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29. April 2020

In den vergangenen Wochen hat die Sparkasse Imst mit Stundungsvereinbarungen Liquidität geschaffen. Die Zuversicht steigt. In mehreren Wirtschafts-Bereichen gibt es eine gute Auftragslage. Die Sparkassen-Beraterinnen und Berater wollen bis Mitte Mai wieder vermehrt persönliche Kundentermine wahrnehmen.

„Unser Blick ist ganz klar nach vorne gerichtet“, schaut Peter Ennemoser, Bereichsleiter Kommerzkunden bei der Sparkasse Imst, mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. Es gibt von verschiedenen Seiten positive Signale. „Vor allem kleinere Handwerks-Betriebe haben Aufträge und teilweise sogar Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückgeholt.“ Ennemoser ist sich bewusst, dass die Auswirkungen der Krise noch lange spürbar bleiben und es weiterhin viele Unternehmen gibt, die finanzielle Sorgen haben: „Wir als regionale Bank unterstützen diese Betriebe und geben ihnen Zuversicht. Nachdem die Stundungsanfragen größtenteils abgewickelt wurden, kümmern wir uns derzeit massiv um die Förderprogramme.“

Liquidität sichergestellt

Der Sparkassen-Experte unterstreicht: „Mit den uns zur Verfügung stehenden und auch von der Regierung ermöglichten Maßnahmen können wir beim überwiegenden Teil unserer Kunden die Liquidität über den Sommer hinaus sicherstellen, vor allem auch im Tourismus. “ Im Tourismusbereich würden viele bewusst jetzt bauen, so Ennemoser: „da die Betriebe ohnehin geschlossen haben und es zu keiner Beeinträchtigung von urlaubenden Gästen kommt.“ Generell finden in der Bau-Branche vor allem kleinere und mittlere Umbauten wie geplant statt.

Peter Ennemoser, Bereichsleiter Kommerzkunden

Flexible Anpassungen

Um die durchgehende Kundenberatung sicherzustellen sowie die große Anfrage an Stundungen und Förderungen rasch abwickeln zu können, passte die Sparkassen ihre internen Strukturen flexibel an den jeweiligen Bedarf an. „Wir waren im Kommerzbereich sehr gefordert und haben unser Förder-Team deshalb personell verstärkt. Unsere Berater gewährleisteten aus dem Homeoffice die gewohnt kompetente Kundenbetreuung“, so Ennemoser. Nun kehren erste Kolleginnen und Kollegen ins Office zurück. Das Homeoffice wird zumindest bis 8. Mai aufrechterhalten. Bisher gab es persönliche Kundentermine nur in dringenden Fällen. Bis Mitte Mai sollen auch diese vermehrt stattfinden. Ennemoser erklärt: „Bei Kundenterminen, aber auch im Büro werden die strengen Sicherheitsmaßnahmen von unseren Mitarbeitern sehr ernst genommen und strikt eingehalten.“

Know-how für Freie Berufe

Bei den Freien Berufen registriert Betreuer Peter Völk einen Anstieg der Beratungstermine. Der Experte für die Berufsgruppe der Ärzte, Apotheker oder Notare und Rechtsanwälte steht seinen Kunden mit all seinem Know-how zur Seite. „Gemeinsam finden wir individuelle Lösungen“, unterstreicht Völk, der in den vergangenen Wochen von zuhause aus sämtliche Kundenanfragen abwickelte. Peter Ennemoser betont: „Ob Unternehmer oder Freie Berufe – wir sind für unsere Kunden jetzt und auch in Zukunft ein verlässlicher Partner.“

Bewährtes Beibehalten

Für Peter Ennemoser hat sich das Homeoffice in der jüngsten Situation überaus bewährt. „Die technischen Voraussetzungen waren größtenteils bereits gegeben und Adaptierungen konnten rasch umgesetzt werden.“ So kann er sich durchaus vorstellen, dass manches auch nach der Krise erhalten bleibt: „Sitzungen und Meetings via Videotelefonie haben sehr gut funktioniert. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies auch in Zukunft häufiger genutzt wird. Ebenso könnte der Firmenberater bei Kundenterminen vor Ort bei Bedarf einen Experten aus dem Anlage-, oder Finanzierungsbereich per Videotelefonie rasch dazu schalten.“

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