Die Vorbereitung
auf das Kreditgespräch
in der Bank

Das möchte die Bank beim ersten Gespräch wissen

Bankgeschäfte einfach online zu regeln, ist bequem und spart Zeit. Geht es um die Finanzierung von Immobilien – wie zum Beispiel beim Hausbau –,  gibt es schon eine Menge Details zu besprechen. Wie kann man sich am besten auf den ersten Termin mit der Kundenbetreuer:in in der Filiale vorbereiten? Wir haben die Tipps. 

Bei einem Beratungsgespräch zu einer Finanzierung gilt definitiv nicht das bekannte Sprichwort “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”. Ganz im Gegenteil. Ein Hausbau bedeutet eine finanzielle Verpflichtung – oft über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Hier ist die durchdachte Planung einfach Gold wert. 

Bevor man konkrete Pläne zu Hausbau, Wohnungskauf oder Unternehmungsgründung schmiedet, muss man sich daher ehrlich und im Detail mit seiner Lebensweise und seinen persönlichen Erwartungen auseinandersetzen. Franziska Tauber, Kunderbetreuerin bei Erste Bank Österreich, gibt Tipps dazu, welche Fragen man sich zur Vorbereitung auf das Beratungsgespräch selbst vorab stellen sollte.

1. Habe ich ein stabiles oder variables monatliches Einkommen? 

Monatlich eine Kreditrate zurückzuzahlen, bedeutet, dass zu meinen Zahlungen eine weitere hinzukommt. Das heißt, ich muss mir sicher sein, dass ich den Betrag für die Rate verlässlich jeden Monat zahlen kann. Kann ich mir das wirklich leisten? Und: Möchte ich mir das leisten? Hier spielt auch eine Rolle, ob ich Geld gut einteilen kann. Komme ich mit meinen Einkünften gut aus oder wird es jedes Monat knapp? Dieses Thema weckt Interesse? Hier geht’s zu unserem Beitrag “Erste Schritte zur finanziellen Gesundheit”.
 

Stabile oder schwankende Einkünfte?

Auch macht es einen Unterschied, ob ich jedes Monat in etwa gleich viel verdiene oder meine Einkünfte schwanken, wie zum Beispiel bei Provisionen oder Trinkgeld oder bei Selbstständigen. Auch bei Teilzeitarbeit oder in Karenz ist das Einkommen zumindest einige Zeit lang meist geringer als bei Vollzeitarbeit. Das eigene Haushaltsbudget bietet einen guten Einblick über den tatsächlichen Umgang mit dem eigenen Geld und die Erstellung ist ganz einfach.

Stabile oder schwankende Einkünfte?

Auch macht es einen Unterschied, ob ich jedes Monat in etwa gleich viel verdiene oder meine Einkünfte schwanken, wie zum Beispiel bei Provisionen oder Trinkgeld oder bei Selbstständigen. Auch bei Teilzeitarbeit oder in Karenz ist das Einkommen zumindest einige Zeit lang meist geringer als bei Vollzeitarbeit. Das eigene Haushaltsbudget bietet einen guten Einblick über den tatsächlichen Umgang mit dem eigenen Geld und die Erstellung ist ganz einfach.

“Um einen ersten Richtwert über eine monatliche Kredit­rate für einen Konsum­kredit zu erhalten, kann man den gewünschten Kredit­betrag sowie die gewünschte Lauf­zeit (ohne Gewähr) im Konsumkreditrechner berechnen.” 

“Um einen ersten Richt­wert über eine monat­liche Kredit­­rate für einen Konsum­­kredit zu er­halten, kann man den ge­wünschten Kredit­­betrag sowie die ge­wünschte Lauf­­zeit (ohne Gewähr) im Konsum­­kredit­­rechner berechnen.” 

2. Wie erstelle ich ein funktionierendes Haushaltsbudget? 

Ein Haushaltsbudget ist eine Art Aufzeichnung, aus der hervorgeht, wie das Einkommen ausgegeben wird oder wie es ausgegeben werden sollte, um finanzielle Gesundheit zu erreichen. Das Einkommen und die Ausgaben bilden die Grundlagen.

Am einfachsten ist es, sich in Ruhe mit einer Tasse Kaffee oder Tee, einem Blatt Papier und dem Lieblingsstift oder Notebook und Handy hinzusetzen, dann kann es losgehen. Wir zeichnen oder erstellen eine einfache Tabelle, sie besteht einfach aus zwei Spalten: Einnahmen und Ausgaben. Wie ein Haushaltsbudget aussehen könnte, haben wir auch digital aufbereitet. Wer möchte, kann auch ausdrucken.

Ein Haushaltsbudget selbst erstellen

In die Spalte “Einnahmen” notieren wir nun alle Einnahmen, die wir jedes Monat zur Verfügung erhalten: das monatliche Gehalt oder der Lohn, Beihilfen, Trinkgelder und Ähnliches. 


Achtung: Für die Aufnahme des Kredits selbst sollte man beachten, dass von der Bank bei der Evaluierung der Haushaltsrechnung Beihilfen, wie zum Beispiel Sozialleistungen, nicht als laufende Einnahme anerkannt werden.

Achtung: Für die Aufnahme des Kredits selbst sollte man beachten, dass von der Bank bei der Evaluierung der Haus­halts­rechnung Bei­hilfen, wie zum Beispiel Sozial­leistungen, nicht als laufende Ein­nahme anerkannt werden.

Die monatliche “Ausgaben” in der anderen Spalte unterteilen wir in zwei Arten: in Fixkosten und in variable Ausgaben. Im privaten Alltag sind sogenannte Fixkosten Ausgaben, für die man jedes Monat in etwa den gleichen Betrag ausgibt. Dazu zählen die Miete für Wohnung oder Haus, Beiträge zu Versicherungen, Kosten für die Kinderbetreuung, Kosten für Handy und Internet und ähnliche wiederkehrende Ausgaben. Bei einer Kreditvergabe zieht die Bank für Fixkosten rund ums Fahrzeug eine Pauschale heran, in der nicht nur eine eventuelle Leasingrate, sondern auch Reparaturen, Vignette und Pickerl (§57a-Begutachtung) eingerechnet sind. Die Kreditrate käme hinzu. Wir notieren in jeder Zeile den entsprechenden Betrag.

Die variablen Ausgaben können, wie der Name schon sagt, von Monat zu Monat schwanken. Denn sie sind davon abhängig, wie ich entscheide, mein Geld auszugeben. Ein Beispiel sind Friseurbesuche. Vielleicht beschließe ich, meine Haare hin und wieder selbst zu färben, um Geld zu sparen. Auch bei größeren Anschaffungen sollte ich überlegen, ob diese wirklich notwendig sind: Brauche ich wirklich ein Auto oder sogar Zweitauto in der Stadt? Oder fahre ich doch lieber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, leihe mir bei Bedarf ein Auto von Freund:innen und trage damit auch gleich zum Klimaschutz bei?

Doch auch hier kann ich nicht über alles entscheiden. Es gibt auch notwendige Ausgaben, wie Gas und Strom, wo man im Winter wahrscheinlich mehr ausgibt als im Sommer, oder Benzinkosten, die durch Preisschwankungen höher oder niedriger sein können. Wieder notieren wir in jeder Zeile eine Ausgabe und den Betrag. 

“Unsere Ausgaben sind notiert und nun sind wir möglicherweise überrascht, wie viel Geld wir wirklich ausgeben! Möchte man die eigenen Fixkosten reduzieren, hat man meistens nur einen gewissen Spielraum – so braucht man vielleicht ein Auto, um in die Arbeit zu fahren, und auch die Miete ist ein fixer Betrag. Es braucht jedoch auch eine gewisse Willenskraft, um unsere variablen Ausgaben zu senken. Wir alle verzichten ungern auf den Kaffee unterwegs am Morgen –  vielleicht können wir ihn ja doch zu Hause kochen?”

“Unsere Ausgaben sind notiert und nun sind wir möglicherweise überrascht, wie viel Geld wir wirklich ausgeben! Möchte man die eigenen Fixkosten reduzieren, hat man meistens nur einen gewissen Spielraum – so braucht man vielleicht ein Auto, um in die Arbeit zu fahren, und auch die Miete ist ein fixer Betrag. Es braucht jedoch auch eine gewisse Willenskraft, um unsere variablen Ausgaben zu senken. Wir alle verzichten ungern auf den Kaffee unterwegs am Morgen –  vielleicht können wir ihn ja doch zu Hause kochen?”

3. Ist mein Projekt realistisch? 

Jetzt kommen wir wieder zu unseren Plänen und der Finanzierung. Mit einem geringfügigen Einkommen ein Fahrzeug der Luxusklasse zu finanzieren, ist zum Beispiel ebenso wenig realistisch wie der Kauf einer Riesenimmobilie in Bestlage. Daher kann man nun beginnen, zu recherchieren, wie ein Projekt im Einklang mit den persönlichen Finanzen realisierbar wäre: Was brauche ich und was kann ich mir wirklich leisten?  

Wie viel Eigenmittel habe ich?

Eigenmittel sind ein Teil des Geldes, den ich bereits selbst für ein Projekt, für das ich den Kredit aufnehmen möchte, ansparen konnte. Bei einem Hausbau zum Beispiel setzt die Bank voraus, dass bereits ein gewisser Eigenmittelanteil – nämlich 20 % der anberaumten Kaufsumme – vorhanden ist, bevor ein Kredit gewährt wird. Habe ich bereits einen Anteil des Betrags für mein Projekt als Eigenmittel angespart? Und auch das Thema Vermögensaufbau sollte nicht vergessen werden: Wie viel Geld kann ich weiterhin in meine Ersparnisse und eine Geldanlage investieren, nachdem ich einen Kredit aufgenommen habe?

Weitere Details zum Bauen, Sanieren und dazu, welche Entscheidungen es beim Wohnen generell zu treffen gilt, haben wir in unserem Wohnratgeber – kostenfrei zum Download – zusammengefasst. 

4. Was passiert bei einem finanziellen Schicksalsschlag? 

Nehme ich nun den Kredit auf, zählt der Betrag für meine Kreditrate auch zu meinen monatlichen Fixkosten. Dann müssen die variablen Ausgaben oft tatsächlich reduziert werden, um jedes Monat ausreichend Geld für die Zahlung meiner Kreditrate zur Verfügung zu haben. 

Leider können immer auch unerwartete Ereignisse eintreten, die alle Pläne über den Haufen werfen – und plötzlich unsere finanzielle Situation gravierend beeinflussen. Dazu zählen zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit durch Krankheit und Veränderungen im Privatleben wie eine unerwartete Trennung oder Scheidung. Habe ich für solche Fälle einen Notgroschen angespart? Die Bank merkt übrigens gleich, wenn man seine Raten nicht pünktlich bezahlen kann. Hat man Schwierigkeiten, seine Schulden zu begleichen, sollte man sofort mit der Bank Kontakt aufnehmen. Gemeinsam kann man besprechen, wie man die Situation am besten in den Griff bekommt. 

5. Wie viel Geld möchte ich realistisch für eine monatliche Kreditrate ausgeben? 

Besonders, wenn ein längerfristiges Projekt, wie ein Hausbau oder eine Sanierung, finanziert werden soll und der Eigenmittelanteil gesichert ist, ist der Gedanke verlockend, dann einfach zu überschlagen “wie viel sich ausgehen könnte”.


Mit unserem Wohnkredit-Rechner kann man nicht nur einen ersten Eindruck über die Höhe einer möglichen Kreditrate erhalten, sondern auch Förderungen berücksichtigen und eine allgemeine Bilanz über die Kosten im persönlichen Haushalt erstellen. Die Berechnung kann man speichern, ausdrucken und zum ersten Gespräch bei der Bank mitnehmen.  

Mit unserem Wohnkredit-Rechner kann man nicht nur einen ersten Ein­druck über die Höhe einer möglichen Kredit­rate erhalten, sondern auch Förde­rungen berück­sichtigen und eine all­ge­meine Bilanz über die Kosten im persön­lichen Haus­halt erstellen. Die Be­rechnung kann man speichern, aus­drucken und zum ersten Gespräch bei der Bank mit­nehmen.  

Es geht aber nicht darum, wie viel man theoretisch für die Kreditrate ausgeben könnte, sondern wie viel man tatsächlich dafür ausgeben möchte. Auch wenn man eine beträchtliche Summe für eine Kreditrate veranschlagt, ist es wichtig, dass man sich selbst trotzdem “Raum zum Atmen” lässt und auf ein gewisses Maß an Lebensqualität achtet. Diverse Ausgaben können im Laufe der Zeit schwanken, zum Beispiel durch die Entwicklung der Inflation. Je höher eine Kreditrate angesetzt wird, desto höher auch das Risiko, dass zu hohe Schulden entstehen. 

"Wer diese Fragen für sich geklärt hat, kann nun die Pläne zur Finanzierung bei einem Termin in der Bank besprechen. Alle unsere Kundenbetreuer:innen sind darin geschult, die Fragen von Kund:innen zu beantworten, ihre finanzielle Situation gemeinsam mit ihnen zu prüfen. In einem offenen Gespräch klären wir, wie man den Weg gemeinsam gehen könnte. Ehrliche Kommunikation über die eigenen Finanzen, mögliche finanzielle Ziele und klare Vereinbarungen zeugen schlussendlich von Vertrauen und Respekt und sind die Grundlage jeder guten Beziehung."

"Wer diese Fragen für sich geklärt hat, kann nun die Pläne zur Finan­zierung bei einem Termin in der Bank besprechen. Alle unsere Kunden­be­treuer:innen sind darin geschult, die Fragen von Kund:innen zu be­ant­worten, ihre finan­zielle Situa­tion ge­mein­sam mit ihnen zu prüfen. In einem offenen Gespräch klären wir, wie man den Weg gemein­sam gehen könnte. Ehr­liche Kommu­ni­kation über die eigenen Finan­zen, mög­liche finan­zielle Ziele und klare Ver­ein­barungen zeugen schluss­endlich von Ver­trauen und Respekt und sind die Grund­lage jeder guten Be­ziehung."

Bitte beachten Sie:

Hierbei handelt es sich um eine Werbe­mitteilung und nicht um eine Anlage­empfehlung. Diese Werbe­mit­teilung ersetzt somit keine Anlage­beratung und berück­sichtigt weder die Rechts­vorschriften zur Förderung der Un­ab­hängigkeit von Finanz­analysen, noch unter­liegt sie dem Verbot des Handels im An­schluss an die Ver­breitung von Finanz­analysen. 

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