa  16 Mio. Kunden fungiert. Die Erste Bank Oesterreich ist das Spitzeninstitut der österreichischen Sparkassen. Neben ihr gibt es Die Zweite Sparkasse und 46 Regionalsparkassen.

Die Dezentralität der Sparkassen ist heute ein besonders stabilisierendes Element. Als selbständige Institute fällen sie ihre Entscheidungen vor Ort - aus dieser Nähe zum Markt entstehen Kundenkenntnis und gegenseitiges Vertrauen. Und genau das ist die wichtigste Basis für Finanzgeschäfte der Sparkassen. Heute gehören Erste Bank und Sparkassen zu Österreichs größten AnbieterInnen von Finanzdienstleistungen. Rund 15.500 MitarbeiterInnen betreuen in mehr als 1.100 Filialen und Bankstellen über 3,4 Millionen KundInnen.

Verantwortung

Der Gründungsgedanke der Sparkassen:

Gemeinwohlorientierung

Was die Kärntner Sparkasse AG einzigartig macht, ist der Gründungsgedanke: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Es gehört zum Selbstverständnis und zur Verantwortung des Unternehmens neben den wirtschaftlichen Interessen auch die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Menschen im Einzugsgebiet nicht aus den Augen zu verlieren. So werden der Öffentlichkeit im Rahmen des CSR-Konzepts der Kärntner Sparkasse AG jährlich bedeutende Mittel für soziale, kulturelle und wissenschaftliche Vorhaben zur Verfügung gestellt und hunderte Projekte und Initiativen in Kärnten mit bedeutenden Mitteln unterstützt. Viele Projekte aus den Bereichen Kultur, Sport, Soziales, Wissenschaft und Bildung könnten ohne diese Fördertätigkeit nicht umgesetzt werden. Teile der Erträge aus dem Bankgeschäft der Kärntner Sparkasse AG kommen auf diese Weise den Menschen in Kärnten zugute. So beweist die Kärntner Sparkasse AG seit über 180 Jahren ihre gelebte Gemeinwohlorientierung im Sinne des CSR-Gedankens (Corporate Social Responsibility).

Die Zweite Sparkasse

Im Jahr 2008 in Klagenfurt eröffnet, hilft die „Zweite Sparkasse“ Menschen nach Empfehlung der Schuldnerberatung Kärnten, der Caritas oder der ARGE Sozial Villach: Die Kunden erhalten ein kostenloses Girokonto auf Habenbasis, wobei eine Bankomatkarte, die elektronische Abwicklung des Zahlungsverkehrs und der Zugang zum Online-Banking inkludiert sind.

Die „Bank für Menschen ohne Bank“ wird von mehr als 40 aktiven und pensionierten Mitarbeitern der Kärntner Sparkasse AG ehrenamtlich in deren Freizeit geführt. Seit 2009 hat die „Zweite Sparkasse“ einen weiteren Standort in Villach.

Haftungsverbund

Zusätzliches Sicherheitsnetz von Erste Bank und Sparkassen

Der Sparkassen-Haftungsverbund - ein zusätzliches Sicherheitsnetz

Die Mitglieder der Sparkassengruppe sichern die Spareinlagen über das gesetzliche Ausmaß von EUR 100.000,- ab. Denn die österreichischen Sparkassen bilden seit Jahren mit dem Haftungsverbund auch eine Gemeinschaft zur Absicherung der Spareinlagen - den sogenannten "Haftungsverbund". Der Haftungsverbund bildet für die Spareinlagen der Kunden also ein zusätzliches Sicherheitsnetz.  Diese Haftung wirkt als Ergänzung zur gesetzlichen Einlagensicherung und Anlegerentschädigung.

In der Grundsatzvereinbarung zum Haftungsverbund ist ein Früherkennungssystem verankert, um frühzeitig auf wirtschaftliche Schwierigkeiten einer Sparkasse reagieren zu können. Die vorrangige Aufgabe des Sparkassen-Haftungsverbunds besteht darin, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der gesamten Sparkassengruppe zu erhöhen und damit die Einlagen unserer Kunden bestmöglich abzusichern.

Das Streben der Erste Bank und Sparkassen ist es natürlich, dass es niemals zu einem Anlassfall für den Haftungsverbund kommt und die Kundeneinlagen – so wie bisher – sicher bei den Verbundsparkassen veranlagt sind.

Fragen zum Haftungsverbund:

Der Haftungsverbund ist eine auf freiwilliger Basis abgeschlossene Vereinbarung zwischen der Erste Bank und den daran teilnehmenden österreichischen Sparkassen, in der die Mitglieder wechselseitig für die Auszahlung der Kundeneinlagen über den gesetzlich abgesicherten Betrag hinaus im Absicherungsfall (Konkurs) haften.

2002 haben die Erste Group Bank AG und ein Großteil der österreichischen Sparkassen den Haftungsverbund gegründet. Inzwischen ist die Erste Holding mit sämtlichen Sparkassen im Rahmen von Haftungsvereinbarungen verbunden.

Die Mitglieder des Haftungsverbundes setzten auf eine intensivere und raschere Umsetzung des bisherigen Kooperationsweges (einheitliche Geschäfts- und Marktpolitik, rentabilitätsorientierte Arbeitsteilung, einheitlicher Marktauftritt) unter Einbindung ihres Zentralinstitutes Erste Group Bank AG als „Lead Bank“. Daneben wurde ein Frühwarnsystem zur Früherkennung und Vermeidung von wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Sparkassen etabliert sowie das wechselseitige Einstehen und die Verpflichtung zur sachlichen und finanziellen Unterstützung in der Sparkassengruppe – der Haftungsverbund – begründet, der, über die gesetzlich gebotene Einlagensicherung hinaus, bestimmte Forderungen von Kunden absichern soll.

Der Haftungsverbund wurde im Laufe der Zeit in Übereinstimmung mit den wettbewerbsrechtlichen Vorgaben ausgebaut und parallel dazu die Zusammenarbeit zwischen seinen Mitgliedern weiter intensiviert. Der gemeinsamen, jedoch im mehrheitlichen Anteilsbesitz der Erste Bank Oesterreich stehenden Haftungsgesellschaft wurden weitreichende Befugnisse gegenüber den Mitgliedern eingeräumt.

Mitglieder beim Haftungsverbund sind die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, die Erste Group Bank AG und die österreichischen Sparkassen in den Bundesländern. (Ausnahme Unicredit Bank Austria AG).

Die wesentlichen Aufgaben des Haftungsverbundes bestehen

  1. in der Etablierung einer einheitlichen Geschäfts- und Marktpolitik, die u.a. folgende Bereiche umfasst: Planung und Entwicklung sowie einheitlicher Einsatz von Sektorprodukten und -dienstleistungen, Bündelung wesentlicher Abwicklungsfunktionen, Vereinheitlichung des Marktauftritts und der Werbelinie, koordinierte Marketingplanung
  2. in der Ausübung eines Frühwarnsystems, das allfällige wirtschaftliche Probleme seiner Mitglieder möglichst früh erkennt und den Mitgliedern bei der Bewältigung wirtschaftlicher Probleme effiziente Hilfe zukommen lässt, sowie gemeinsame Risikobewertungs- Risikomess- und Risikokontrollverfahren und
  3. in einer über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgehenden Absicherung bestimmter Forderungen von Kunden durch die Begründung einer entsprechend ausgestalteten Einstandspflicht der Sparkassen und der Erste Holding (Erweiterte Einlagensicherung)

Die Mitglieder des Haftungsverbundes sichern im Absicherungsfall gewisse Kundeneinlagen ab. Der Haftungsverbund kommt nach der gesetzlichen Einlagensicherung zum Zug und wirkt somit als Ergänzung zur gesetzlichen Einlagensicherung und Anlegerentschädigung im Rahmen der wechselseitigen Haftungsvereinbarungen. Das vorrangigste Ziel der Erste Bank und der Sparkassen liegt jedoch darin, dass es nie zu einem Anlassfall aus dem Haftungsverbund (Absicherungsfall) kommt und somit die Kundeneinlagen wie in der Vergangenheit sicher und ertragreich bei Verbundsparkassen veranlagt sind.

Im Absicherungsfall (das ist die Eröffnung des Konkurses über ein Mitglied des Haftungsverbundes) sind vom Haftungsverbund Kundenforderungen bis zu einer gewissen Höhe abgedeckt. Folgende Kundenforderungen seien beispielhaft genannt: Spareinlagen, Guthaben auf Giro- und Verrechnungskonten, Geldforderungen aus der Begebung von Wertpapieren (wie z.B. Schuldverschreibungen oder Kassenobligationen der Erste Bank oder Sparkassen - Eigenemissionen).

Von der Absicherung nicht umfasst sind jedoch folgende Ausnahmen:

  • Forderungen von Kreditinstituten
  • Eigenmittelbestandteile gemäß Art. 26ff, 51ff, 62ff CRR (ehemals § 23 BWG)
  • ohne Rücksicht auf ihre Anrechenbarkeit (z.B. Partizipations-, Hybrid- oder Ergänzungskapital)
  • Forderungen im Zusammenhang mit Geldwäscherei
  • Forderungen im Zusammenhang mit strafrechtlich zu verfolgenden Handlungen

Voraussetzung für einen Absicherungsfall im Haftungsverbund ist die Eröffnung des Konkurses über ein Mitglied des Haftungsverbundes.

Die Kooperation in der Sparkassengruppe begründet eine Produktions-, Vertriebs-, Werbungs-, Spezialisierungs- und Garantiegemeinschaft, die Vorteile für alle Stakeholder bietet.

Verbraucher profitieren von der Verbreiterung und Modernisierung des Angebots und von dem technischen Fortschritt, der dadurch auf breiterer Basis innerhalb der Sparkassengruppe erzielt werden kann.

Der Haftungsverbund stellt sicher, dass auch außerhalb der städtischen Ballungsräume ein umfassendes Angebot von allen von den Kunden benötigten Finanzdienstleistungen gewährleistet ist und leistet so einen Beitrag zur Versorgung der ländlichen Gebiete mit Bankdienstleistungen.

Weiters bestehen Effizienzvorteile für die Mitglieder des Haftungsverbundes. Die Haftungsverbundmitglieder ziehen aus der Zusammenarbeit Vorteile durch die gemeinsame EDV-Plattform und IT-Anwendungen, gemeinsame Entwicklung von Produkten, gemeinsames Produktmarketing und den einheitlichen Werbeauftritt. Beispiele für die umfassenden Zusammenarbeitsmöglichkeiten im Kooperationsverbund sind das gemeinsame Vorgehen bei IT-Entwicklungen (Harmonisierung Marktservice), gemeinsame Produktentwicklungen (gemeinsames Aktionsprodukt zum Weltspartag), die Umsetzung einheitlicher Vertriebskonzepte (österreichweite Kooperation mit einer Handelskette).

Verbraucher, Sparkassen und Aufsicht ziehen daraus Vorteile, dass der Haftungsverbund vor allem jedoch danach trachtet, Sicherungsfälle dank des Frühwarnsystems erst gar nicht entstehen zu lassen und allfällige Probleme eines Mitgliedes durch die intern vorgesehenen Sanierungs- und Beteiligungsmaßnahmen bereits im Vorfeld gemeinsam zu lösen.

Hier finden Sie detaillierte Infos zur Einlagensicherung

Unsere Rechtsform

Sparkassenrecht – Organe der Sparkassen

Organe der Sparkassen sind nach aktienrechtlichem Vorbild der Vorstand und der Sparkassenrat.

Der Vorstand ist Geschäftsführer und Vertreter der Sparkasse, besteht aus 2 - 7 Mitgliedern und wird für höchstens 5 Jahre vom Sparkassenrat bestellt. Wiederholte Bestellungen sind zulässig und üblich.

Der Sparkassenrat (in Sparkassen Aktiengesellschaften der Aufsichtsrat) übt die Kontrolle über den Vorstand aus, hat jedoch keinerlei Geschäftsführungskompetenz. Er besteht aus dem Vorsitzenden und mindestens 3 weiteren Mitgliedern sowie den vom Betriebsrat entsendeten Mitgliedern (in fast allen Sparkassen ein Drittel der Gesamtzahl). Die Haftungsgemeinde darf bei Gemeindesparkassen maximal ein Drittel der Mitglieder stellen. Die Gesamtzahl der Aufsichtsratsmitglieder darf 30 nicht übersteigen.

Der Vorsitzende des Sparkassenrates ist bei Gemeindesparkassen grundsätzlich der Bürgermeister oder ein anderes Gemeinderatsmitglied der Haftungsgemeinde, bei Vereinssparkassen der Vereinsvorsteher. Die weiteren Mitglieder werden bei Gemeindesparkassen vom Gemeinderat, bei Vereinssparkassen von der Vereinsversammlung gewählt.

Vereinssparkassen und Gemeindesparkassen

Vereinssparkassen wurden von Sparkassenvereinen gegründet, der Sparkassenverein hat jetzt nur mehr die Aufgabe der Sicherung des organisatorischen Bestandes dieser Sparkasse. Organe des Sparkassenvereins sind die Vereinsversammlung und der Vereinsvorsteher. Die Vereinsmitglieder haften nicht für die Verbindlichkeiten der Sparkassen.

Gemeindesparkassen wurden von einer oder mehreren Gemeinden unter deren Haftung gegründet. Diese Gemeinde(n) haftet/n für alle Verbindlichkeiten als Ausfallsbürge(n) im Falle der Zahlungsunfähigkeit. Für neue Verpflichtungen unterliegt die Ausfallshaftung einer Fristenregelung. Die wesentliche Aufgabe der Gemeinde(n) ist wie beim Sparkassenverein die organmäßige Besetzung des Aufsichtsorgans (Sparkassenrat bzw. Aufsichtsrat).

Sparkassenaufsicht

Die bisherigen Aufsichtsregelungen wurden durch ein neues Finanzmarktaufsichtsgesetz teilweise novelliert, das am 1. April 2002 in Kraft trat. An die Stelle des Bundesministers für Finanzen tritt eine neue Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA), die nach dem BWG die Einhaltung aller Vorschriften überwachen und Missständen entgegentreten muss. Die neue Behörde (bisher der Finanzminister) kann Auskünfte über Geschäftsfälle verlangen und Prüfungen veranlassen. Weiters genehmigt sie/er die Satzungen und die Satzungsänderungen sowie allfällige Fusionen und ist für die Aufsicht über den Sparkassen-Prüfungsverband zuständig.

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