
Förderpreis der Sparkasse Imst:
Es warten 40.000,- Euro!
29. Jänner 2020
Die Sparkasse Imst Privatstiftung fördert regionale und Nachhaltige Projekte.
Sport-, Kultur-, Sozialvereine, Institutionen und Schulen aufgepasst: Der 2016 initiierte Förderpreis der Sparkasse Imst geht heuer in die fünfte Auflage. Dieser richtet sich an gemeinnützige Initiativen in den Bezirken Imst und Landeck. Für 2020 wird der Preis – dotiert mit 40.000 Euro – erneut ausgerufen. Die Einreichfrist läuft bis 31. Mai 2020.
„Wir suchen regionale, nachhaltige und gemeinnützige Projekte aus den Bezirken Imst und Landeck! Dabei spielt es keine Rolle, ob die Initiative bzw. Aktivität bereits umgesetzt wurde oder ob sie erst in Planung ist. Teilnahmeberechtigt sind Vereine, Institutionen, Bildungseinrichtungen oder ähnliche. Wir freuen uns auf viele spannende Projekte von und für die Menschen in unserer Heimat!“
Franz Raich, Vorstand der Sparkasse Imst Privatstiftung
Kreativität und Eigeninitiative gefragt!
Ein Ziel des Förderpreises lautet, die Bevölkerung zum aktiven Gestalten ihrer Zukunft zu motivieren. Auch als bewusste Einladung an Kreativität und Eigeninitiative ist der Preis von Beginn an zu verstehen.
4 Jahre, 18 Projekte, 100.000 Euro
Seit 2016 wurden 18 gemeinnützige Projekte mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Dabei stellte die Sparkasse Imst Privatstiftung in den vergangenen vier Jahren den Preisträgern knapp 100.000 Euro zur Verfügung stellen. Franz Raich: „Besonders angetan sind wir von der Vielfalt an Ideen, welche uns jährlich erreichen. Ebenso freut uns, dass vermehrt junge Leute unter den Bewerbern sind.“
Die bisherigen Preisträger mit ihren Projekten zum Durchklicken:
Sozial- und Gesundheitssprengel Pitztal | Tagesbetreuung von Senioren, € 7.500,-
Der Sozial- und Gesundheitssprengel Pitztal machte sich mit einem Angebot zur Tagesbetreuung von Senioren verdient. Es richtet sich an pflegebedürftige Menschen, die den Tag aktiv und in Gesellschaft verbringen möchten. Angehörige erfahren dadurch eine dringend nötige Entlastung. Die betreuten Senioren, die für eine dauerhafte Aufnahme im Pflegeheim noch zu rüstig sind, bekommen sozialen Anschluss und können ihren Tag aktiv und in Gesellschaft verbringen.
BHAK/BHAS Imst | „Peer Teaching“, € 5.000,-
Gleich mit zwei Einreichungen war die Bundeshandelsakademie/Handelsschule Imst erfolgreich. Überzeugt hat das Projekt „Peer Teaching“. Leistungsstarke Schüler geben Schülern mit Defiziten in bestimmten Fächern und Fachbereichen vor Ort Nachhilfe. Der Vorteil für Schüler: Sie lernen von Gleichaltrigen aus der so genannten Peer-Group und haben gleichzeitig die Möglichkeit, relativ günstig Nachhilfestunden zu nehmen. Der Erfolg des Projektes lässt sich an verbesserten Schulleistungen ebenso ablesen wie an gefestigten zwischenmenschlichen Netzwerken unter den Schülern.
BHAK/BHAS Imst | #Regional #einkaufen #prägt – e’gscheit, € 5.000,-
Weiters punktete die BHAK/HAS Imst in Zusammenarbeit mit dem Ökozentrum, insriX, der Landwirtschaftlichen Lehranstalt, der HTL Imst sowie dem IT-Kolleg Imst mit einem Vorhaben, das regionale bäuerliche Vertriebsplattformen unterstützt. Geplant ist die Entwicklung einer speziellen App für Smartphones. Diese Anwendung soll zur Förderung und Vernetzung regionaler Betriebe beitragen. Interessierte Konsumenten erhalten gezielt Infos zu Verfügbarkeiten und Herkunft der Produkte.
Verein Pitztaler Erlebnismarkt Wenns | Pitztaler Erlebnismarkt Wenns, € 5.000,-
Der Pitztaler Erlebnismarkt Wenns ist ein Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Sein Ziel ist es, die Markttradition in Wenns aufrecht zu erhalten. Und damit den Vertrieb regionaler Produkte zu unterstützen. Ein kulturelles Rahmenprogramm und Tierschauen begleiten das Veranstaltungskonzept, das die bäuerliche Direktvermarktung stärken soll.
Ökozentrum Imst | Themenweg Gurgltal, € 5.000,-
Das Ökozentrum Imst plant einen Themenweg im Gurgltal, der die biologische Vielfalt dieses besonderen Lebensraums beleuchtet. Der Weg soll sich über zirka 15 Stationen erstrecken und wird in die Themenbereiche Landschaft-Landwirtschaft, Wasser-Tiere-Pflanzen, Mineralogie-Geologie sowie Naturschutz aufgeteilt sein.
Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH | Geschenkte Musik (Donatori di Musica), € 9.000,-
Die Zahl der Menschen mit Krebserkrankung steigt kontinuierlich. Speziell auf diese Gruppe abgestimmte Angebote sind daher von hoher Bedeutung. Die Donatori di Musica machen Musik für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine, oder nur noch beschränkt Konzerte besuchen können. Im September 2016 feierte diese Idee im Krankenhaus Zams ihre Österreich-Premiere. Mittlerweile fanden in Zams bereits zahlreiche Konzerte statt. Hochkarätige Musiker verwandeln den Ort, an dem die Patienten tagsüber ihre Chemotherapie erhalten, am Abend in einen kleinen Konzertsaal. Der Besuch der Aufführungen ist kostenlos und den Patientinnen und Patienten der onkologischen Abteilung, ihren Angehörigen und dem Personal der Abteilung vorbehalten.
Sozial- und Gesundheitssprengel Vorderes Ötztal | Tagesbetreuung, € 5.000,-
Die mobile Hauskrankenpflege des Sozial- und Gesundheitssprengels Vorderes Ötztal betreut rund 120 Personen in den drei Gemeinden Sautens, Oetz und Umhausen. Im 2. Stockwerk des Gemeindeamtes Sautens entstand 2017 ein neues Gesundheitszentrum. Dort ist auch ein Angebot zur Tagesbetreuung von Senioren untergebracht. Bei den Seniorennachmittagen bekommen ältere Mitbürger, die für eine dauerhafte Aufnahme im Pflegeheim noch zu rüstig sind, sozialen Anschluss. Weiters besteht die Möglichkeit von Pflegebehandlungen. Dafür bedarf es einiger Anschaffungen, wie z.B. einer Hubwanne, einem Badelift, eines Pflegebettes oder eines Ruhesessels.
Museumsverein Imst | Jugend im Museum, € 4.000,-
Der Museumsverein Imst überzeugte mit seiner Einreichung der Aktion „Jugend im Museum“. Ziel ist es, Imster Schülerinnen und Schülern das Museum als Ort lebendiger Lern- und Informationsquelle zu vermitteln. Das Projekt existiert bereits seit 2015. So besuchte die NMS Imst Oberstadt im ersten Jahr das Archäologische Museum in Fließ. 2016 ging es in das mehrfach ausgezeichnete Museum Jenbach. Die Finanzierung erfolgte bislang ausschließlich aus Mitteln des Museumsvereins.
Sozialausschuss der Gemeinde Oetz | Mitfahrbank, € 5.000,-
Der Sozialausschuss der Gemeinde Oetz reichte das Projekt „Mitfahrbank“ ein. Die Initiative richtet sich insbesondere an Gemeindebürger, welche in einem der zahlreichen Weiler einige Kilometer vom Ortszentrum entfernt leben. Per Mitfahrgelegenheit sollen diese ins Dorf und wieder zurück gelangen. Viele Einwohner fahren täglich alleine in ihren Autos. Es kostet kaum Zeit und kein Geld jemanden mitzunehmen. Eine auffällige Sitzgelegenheit soll an zehn zentralen Standorten platziert werden, wo die Straßen zu den Weilern abzweigen wie z. B. nach Piburg, Habichen, Oetzerau, Oetzermühl oder Ebene.
SORGEnetzwerk Landeck | Projekt SORGEnetzwerk Landeck, € 3.000,-
Das SORGEnetzwerk Landeck ist ein nicht gewinnorientierter Verein mit dem Ziel das SORGEnetzwerk und die Sorgekultur in Landeck und Umgebung zu stärken. Der Verein agiert dabei ergänzend, unterstützend und vermittelnd für bestehende Einrichtungen. Institutionen können sich dadurch stärker vernetzen und ihre Angebote effizienter einsetzen. In der Bevölkerung soll das Pilotprojekt Bewusstsein für die Möglichkeiten der Selbsthilfe schaffen.
MEDIEN.HAK Landeck | Projekt- und Sprachreisen, € 9.000,-
Fremdsprachenkenntnisse sind in einer Tourismusregion wie dem Tiroler Oberland ein essenzieller Faktor, um in der Wirtschaft bestehen zu können. Daher überzeugte die HAK für Kommunikation und Medieninformatik in Landeck (MEDIEN.HAK) mit ihrer Einreichung zu Projekt- und Sprachreisen. Diese haben speziell die Förderung von Englisch als Ziel. Dabei soll neben dem Festigen der Sprachkenntnisse auch die Freude am Sprachenerwerb gestärkt werden. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler Gesellschaft und Kultur des Gastgeberlandes kennen und erleben die Arbeitswelt und Wirtschaft aus einer globalen und vernetzten Sichtweise. Das Projekt MEDIEN.HAK ist einmalig im Oberland. Der Schulversuch wird vom Ministerium begleitet.
Imst Tourismus | Lerne deine Bezirkshauptstadt kennen, € 6.000,-
Imst Tourismus machte sich mit der Schulaktion im Bezirk Imst „Lerne deine Bezirkshauptstadt kennen“ verdient. Dabei erfahren die Schülerinnen und Schüler aller 3. Volksschul-Klassen aus dem gesamten Bezirk viel Wissenswertes über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten von Imst. Besichtigt werden unter anderen das Haus der Fasnacht, die Bezirkshauptmannschaft, die Pfarrkirche oder das Kletterzentrum. Der Bummelbär-Zug bringt die rund 600 Schülerinnen und Schüler von einem Ort zum nächsten. Die von Hannes Staggl, Obmann von Imst Tourismus, ins Leben gerufene Aktion fand 2018 bereits zum vierten Mal statt. Der Tourismusverband sorgt für die Organisation und die Verpflegung der Kinder. 2019 war dieses Projekt erneut fixer Bestandteil der Jugendförderung.
Bezirksmuseumsverein Landeck | Dauerausstellung „Jakob Prandtauer, der Barockbaumeister“, € 5.000,-
Das Schloss Landeck erfreut sich jährlich an ca. 20.000 Museumsbesuchern, darunter Schulen aus ganz Tirol. Ende April 2018 eröffnete der Bezirksmuseumsverein im Schloss Landeck die Dauerausstellung „Jakob Prandtauer, der Barockbaumeister“. Damit wurde ein neues kulturelles Highlight im Tiroler Oberland geschaffen. Die Ausstellung ermöglicht Einblicke in das Wirken des großen österreichischen Baumeisters: mit einem eigens produzierten Film oder einem Modell von Stift Melk, seinem berühmtesten Bauwerk. Außerdem sehen die Besucher via Fernrohr direkt vom Museum zu Prandtauers Geburtshaus in Stanz. Förderungen decken 55 Prozent der Gesamtkosten ab. Den Rest bringt der Bezirksmuseumsverein selbst auf.
Orienteering Imst | Nachwuchstraining für Kinder und Jugendliche, € 4.000,-
Die Sportart Orientierungslauf wird vorwiegend in der Natur ausgeübt. Dabei werden Nervenstärke und Konzentration trainiert, vor allem bei Wettbewerben. Dem Verein Orienteering Imst gehören derzeit rund 50 Kinder und Jugendliche an. Für Ausrüstung und Materialien wie neue und erweiterte Karten fallen laufend Kosten an. In der Bezirkshauptstadt ist ein Trainingszentrum geplant, das von Einheimischen und Gästen aller Altersklassen genutzt werden kann. Die Privatstiftung der Sparkasse Imst honoriert das große Engagement des Vereins für sinnvolle Freizeitbeschäftigung und ausreichend Bewegung junger Menschen in der Region.
Pflegeverein Landeck | Vereinsgründung, € 7.500,-
Anfang 2019 wurde auf Initiative des SORGEnetzwerk Landeck der Pflegeverein Landeck gegründet. Das ehrenamtliche Team organisiert Hilfe für kranke und in Not geratene Menschen und stellt Pflegehilfsmittel und Heilbehelfe zur Verfügung. Im Zuge des Förderpreises hat die Sparkasse Imst Privatstiftung dem Verein eine Zuwendung in Höhe von 7.500 Euro zugesprochen.
Bienenzuchtverein Kappl | Bienenlehrpfad Kappl, € 5.000,-
Die Paznauner Bienen bekommen 2020 einen ganz besonderen Ehrenplatz. Der Bienenzuchtverein Kappl errichtet einen eigenen Lehrpfad, der Einblicke in die faszinierende Welt der fleißigen Tiere gewähren soll. In dessen Zentrum entsteht ein Bienenhaus inklusive Imker-Museum. Die Sparkasse Imst Privatstiftung unterstützt das Projekt mit 5.000,- Euro. Darüber hinaus ist ein einmaliger Nachhaltigkeitsbeitrag für das Jahr 2021 geplant, sofern der Lehrpfad fortgesetzt wird
Bezirksfeuerwehrverband Landeck | Neukonzipierung „Contwise LISA“, € 5.000,-
Dass die Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen von großer Bedeutung ist, hat sich in den vergangenen Jahren im Bezirk Landeck mehrmals gezeigt. Bereits seit ein paar Jahren nutzt der Bezirksfeuerwehrverband Landeck „Contwise LISA“, eine innovative Software zur Lagedarstellung im Katastrophenfall. Um nun auch das Rote Kreuz Landeck zu integrieren und damit die Kooperation noch besser zu koordinieren, wurde die Software neu programmiert. Die Sparkasse Imst Privatstiftung stellt hierfür 5.000,- Euro zur Verfügung.
MITEINAND in Imst | Imst bewegt. Schulweg = Fußweg, € 3.000,-
Die Wiederentdeckung des Schulweges als Bewegungs- und Sozialraum, die Förderung von Selbstständigkeit, Sicherheit im Straßenverkehr, die Stärkung des Miteinanders und die Bewusstseinsförderung für umweltfreundliche und gesunde Mobilität – das sind die Ziele der Initiative „Imst bewegt – Schulweg = Fußweg“. Nach der erfolgreichen Premiere 2018, an der alle 25 Imster Volksschulklassen teilnahmen, wird das Projekt von „MITEINAND in Imst“ auch im Schuljahr 2019/20 fortgeführt. Für die Beschilderung, Reflektoren sowie für die Bewerbung fallen immer wieder Kosten an. Die Sparkasse Imst Privatstiftung unterstützt das Projekt mit 3.000,- Euro sowie (für 2020 bis 2022) einem Nachhaltigkeitsbeitrag in der Höhe von 1.000,- Euro.
Großes Engagement
Über die Vergabe der Fördergelder entscheidet der Regionalförderbeirat der Sparkasse Imst Privatstiftung. Dessen Vorsitzender, Ing. Franz Thurner, erklärt: „Es ist jedes Jahr eine große Freude, die Vielzahl an Projekten zu sehen. Die Rückmeldungen zeigen, dass es im Tiroler Oberland viele engagierte Menschen gibt, die sich aktiv für das Gemeinwohl einsetzen.“ Franz Raich ergänzt:
„Als logische Konsequenz rufen wir 2020 den Förderpreis erneut aus. Wir laden alle Interessierten ein, sich zu beteiligen. Noch bis 31. Mai können Projektvorschläge eingereicht werden.“