Bin ich unfallversichert?

  • In Österreich gilt die gesetzliche Unfallversicherung
  • Wann sich eine private Zusatzversicherung auszahlt



Beim Radfahren gestürzt:
Bin ich überhaupt unfallversichert?

Auf einen Unfall kann man sich nicht vorbereiten. Schnell wieder auf die Beine zu kommen, ist dann das Wichtigste. Sich aber erst nach einem Unfall um die finanziellen Auswirkungen zu kümmern, kann teuer werden. Eine private Unfallversicherung schafft Abhilfe. Denn anders als die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt eine private Unfallversicherung auch Folgekosten für Unfälle, die während der Freizeit passieren. 

Ein Überblick über die häufigsten Fragen und Antworten zu dieser Zusatzversicherung.

Bin ich überhaupt unfallversichert?

In Österreich gilt die gesetzliche Unfallversicherung, daher sind fast alle Menschen im Rahmen der Pflichtversicherung unfallversichert. Aber: Versichert sind nur Unfälle, die im Zusammenhang mit der Arbeit passieren. Stürze ich also auf dem Weg zur Kund:in, greift die Versicherung. Stürze ich nach der Arbeit beim Joggen, nicht. 

Wer ist in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert?

  • Alle, die unselbstständig arbeiten (Angestellte, Arbeiter:innen, geringfügig Beschäftigte und freie Dienstnehmer:innen) – der Arbeitgeber führt die Beiträge automatisch monatlich für sie ab.

  • Selbstständige – sie zahlen ihre Beiträge selbst ein.

  • Schüler:innen sind auf dem Weg in die Schule und zurück ebenso wie in der Schule oder auf Sportwoche unfallversichert. Studierende und Mitglieder von Hilfsorganisationen sind ebenfalls grundsätzlich vom Versicherungsschutz umfasst.

Was genau zahlt die gesetzliche Unfallversicherung?

Passiert uns ein Unfall während der Arbeitszeit oder im beruflichen Zusammenhang – auf dem Arbeitsweg, im Homeoffice oder in der Arbeit –  kann uns die gesetzliche Unfallversicherung in Form einer Rente entschädigen. Wie läuft das ab? Zuerst prüft die Unfallversicherung, ob der Unfall tatsächlich im Zusammenhang mit der Arbeit passiert ist. Danach wird untersucht, wie stark die Arbeitsfähigkeit durch den Unfall gemindert ist. Je nach Verletzungsart kann es dann unterschiedlich hohe Renten geben.

Diese Zahlungen sollen einen Ersatz dafür darstellen, dass wir aufgrund der Verletzung nicht vollwertig weiterarbeiten können. Verletzt ein Handwerker zum Beispiel mit dem Hammer seine Hand und zieht sich eine chronische Bewegungseinschränkung zu, aufgrund derer er nicht mehr uneingeschränkt arbeiten kann, besteht die Möglichkeit, Versehrtengeld sowie Invaliditätsrente aus der Sozialversicherung zu erhalten.  

Die gesetzliche Unfallversicherung sorgt ebenfalls dafür, dass wir nach unserem Unfall umfassend behandelt werden und uns mit unterschiedlichen Rehabilitationsmaßnahmen entsprechend erholen können. Verstirbt man in Folge eines schweren Unfalls, werden unsere Angehörigen entschädigt. Die gesetzliche Unfallversicherung kümmert sich aber im Rahmen der Präventionsarbeit auch darum, dass Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten erst gar nicht eintreten.

Wann zahlt die gesetzliche Unfallversicherung nicht? 

Ganz einfach: Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt nicht die Folgekosten für Unfälle, die in der Freizeit passieren. Man denke nur an Stürze mit E-Scootern, bei Fußballturnieren, Radausflügen oder beim Skifahren. 48 % der Menschen verletzen sich auch dort, wo sie am wenigsten Gefahren vermuten: zuhause. 

Man wird nach einem Unfall im Haushalt zwar medizinisch behandelt – das ist durch die gesetzliche Krankenversicherung ja schließlich gedeckt. Zieht man sich hier jedoch Verletzungen zu, erhält man kein Geld vom Staat für etwaige Folgekosten des Unfalls. Einmalige Sonderzahlungen, Übernahme von Such- und Bergungskosten oder Leistungen bei langfristigen Folgen – wie etwa eine Unfallrente – gibt es nicht.  

Nach einem Freizeitunfall zahlt die gesetzliche Unfallversicherung folgende Leistungen nicht:

  • Kein Versehrtengeld (Einmalzahlung ab 20 % Minderung der Erwerbsfähigkeit)

  • Keine Unfallrente (ab 50 % Minderung der Erwerbsfähigkeit)

  • Keine sonstigen staatlichen Geldmittel zur Deckung von Unfall(folge-)kosten

Brauche ich eine private Unfallversicherung?

Rund 75 % aller Unfälle passieren in der Freizeit. An die Folgen eines Unfalls denken die wenigsten Menschen. Dabei können sie schwerwiegend sein und Einfluss sowohl auf die physische, psychische als auch finanzielle Gesundheit nehmen. Zusätzlich zu neuen Lebensumständen können viele weitere Themen rund um den Unfall auftauchen:

  • Krankenhausaufenthalt, Rehabilitation und lebenslange Therapien
  • Eigenheim/Wohnung barrierefrei umbauen
  • Rollstuhlgeeignetes Auto anschaffen
  • Abbruch einer Ausbildung
  • Lebenslange Einschränkung der Erwerbsfähigkeit
  • Notwendige Arbeitszeitreduktion der Eltern zur Pflege des Kindes
  • Jahrelange Rechtsstreitigkeiten

Mit einer privaten Versicherung kann man je nach Leistungspaket vermeiden, dass man Behandlungskosten selbst tragen muss. So erhält man nach einem Unfall sofort Geld. Wofür? Um zum Beispiel das eigene Haus oder Auto barrierefrei zu gestalten oder an die neuen Lebensumstände anzupassen. Oder aber man erhält eine Unfallrente. Die private Unfallversicherung bietet unterschiedliche Leistungspakete, die man sich zusammenstellen kann. Ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht: Entscheidend sind hier die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse. 

3 Vorteile einer privaten Unfallversicherung

Kurzfristig

Sofortauszahlung/Kapitalleistung

  • z. B. allfällige Adaptionen an Haus, Wohnung und/oder Auto
  • schützt auch vorhandene WP-Depots vor akutem Kapitalverzehr sowie vorhandene Finanzierungen vor Restrukturierungen

Mittelfristig

Abdeckung von Unfallfolgen

  • z. B. Reha, Unfall-, Berge-, Rückhol-, Begleit- und Therapiekosten, kosmetische Operationen
  • Schützt auch Liquidität bzw. unterstützt Kaufkrafterhalt

Langfristig

Lebenslange Invaliditätsrente

  • z. B. bei Einbußen in der Erwerbsfähigkeit
  • Schützt auch Wohlstandserhalt mit Pensionstangente

     

Was übernimmt die private Unfallversicherung?

Je nachdem, welche Bausteine der Versicherung man auswählt, übernimmt die private Unfallversicherung unterschiedliche Leistungen: 

  • Einmalzahlung: Je nach Unfallschwere und Invaliditätsgrad erhält man mit einer privaten Unfallversicherung eine Einmalzahlung nach dem Unfall. 

  • Rente: Ist die Verletzung so schwer, dass man nicht oder nicht in gewohntem Ausmaß arbeiten kann, erhält man Geld, das die Einkommenseinbußen ausgleichen soll. Mit der privaten Versicherung ist das mehr Geld als allein mit der gesetzlichen Unfallversicherung.

  • Übernahme der Kosten beim Unfall: Unfallkosten, wie zum Beispiel Kosten für Bergung, Rückholung, Therapien oder kosmetische Operationen. Nimmt man diesen Baustein dazu, übernimmt die Versicherung auch diese Kosten. 

  • Taggeld: Auszahlungen von Taggeld oder Spitalgeld nach einem Unfall sind möglich. Beim Spitalgeld gibt es Geld für jeden Tag, den man im Krankenhaus verbringt. Beim Unfallgeld erhält man Geld für jene Tage, die man aufgrund von dauernder oder vorübergehender Unfallinvalidität nicht arbeiten kann.

  • Todesfall: Sind die Folgen des Unfalls so schwerwiegend, dass man verstirbt, erhalten Angehörige eine Einmalzahlung von der privaten Unfallversicherung. Mit dieser können zum Beispiel die Begräbniskosten gedeckt werden.


"Nach einem Unfall hat man klarer­weise zuerst seine Gesundheit im Kopf. Um jedoch die Versicherungs­leistung zu erhalten, sollte man nicht darauf vergessen, alle aussage­kräftigen Befunde frist­gerecht an die Versicherung zu übermitteln."


"Nach einem Unfall hat man klarer­weise zuerst seine Gesundheit im Kopf. Um jedoch die Versicherungs­leistung zu erhalten, sollte man nicht darauf vergessen, alle aussage­kräftigen Befunde frist­gerecht an die Versicherung zu übermitteln."

Neben diesen Bereichen sind je nach Versicherer und Paket aber zum Beispiel auch

  • Vergiftungen,
  • Bisse von Tieren oder Insekten, die zu Tollwut oder FSME führen können,
  • Impffolgen,
  • Unfälle in Folge von Herzinfarkten oder Schlaganfällen oder 
  • psychische Erkrankungen, die infolge von Unfällen entstehen, versichert. 


Unsere Kundenbetreuer:innen klären über die Pakete, die zu den persönlichen Wünschen passen, gerne auf. 


Seitenband im Knie gerissen oder Hand gebrochen? Für die häufigsten Verletzungsarten gibt es bei der Unfallversicherung der Sparkasse Feldkirchen eine garantierte Sofortauszahlung, ganz ohne Wartezeit. Dieses Angebot ist in Österreich einmalig. 


Seitenband im Knie gerissen oder Hand gebrochen? Für die häufigsten Verletzungsarten gibt es bei der Unfallversicherung der Sparkasse Feldkirchen eine garantierte Sofortauszahlung, ganz ohne Wartezeit. Dieses Angebot ist in Österreich einmalig. 

Wie viel kostet eine private Unfallversicherung? 

Die Höhe der Prämie ist je nach den gewünschten Leistungen und der Anzahl der versicherten Personen unterschiedlich. So kann eine Einzelperson schon ab 5 bis 6 Euro monatlich versichert sein. Je länger die Laufzeit, desto eher bieten die Versicherer Rabatte an. 

Einzel-Unfallversicherung

Peter Muster


Hauptversicherungsnehmer:
Alter 28 Jahre
Unselbstständig erwerbstätig
Nettoeinkommen 1.800 Euro

  • Inkludierte Leistungen
    • Unfallinvalidität bis 45.000 Euro
    • s Rückhol-Service
    • s Unfall-Reha-Service
    • s Sport-Paket
    • s Baby-Plus (wenn Versicherungsnehmer weiblich)
    • s Zecken-Schutz
  • Zusatzleistungen (individuell wählbar)
    • Hubschrauberbergung
    • Unfallkosten bis 1.500 Euro
    • s Freizeitplus
    • Freizeitunfallrente bis 1.500 Euro ab 90 % Invalidität und bis 750 Euro ab 50 % Invalidität
    • s Sport-Paket
    • Bergsport-Plus (Klettern, Bergsteigen in alpinem Gelände)

Gesamtprämie 28,88 Euro monatlich.

Familien-Unfallversicherung

Max & Maria Maier,
2 Kinder Stefanie und Thomas

Hauptversicherungsnehmer:
Alter 38 Jahre
Unselbstständig erwerbstätig
Nettoeinkommen 2.700 Euro

  • Inkludierte Leistungen
    • Unfallinvalidität bis 65.000 Euro
    • s Rückhol-Service
    • s Unfall-Reha-Service
    • s Sport-Paket
    • s Baby-Plus (wenn Versicherungsnehmer weiblich)
    • s Zecken-Schutz
  • Zusatzleistungen (individuell wählbar)
    • Hubschrauberbergung
    • Unfallkosten bis 1.500 Euro
    • s Freizeitplus
    • Freizeitunfallrente bis 2.100 Euro ab 90 % Invalidität und bis 1.050 Euro ab 50 % Invalidität
    • s Sport-Paket

Gesamtprämie 59,49 Euro monatlich.

Studenten-Unfallversicherung

Stefan Müller


Hauptversicherungsnehmer:
Alter 22 Jahre
In Ausbildung
Kein eigenes Einkommen

  • Inkludierte Leistungen
    • Unfallinvalidität 60.000 Euro
    • Unfallrente bis 900 Euro
    • s Rückhol-Service
    • s Unfall-Reha-Service
    • s Zecken-Schutz
  • Zusatzleistungen (individuell wählbar)
    • Hubschrauberbergung
    • Unfallkosten bis 1.500 Euro
    • s Sport-Paket

Gesamtprämie 16,66 Euro monatlich.

Fragen & Antworten

Bitte beachten Sie:

Hierbei handelt es sich um eine Werbe­mitteilung und nicht um eine Anlage­empfehlung. Diese Werbe­mit­teilung ersetzt somit keine Anlage­beratung und berück­sichtigt weder die Rechts­vorschriften zur Förderung der Un­ab­hängigkeit von Finanz­analysen, noch unter­liegt sie dem Verbot des Handels im An­schluss an die Ver­breitung von Finanz­analysen. 

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