Weltfrauentag 2016 

Studie: Frauen werden finanziell unabhängiger

 

  • Sparbetrag von Frauen gestiegen: 202 Euro
  • In 6 von 10 Partnerschaften ist der Mann Hauptverdiener
  • Wertpapiersitz bei Frauen: 35 %

Die vermehrte Teilzeitarbeit von Frauen macht sich im Sparverhalten sowie der Altersvorsorge bemerkbar. Doch obwohl Frauen weniger verdienen, lässt sich ein Aufwärtstrend erkennen: Die Sparsumme der Österreicherinnen steigt konstant, ihre finanzielle Abhängigkeit vom Hauptverdiener sinkt und der Wunsch nach frauenspezifischen Finanzprodukten kommt immer häufiger zum Ausdruck. Auch in Beziehungen spielt das Thema Finanzen eine große Rolle. Die Erste Bank stellt anlässlich des Frauentages eine repräsentative IMAS-Studie vor.

Österreicherinnen haben Lust auf Sparen

Genug gespart? Diese Frage stellen sich immer mehr Frauen. Der monatliche Sparbetrag der weiblichen Bevölkerung ist in den letzten 2 Jahren um 28 Euro gestiegen und liegt derzeit bei 202 Euro. Zwar legen männliche Sparer durchschnittlich mit 243 Euro mehr zur Seite, ihr Sparbetrag ist seit 2014 aber nur um 18 Euro gestiegen. Hauptsparmotiv bleibt bei Frauen die Zukunftsvorsorge (34%) dicht gefolgt von dem Notgroschen (26%). „Immer mehr Frauen denken an die Zukunft und die Altersvorsorge. Das ist eine erfreuliche Entwicklung,“ meint Mag. Martin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bregenz. Herr und Frau Österreicher zwicken zudem 41% vom Sparbetrag für andere Familienmitglieder ab. Frauen bleiben somit immerhin 118 Euro monatlich für die eigene Vorsorge, Männern 144 Euro. Doch Frauen sparen nicht nur für die Familie sondern vermehrt auch für den Partner: Während im Vorjahr 26% der Österreicherinnen angaben für den Liebsten vorzusorgen, legen aktuell 34% regelmäßig Geld für ihren Partner zur Seite.

Aktien werden bei Frauen beliebter

Die Österreicherinnen vertrauen weiterhin auf traditionelle Sparformen wie Sparbuch (81%) oder Bausparer (72%). Die Zukunftsvorsorge spielt auch bei der Wahl des Sparproduktes eine wichtige Rolle: Knapp die Hälfte der Frauen veranlagt Geld in Lebensversicherungen (47%) und/oder die Pensionsvorsorge (45%).  Erfreulich entwickelt sich auch der Wertpapierbesitz von Frauen, denn der Wert ist zum Vorjahr um 8 Prozentpunkte angestiegen. „Mehr als ein Drittel der Frauen besitzt mittlerweile auch Wertpapiere. Für langfristige Vorsorge ist das absolut notwendig“, meint Jäger

3 goldenen Regeln für finanzbewusste Frauen

Das gesteigerte Interesse von Österreicherinnen an Finanzthemen spiegelt sich auch im Wunsch nach frauenspezifischen Bankprodukten wieder. 6 von 10 Frauen wünschen sich speziell zugeschnittene Finanzprodukte, das sind knapp 10 % mehr als noch vor einem Jahr. Mit You Invest bietet die Erste Bank ein stark individualisierbares Produkt, das auch für Frauen sehr gut geeignet ist. „Mit You Invest kann man ganz einfach und bedürfnisorientiert selbst konfigurieren. Da sind auch viele Möglichkeiten speziell für Frauen gut abzubilden“, betont Mag. Martin Jäger. Bei Finanzfragen wenden sich Österreicherinnen bevorzugt an die BankberaterIn (76%). Auch beim Partner (61%) und bei Familienmitgliedern (48%) wird bei Geldthemen Rat eingeholt. Damit finanzielle Unklarheiten gar nicht erst auftauchen, gibt es einige Empfehlungen für finanzbewusste Frauen:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Partner offen über ihre finanzielle Situation. Kosten, Einnahmen und Vorsorge sollten kein Tabuthema sein. In Karenzzeiten oder bei Teilzeitarbeit ist wichtig, dass der Partner vorsorgt. „Finanzielle Unabhängigkeit bleibt trotz allem das A und O und sollte immer bedacht werden“, rät Jäger.
  • Natürlich gibt es Zeiten, in denen das Einkommen geringer ausfällt. Trotz allem sollte man die finanzielle Vorsorge nicht vergessen und den Sparbetrag – sofern es irgendwie möglich ist - niemals aussetzen. „Denken Sie langfristig und passen Sie die Sparsumme an ihre Einnahmen an. Auch kleine Beträge füllen das Vorsorgepolster “, appelliert Jäger.
  • Führen Sie Ihren Haushalt wie ein Unternehmen. Das Erstellen eines Haushaltsbudgets oder das Führen eines Kassabuches sind Instrumente, um die finanzielle Situation im Auge zu behalten. Nur so bekommt man ein Gefühl für das eigene Geldleben und kann schlussendlich auch in Partnerschaften die richtigen Entscheidungen treffen.