Zweite Sparkasse: Hilfe zur Selbsthilfe

Die Zweite Sparkasse einmal anders - das Präsentationsvideo anlässlich des Gewinns des Trigos 2013.

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Den meisten von uns ist es gar nicht bewusst, aber bei fast allem, was wir im täglichen Leben tun, brauchen wir es: das Bankkonto. Miete, Strom, Gas, Gehalt, alles wird heute bargeldlos abgewickelt. Trotzdem gibt es in Österreich geschätzte 40.000 Menschen, die kein Bankkonto mehr haben. Sie sind aus verschiedenen Gründen, meist Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Krankheit, in eine soziale oder wirtschaftliche Notlage geschlittert und haben am Ende auch noch ihre Bankverbindung verloren.

Die ERSTE Stiftung hat daher eine Sparkasse gegründet: Die Zweite Wiener Vereins-Sparcasse, kurz: Zweite Sparkasse. Sie bietet den betroffenen Menschen ein Haben-Konto ohne Überziehungsmöglichkeit an. Das ist aber nur der erste Schritt auf dem Weg in ein Leben ohne Schulden, den jeder aus eigener Kraft beschreiten muss. Das Konto wird nur in enger Kooperation mit Wohlfahrts- und Beratungsorganisationen wie Caritas und Schuldnerberatungen angeboten. Dank dieser ganzheitlichen Betreuung haben die Betroffenen eine realistische Chance, ihre wirtschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Dazu gehört auch, wieder ein Konto bei einer ganz normalen Bank eröffnen zu können.

Mit der Gründung der Zweite Sparkasse hat die ERSTE Stiftung ihr erstes größeres Projekt verwirklicht und kommt damit in besonderer Weise ihrem Gründungsauftrag nach – nämlich sich sozial zu engagieren und mit nachhaltigen Projekten aktiv zur Verbesserung der Lebenssituation möglichst vieler Menschen beizutragen.

Die Zweite Sparkasse hat keine Ertragsziele. Ihr Geschäftszweck ist es, Menschen, „die einen Zweiten brauchen“, mit einer Serviceleistung zu unterstützen, die sie nirgendwo anders bekommen. Wie die Beratungsorganisationen, die die Kunden vermitteln, will die Zweite Sparkasse Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

„Denn manchmal geht es nicht alleine.“ Diesen Satz haben auch über 400 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Erste Bank und Sparkassen ernst genommen. Sie sind es, dank deren Einsatz die Idee einer „Bank für Menschen ohne Bank“ vom Konzept in die Tat umgesetzt werden konnte.