
Karenz, Teilzeit, Unterstützung: Finanz-Tipps für Eltern
Wie viel Pension brauche ich einmal und wie hoch ist die Pensionslücke zu meinem Anspruch? Im Beitrag Wie wirkt sich Teilzeit auf die Pension aus haben wir die Zusammenhänge leicht verständlich beschrieben. Wie hoch die Pensionslücke ist, verrät unser Pensionsrechner.
Wie viel Pension brauche ich einmal und wie hoch ist die Pensionslücke zu meinem Anspruch? Im Beitrag Wie wirkt sich Teilzeit auf die Pension aus haben wir die Zusammenhänge leicht verständlich beschrieben. Wie hoch die Pensionslücke ist, verrät unser Pensionsrechner.
5. Frühzeitig gemeinsam vorsorgen
Paare können auch gemeinsam überlegen, wie man die finanzielle Lücke der Frau aktiv schließt – etwa mit einer privaten Pensionsversicherung. Die Beiträge für so eine Pensionsvorsorge der Frau könnten Paare beispielsweise aus dem Familieneinkommen einzahlen.
Auch der Staat hat ein Interesse daran, dass die gesetzliche Pension durch eine private Altersvorsorge ergänzt wird. Deshalb gibt es eine staatlich geförderte Pensionsversicherung. Die private Vorsorge wird dabei durch direkte Zuschüsse und Steuervorteile staatlich unterstützt.
Paare können aber auch beispielsweise in einem Ehevertrag festlegen, wie die Pensionslücke ausgeglichen wird. Bei so einem Vertrag berät eine Anwält:in für Familienrecht.
6. Flexible Arbeitszeitmodelle nutzen
Durch die Corona-Pandemie fand in vielen Unternehmen ein Umdenken statt. Flexible Arbeitszeitmodelle wie Homeoffice oder mobiles Arbeiten sind daher heute Arbeitsalltag für viele. Flexible Arbeitszeiten erleichtern die Arbeitsteilung in Familien im Alltag. Die Digitalisierung bietet neue Chancen: Man kann Besprechungen in Calls auch im Park vor der Schule erledigen. Immer öfter wünschen sich Mitarbeiter:innen, unabhängig vom Büro zu arbeiten. Dadurch können sie nicht nur ihren Familienalltag flexibler gestalten, sondern auch den Stundenumfang im Arbeitsvertrag erhöhen.
7. Folgen einer Trennung planen
Zugegeben: Wer gerade Kinder bekommen hat, möchte sich wirklich nicht mit den finanziellen Folgen einer Trennung auseinandersetzen. Das Thema aus romantischen Gründen ganz zu verdrängen? Auch keine gute Idee.
Zerbricht eine Partnerschaft, zeigen sich deutlich die Folgen der ungleichen Einkommensverteilung. Und das fast ausschließlich zulasten der Partnerin: Der Mann hat verdient, die Frau nicht oder auch nach der Elternteilzeit nur wenig gearbeitet. Als Single-Mütter können sich Frauen rasch auf sich allein gestellt fühlen.
In Österreich können Paare Pensionssplitting machen. Die berufstätige Person, die nicht hauptsächlich das Kind betreut, kann einen Teil ihrer Pensionsgutschrift der Partner:in übertragen. Das ist in den ersten 7 Jahren nach der Geburt des Kindes und in einer Höhe von bis zu 50 % möglich. Das geht bis zu 14-mal im Jahr. Wie hoch der Betrag ist, kann man teilweise selbst wählen.
In Österreich können Paare Pensionssplitting machen. Die berufstätige Person, die nicht hauptsächlich das Kind betreut, kann einen Teil ihrer Pensionsgutschrift der Partner:in übertragen. Das ist in den ersten 7 Jahren nach der Geburt des Kindes und in einer Höhe von bis zu 50 % möglich. Das geht bis zu 14-mal im Jahr. Wie hoch der Betrag ist, kann man teilweise selbst wählen.
Das bedeutet: Der Partner oder die Partnerin, die nicht vorrangig das Kind betreut und arbeiten geht, kann einen Teil seiner oder ihrer Versicherungszeiten für eine gewisse Zeit der Kindererziehung an die andere Person übertragen. Trennt sich das Paar eines Tages, ist die Gefahr der Altersarmut für die Frau nicht so hoch. Für Pensionssplitting muss man übrigens nicht verheiratet sein. Welche Vor- und Nachteile Pensionssplitting noch hat, haben wir im Beitrag Pensionssplitting in Österreich zusammengefasst.
In einem Partnerschaftsvertrag können Paare festhalten, wie sie bei einer Trennung oder beim Tod des anderen versorgt werden möchten. Bei der Erstellung unterstützen Notar:innen oder Rechtsanwält:innen.
8. Altersvorsorge nicht vergessen
Sind die Kinder erst einmal da, dreht sich alles nur um sie! Bei all den Besorgungen, die in dieser Phase nun notwendig sind, sollte man die eigene Vorsorge für später nicht vergessen. Alle Details dazu haben wir im Beitrag: Was kostet ein Kind bis 18?
9. Finanziell selbstbewusst und gesund werden
Laut der IMAS-Studie von Erste Bank und Sparkassen anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2024 setzen sich Frauen und Männer zu wenig mit Geld auseinander. Lediglich 22 % der Frauen in Österreich interessieren sich wirklich für Geldthemen. Bei Männern sind es immerhin 45 %.
Meistens sparen Frauen auch nicht genug und sind oft vom Geld des Partners abhängig. Steht plötzlich eine Trennung ins Haus, wird ein Elternteil arbeitslos oder erleidet einen Unfall, trifft es Frauen doppelt so hart. In so einem Fall kommen nämlich auch finanziell große Probleme auf sie zu.
Wer sich mit Geldthemen beschäftigt, kann sich nicht nur viel Kummer ersparen, sondern auch für die eigene Absicherung und die Absicherung der Familie sorgen. FLiP, der Erste Financial Life Park, hat mehrere Angebote speziell für Frauen. Hier informieren.
10. Geld nicht einfach „liegen lassen“
Wie viel sollte ich für „später“ ansparen? Die 50/30/20-Methode ist ein Richtwert, an dem man sich orientieren kann. Ob sie im Alltag wirklich umsetzbar ist, hängt ganz von der aktuellen Lebenssituation ab.
Wie funktioniert die 50/30/20-Methode?
50 % … des monatlichen Nettoeinkommens sollten für Grundbedürfnisse und laufende Verpflichtungen ausgegeben werden: Lebensmittel, Wohnen, Strom, Kreditraten, Auto oder Handyvertrag.
30 % … des monatlichen Nettoeinkommens können für die schönen Dinge des Lebens ausgegeben werden wie etwa Urlaub, Hobbys oder Restaurant-Besuche.
20 % … des monatlichen Nettoeinkommens (jedenfalls zumindest 10 % der monatlichen Einkünfte) sollten monatlich auf ein separates Sparkonto eingezahlt oder investiert werden. Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken. Mit einem Dauerauftrag aufs Sparkonto bzw. Wertpapierkonto kann man sich diesen Restbetrag auch automatisch überweisen lassen oder eben anlegen.
Man kann die eigene Altersvorsorge auf drei Säulen stützen:
- die gesetzliche Pensionsversicherung,
- die betriebliche Altersvorsorge des Arbeitgebers (sofern eine vorhanden ist) und
- eine private Vorsorge.
Diese ist etwa über regelmäßiges Veranlagen, zum Beispiel durch Fondssparen, möglich. Vorsicht: Die Veranlagung in Wertpapiere birgt Risiken.
Fazit
Mit Kindern kommen viele Herausforderungen auf uns zu. Auf die finanziellen Herausforderungen können wir uns jedoch gut vorbereiten. Wir können frühzeitig Vorkehrungen treffen, die über die staatlichen Unterstützungen wie etwa das Kindergeld oder gewisse Steuererleichterungen hinausgehen.
Stand Juli 2026
Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Anlageempfehlung. Diese Werbemitteilung ersetzt somit keine Anlageberatung und berücksichtigt weder die Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen, noch unterliegt sie dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.