22.04.2026
Vorarlberger Sparkassen mit solider Entwicklung im Geschäftsjahr 2025
Die Vorstände der Vorarlberger Sparkassen (v. l.): Jürgen Schneider und Hannes Moosmann (Sparkasse Egg), Mag. (FH) Daniel Mierer und Hermann Bachmann (Sparkasse Feldkirch), Mag. Martin Jäger, MBA, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, und Harald Giesinger (beide Dornbirner Sparkasse), Clemens Lengauer und Mag. Johannes Hämmerle (Sparkasse Bregenz) sowie Mag. (FH) Thomas Schreiber, MA und Dr. Wolfgang Eichler
Bilanzsumme steigt auf 8,1 Milliarden Euro – Rekord bei Spareinlagen – deutlicher Anstieg bei Wohnbaufinanzierungen – hohe Kapitalstärke
Die Vorarlberger Sparkassen haben im Geschäftsjahr 2025 ihre stabile wirtschaftliche Entwicklung fortgesetzt. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 5,4 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. In einem weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 69,6 Millionen Euro gesteigert werden, ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig führten die Leitzinssenkungen zu einem Rückgang vom Betriebsergebnis auf 109,2 Millionen Euro (-14,7 %). „Auch das vergangene Geschäftsjahr war geprägt durch gestiegene Kosten und erhöhte regulatorischen Anforderungen. Dennoch haben wir weiter gezielt in IT, Sicherheit, Infrastruktur und Beratungskompetenz investiert, um auch in Zukunft das beste Banking Österreichs anbieten zu können“, erklärt Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen: „Dass unser Geschäftsbetrieb dabei effizient geblieben ist, bestätigt unsere Cost‑Income‑Ratio in der Höhe 50,4 Prozent.“
Vertrauen der Kund:innen weiter gestiegen
Die Spareinlagen erreichten mit 3,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand (+6,9 %). Auch die Primärmittel, die Summe aus Spar- und Giroeinlagen sowie der eigenen Sparkassenobligationen, wuchsen deutlich um 7,2 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. „Der Zuwachs bei den Einlagen zeigt, dass die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger den Sparkassen gerade in wirtschaftlich bewegten Zeiten vertrauen“, so Jäger. „Gerade jetzt zählen Sicherheit, persönliche Beratung und regionale Verankerung.“
Die Forderungen an Kunden erhöhten sich um 4,5 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich die Wohnbaufinanzierung, die mit einem Volumen von 362,7 Millionen Euro ein Plus von 68,2 Prozent verzeichnete. „In Vorarlberg werden derzeit wieder deutlich mehr Wohnraumfinanzierungen abgeschlossen, weil sich mehrere Rahmenbedingungen gleichzeitig verändert haben und die Ausgaben für viele Haushalte wieder planbarer geworden sind. So hat sich das Zinsniveau einigermaßen stabilisiert“, erklärt Jäger die steigende Nachfrage: „Hinzu kommt ein spürbarer Nachholeffekt.“ In den Jahren 2022 und 2023 haben zahlreiche Menschen den Immobilienkauf hinausgezögert, weil hohe Zinsen, strengere Kreditvergaberegeln und unklare Preisentwicklungen für Zurückhaltung sorgten.
Sehr hohe Kapitalausstattung als Stabilitätsfaktor
Die Kapitalbasis der Vorarlberger Sparkassen verstärkt sich weiter auf einem äußerst soliden Niveau. Die Kernkapitalquote nach Basel II beträgt 34,8 Prozent, die Eigenkapitalquote nach Basel II 35,3 Prozent. Zusätzlich wurden die freiwilligen Rücklagen weiter um 37,0 Millionen Euro erhöht. „Unsere hohe Kapitalausstattung gibt uns Stabilität und Handlungsspielraum für unsere Kund:innen. Sie ermöglicht es uns, sowohl Private als auch die regionale Wirtschaft verlässlich zu finanzieren und gleichzeitig auf künftige Herausforderungen vorbereitet zu sein“, so Harald Giesinger für die Vorarlberger Sparkassen.
Verantwortung für Region und Gemeinwohl
Auch 2025 haben die Vorarlberger Sparkassen ihren öffentlichen Auftrag aktiv wahrgenommen. Mit 3,3 Millionen Euro an Gemeinwohlausgaben unterstützten sie soziale, kulturelle und ökologische Projekte im Land. „Als Sparkassen sind wir eng mit der Region verbunden. Unser wirtschaftlicher Erfolg ist untrennbar mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden“, unterstreicht Harald Giesinger. Zum Jahresende 2025 beschäftigten die Vorarlberger Sparkassen 846 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ausblick:
„Die Vorarlberger Sparkassen sind finanziell robust aufgestellt. Unser Fokus bleibt darauf gerichtet, unsere Kundinnen und Kunden verantwortungsvoll zu begleiten, die regionale Wirtschaft zu stärken und unseren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten“, fasst Giesinger zusammen.